Friday, 27. january 2012 5 27 /01 /Jan. /2012 17:38

So ein Pech aber auch - besonders für die Anhänger der Vorratsdatenspeicherung - meist bei den Schwarzen zu finden. Was wollten sie uns erzählen? Dass die Speicherung von Daten ohne Anlass, sondern automatisch täglich, die Aufklärungsquote für Verbrechen erhöht.

Ja, da wurde auch ein Gutachten in Auftrag gegeben und ausgeführt vom Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht. Und zu welchem Schluss kommt diese Untersuchung?

Ja, da stehen so unangenehme Fakten drin, wie z. B.: "Die Untersuchung der deliktsspezifischen Aufklärungsquoten für den Zeitraum 1987 bis 2010 zeigt, dass sich der Wegfall der Vorratsdatenspeicherung nicht als Ursache für Bewegungen in der Aufklärungsquote abbilden lässt."

Ja, was heißt das kurz und bündig? Die Vorratsdatenspeicherung bringt nichts!

Oder ein Blick in die Schweiz: "Im Vergleich der Aufklärungsquoten, die in Deutschland und in der Schweiz im Jahr 2009 erzielt worden sind, lassen sich keine Hinweise darauf ableiten, dass die in der Schweiz seit etwa 10 Jahren praktizierte Vorratsdatenspeicherung zu einer systematisch höheren Aufklärung geführt hätte."

Ja, so etwas aber auch! Da macht die Schweiz einen Langzeitversuch - und der beweist auch nicht, dass die Vorratsdatenspeicherung eine höhere Aufklärungsquote bringt. Das ist wirklich ein Pech!

Wieso sind denn die Verfechter dieser Vorratsdatenspeicherung nicht ehrlich und sagen, weshalb sie darauf bestehen? Gebt doch zu, dass ihr Angst habt, Angst vor einem sich wehrenden Volk, das sich nicht mehr ausbeuten und unterdrücken lässt. Und ihr meint wirklich, wenn ihr alle Verbindungsdaten erfasst und speichert, dann seid ihr vorgewarnt?

Arme Irre! Mit Forderungen nach der Vorratsdatenspeicherung bringt ihr eure Wählerinnen und Wähler erst recht auf die Palme. 

Aber die Befürworter lassen nicht locker: Bei der Bekämpfung der Kinderpornographie, da bringt die Vorratsdatenspeicherung große Vorteile! Schauen wir in die Studie:

"Ermittlungen wegen der Verbreitung und des Besitzes von Kinderpornografie wird vor allem wegen des dahinter stehenden sexuellen Missbrauchs besondere Bedeutung zugeordnet. Die Aufklärung von Fällen sexuellen Missbrauchs anlässlich von Ermittlungen wegen Kinderpornografie ist aber allenfalls Zufallsprodukt. Es ergeben sich ferner keine Anhaltspunkte dafür, dass kommerzielle Webseiten in die Herstellung von Kinderpornografie maßgeblich eingebunden sind. Angesichts der in die Auswertung von Datenträgern investierten Ressourcen und angesichts der besonderen Betonung der Bedeutung der Verfolgung der Kinderpornografie für die Vorbeugung von sexuellem Missbrauch dürfte sich schließlich die Frage stellen, ob die hier verausgabten Mittel nicht besser in anderen Maßnahmen zur Prävention und Repression des Kindesmissbrauchs platziert worden wären."

Und der derzeitige Innenminister, ja, der den Islam auch bekämpfen will und muss, fordert weiterhin die Vorratsdatenspeicherung - in großem Maßstab! Schließlich muss Recht und Ordnung herrschen! Und die Herrschenden müssen sofort erkennen können, wo ihr Feind sitzt. Schließlich muss dieser Staat einen Krieg gegen die aufmüpfigen Bürgerinnen und Bürger führen - wenn er überleben will.

Quelle: Studie Schutzlücken durch Wegfall der Vorratsdatenspeicherung?

Genug 


von Kiat Gorina - veröffentlicht in: Schamanisches Tagebuch - Community: Was Menschen bewegt
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Friday, 27. january 2012 5 27 /01 /Jan. /2012 14:52

Marcel Reich-Ranicki hielt eine Rede, am Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine erdrückende Rede, eine beklemmende Rede. Aber sie musste gehalten werden.

Als Zeitzeuge bringt Reich-Ranicki rüber, was damals in Warschau geschehen ist. Das sollten wir nie vergessen. Und wir sollten alles tun, dass sich so etwas nicht wiederholt. 

Wenn ich mir die Neonazi-Szene so ansehe, dann meine ich, wenn diese politischen Kräfte ans Oberwasser kommen, dass wieder so etwas passiert. Ja, das ist durchaus denkbar. Offenbar haben auch manche Menschen von heute nichts aus der Geschichte gelernt.

Marcel Reich-Ranickis Red findet ihr HIER

Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie sich Nazi-Opfer fühlen. Im Jahr 2000 wurde ich von Nazis brutal zusammengeschlagen - in Wiedersbach, das ich seitdem Widerlingsbach nenne. Damals hatte ich Tiger und Miriam eingestellt. Und war mit den beiden ausgeritten - Miriam als Handeselin dabei. Da musste ein neugieriges Reitmädchen in meinem Rucksack gekramt haben und es wurde fündig: 

Es fand meinen Behindertenausweis. Weil ich Diabetikerin bin, hatte ich so ein Teil dabei. Wie mir später andere erzählten, rannte dieses Reitmädchenin die Halle des Reitvereins und posaunte: "Die ... ist behindert!" Keiner sagte dem Mädchen: "Ja und? Wo ist das Problem?"

Als ich vom Ausritt zurückkam, wurde ich überfallen und von mehreren brutal zusammengeschlagen. Sie traten auch noch zu, als ich schon auf dem Boden lag! Dabei brüllten sie: "Bei Hitler ist so was wie du vergast worden!"

Mit letzter Kraft kroch ich über die Straße und klingelte. Die Anwohner zogen mich ins Haus, mehr trauten sie sich nicht - aus Angst vor den Neonazis. 

Ich rief meinen Bär an, er unterbrach sofort seine Arbeit und fuhr zu mir und brachte mich gleich ins Krankenhaus. Dort wurde ich stationär behandelt - eine Woche lang. Da die Täter gedroht hatte, mich im Krankenhaus zu "besuchen", haben die Schwestern meinen Namen nicht bekannt gegeben.

Wir stellten Anzeige, nichts geschah. Die Staatsanwaltschaft Ansbach stellte die "Ermittlungen" ein - wegen mangelnden öffentlichen Interesses! Unglaublich, aber wahr! Ich wurde auf den Privatklageweg verwiesen- Seitdem habe ich meinen Glauben an die bayerische Justiz resp. der Ansbacher Justiz verloren. Ich wurde ja nicht einmal von Ermittlungsbeamten im Krankenhaus zur Zeugenvernehmung aufgesucht ...

Später erfuhr ich, dass noch in den 1960-er und 1970-er Jahren dieses Widerlingsbach eine Hochburg der Republikaner und der NPD war ...

Marcel Reich-Ranicki: Eilige Hochzeit als Rettung vor dem KZ 

 

von Kiat Gorina - veröffentlicht in: Schamanisches Tagebuch - Community: Was Menschen bewegt
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Thursday, 26. january 2012 4 26 /01 /Jan. /2012 21:57

Heute, am 27.01.2012 steht der zunehmende Mond zunächst noch in den Fischen. Um 19:28 Uhr wechselt er in den Widder

Mond in den Fischen, da sind wir besonders verträumt und sensibel. Wir wollen in uns selbst versenken und das ist gut so!

Mond im Widder, da sind wir voll von Energie, unser Selbstvertrauen wird gestärkt, wir handeln spontan, aber verantwortungsvoll.

Der Mond ist aufsteigend. Wir können jetzt "ernten", was wir in der Phase des absteigenden Mondes vorbereitet haben.

Für die "haarigen" Probleme verweise ich auf einen früheren Artikel.

Beim Schreiben dieser Zeilen erschien vor meinem inneren Auge ein Widderhorn - für mich ein sehr gutes Zeichen! 


  • Mond in Opposition zum Mars: warnt uns vor Verschwendung und vor Problemen in unseren Beziehungen.
  • Mond im Quadrat zum Saturn: warnt uns vor Starr- und Eigensinn.
  • Merkur wechselt in den Wassermann: Diese Position steigert unsere intellektuellen und kommunikativen Fähgigkeiten.
  • Mond im Sextil zum Widder: fördert unser Denken, so dass wir selbständiger entscheiden und für Neues aufgeschlossen sind. 

Der heutige Tag ist günstig für 

  • Arbeiten mit Erde
  • größere Investitionen
  • Eröffnungen

Der heutige Tag ist weniger günstig für

  • Friedhofsbesuche
  • den Abschluss von laufenden Projekten

Ich wünsche allen, dass ihr das Beste aus diesem Tag macht! 

Abgeordnetenhaus - Piratenpartei (1) Christopher Lauer zur Funkzelenabfrage 26.1.2012

01/08 - Prof. Hans-Peter Dürr - Wir erleben mehr als wir begreifen


 

von Kiat Gorina - veröffentlicht in: Tageshoroskop - Community: Was Menschen bewegt
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Thursday, 26. january 2012 4 26 /01 /Jan. /2012 21:19

Da hat ein neuer Leser - Blackbeard - mir geschrieben - unter anderem auch über Serdar Soumuncu. Den ich bislang nicht kannte. Ich gebe zu, das ist eine Bildungslücke. Also habe ich etwas gestöbert und eine Aufzeichnung des ZDF gefunden:

Serdar Somuncu bei Lanz 12.07.2011

Also, was er über Thilo S. sagt, dem stimme ich voll zu. Und auch was er sonst so sagt, zum Beispiel über den Nationalsozialismus und über Hitlers "Mein Kampf". Auch über das Thema Migration und Integration.

Ich danke Blackbeard für diesen Tipp! Und ich wünsche Blackbeard mit seinem Blog viel Erfolg.

von Kiat Gorina - veröffentlicht in: Schamanisches Tagebuch - Community: Was Menschen bewegt
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Thursday, 26. january 2012 4 26 /01 /Jan. /2012 20:39

Mein damaliger Freund, ein Tierpräparator, brachte einen lebenden Sperber mit. Den hatte ein Bekannter in seinem Taubenschlag erwischt. Ganz zerfleddert steckte der arme Kerl in einem Netz. Der Sperber, nicht der Bekannte.

Mein Freund bekam den mir wohlbekannten glasigen Blick mit Dollarzeichen in den Augen: "Den päppeln wir auf, bis die Federn wieder was taugen. Dann stopf ich ihn aus, was meinst du, was die Sammler für so 'nen Greif zahlen!"

Mein Blick wurde auch glasig, aber vor Ärger. "Bei dir piept's wohl! So einen schönen Sperber abmurksen, nur damit ihn ein fetter Sammler über seinen Kamin hängt? Da mach ich nicht mit! Außerdem ist das verboten, Greife zu töten. Dafür kannst du in den Knast kommen!" 

Freund und  Bekannter lachten nur dreckig. Sie pilgerten dann in die nächste Kneipe, um das gute Geschäft zu begießen. Vorher aber - uff, mir wird es jetzt noch mulmig.

Die beiden banden dem Sperber einen langen Schnürsenkel um einen Ständer, um ihn an einer Stuhllehne anzubinden - dachte ich. Von wegen! Sie drückten mir den Schnürsenkel in die Hand, den Greif auf die Faust und zogen ab. 

"Da kannste deine Tierliebe ja mal ausprobieren. Wetten, wenn der Geier dir die Augen zerkrallt hat, willst du ihn auch killen." Sie lachten - und ich stand da, mit dieser Ladung Dynamit auf dem Arm. 

Was nun? Der Sperber in Todesangst - seine dolchartigen Klauen bohrten sich mangels Lederhandschuh in meine Hand. Auf keinen Fall durfte ich die Strippe loslassen ...

Wie lange wir uns anlauerten, weiß ich nicht mehr. Seit Mittag hatte ich diesen unfreiwilligen Gast - und es wurde schon dunkel. Zwar hatte ich - im Zeitlupentempo- den Arm aufgestützt. Aber wie weiter? Ob und wie mein "Freund" wiederauftauchte, war ungewiss.  

Irgendwann hob ich langsam die andere Hand - genau beobachtet von meinem unfreiwilligen Gast - und begann sachte, ihm das Bauchgefieder zu kraulen. Er war erst lang und ganz dünn, unter Hochspannung. Plötzlich aber - nein, kein Angriff, sondern das: Er plusterte sich zu einer dicken Kugel auf, knappte mit dem Schnabel und ließ sich genüsslich kraulen. 

Ich quartierte ihn in der alten Werkstatt ein, fing ihm Mäuse und kraulte ihn ausgiebig. Auch konnte er in der Werkstatt frei herumflattern, weil ich Kükendraht vor das Fenster genagelt hatte. 

Ich war oft in der Werkstatt, schrieb da drin auch meine Diplomarbeit. Außer mir konnte da niemand herein. Der gute Sperber griff andere Menschen zuverlässig an. 

Gern saß er auf meiner Schulter, übrigens ohne mir das kleinste Loch in die Haut zu bohren. Da putzte er erst sein Gefieder, dann meine Haare. Irgendwie kam er auf die Idee, mir etwas von seinen Mäusen einzuverleiben. Er versuchte es erst am Mund, dann bei der Nase.

Mit dem Erfolg, dass ich vermummt wie ein Bankräuber über meinen Büchern saß. Das störte den Sperber nicht, da gab es ja noch die Ohren ...

Mit dem Erfolg, dass ich mit den Mausfleisch-gefüllten Ohren zum Ohrenarzt musste.

"Wo zwickt's denn?", fragte der schon ältere Arzt gutmütig.

"Ähm, tja, mir steckt da was im Ohr...", mumpfelte ich und fühlte mich ziemlich bescheuert.

Aha, ich hatte es doch geahnt: "Sind Sie dafür nicht schon etwas zu alt?"

"Doch, schon, trotzdem steckt da was im Ohr, was ich nicht rauskriege. Vielleicht schaffen Sie es ..."

Der Doktor "dokterte" im Ohr herum und förderte eine rötlich-faserige Masse zutage.

"Was ist das denn?", wollte er wissen und besah misstrauisch seine "Beute".

"Och, Mausfleisch, das hat mir ..."  Bradderabamm schrumm., ging es hinter uns, und ich sah gerade noch, wie die üppige Sprechstundenhilfe haltlos zusammensackte. Ohnmächtig.

Beim zweiten Mal lief es etwas anders: Der Arzt erkannte mich, fragte knapp "Mausfleisch?" und ich nickte trübe. Er wies mit dem Kinn Richtung Sprechzimmer. "Das schaffen wir auch allein, ohne Helferin. Ich muss nämlich auf meine Bandscheiben aufpassen ..."

Was ist nun aus dem Sperber geworden? Hängt der arme Kerl in einem "Landhaus" an der Wand?

O nein! Im Gegenteil! Als sein Gefieder wieder tiptop in Schuss war, bin ich "ganz aus Versehen" mitsamt Sperber auf der Schulter in den Garten gegangen, wo er schleunigst das Weite suchte. Für diesmal.

Ich hatte mich von meinem mörderischen Freund getrennt und hauste samt Pony "Dackel" auf einem ehemaligen Reiterhof. Weil ich auch mal beim Westernturnier mitmachen wollte, übte ich auf dem Reitplatz für den Trail. Und bekam einen unerwarteten Zuschauer.

Da landete doch tatsächlich ein Sperber auf dem Zaun, der mir seltsam bekannt vorkam. Er drehte seinen Kopf hin und her und beäugte uns mit seinen schönen gelben Augen.  Dann entdeckte er eine einladende Sandkuhle direkt neben Dackel und nahm ein ausgiebiges Sandbad.

Dann stieg er in die Luft, kreiste über uns, rief noch einmal sein weit schallendes "ki-ki-ki-ki-ki"  und flog davon. 

An diese Erlebnisse mit dem verliebten Sperber wurde ich schlagartig erinnert, als ich "zufällig" folgendes Video fand - da wird eine Eule gekrault, sie genießt es sehr - genau wie einst mein Sperber:

Lyze - the happiest owlet


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