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2. Oktober 2008 4 02 /10 /Oktober /2008 22:59

Fast jeden Tag muss ich derzeit in der Zeitung lesen, dass eine Bank pleite ist. Manchmal auch hier in Deutschland. Und bei manchen Banken bürgt sogar die Bundesrepublik. Igendwie verstehe ich das nicht:

Die Neoliberalen waren doch sonst immer gegen staatliche Eingriffe. Aber dass jetzt die privaten Verluste der Masse der Steuerzahler aufs Auge gedrückt werden, das finden die jetzt plötzlich in Ordnung.

In diesem Zusammenhang fällt mir ein, wie einer meiner Lehrer mich fragte: "Kiat, wie fängt man Affen?"

Das Problem damals war, dass ich noch nie vorher einen Affen gesehen hatte. Also musste mein Lehrer mir erklären, was für ein Tier ein Affe ist. Sozusagen menschenähnlich. Er erklärte mir dann, wie sich Affen ganz leicht fangen lassen:

Man nehme einen hohlen Baum, und bohre ein Loch, gerade so groß, dass die Hand eines Affen durchpasst. Dann lege man ein paar Nüsse in den Baum. Jeder Affe ist neugierig. Er wird das Loch untersuchen. Und er wird bemerken. dass in dem Baum was liegt. Also greift er sich die Nüsse, macht eine Faust und kann seine Hand nicht mehr zurückziehen. Immer wieder probiert er es. Auf die Idee, die Nüsse loszulassen und keine Faust zu machen, nein, darauf kommt der Affe nicht. Die Gier ist zu groß.

Genauso kommen mir die vielen Spekulanten vor. Aus Gier nach noch mehr Geld verzocken sie Geld, das ihnen nicht gehört. Sie wetten auf alles. Dass eine Firma pleite geht, und wenn nicht, dann wird "nachgeholfen", nur damit sie ihre Wette und damit Geld gewinnen. Da wird darauf spekuliert, dass die Lebensmittelpreise steigen usw.

Und was machen unsere politischen Entscheider? Nichts! Offensichtlich sind sie so sehr in ihrer Gier nach (vermeintlicher) Macht gefangen, dass sie nicht mehr klar denken können.

Auch in einer Sippe bei den Nomaden gab es gierige Menschen. Einmal erlebte ich selbst, wie der Chan immer gieriger wurde. Da kam es zur Spaltung: Die Züchter und Handwerker wurden davon gejagt, nur die Günstlinge des Chans blieben. Zu spät merkten sie, dass sie jetzt niemand mehr hatten, der für sie arbeitete. Mit dieser Sippe ging es schnell bergab.

Und wenn ein einzelner in der Sippe zu gierig wurde, griffen der Chan und der Schamane ein. War dieser Gierschlund uneinsichtig, wurde ihm die schlimmste Strafe angedroht, das half meistens. Was die schlimmste Strafe war? Nun, der Ausschluss aus der Sippe! Er musste die Sippe für immer verlassen. Das kam meistens einem Todesurteil gleich, denn in der rauhen Steppe konnte einer allein nicht überleben.

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Kommentare

Deva 07/29/2011 20:13


gern geschehen ;)


Kiat Gorina 07/30/2011 08:43







Deva 07/29/2011 15:14


Ach neee..darf nicht wahr sein.
Dann geh zum Kopp-Verlag.
Die sind gerade scharf auf sowas.
Biete denen das doch mal an? Mensch,
das wäre eine Wucht. Ich bin schon ganz
hibbelig auf Dein zweites Buch. Das
grabsch ich mir, sowie es draußen ist....
Mein Gott wie gemein von diesem Brunsch....
also echt Kiat...Du hast was mitgemacht,
daß tut mir so in der Seele weh, da kommen mir
jedesmal die Tränen...

Ich schick Dir einen Sonnenstrahl
Deine Deva


Kiat Gorina 07/29/2011 19:05



Ja, Kopp-Verlag ist vielleicht doch eine Idee! Danke für deinen Vorschlag!



Deva 07/28/2011 16:36


herrje...
Wenn ich jetzt böse wäre, würde ich sagen, den will weder der Deibel
noch der Boss...hihi
Aber ich denke es nur in Form von Buchstaben im Beitrag. ;-)
Na, nun kann er es nicht mehr verhindern, daß jemand was von ihm weiß.
Das Buch ist ja draußen. Wundert mich, daß Dein Vater (falls man ihn denn so
nennen kann) nach dem Krieg nicht zur Rechenschaft gezogen wurde.

Halt die Ohren steif Kiat
Deine nachdenkliche Deva


Kiat Gorina 07/29/2011 00:37



Tja, das frage ich mich auch. Aber er hatte und hat Verbindungen zum Geheimdienst. Als ich bei ihm in Deutschland leben musste, da fuhr er mit mir nach Koblenz, da gab es einen Menschen namens
Brunsch vom BND, der wollte mich sehen. Sah mich und sagte: "Und dafür der ganze Aufwand!" Nun ja, erklärt wird das in meinem neuen Buch. Jetzt darf ich wieder auf die Suche nach einem Verlag
gehen - der mein zweites Buch veröffentlichen wollte, bekam kalte Füße, es sei ihm zu gefährlich ...



Deva 07/28/2011 10:33


Huch?
Oje sag mal Kiat. Dein Vater lebt noch?
Der muss ja steinalt sein?
Menschenskinder...
Eh schlimm was Du mit ihm erlebt hast. Du hast eine stabile Psyche
muss ich sagen
Na ich stehe Dir jedenfalls bei, wenn was ist.
Kannst Du die IP's blocken?

Traurige Grüße
Deine Deva


Kiat Gorina 07/28/2011 12:10



Mein Vater lebt noch, er wird im August 94. Bis vor einem Jahr fuhr er Auto, zusammen mit seiner Freundin, sie ist ein halbes Jahr älter. Jetzt kann er nicht mehr fahren, sein Mercedes ist nur
noch ein Schrotthaufen. Zum Glück für die Verkehrsteilnehmer in Lippe. Als junger Ingenieur war er an der Entwicklung der V2-Rakete in Peenemünde beteiligt und ist heute noch stolz darauf, dass
diese Raketen viele Menschen in England getötet und verletzt haben. Ein schlimmer Nazi - unverbesserlich!



Deva 07/27/2011 20:46


Genau.
Na, die wird jetzt auch kleinlauter sein, nachdem das rauskam.
Oder war das Video jetzt vor dieser Entdeckung?
Habe ich nicht aufgepasst.
Jedenfalls ist sie ein Elefant im Porzellanladen.
Irgendwie hat die auch keinen Benimm...hehe.
Aber der Moderator hatte gut gekontert, fand ich.
haha Absurdistan ist gut...das passt...
Ich hoffe jedenfalls, daß in Zukunft in Deinem Block
Ruhe herrscht. Meinungen wird man noch äußern
dürfen. Finde den Hallervorden auch scharf und
er tritt damit im TV auf.
Und was die obenbeschriebene Gier betrifft.
Irgendwann merken die Gierigen schon, wenn sie anfangen
sich selbst ins Bein zu beißen.
So wie es derzeit ist, geht es eh nicht mehr lange weiter.
Eine gute Nacht wünsche ich Dir
(sie wird ja heute ruhiger, wie Du im Horoskop sagst,
uff, die Zwillinge habe ich wirklich sehr gemerkt ;-))
Deine Deva


Kiat Gorina 07/27/2011 21:04



Dass Ruhe herscht, das glaube ich nicht. Je mehr Leser ich habe, desto mehr Neider gibt es. Und Störer. Und Stänkerer. Es gibt auch welche, die wollen auf keinen Fall, dass ich mit meiner
Lebensgeschichte bekannt werde. Vor allem mein deutsches Väterchen - ist ja ziemlich peinlich für ihn. Und für die Leute, die ihm bei seinen krummen Dingern geholfen haben 



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  • : Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.
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