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1. Dezember 2011 4 01 /12 /Dezember /2011 22:38

Zur Zeit erleben wir einen medialen Feldzug - gegen die Wahrheit! Ja gegen die Wahrheit über Freiherr Karl-Theodor von und zu Guttenberg. Was werden da für Geschütze aufgefahren? Einmal die Bayerische Justiz. Da feiern alte Bräuche wie der Ablasshandel fröhliche Urstände: Zahle 20.000 Euronen und wir stellen das Verfahren ein. Dann ist der Freiherr nicht vorbestraft. Und er hat demnach auch keine Straftat begangen.

Dann kommt die nächste Reinwaschwaffe - ein Buch - geschrieben vom Freiherrn persönlich! Nun ja, nicht alle Worte stammen vom Freiherrn, sondern es handelt sich um ein Novum - es ist ein Interview-Buch. Der Interviewer ist keine Geringerer als der Chefredakteur der ZEIT - Giovanni di Lorenzo.

Das Interview fand in einem Londoner Hotel statt und wurde im Oktober geführt. Und dann wurde ganz schnell ein Buch daraus gemacht. Sozusagen ein Schnellschussbuch - schließlich war er ja auch Verteidigungsminster.

Und in so einem Interview da darf auch geschimpft werden - auf die früheren Kollegen im Bundestag und in der Bundesregierung. Immerhin eines gibt der Freiherr zu: er ist gescheitert - aber nur vorerst! Ja, wobei ist er gescheitert? Was waren seine Ziele? Wollte er nur ein paar Jahre Minister spielen?

So schreibt die Süddeutsche: Überraschend enthüllt Guttenberg aber, dass er auch ohne die Plagiatsaffäre vor der Bundestagswahl 2013 seinen Regierungsposten als Verteidigungsminister räumen wollte, um sich nicht zu sehr vom Politikbetrieb vereinnahmen zu lassen. "Ich habe der Bundeskanzlerin Ende letzten Jahres angekündigt, dass ich wahrscheinlich vor Ende der Legislaturperiode aufhören werde."

Jedenfalls trifft den Freiherrn keine Schuld - Schuld haben die anderen - vor allem die Nichtadeligen! Und es gibt Menschen, die zu dem Freiherrn halten, seine Untertanen im Dorf Guttenberg. Da wurde auch Anne Will rekruiert, sie lud in ihre Runde auch eine Bäckersfrau ein, die immer noch voll des Lobes über den Freiherrn ist.

Der ist nie und nimmer ein Betrüger, schließlich kenne sie ihn schon als kleinen Buben, das ist natürlich ein unfehlbarer Beweis.

Schuld hat auch die Universität Bayreuth - sagt der Freiherr. Und der Jura-Professor Oliver Lepsius hatte es einst gewagt, den Freiherrn als "Betrüger" zu bezeichenen, ja er - der nichtadelige Professor spricht sogar von einem Fall von Realitätsverlust! Wie kann es der Pöbel wagen, den Freiherrn so zu verunglimpfen! Das ist doch ein Fall für Satisfaktion! Leider scheitet eine solche Lösung aus, weil ja ein Nicht-Adeliger nicht als satisfaktionsfähig gilt. Es wäre ja noch schöner, wenn in einem Duell ein Nicht-Adeliger - also der gemeine Pöbel - einen Freiherrn von hohem Adel erschießt.

Aber das braucht es auch gar nicht, denn der Freiherr hat aus seinen Fehlern nichts gelernt, er will einfach nicht wahrhaben, dass er sich mit seinen Schimpfkanoanden nur selbst erledigt.

Weitere Informationen:

sueddeutsche.de Lüge oder Realitätsverlust

sueddeutsche.de Ich bin kein Blender und Betrüger

GLOSSE Der entgelte Freiherr zu Guttenberg - Meister aller Fettnäpfchen

 

Oder ist das alles nur ein mittelalterliches Possenspiel - zur Belustigung des Pöbels und dient zur Ablenkung von den wirklichen Problemen dieser Zeit?

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