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12. März 2014 3 12 /03 /März /2014 14:49

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http://2.bp.blogspot.com/-o3NUmAIsidA/UyBiM7EdDsI/AAAAAAAABHY/IoHdCtPiaaw/s1600/_filser.jpgHeute probierte ich einmal abgeordnetenwatch.de - ein Portal, mit dem Fragen an Abgeordnete geschickt werden können. Und dann wird verfolgt, ob die Abgeordneten antworten oder nicht. Die Idee an sich ist ja nicht schlecht - zunächst einmal. Und was war meine Frage? 

Die erste Hürde war, einen komplexen Sachverhalt in maximal 2.000 Zeichen zu quetschen! Der erste Minuspunkt! Ich wollte nämlich Abgeordnete fragen, was sie davon halten, dass ich von Behörden gezwungen werden soll, täglich mindestens ein Pfund Zucker ins Klo zu schütten und mit mindestens 400 Liter Trinkwasser nachzuspülen! Darüber hatte ich ja in einem Artikel berichtet:

Quelle: Zwangsgeld oder ein Pfund Zucker ins Klo ...

Also versuchte ich, diesen etwas komplexen Sachverhalt in 2.000 Zeichen zu quetschen. Und ich schickte den Text ab, an einen Abgeordneten.

Es dauerte nicht lange, dann fand ich in meinem Posteingang eine Mail von abgeordnetenwatch. Mit dem Betreff "Vielen Dank für Ihre Frage". Im Text stand eine Kopie meines Textes! Ein Pluspunkt.

Aber dann kam die Ernüchterung. Ich erhielt wiwder eine Mail - von einer Moderatorin bei abgeordnetenwatch. Da wurde mir mitgeteilt, ich könne meine Aussage nicht beweisen und sie sei unglaubwürdig. Für mich ein Riesen-Minuspunkt!

Was lerne ich daraus?

  • abgeordnetenwatch lässt keine kritischen Fragen zu! Das Eingabefenster lässt nur 2.000 Zeichen zu - kein Raum für Beweise.  Aber mir dann vorwerfen, ich könne meine Aussage nicht beweisen.
  • Ist das echte praktizierte Demokratie? Nein, das ist wieder einmal das Vortäuschen von Demokratie - also irgendeine Form von Postdemokratie! Also ein politisches System, in dem eine Beteiligung der Bürger nicht erwünscht ist. Sie werden nur als Marionetten für quasidemokratische Rituale benötigt.
  • abgeordnetenwatch ist in meinen Augen überflüssig - ja sogar schädlich! Es gaukelt dem Fragesteller vor, es gehe demokratisch zu! Was offensichtlich nicht der Fall ist!
  • Ferner ist das Verhalten von abgeordnetenwatch meiner bescheidenen Meinung nach geeignet, als der untaugliche Versuch einer Zensur bewertet zu werden.

Mein Fazit: Ich brauche abgeordnetenwatch nicht. Da wende ich mich direkt an den jeweiligen Abgeordneten! Ohne einen Umweg über abgeordnetenwatch. 

Aber abgeordnetenwatch führt ja Statistiken darüber, wieviele Fragen ein Abgeordneter auch beantwortet hat.

Da habe ich meine ernsten Zweifel, wie aussagekräftig solche Statistiken sind. Gründe:

  1. offensichtlich werden unangenehme Fragen im Vorfeld von den Moderatoren aussortiert - damit ist eine Statistik bereits verfälscht
  2. Da die Statistik nur die Anzahl der Fragen und Antworten berücksichtigt, jedoch nicht deren Qualität, werden hier Äpfel mit Birnen verglichen! Ein Abgeordneter, der sich wirklich Mühe gibt mit der Beantwortung, wird womöglich schlechter bewertet als sein Kollege, der nur rumlabert, nur um eine Antwort abzugeben!

Ich bleibe deshalb bei meinem Resümee:

abgeordnetenwatch.de ist völlig überflüssig!

Ich stehe ja nicht allein mit dieser schlechten Erfahrung - DIE FREIHEIT spricht gar von Betrug:

Betrug! Abgeordnetenwatch und Die Freiheit
Hochgeladen am 22.08.2011 von FreiheitSaarland

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Kommentare

David 03/22/2014 21:19


@toberg: Auch eine rechtspopulistische Partei muss von einem Portal wie abgeordnetenwatch fair und neutral behandelt werden!

Klaus 03/17/2014 21:33


Auch meine Meinung, das Portal ist überflüssig!

Lynne 03/16/2014 12:34


Spendenmaschine, trifft haargena!

Kiat Gorina 03/16/2014 13:13



Wer braucht schon dieses Portal? Dieses Portal braucht nur sich selbst - für das Sammeln von Spenden 



Maria 03/14/2014 21:50


Es ist schlimm. Da gibt sich ein Portal demokratisch, dann stellt sich heraus, das ist ja nur eine Spendenmaschine :-((

Kiat Gorina 03/15/2014 01:48



Wie immer und überall: Es geht ums liebe Geld!



Katharina vom Tanneneck 03/13/2014 22:40


Ich war auch bei abgeornetenwatch.de und habe mich einmal maßlos darüber geärgert, dass ich eine Einladung nach Berlin viel zu spät per Post bekam. So verplempern die Spendengelder, sie hätten ja
auch eine mail schicken können!


Beatrix von Storch spielt dabei eine große Rolle und sie ist auch in der AfD. Das einzige was mir in Erinnerung ist, sie wollen Spenden, Spenden und noch einmal Spenden. Diesen Verein braucht
wirklich kein Mensch!


Was allerdings in Wikipedia steht, da würde ich mich nicht drauf verlassen. Diese Plattform wird von Leuten missbraucht, hauptsächlich von Politikern, die ihre Vita schönen. Das englische
Wikipedia ist da wesentlich ehrlicher.

Kiat Gorina 03/13/2014 23:20



Das fällt mir immer häufiger auf, dass das deutsche Wikipedia zu wünschen übrig lässt. Vermutlich liegt es an den Administratoren 



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