Friday, 5. december 2008
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13:13
Da tauchte in meinem Blog der Kommentar eines Menschen auf, der sich mal "megapenis" und dann wieder "Rammler vom
Zigeunergrund" nannte, aber immer mit der gleichen IP-Adresse, anscheinend eine "multiple Persönlichkeit" ...
Dieser Mensch prahlte damit, dass sein Penis dauernd erigiert sei.
Ach du liebe Zeit! Eine Dauererektion (Priapismus, ICD-10 N.48.3) ist ein medizinischer Notfall, der möglichst schnell in der urologischen Notfallambulanz einer Klinik behandelt werden muss.
Bei fachgerechter Therapie innerhalb von 6 bis 12 Stunden kann dann noch eine dauerhafte Erektionsstörung vermieden werden. Danach tritt nämlich eine Veränderung des Bindegewebes der Schwellkörper
ein. Der arme Mensch wird impotent.
Wie jemand mit dieser für Männer höchst fatalen Erkrankung noch im Internet prahlen kann, ist nicht nachvollziehbar. Ich habe deshalb diesen Kommentar rausgenommen. Er stand schon vor einigen Tagen
im Netz, demnach ist es jetzt zu spät, die Erektionsfähigkeit des Gliedes zu erhalten.
Wie kommt Priapismus zustande? Eine Ursache lässt sich in 50 % der Fälle nicht angeben. Beim den anderen Fällen spielen Einnahme von Psychopharmaka, Alkohol- oder Drogenmissbrauch oder Erkrankungen
wie z. B. lymphatische Leukämie, bösartige Tumore, Thrombosen oder Nervenschäden eine Rolle.
Gute Besserung!
(C) Copyright 2004-2008 by Kiat Gorina, Windsbach. Alle Rechte vorbehalten.
von Kiat Gorina
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Thursday, 4. december 2008
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13:53
Im Familienleistungsgesetz ist ein Schulbedarfspaket vorgesehen, speziell für SchülerInnen von
armen Eltern. Solche Schüler brauchen ja auch Schreibutensilien und Bücher, die sich deren Eltern nicht leisten können, weil die Grundsicherung sowieso nicht reicht. Also soll ein Schüler pro Jahr
100 EUR erhalten. Ob das für ein Jahr reicht, sei dahingestellt.
Gezahlt wird das aber nur bis zur zehnten Klasse. Abitur ist demnach Privatsache! Was sagt uns das? Die Regierungskoalition will offenbar keine Abiturienten aus den armen Schichten. Wer als Kind
von armen Eltern geboren wird, soll demnach auch arm bleiben. Abitur und Studium bleiben verschlossen. Ist das "C" wie "christlich" und "S" wie "sozial" nur noch Makulatur?
Caren Marks, familienpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, plauderte aus dem Nähkästchen: die CDU/CSU machte ihre Zustimmung davon abhängig, dass Reiche mehr Steuerprivilegien
bekommen, z. B. die volle Absetzbarkeit von Internaten und Privatschulen. Dies gilt jetzt
auch für Internate im Ausland, wie schön!
Deutschland ist arm an Rohstoffen, der wichtigste Rohstoff sind sehr gut ausgebildete Menschen. Also müssten unsere politischen Entscheider doch daran interessiert sein, dass jedes begabte Kind die
bestmögliche Ausbildung erhält, unabhängig von seiner Herkunft. Aber davon entfernt sich Deutschland immer mehr.
In der Steppe bei den Nomaden war das anders. Da wurde jedes Kind gefördert, wenn da z. B. in einem Jungen ein guter Jäger steckte, dann wurde er von den alten erfahrenen Jägern ausgebildet, auch
wenn seine Familie zu den ärmeren zählte. Die Sippe wusste, dass das Überleben aller von den Jagdkünsten abhing und nicht von der Herkunft.
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von Kiat Gorina
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Wednesday, 3. december 2008
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22:00
Wenn ich manchmal mit Müttern von schulpflichtigen Kindern gesprochen habe, dann bekam ich oft Geschichten zu hören, die
eine Lachnummer waren, wenn die Leidtragenden nicht die Kinder wären.
So wurde mir von einer reinen Mädchenschule berichtet, da gab es über Jahre einen Lehrer für Mathematik, der erklärte überhaupt nichts. Er hantierte mit seinen Zeichendreiecken und murmelte etwas
zur Tafel. Und wenn ein Mädchen sich erdreistete, eine Verständnisfrage zu stellen, wurde er böse und erteilte der Fragenden einen Verweis wegen "Störung des Unterrichtes". Es hat Jahre gedauert,
bis dieser "Lehrer" aus dem Verkehr gezogen wurde. In diesem "Institut" gab es auch einen Physiklehrer, mit Alkoholproblemen. Die Schülerinnen konnten vom ersten Stock in den Hof einer Pizzeria
schauen. Im Sommer erlebten sie folgendes Schauspiel:
Der sturzbesoffene Physiklehrer krabbelte auf allen Vieren zwischen den Tischen und suchte nach seiner Brille. Wie es da mit der Qualität seines Unterrichtes bestellt war, bedarf keiner Frage.
Ich habe den Eindruck, dass mit der Einführung neuer Lehrpläne sich die Situation noch verschärft hat. Die LehrerInnen spulen nur noch den übervollen Stoff ab, für Erklärungen gibt es kaum noch
Zeit.
Andererseits wird meistens immer noch der Frontalunterricht durchgezogen, fast so wie im Mittelalter, als es keine Bücher gab. Heute wird sehr viel Geld für Schulbücher ausgegeben, aber es gibt
immer noch Lehrkräfte, die den Stoff an die Tafel schreiben und die SchülerInnen damit beschäftigt sind, von der Tafel abzuschreiben. Dabei kommt es immer wieder vor, dass sie genau das von der
Tafel abschreiben, was 1:1 im Lehrbuch steht.
Oder es gibt Lehrkräfte, die "vergessen" haben, was sie in der Klasse das letzte Mal durchgenommen haben. Ja, auch von solchen Lehrern wurde mir berichtet, die in die neunte Klasse kommen, aber
meinen, sie seien in der zehnten, also den Stoff der Zehnten durchziehen, die armen Schüler können nur staunen.
Heute hat mir eine Mutter ihr Leid geklagt: ihre Tochter geht in eine Klasse mit 31 Schülern. Bei der letzten Mathematik-Schulaufgabe gab es 8 Fünfer und 17 Vierer. Das bedeutet nach Adam Riese,
dass nur sechs Schüler eine Note besser als Vier erreicht haben. Wenn das kein Armutszeugnis ist, weniger für die Schüler, sondern für die Lehrkraft!
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von Kiat Gorina
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Tuesday, 2. december 2008
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21:09
Auf meinem Blog "Entenjagd" gab es zwei komische "Kommentare". So schrieb einer mit der Email-Adresse
jeffhardy@gmx.de unter der IP-Adresse 88.128.75.221 u.a.:
"hallo ihr Jägerhasser"
Offensichtlich kann der Verfasser nicht lesen, denn ganz am Anfang meines Artikels "Weidmannsheil" steht:
"Ich habe nichts gegen Jäger, im Gegenteil. Weil es im dicht besiedelten Deutschland keine größeren Raubtiere wie Bären, Wölfe oder Luchse mehr gibt (bis auf wenige Ausnahmen), werden Jäger
gebraucht, damit besonders das Schwarzwild und andere Pflanzenfresser nicht überhand nehmen. Die Jäger und Jagdpächter, die ich bisher kennen lernte, taten viel für die Hege des Wildes, den
gesunden Aufbau ihres Reviers und den Naturschutz."
Wie jemand daraus einen Hass auf Jäger ableiten kann, ist für mich nicht nachvollziehbar. Und folgender Satz auch nicht:
"Such dir doch mal anständige Arbeit dann musst du nicht den ganzen Tag über andere herziehen."
Angesichts meiner erlernten Berufe wie Diplom-Ingenieurin in der Lebensmitteltechnologie, Metzgergesellin (sogar unter den Innungsbesten, sic!), zertifizierte Umweltberaterin und
Tierheilpraktikerin wüsste ich nicht, weshalb das keine "anständigen" Berufe sind. Und was das Schamanische angeht, es mag zwar hierzulande Leute geben, die eine Ausbildung zum Schamanen anbieten, nur meine Erfahrung ist die, dass ein Schamane oder eine Schamanin zwar berufen, aber dass das kein
Beruf ist. Wenn meine Berufsausbildungen nicht "anständig" sein sollen, in welch ein verqueren Welt lebt der Schreiberling?
Da dieser Kommentar keinerlei Fakten zur Entenjagd im besonderen oder zur Jagd im allgemeinen enthält, habe ich diesen Kommentar gelöscht. Die Reaktion kam prompt in Form eines neuen
Kommentars:
Unter der gleichen Emailadresse aber unter der IP-Adresse 88.128.52.113 schrieb ein "Rammler vom Zigeunergrund":
"Kommentare die dir nicht passen löscht Du wohl einfach raus?! Arme Irre!!"
Auch diesen Kommentar habe ich gelöscht. Außer einer Verbalinjurie, die als strafrelevantes Delikt zu bewerten ist, enthält er keinerlei Fakten zum Artikel "Entenjagd". Und für solche
Themaverfehlungen ist in meinem Blog kein Platz.
Dann meldete sich noch "der alte Keiler vom Hopfengraben", bezeichnender Weise ohne Emailadresse, jedoch unter der IP-Adresse 89.51.253.84:
"mit wem haben wir es eigentlich zu tun? Bist du ein Mann oder eine Frau? Wenn du mit deinem Hund in der Flur spazieren gehst kann man es nicht erkennen!
Wahrscheinlich schauen in der Mobgolei alle glich aus!"
Auch dieser Beitrag enthält keinerlei Fakten zum Thema "Entenjagd", also wurde auch er gelöscht.
Inwieweit solche Texte die Sprache von ernst zu nehmenden JägerInnen sind, bezweifle ich sehr. Aber von Menschen, die zu einer Zeit auf die "Jagd" gehen, in der nach dem Bundesjagdgesetz das Jagen
verboten ist und dabei noch ihre gespannten Büchsen in Richtung einer wenige Meter entfernten öffentlichen Straße halten, ist ja wohl nichts anderes zu erwarten.
(C) Copyright 2004-2008 by Kiat Gorina, Windsbach. Alle Rechte vorbehalten.
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Monday, 1. december 2008
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10:51

Am 24.10.2008 meldete die Tagesschau: "Diesen Unfug machen wir nicht mit" und zitierte eine Sprecherin von Innenminister
Schäuble: "Ich kann Ihnen in aller Klarheit sagen, dass wir diesen Unfug nicht mitmachen." Der Protest der Bevölkerung gegen diese Nacktscanner war einfach zu groß, so dass die EU-Kommission einen Rückzieher machen musste.
Tagesschaumeldung
Umso verwunderlicher ist es, dass jetzt auf eine kleine Anfrage der FDP Innenstaatssekretär
Peter Altmeier (CDU) zugab: "In Labortests und Gesprächen mit Herstellern muss weiter untersucht werden, wie die Bilddarstellung verändert werden kann mit dem Ziel, eine Verletzung von
Persönlichkeitsrechten auszuschließen."
Was soll das nun wieder? Ist die Halbwertszeit der Gültigkeit von ministeriellen Aussagen derzeit rapide im Schwinden? Vielleicht ist auch die Lobby der Hersteller so mächtig, dass sie es jetzt
über einen Umweg versucht, ins gewünschte Geschäft zu kommen. Der Preis eines solchen Nacktscanners scheint ja schon festzustehen, immerhin 110.000 EUR.
Was die Technologie angeht, da scheint es mehrere zu geben. Und einige sind wohl nicht so harmlos, wie es uns weisgemacht wird, vor allem
wenn Röntgenstrahlen eingesetzt werden. Röntgenstrahlen wirken ionisierend und damit krebserregend.
Rein passiv arbeitende Scanner wie am Flughafen in Göteborg werden ja nicht immer eingesetzt. Wobei
für mich die Technologie keine Rolle spielt, für mich ist der Einsatz von Nacktscannern ein eklatanter Verstoß gegen die Würde des Menschen!
Petra Pau
von der Linksfraktion trifft den Nagel auf den Kopf, wenn sie von einer "staatlichen Peepshow" spricht.
Und Josef Scheuring, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP)
nennt es als "vollkommen inakzeptabel, dass die Versuche mit dieser hoch umstrittenen Technik offensichtlich unbeeindruckt fortgeführt werden, obwohl der Bundesinnenminister erst vor Wochen
öffentlich erklärt hat, die Technik werde in Deutschland nicht eingeführt". Wer so handele, zerstöre das Vertrauen der Bevölkerung in die deutschen Sicherheitsbehörden "und vor allem auch in die
Bundespolizei".
Dem ist ja wohl nichts hinzuzufügen ...
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