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2. September 2013 1 02 /09 /September /2013 21:54

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Ja, wer soll das bezahlen, wer hat das bestellt? Wer hat soviel Pinkepinke, wer hat soviel Geld? Schon 1949 sang Jupp Schmitz dieses Liedchen:

Wer soll das bezahlen? - Jupp Schmitz (1949)
Hochgeladen am 30.12.2008 annanthrax

Diese Frage stellten sich auch Kanzlerin Merkel und ihr Finanzminister Schäuble. Was hatten sie alles bestellt? Oder besser gesagt - angestellt? Schuldenmilliarden über Schuldenmilliarden wurden angehäuft! Längst ging der Überblick verloren. Der Finanzminister kann kaum noch schlafen. Was tun? Na klar! Da gibt es den Jens Weidmann, den Präsidenten der Bundesbank! Der soll gefälligst nachdenken! Dafür wird er ja bezahlt!

Und als Bänker kommen für ihn überhaupt nicht die Banken als Zahler in Frage. Auch wenn sie sich dumm und dämlich verdient haben, als sie notleidenden Staaten Geld liehen, solange bis diese Staaten nicht mehr die Zinsen dafür bezahlen konnten. Dann fingen die Banken zu jammern an: Wir verlieren unser ganzes liebe Geld!

Da wurde bei der Bankenkrise in Zypern etwas ausprobiert: Die Bankkunden sollten zahlen! Und die Banken wurden für fast drei Wochen zugesperrt, damit die Kunden nicht ihre Ersparnisse abheben und aus Zypern flüchten konnten. Dann waren die zypriotischen Bankkunden mürbe genug und ließen es zu, dass ihre Bankguthaben geplündert wurden - von den Banken. Und damit wurden dann Schulden bezahlt, die nicht die Bankkunden angehäuft haTTen.

Aber dieser Raub an der Ersparnissen hat funktioniert. Das war sozusagen die Generalprobe. Also schlug Jens W. der Kanzlerin und dem Finanzminister vor: Die Bankkunden müssen bezahlen. Das geht dann ganz einfach: Das Geld liegt ja schon auf den Banken, dann wird es einfach woanders hinverschoben - und der Bankkunde kann nichts machen.

Aber die Kanzlerin hatte ihren sozialen Tag und murmelte: Ist das nicht ungerecht, nur die Bankkunden für die Schulden anderer blechen zu lassen? Ihr Finanzminister nickte, ja, das ist wirklich ungerecht! Wir müssen erreichen, dass die großen Banken und die große Konzerne auch an der Schuldentilgung beteiligt werden. 

Da hatte der Finanzminister eine Idee: Über die Steuern! Ja, in den Finanzämtern haben wir ja die Einnahmen und Gewinne der Banken und der Konzerne erfasst. Und ein Beraterchen fügte hinzu, eigentlich müssten wir alle Steuerzahler an der Schuldentilgung beteiligen, nicht nur die Großen, sondern auch die Kleinen. Sonst sei das höchst ungerecht! Immer nur die Großen und Reichen!

Das leuchtete der Kanzlerin ein. Und ihrem Finanzminister. Beide hatten ihren sozialen Tag! Und so wurde es beschlossen. Und verkündet - vom Bundesbänker Jens W. Natürlich im Bänkerspeech, das verstehen die wenigsten. Vor allem die MIllionen von Bürgerinnen und Bürgern. Erst wenn ihre Notgroschen und ihre private Altersversorgung sich auf ihren Konten in Luft ausgelöst haben, dann werden sich einige erinnern: 

Der Bundesbänker hatte das ja schon angekündigt! Und wir Blödiane haben Merkel wiedergewählt. Sie lassen traurig ihre Köpfe hängen und seufzen: Wir haben es nicht anders verdient!

Wer nun meint, das habe ich mir ausgedacht, irrt sich. Er lese bei den DWN nach:

Quelle: DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN Weidmann-Plan: Der große Zahltag für Steuerzahler und Sparer kommt: Bundesbank-Präsident Jens Weidmann hat ein Konzept vorgelegt, wie die Risiko-Banken und die Schulden-Staaten gerettet werden sollen. Die gute Nachricht: Dieses Konzept wird funktionieren. Die schlechte Nachricht: Die Bürger werden als Steuerzahler und als Sparer bezahlen.

Ob dieses Konzept wirklich funktioniert, hängt von uns allen ab! Wir müssen ja die Merkel nicht wählen!

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Published by Kiat Gorina - in GLOSSE
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Kommentare

Dunja 09/04/2013 20:48


Eine sehr gute Glosse! Schade dass dein Talent noch nicht vom Fernsehen entdeckt wurde :-((

Kiat Gorina 09/04/2013 21:08



Wer weiß, heute hatte ich ein längeres Telefonat mit einem größeren Fernsehsender. Ich sagte: Googeln Sie nach "Kiat Gorina", es dauerte nicht lange, dann die erstaunte Antwort: "Da ist ja alles
voll!" und "Damit müssen wir uns genauer befassen ..." Ich hoffe, das war positiv gemeint ;-)



Katharina vom Tanneneck 09/02/2013 23:00


Ja, genau so wird es kommen wenn man etablierte Parteien wählt! Ich habe mein Geld in realen Werten angelegt, so kann es nicht kaputt gehen. 


Ich frage mich allerdings, was machen die Mittelständler, die nie in eine Rentenkasse eingezahlt haben und ihre Altersvorsorge verlieren? Die Politiker und Beamten haben ihr Geld bestimmt schon
in Sicherheit gebracht.


Ich hätte nie gedacht, dass ich meiner Oma einmal recht geben muß und das Geld auf den Banken nicht mehr sicher ist. Mich macht es wütend, dass diese Verbrecher überhaupt noch gewählt werden!

Kiat Gorina 09/03/2013 00:12



Deine Wut verstehe ich nur zu gut! Da wurde seit Kohl und Weigel die Rentenkasse geplündert, Schröder suchte "Abhilfe" mit der privat finanzierten Rente. Die stellte sich als Raubzug aus für
einen Drückerkönig, Tausende verloren ihre Notgroschen. Dann kam die Krise, die privaten Rücklagen wurden aufgefressen. Und zum Schluss sollen deutsche Sparer für die Schulden von anderen Ländern
aufkommen! Geht's noch?



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