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8. Mai 2013 3 08 /05 /Mai /2013 19:21

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Jetzt sind es schon 79 Landtagsabgeordnete - von insgesamt 187 Abgeordneten, die im Bayerischen Landtag sitzen. Und 79 davon sind in einer Affäre verwickelt. Was heißt hier Affäre! Es handelt sich um einen handfesten Skandal: Diese Abgeordneten haben in ihren Wahlkreisbüros Verwandte beschäftigt. Gezahlt hat die Kasse des Landtags.

Der frühere Fraktionsvorsitzende der CSU beschäftigte sein Frau - er "zahlte" ihr ein Nettogehalt von 2.300 Euronen. Gezahlt hat in Wirklichkeit der Steuerzahler! Und seine Frau trat als selbständige Unternehmerin auf. Der Verdacht auf eine vorliegende Scheinselbständigkeit liegt auf der Hand. Die Staatsanwaltschaft ermittelt ...

Quelle: Augsburger Allgemeine Bayerischer Landtag: Ermittlungen gegen Georg Schmid

Dieser Vorgang entpuppt sich allein schon als Waterloo für die CSU. Da jubelten vor einigen Wochen die CSU-Anhänger: Meinungsumfragen hätten diese CSU als stärkste Kraft in Bayern hochgerechnet. Die absolute Mehrheit der CSU sei zum Greifen nahe. Und jetzt? Nichts wird es werden mit der absoluten Mehrheit der CSU!

Und es ist ja nicht nur der Fall des Schüttel-Schorsch, sondern auch ein anderer Fall - eines einfachen Abgeordneten im Bayerischen Landtag: Georg Winter. Nicht nur die Beschäftigung von Verwandten im Wahlkreisbüro, sondern viel schlimmer:

Verbotene Kinderarbeit!

Im Wahlkreisbüro!

Ja, richtig gelesen! Kinderarbeit? Verboten? Hier in Bayern? in einem schwäbischen Wahlkreisbüro? Das gibt es doch nicht! Im Bayerischen Schwaben leben doch nur ehrenwerte Leute!

Die Augsburger Allgemeine Zeitung aber schreibt: Das Landtagsamt bescheinigte dem Finanzpolitiker Georg Winter, dass das Anheuern seiner beiden damals 13 und 14 Jahre alten Kinder im Jahr 2000 verbotene Kinderarbeit war. Nach der Kinderarbeitsschutzverordnung seien in diesem Alter bestimmte Tätigkeiten erlaubt, teilte der Landtag mit - Büroarbeit aber nicht.

Was sollen die Wählerinnen und Wähler von so einem Abgeordneten halten? Er sitzt im Landtag und ist zuständig für den Haushalt des Bayerischen Freistaates! Aber er weiß offensichtlich nicht, was verbotene Kinderarbeit ist! Im Jahr 2000 gibt er seine beiden damals dreizehn und vierzehn alte Buben als "Mitarbeiter" an!

Was sollen wir von solchen Abgeordneten halten? Nicht viel!

Solche Politiker wie der Schüttel-Schorsch oder der Winter Georg und andere verstehen offensichtlich Politik als Selbsbedienungsladen! Für sich und ihre Familie. Solche Politiker haben vergessen, dass sie gewählt wurden, um im Bayerischen Landtag den Willen ihrer Wählerinnen und Wähler durchczusetzen! Sie wurden nicht gewählt, sich selbst auf Kosten der Steuerzahler zu bereichern! 

Und einige Wählerinnen und Wähler strafen diese CSU ab: CSU bedeutet für solche Wähler "Chronische Selbstebediener Union" oder "Êine Hand wäscht die andere - CSU"!

Quelle: Handelsblatt: Beschäftigungsaffäre in Bayern schadet der Union: Die Union bekommt die Folgen der Beschäftigungsaffäre im bayerischen Landtag in einer aktuellen Umfrage zu spüren. Sie sackte binnen einer Woche um drei Punkte ab – auf den schlechtesten Wert seit einem halben Jahr.

Georg Schmid: Rücktritt wegen Job für Ehefrau
Veröffentlicht am 26.04.2013 von Goldfinger200

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Kommentare

Katharina vom Tanneneck 05/09/2013 23:59


Wenn man den Hals nicht voll genug kriegen kann, dann ist es an der Zeit bei den bayrischen Amigos mal richtig aufzuräumen! Die schrecken wirklich vor nbichts zurück!

Kiat Gorina 05/10/2013 01:05



Diesmal haben sie es wirklich übertrieben! Viele eingefleischte CSU-Wähler werden nachdenklich. Und das vier Monate vor der Landtagswahl!



Leselotte 05/09/2013 09:56


Zur Ergänzung diese Glosse vom Postillon:


http://www.der-postillon.com/2013/05/auffanggesellschaft-fur-entlassene.html

Kiat Gorina 05/09/2013 10:34



Diese Auffanggesellschaften müssen gar nicht mehr gegründet werdebn, sie gibt es bereits - sie werden nur Landwirtschaftsämter genannt - auch ALF - Amt für Landwirtschaft und Forsten. Ein Leiter
eines solchen ALF erzählte mir mal: Ich gehe vorzeitig in Pension, mit der Blödelsammlung von Mitarbeitern kann niemand etwas anfangen! Ich: Die kriegen Sie aber aufs Auge gedrückt?! Er nickte
sorgenvoll. Das läuft dann so ab: Da hat einen Feuerwehrhauptmann einen Buben, der keine Stelle bekommt - wegen mangelnder Qualifikation. Er erzählt das einem anderen Feuerhauptmann, der jetzt
zufälligerweise Landrat ist. Da greift der Landrat zum Hörer und ruft seinen Kollegen im ALF an: Du, der ... hat einen Buben, der muss untergebracht werde. Da habe ich an dich gedacht! Also muss
der ALF-Leiter den Buben nehmen. Und einen Arbeisplatz suchen - im Amt natürlich!



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