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3. September 2012 1 03 /09 /September /2012 20:59

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Da wurde ich von einer Bloggerin darauf aufmerksam gemacht, dass mein Blog von WOT - Web of Trust - sehr schlecht bewertet worden sei. Ich kannte vorher WOT gar nicht, weil mich Bewertungen nicht interessieren. Ab und an schaue ich in die Statistik.

Und wenn ich dann sehe, dass ich seit neuestem Leserinnen und Leser aus 108 verschiedenen Ländern auf diesem Globus habe, dann bin ich etwas stolz darauf. Und was diese vier Bewertungskriterien angeht, die treffen ja auf meinen Blog nicht zu. Grund: Ich verkaufe ja nichts und ich mache auch keine Werbung.

Diese kümmerlichen vier Bewertungskriterien treffen doch nur auf kommerzielle Webseiten zu, auf denen ein oder mehrere Produkte angeboten werden oder auch Dienstleistungen. Das ist alles bei meinem Blog nicht der Fall.

Quelle: WOT - Web of Trust - Was steckt dahinter?

Also, viel Lärm um nichts! Da hat eine Leserin mir Kommentare geschrieben und mir zwei Links geschickt. Tja, es scheint viele Webseiten-Inhaber zu geben, die mit WOT große Probleme zu haben. Grund: Da gibt es Menschen, die nichts anderes zu tun haben, als unter der vermeintlichen Tarnkappe der Anonymität andere Webseiten schlecht zu machen.

Und WOT ist offenbar ein Werkzeug dafür. Tja, es gibt sogar einen Blog, speziell gegen WOT. Als ich da in den Kommentaren blätterte, da blieb mir bisweilen der Mund offen:

Quelle: WOT Nein Danke

Da gibt es regelrechte "Bewertungsprogramme", mit denen massenweise schlechte Bewertungen über eine bestimmte Webseite ausgeschüttet werden sollen und offensichtlich auch werden.

Tja, diese Zeit hat ein neues Berufsbild - den Bewerter oder die Bewerterin! Unsere Zeit bringt ja immer wieder neue Berufsbilder hervor, da denke ich nur an die SMS-Moderatorin, die dafür bezahlt wird, dass sie Sex suchenden Männern in SMS etwas vorgaukelt, aber nie ein reales Treffen mit dem jeweiligen Mann vereinbart.

Wozu das alles? Wegen der Gebühren. Diese SMS-Moderatorin soll die Männer animieren, möglichst viele SMS zu schicken. Ich schrieb einmal darüber:

Quellen:

  1. SMS-Moderatorin
  2. SMS-Moderatorin (Video)

Und so gibt es jetzt den "Beruf" des "Bewerters": Das führt dann dazu, dass einige von denen ihre Dienste anbieten: Gegen Zahlung von 1.000 Euronen bieten sie 2.000 positive Bewertungen. Und es geht noh weiter: Es gibt Textbausteine für die Bewertung.

Und damit tappen diese Bewerter in ihre eigene Falle: Irgendwann fällt es doch auf, wenn stets die gleichen Texte auftauchen

Was sind das für Menschen, die sich dafür hergeben?

Einmal ist es wohl die Gruppe der Frustrierten. Frustriert darüber, dass sie ein erbärmliches Leben führen müssen und deshalb sauer und neidisch sind auf Menschen, die das nicht müssen. Und diese Frustrierten meinen allen Ernstes, dass sie ihren persönlichen Frust abbauen, indem sie andere verunglimpfen.

Dass ein solches Tun allerdings geeignet ist, als strafrelevantes Delikt bewertet zu werden, das übersehen sie meistens. Bis es zu spät ist.

Die andere Gruppe gehört zu den Raubrittern dieser Zeit: Sie wollen unter dem Deckmantel der zur Schau getragenen Ehrlichkeit und Objektivität ihren Reibbach daraus machen und bieten sehr zweifelhafte Dienste an - seien es positive Bewertungen bei WOT oder "social signals" bei den sozialen Netzwerken:

Quelle: Alles ist käuflich - auch die persönliche Meinung

All diesen Menschen sei gesagt: Wer sich solcher Methoden bedient, für den treten irgendwann universelle "Gesetze" in Kraft und diese Menschen werden dafür "bezahlen" müssen.

Wer mein Buch gelesen hat, kennt ja die Sache mit der Prophezeiung. Da sagte einer meiner Lehrer einst zu mir: "Von allen, die dir schaden, wird das Glück weichen!"

Wenn ich in meinem Leben zurückblicke, da erkenne ich immer wieder, dass sich diese Prophezeiung erfüllt hat - nicht sofort, aber irgendwann.

Da fällt mir ein Mann ein, von dem berichteten mir gute Bekannte, dass eben dieser Mann über uns herziehe, wir seinen "dubiose und verdächtige Leute". Ich sprach ihn dazu an - höflich, aber bestimmt. Er bekam einen roten Kopf und fing an zu schreien. Wie sagt der Volksmund? "Wer schreit, hat unrecht!"

Und was passierte? Zuerst verstarb sein Bruder sehr unerwartet und fiel als Finanzier für sein Geschäft aus und dann begann sein Geschäft, den Bach runterzugehen ...

Solche Vorfälle tun mir leid, da frage ich mich immer: Wieso können Menschen so dumm sein?

Zurück zu WOT: Es häufen sich leider die Fälle, dass politische Seiten mittels WOT diskreditiert werden, da erscheint dann beim Aufruf einer solchen Seite die Mitteilung "Diese Seite hat einen schlechten Ruf". Das finde ich sehr bedenklich! Damit wird ja gegen das Recht auf freie Meinungsäußerung  verstoßen.

Dazu schrieb ein Nutzer karlkaram

Ich fand WOT lange gut, um mich vor Betrugsseiten im Netz zu schützen. Leider musste ich schon vorm Lesen dieser Seite feststellen, dass WOT immer mehr missbraucht wird, um Meinungen zu zensieren. Z.B. wollte ich mir neulich aus gegebenen Anlass mal die Website von Gaddafi ansehen, wo seine Reden und Texte abgedruckt sind. Statt der Seite kam erst mal die Warnung von WOT: "diese Seite hat einen schlechten Ruf". Was soll dieser Quatsch? Es kann doch nicht Aufgabe und Sinn von WOT sein, politische Äußerungen zu zensieren. Das ist doch Wahnsinn, dann gibt es bald überhaupt keine Freiheit mehr im Internet. Der Schutz vor Phishing, Viren und Betrug macht Sinn, aber doch nicht die Unterdrückung der freien Meinungsäußerung.

Das fiel mir danach öfter auf und mein Vertrauen in WOT war erschüttert. Ich ließ es trotzdem installiert, weil die Warnungen vor wirklich gefährlichen Seiten ja trotzdem manchmal noch stimmt. 

Dann las ich die "Bewertungsdetails" zu dieser hier, mir bisher unbekannten Seite. Die Kommentarmöglichkeit ist abgeschaltet. Das ist doch Wahnsinn, dass WOT-Führer ihre Privatkriege führen unter dem Deckmantel der Viren- und Betrugsbekämpfung.

Quelle: No WOT jetzt bei Facebook

Ich bin mir sicher, dass solche und andere Vorfälle viele Nutzer von WOT nachdenklich stimmen und dass sie WOT von ihrem PC löschen.

Nach meiner persönlichen Wertschätzung, bedeutet eine negative Bewertung von politischen Seiten in Wirklichkeit einen Ritterschlag und ist ein Indiz dafür, dass diese Seite die Wahrheit berichtet. Wieso sonst sollte denn eine solche Seite in Misskredit gebracht werden?

Zensur durch Facebook und Web of Trust
Veröffentlicht am 07.05.2012 von DerGuteTag

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Kommentare

W



Habe am 25.11.2012 einen Blog eröffnet, auf welchem ich kritisch über die Methoden von Datenmissbrauch, Datenausspähung sowie Rufschädigung von W.O.T. und deren Platinum-user berichten will
und werde.
Nun der Hammer: innerhalb von 2 Stunden war der Blog von W.O.T. abgewertet, obwohl lediglich ein einziger Artikel zur Einführung "was ist W.O.T ?" auf dem Blog zu lesen ist. Der Artikel
selbst ist 1:1 von wikipedia übernommen worden.
Nach zwei Stunden waren Mitarbeiter dieser Datenkrake auf meinem Blog und werteten eine Scorecard. (Handlerzuverlässigkeit ungenügend, obwohl überhaupt nichts verkauft wird)
Über die Google Statistik Anzeige erfuhr ich, daß jemand aus Helsinki meinen Blog besucht hatte.
Heute noch werde ich versuchen, das gefährliche add-on zu löschen, glaube aber nicht, daß es mir gelingt.
Hier mein neuer Blog:

http://wotkritik.blogspot.de/

und nach 2 Stunden diese "Bewertung" aus Finnland:

http://www.mywot.com/en/scorecard/wotkritik.blogspot.de?utm_source=addon&utm_content=rw-viewsc


25. November 2012 21:09


Antworten
X

Vielleicht funktioniert es ja auch andersrum, denn "diese Seite hat einen schlechten Ruf" würde z.B. mich geradezu anziehen, dass ich sie mir ansehe. Das geht bestimmt auch anderen Leuten so. Die
mögliche Konsequenz wäre, dafür zu sorgen, dass der Ruf ganz übel wird. Das macht interessant.


Aber eigentlich ist das ja nicht praktikabel, also gehe nach dem Motto: "Was juckt es den Baum, wenn ihn ein Hund anpinkelt."
Antworten
K


Ich habe es ja bereits irgendwo geschrieben: Gerade bei politischen Blogs ist eine schlechte Bewertung durch WOT geradezu ein Ritterschlag! Grund: Wer sonst machte sich sonst die Mühe, politische
Äußerungen zu diskreditieren? Wer sonst sollte daran interessiert sein, anonym schlecht zu bewerten? Doch wohl dann, wenn die Wahrheit schreibenden Bloggerinnen und Blogger einem selbsternannten
Blockwart nicht ins Weltbild passen?! WOT ist damit ein Mittel zur Zensur! Und damit eine Verletzung des Rechts auf freie Meinungsäußerung!


Im übrigen stimme ich dir zu: Wenn immer mehr Nutzerinnen und Nutzer erkennen, welch ein armseliger Algorthmus sich hinter WOT versteckt und wie einfach es ist, damit zu manipulieren und wie
versucht wird, diese Manipulationslücken auszunützen und gegen Bares einzusetzen - nach dem Motto: Für 1.000 Euronen ibt es 2.000 gute Bewertungen - dann werden sehr bald immer mehr Nutzer sich
von diesem Schwachsinn abwenden. Ein teuerer Schwachsinn für die Nutzer, weil ihr Surfverhalten ermittelt wird, weil dieser ständige Datenverkehr zwischen Nutzer und Helsinki bremst. Und wofür
das alles? Für eine Auskunft, die nichts taugt und manipuliert sein kann! Jedenfalls werden so die wirklichen Betrügereien nicht unterbunden.


Das mit der Neugier - da stimme ich dir zu: Solch ein "Prädikat" macht erst recht neugierig 



S

Interessant ist ja der Umstand, dass die Seiten mit einem kritischen Bericht über WOT eine schlechte Bewertung bekommen haben.


Wird wohl kein Zufall sein! ;-)


Sabienes
Antworten
K


So sehe ich das auch! Vor allem, wenn bei kritischen Berichten die Kommentarfunktion abgeschaltet wird. Und das wiederum können nur die Macher von WOT! Mozilla ist gut beraten, sich von WOT zu
trennen! Wer mit WOT zusammenarbeitet, ruiniert seine Reputation 



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  • : Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.
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