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3. April 2012 2 03 /04 /April /2012 22:05

 

Die SPD hat es immer schwerer - gerade jetzt. Sie hat Angst! Nicht vor ihrer eigenen Inkompetenz, sondern vor den Piraten! Überall auf diesem Globus gibt es Piraten! In afrikanischen Gewässern wimmelt es von Piraten - aber die lassen sich mit Kriegsschiffen bekämpfen.

Aber es gibt noch eine ganz andere Art von Piraten: die entern einen Landtag nach dem andern. Erst in Berlin und jetzt im Saarland. Die etablierten Poltiker sind sauer auf die Meinungsforscher - wieso haben die nicht vorher vor der Piratengefahr gewarnt?

Tja, ganz einfach: Diese Meinungsforscher lassen anrufen - auf dem Festnetz. Und dabei haben sie kaum Piraten erwischt. Warum? Na, welcher Pirat hat noch einen Festnetzanschluss? Die haben alle Handys! Also werden sie von den Meinungsforschern kaum erreicht. Dumm gelaufen!

Und was machen diese Piraten? Etwas völlig Unmögliches! Sie nehmen ihre potentielle Wähler ernst! Das hat eine für die etablierten Parteien unangenehme Wirkung: Als Reaktion nehmen die Wählerinnen und Wähler die Piraten ernst!

Wann hat es das denn schon gegeben? Eine Partei nimmt ihre Wähler ernst?! Nun, vielleicht in den Anfangszeiten der Grünen vielleicht - als es noch eine Petra Kelly und ihren General Bastian gab. Aber leider stellte sich heraus, dass diese beiden bald grüne Auslaufmodelle wurden. Und sie starben sehr einsam.

Was machen die etablierten Parteien? Nehmen sie jetzt auch ihre Wähler ernst? Soweit kommt es noch! Alle paar Jahre finden ritualisierte Wahlen statt, deren Ergebnisse haben bereits vor den Wahlen festzustehen - schließlich müssen doch die Reden am Wahlabend vorher an Lohnschreiber in Auftrag gegeben werden. Und die müssen wenigstens wissen, wer "siegen" wird.

Und diese bösen Piraten bringen den gesamten Politikbetrieb durcheinander! Auf nichts ist mehr Verlass! Nicht auf die Umfragen! Und vor allem nicht auf die Wähler!

Also müssen diese Piraten bekämpft werden - sie müssen bombardiert werden - mit unzutreffenden Beschimpfungen. "Chaotenhaufen", "unzuverlässig", "die machen doch nur in Polemik!" und anderes mehr.

Aber ja nicht sich mit den Anliegen der Piraten und deren Wähler befassen! Da müssten sich die Etablierten erstmalig selbst mit den jeweilgien Anliegen auseinandersetzen. Und nicht die Lobbyisten. 

Ach bisher war das Leben eines Politikers doch sehr angenehm und bequem: Wenn es um Details und Sachfragen ging, übernahm die Politik der Einfachheit halber gleich die Vorlagen der Lobbyisten. Da wurde nicht groß diskutiert. Natürlich, einige Scheinkämpfe - vor allem in den Talkshows muss es geben, damit die blöden Wähler meinen, die Politiker diskutieren das aus. Aber das ist alles nur Show!

Und jetzt kommen diese Piraten daher und zerstören diese potemkinsche Maskerade dieser Postpolitik! Die trauen sich etwas! Die sind einfach zu frech! Ja, die sind so etwas von fech, dass sie ab und an zugeben, dass sie sich zu einem bestimmten Thema noch keine Meinung gebildet haben!

Also, ein richtiger Politiker weiß alles - auch wenn er gar nichts weiß! Ein richtiger Politiker kann alles, auch wenn er gar nichts kann! Und da kommen diese Piraten daher und geben einfach zu, dass sie sich mit dieser oder jenen Problematik noch nicht beschäftigt haben. Das geben die einfach zu! Da gibt es keine überdimensionalen Dampfplaudereien! Die stellen sich einfach hin und sagen: "Leute, darüber haben wir noch nicht nachgedacht und unsere Meinung gebildet. Gebt uns Zeit!"

Und diese blöden Wähler der Piraten! Die klatschen und sagen: Diese Piraten sind ehrlich!

Also, diese Ehrlichkeit dieser Piraten bringt die Postdemokratie der etablierten Parteien zu Fall! Deshalb müssen diese Piraten bekämpft werden. Und wenn gar nichts hilft, dann muss bombardiert werden! 

Tja, womit? Mit richtigen Bomben? Das geht schlecht. Wie wäre es mit Argumenten? Das ist ja das Problem der Etablierten: Ihnen sind die Argumente ausgegangen! 

Quelle: netzpolitik.org SPD-Politiker in Panik: Demagogie gegen Piraten

 

 

#SF Schweizer-Fernsehen: "Deutsche Piratenpartei auf Erfolgswelle" #SF-Tagesschau - 26.3.12
Hochgeladen von pupetv am 29.03.2012

 

 

 

 


 

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Kommentare

K
<br /> Es ist gut, dass es die Piraten gibt! Schlechter sind sie auf keinen Fall als die etablierten Parteien. Die Arroganz der Etablierten ist schon nicht mehr zum Aushalten! Ich wünschte mir, die<br /> Etablierten kämen alle zusammen höchstens auf 49%. Na ja, ein bißchen träumen darf doch noch! <br />
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K
<br /> <br /> Ein schöner Traum! Und irgendwann wird er Wirklichkeit - bestimmt <br /> <br /> <br /> <br />

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  • : Blog von Kiat Gorina
  • : Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.
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