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3. April 2012 2 03 /04 /April /2012 01:29

Da fand ich in Facebook einen Kommentar über mich - über den habe ich mich sehr gefreut. Vor allem, dass mein Blog sehr interessant ist und "explosiv"! Da steht wirklich: "kiat - eine sehr unorthodoxe frau, mit einem interessanten blog - hochexplosiv, wenn man zu lesen versteht anschauen;;-)"

silva.jpg

Es ist schon interessant, was andere Menschen über mich denken: "unorthodox" - ich weiß, ich bin halt anders als andere Menschen. Da ich als Kind und Jugendliche mehr Zeit mit wilden Tieren verbrachte als mit Menschen, wurde ich anders geprägt als konventionelle Menschen.

Tiere denken geradlinig und praktisch! Und vor allem - Tiere lügen nicht. Es gibt natürlich Situationen, dass Tiere schauspielern, wenn sie gelernt haben, dass dies mit einem Vorteil verbunden ist.

Erst unlängst war ich zu einem Pferd gerufen worden. Es lahmte - und die Besitzerin hatte schon einige Tierärzte verschlissen. Ich schaute mir das Pferd an, sprach mit ihm. Dann ließ ich es traben - keine Spur von Lahmheit.

Die Besitzerin: "Das gibt es doch nicht! Jetzt lahmt sie nicht!" Dann holte sie ihren Sattel. Kaum sah die Stute den Sattel - lahmte sie - am linken Vorderhuf. Ich untersuchte Huf und Schulter, suchte nach hot spots - brummelte der Stute zu. Nichts zu finden. Dann ließ ich sie führen und beobachtete. Siehe da, die Stute lahmte vorne rechts. 

Da hatte ich einen Verdacht - diese Stute schauspielerte. Klarer Fall! Also ließ ich mir eine Longe geben und longierte die Stute - ohne Sattel - sie lief wie eine Göttin.  Der Sattel! schoss es mir durch den Kopf. Ich sattelte die Stute, sie ließ sich das gefallen, aber sie kniff die Augen zusammen und bekam Falten am Maul. Klar, der Sattel passt nicht.

Die Besitzerin maulte, sie habe den Sattel mit einem Computerprogramm vermessen lassen - alles einwandfrei. Ich konterte: "Dafür brauche ich keinen Computer und auch kein Programm, sondern nur einen weißen Kopfkissenbezug."

"Und was machen Sie damit?" fragte die Besitzerin spitz. Aber sie schickte ihre Tochter los, einen Bezug zu holen. 

Ich hob den Sattel herunter, legte den weißen Kissenbezug auf die Satteldecke und dann den Sattel drauf. Dann longierte ich wieder - diesmal lahmte die Stute nicht, aber sie kniff immer wieder die Augen zusammen.

Dann erlöste ich die Stute und sattelte sie ab. Und dann sah ich mir den Kissenbezug an: An den Stellen, an denen der Sattel drückte, waren Schmutzflecken zu sehen. Das erklärte ich der Besitzerin. 

Sie murmelte etwas von "Das gibt es doch nicht, dass das so einfach geht!" und wollte wissen, was sie machen solle. "Zum Sattler und umpolstern lassen" war meine Antwort.

Tja, das sind halt meine "unorthodoxen" Methoden - einfach - vielleicht für manche primitiv - aber wirkungsvoll!  

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Kommentare

M
<br /> ausprobieren gefällt mir. <br /> <br /> <br />  <br /> <br /> <br /> <br />
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H
<br /> Liebe Kiat,<br /> <br /> <br /> der Kurs in der Penzel Akademie war wirklich Klasse! ich lerne da jetzt die "Akupunktur-Massage an Hund" ist eine gute Alternative zur Akupunktur. Denn ich würde mir etwas vor machen wenn ich<br /> meinen würde, dieses noch zu erlernen. Hätte ich viele Jahre früher mit anfangen sollen - und die Kurse sind für mich unbezahlbar!<br /> <br /> <br /> In der Penzel Akademie war man mit Ratenzahlung einverstanden, deswegen ist es bezahlbar - und es ist gut zu lernen. Bin total begeistert davon.<br /> <br /> <br /> Wenn ich auch da noch viel zu lernen habe… aber es ist verständlich und nachvollziehbar. Auch für "Langnasen" ;o)).<br /> <br /> <br /> Liebe Grüße<br /> <br /> <br /> Heike<br />
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K
<br /> <br /> Das kann ich gut verstehen, dass du begeistert bist. Dieser Stift ist eine tolle Erfindung. Damit kann ich sehr gut "fühlen", wie es unter der Haut mit einem Tier ausschaut. Und mit der Lugel am<br /> Ende des Stiftes drücke ich nicht nur, nein, ich führen auch kreisende oder andere Bewegungen aus. Oft sind ja die Muskelfasern "verklebt" und mit solchen kreisenden Bewegungen werden die Muskeln<br /> wieder gelockert und besser durchblutet. Aber das muss jede von uns selbst ausprobieren.<br /> <br /> <br /> <br />
G
<br />       Schön, dass Günter Grass eine Steilvorlage für jede<br /> Art von Satire geliefert hat:<br /> <br /> <br /> Es wäre ja wirklich eine Ironie des Schicksals, wenn es den “Juden” (Israelis) gelänge, die ersten und letzten Arier dieser<br /> Welt (Iraner = “Arier”) mit Atombomben auszulöschen (oder umgekehrt: wenn die Iraner Hitler zu Ende führen würden).<br /> <br /> <br /> Mein Gott, in was für einer primitiven Welt überall (mit Begriffen wie “Juden”, “Deutschen”, “Arier”, “Iraner”, etc.) muss<br /> ich denn überhaupt leben?<br /> <br /> <br /> Schafft endlich alle Nationen und “Rassen” ab (sowie jegliches Denken, das mit Begriffen wie “Juden”, “Arier”, “Deutschen”<br /> etc. zu tun hat!).<br /> Aber leider schafft es keiner dieser “Neger” (von den “Juden” bis zu den “Iranern”), einen IQ von über 200 zu erreichen.<br /> Da waren die wirklichen “Buschneger” wirklich noch sehr viel intelligenter (denn die mussten ja auch noch im Dschungel überleben).<br />
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K
<br /> <br /> Da kann ich dir nur beipflichten! Und was Intelligenz angeht: Wer mein Buch gelesen hat, weiß, dass ich als Kind bei einem "Intelligenztest" der Russen kläglich versagt habe. Kein Wunder, ich war<br /> ja in der mongolischen Steppe bei Nomaden aufgewachsen - ziemlich archaisch - das modernste Gerät in der Sippe war ein uralter Gabel-Vorderlader mit einem fürchterlichen Rückschlag. Wie sollte<br /> ich da wissen, was ein Feuerwehrauto ist - geschweige denn, was überhaupt ein Auto ist.<br /> <br /> <br /> Da ich ziemlich selbständig aufwuchs, für die Erwachsenen war ich ja ein "Dschinn", lernte ich sehr viel von den Tieren, vor allem von Wölfen.<br /> <br /> <br /> Und als ich dann in den Westen verfrachtet wurde, verblüffte ich immer wieder meineProfessoren - mit meinen unkonventionellen Lösungen in der Verfahrnstechnik. Und der Prof rechnete und rechnete<br /> und ich hatte schon längst das Ergebnis <br /> <br /> <br /> Was die Entwicklung der Menschen angeht, das ist wohl wie bei den Tieren. Wenn die Tiere sehr bedroht sind - beispielsweise durch Katastrophen - dann flüchten die Tiere und fallen sich nicht<br /> gegenseitig an.<br /> <br /> <br /> Ergo: Dieser Menschheit muss es erst sehr schlecht ergehen, bis sie zur Vernunft kommt. Wie war es nach dem II. Weltkrieg? Da gab es deutsche Politiker, die dann sagten: "Niemehr fasse ich eine<br /> Waffe an oder meine Hand soll verdorren!" Jahre später wurde er Verteidigungsminister <br /> <br /> <br /> Diese Spezies Mensch ist halt immer noch nicht lernfähig - immer wieder überkommt sie die Gier. Dabei ist auch heute noch für alle genügend da!<br /> <br /> <br /> <br />
M
<br /> <br />
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H
<br /> Liebe Kiat,<br /> <br /> <br /> das du einen besonders engen Bezug zu den Pferden spricht Tieren hast, ist klar!<br /> <br /> <br /> Ich habe ja auch geschrieben dass es nicht das beste Video ist was ich gefunden hatte, es gibt bessere und überzeugendere… bloss muss ich zugeben, ich hatte auch  zum Suchen keine Lust<br /> mehr. War mich doch zu Mühselig. Die Sendungen von NDR sind wesendlich besser, bloss die Ausschnitte die ich gefunden<br /> habe, waren nicht gerade doll. Weil einfach zu kurz.<br /> <br /> <br /> Den Penzelstift habe ich jetzt übrigens auch!<br /> <br /> <br /> Die Penzel-Adakemie ist ja bei uns um die Ecke, und ich habe an Wochene dort einen Kurs angefangen. War Super!<br /> <br /> <br /> Liebe Grüße<br /> <br /> <br /> Heike<br />
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K
<br /> <br /> Das freut mich, das du den Penzelstifft hast! Damit lasssen sich leicht "verklebte" Muskelfasern bei Pferden aufspüren. Und gleich behandeln. Damit habe ich schon erstaunliche Wirkungen<br /> hervorgerufen: Einmal wure ich zu einer Stute gerufen, die schrecklich lahmte. Dann stellte ich fest, dass sie an einer chronischen Borrelliose leidete. Dann wurde sie "massiert". Da plötzlich<br /> streckte sie sich - fast wie eine Katze - die Vorderhufe ganz nach vorne gestreckt und das Hinterteil in die Höhe. Tja, und von da an fraß sie und trank sie.<br /> <br /> <br /> <br />

Über Diesen Blog

  • : Blog von Kiat Gorina
  • : Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.
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