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9. August 2013 5 09 /08 /August /2013 09:01

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Tatsache ist, dass die Staatsanwaltschaft München Anklage erhoben hat - gegen Uli Hoeneß - den Präsidenten des FC Bayern. Offen ist derzeit, ob es zu einem Hauptverfahren gegen Uli Hoeneß kommen wird. Nun haben Medien berichtet, der Stern habe behauptet, dass im Fall Uli Hoeneß "Hunderte Millionen in der Schweiz" liegen sollen.

Wer sich den Artikel des Stern durchliest, erfährt keine Behauptungen, auch keine Unterstellungen. Der Stern stellte eine Frage: "Hunderte Millionen in der Schweiz?" Mit Fragezeichen! Was  war passiert? Da gibt es eine Person, die behauptet, dass auf dem Depotkonto des Uli Hoeneß bei der Privatbank Vontobel im Jahr 2008 über 500 Millionen Franken "lagerten". Und dieser Informant ließ dies über seinen Anwalt der Staatsanwaltschaft zukommen.

Was fällt mir dazu ein? Entweder ist dieser Informant ein Spinner, der sich wichtig machen will oder an diesen Vorwürfen ist etwas dran! Andererseits, wenn jemand extra einen Anwalt beauftragt, um dies der Staatsanwaltschaft mitzuteilen, dann könnte an diesen Vorwürfen durchaus etwas dran sein.

Das zu überprüfen, ist Aufgabe der Staatsanwaltschaft, sie wird sich dazu auch nicht äußern. Ist verständlich. 

Und es gibt noch eine Tatsache: Der Informant nannte explizit ein Nummernkonto bei der Schweizer Bank. Mit exakter Nummer! Woher weiß er das? Aus den Medien jedenfalls nicht. 

Quelle: stern.de Hunderte Millionen in der Schweiz?: Bei der Staatsanwaltschaft München hat sich ein Informant gemeldet: Uli Hoeneß soll viel mehr Geld versteckt haben als bislang bekannt.

Ist das eine Verleumdung? Oder ist das eine Berichterstattung? Das will Uli Hoeneß juristisch klären lassen. Er will gegen den Stern wegen Verleumdung klagen, das berichtet der SPIEGEL:

Quelle: SPIEGEL ONLINE Bericht über versteckte Millionen: Hoeneß will "Stern" verklagen: "Absurde Unwahrheiten", "Wahnsinn", "ungeheuerliche Unterstellungen": Uli Hoeneß hat einen Bericht des "Stern" über dreistellige Millionenbeträge auf seinem Schweizer Konto heftig dementiert. Der Bayern-Präsident kündigte eine Verleumdungsklage gegen das Hamburger Magazin an.

Wer genau liest, wird feststellen, dass der Stern gar nicht solche Behauptungen aufgestellt hat. Er hat darüber berichtet, dass es einen Informanten gibt, der so etwas behauptet und seine Informationen - ob sie wirklich zutreffen, ist offen - der Staatsanwaltschaft mitteilte. Und wie reagiert der Stern darauf? Mit einem weiteren Artikel:

Quelle: stern.de Hoeneß droht, sagt aber nichts: Uli Hoeneß hat neue Hinweise im stern als "absurd" zurückgewiesen. Doch Klarheit bringt er in die Sache nicht.

Dabei hatte der Stern vor der Veröffentlichung bei Uli Hoeneß nachgefragt und ihm Fragen zugeschickt. Hoeneß antwortete nicht. Das ist angesichts des laufenden Verfahrens auch verständlich. Er hätte dies ja dem Stern mitteilen können. 

Der Stern schreibt in diesem Artikel auch: ... hatte Hoeneß im Januar dieses Jahres eine Selbstanzeige eingereicht. Die Staatsanwaltschaft hält sie für nicht strafbefreiend und erhob Anklage. Über die Zulassung der Anklage will das Gericht bis Ende September befinden. Erst dann steht fest, ob es zu einem Prozess gegen Hoeneß kommt.

Und das sind alles Tatsachen ...

FC Bayern München - Uli Hoeneß zur Steueraffäre: "Absurde Unwahrheiten!"
Veröffentlicht am 08.08.2013 von tzonline

Hoeneß setzt sich zur Wehr: "Das sind absurde Unwahrheiten"
Veröffentlicht am 08.08.2013 von SID

Und wie reagieren die Politiker? Kanzlerin Merkel war schlau, sie hatte bereits vor Wochen erklärt, dass sie von Uli Hoeneß enttäuscht sei! Und was macht der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer? Er schweigt ...

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Kommentare

Doris 08/15/2013 22:41


Bild schreibt, dass Hoeneß auf seinem Zockerkonto über 33000 Bewegungen hatte. Der reine Wahnsinn! Ob sein Anwalt auf suchtkrank plädiert?


http://www.bild.de/sport/fussball/uli-hoeness/hatte-er-bei-boersen-zockerei-den-ueberblick-verloren-31660882.bild.html

Kiat Gorina 08/15/2013 22:50



Es sieht ganz danach aus! Der arme Hoeneß war suchtkrank, darf deshalb nicht bestraft werden ... Bei der bayerischen Justiz ist alles möglich, das hat der Fall Gustl Mollath
gezeigt 



Joana 08/11/2013 10:15


Das geschieht dem Seehofer recht! Der meint wohl, er kann mit Hoeneß punkten. Jetzt aber nicht mehr 

Kiat Gorina 08/11/2013 11:48



Da hat er Pech gehabt mit dem Hoeneß. Das Problem haben alle, die meinen, sie könnten mit Prominenten bekannt werden. Oft genug geht das schief.



Xynthia 08/11/2013 08:52


Jetzt bekommt die CSU kalte Füße, erst mit Hoeneß angeben und dann stellt sich heraus, das ist ein Steuerbetrüger, wie peinlich für Seehofer :-))

Kiat Gorina 08/11/2013 09:39



Sollte Hoeneß wirklich Steuern im großen Ausmaß hinterzogen haben, dann ist das eine ganz große Sauerei. Ich denke vor allem an die Kinder und Jugendliche. Für viele sind Fußballer ein Vorbild.
Und dann stellt sich heraus, dass diese Vorbilder Gauner sind! Für die Kinder und Jugendlichen bricht doch eine Welt zusammen!



Katharina vom Tanneneck 08/10/2013 01:25


Also wenn das stimmt, dass da 400.000.000 € auf dem Konto waren, dann ist aber sehr viel faul an der Sache. Soviel verdient nicht einmal ein Hoeneß legal. Ich habe mir da schon meine eigenen
Gedanken gemacht. Man muß ja vorsichtig sein, denn verklagt werden möchte ich auch nicht von dem Bayern Star. 


Frau Merkel sucht sich auch nicht immer die besten Menschen aus mit denen sie Geburtstag feiert. Josef Ackermann dürfte sich für die Party auf deutsche Steuerkosten zu seinem 60. Geburtstag mit
einem mindestens millionenschweren Tipp revanchiert haben. Immerhin gibt es da etliche Immobilien in den USA, die ein Kanzlergehalt nicht so ohne weiteres abwirft.


Wenn schon der Bürger gläsern sein soll, warum nicht auch unsere Angestellten? Bei der kommenden Enteignungswelle, dürften unsere Politiker ihr Geld schon in Sicherheit gebracht haben. Aber wer
prüft das schon? 

Kiat Gorina 08/10/2013 07:10



Ja, wer prüft das eigentlich? Zumindest sollte jeder Politiker vor der Wahl, völlig transparent sein, was seine Einkommensverhältnisse angeht! Und wer dabei schummelt, verliert seine Wählbarkeit.


Die CSU hätte ja gerne Hoeneß für ihren Wahlkampf gehabt - Hoeneß wollte nicht. Wieso eigentlich nicht? Kann es sein, dass er bereits da schon etwas ahnte?


In Seehofers Haut möchte ich nicht stecken - seine öffentlich berichtete Feier mit Hoeneß lässt sich ja nicht verleugnen! Das Internet verfügt über ein Elefantengedächtnis!


Die WELT behauptet gar, dass die CSU Szenen mit Uli Hoeneß und dauch dem Schüttelschorsch herausgeschnitten haben soll:


http://www.welt.de/politik/deutschland/article115847983/Hoeness-aus-CSU-Wahlkampfvideo-herausgeschnitten.html


Die CSU dementiert natürlich  Wenn diese Entwicklung fortschreitet, dann werden die Wahlkampfvideos der CSU
immer kürzer ausfallen 



Ishkaria 08/09/2013 23:39


Na hoffentlich dankt der Hoeneß nicht ab, sondern zeigt sich sehr oft mit Herrn S. und Co. in der Öffentlichkeit - und kurz vor der Wahl in Bayern wünsch ich mir dann den grossen "Uli-Knall" bei
dem einiges bekannt wird über das hübsche Konto in der Schweiz - schön wäre z.B. daß der Herr S. "leitender Staatsangestellter in Bayern" von Ulis Konto wusste und das ganz in Ordnung fand. Dann
schaun wir mal, wie die politische Karte in Bayern nach der Wahl aussieht.


Schlecht wäre es, wenn jetzt schnell schnell alles "in Ordnung" gebracht werden würde, dann sind ja die schwarzen Wähler wieder in ihrer Meinung bestätigt, dass alles gut und schön ist. Die
Katastrophen in Bayern müssen bis zur Wahl aktuell gehalten werden, nur dann wird sich politisch da was ändern. Die Bayern sind leider echte "Gemütsmenschen" die stecken viel weg, bevor ihnen der
Kragen platzt und sie nen Grund sehn, was zu ändern.

Kiat Gorina 08/10/2013 01:13



Ja, es liegt an uns, dass wir diese Affären und Skanale bis zur Wahl am Kochen halten! Wir müssen gegen das Kurzzeitgedächtnis vieler Wähler ankämpfen, dann gibt es eine Chance, diese CSU in den
Orkus der Vergessenen zu wählen 



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