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17. April 2012 2 17 /04 /April /2012 12:06

Der Literaturnobelpreisträger Günter Grass ist nicht mehr der Jüngste - 84 Jahre alt! Und er lediet offenbar an Herzproblemen. Seine Frau fuhr ihn ins Krankenhaus. Ich wünsche ihm, dass die Untersuchungen glücklich verlaufen.

Da hat er nun vor zwei Wochen sein Gedicht Was gesagt werden muss veröffentlicht und von den Politikern distanzieren sich viele. Und warum? Weil er seine persönliche Meinung zu Papier brachte - "mit letzter Tinte", wie er schrieb? Was ist diese Republik für eine scheinheilige Gesellschaft?

Da wird versucht, die Redezeit von kritischen Abgeordneten im Bundestag zu beschneiden - als dann ein kleiner Volkssturm der Empörung losfegt, machen die Drahtzieher einen Rückzieher. Klar, 2013 soll gewählt werden, sollte diese geplante Novelle verabschiedet werden, könnte dies Wählerstimmen kosten.

Zurück zu Günter Grass - dem Literaturnobelpreisträger: Wieso bekommt er keine Zustimmung von den Politikern? Darf selbst ein Literaturnobelpreisträger nicht mehr seine Meinung äußern? Darf niemand Kritik am Staat Israel und seiner Politik üben?

Ja, ist nun Israel eine Atommacht oder nicht? Besitzt Israel Atomwaffen oder nicht? Wieso darf über dieses "offene" Geheimnis nicht gesprochen werden? Wenn selbst israelische Bürgerinnen und Bürger Angst haben, dass israelische Bomber Atombomben über den Iran abwerfen?

Darf ein Literaturnobelpreisträger wie Günter Grass seine persönliche Angst vor einem III. Weltkrieg nicht zum Ausdruck bringen? Sollen jetzt sogar die Künstler geknebelt werden? Sind unerwünschte Meinungen verboten?

Und wie wurde in den letzten Wochen mit einem hochverdienten Schriftsteller wie Günter Grass umgesprungen? Da wurde gleich die Keule des Antisemtismus hervorgeholt und auf den 84-Jährigen verbal eingedroschen! Diese Republik sollte froh darüber sein, dass es Menschen wie Günter Grass noch gibt. Wir sollten ihm den Rücken stärken! 

Dass der Staat Israel zur persona non grata erklärt und ihm ein Einreiseverbot erteilt, das zeigt doch nur, wie unsicher die Verantwortlichen des Staates Israels sich fühlen. Dabei gibt es selbst in Israel viele Gegenstimmen zur derzeitigen Politik. Ein demokratischer Staat - und Israel nimmt dies in Anspruch - muss Kritik aushalten.

Dies gilt auch für Deutschland und die derzeitige Bundeskanzlerin! Demokratie lebt von der Kritik! Es muss auch für Deutsche erlaubt sein, an Israel Kritik zu üben. Und wer den Weltfrieden gefährdert, muss sogar kritisiert werden - das ist meine feste Überzeugung!

Ich wünsche Günter Grass alles Gute und dass er bald wieder das Krankenhaus verlässt und weiterhin seine Meinung veröffentlicht!

Der Vorlauf zum Dritten Weltkrieg
Veröffentlicht am 16.04.2012 von Schicksalsbringer Archiv

Nobelpreissträger Günter Grass, trifft auf einen Überlebenden aus Auschwitz
Veröffentlicht am 16.04.2012 von DasChristentum

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Kommentare

L
<br /> ich mag den Künstler, seine Werke und ich mag seine letzte Äußerung,<br /> <br /> <br />  <br /> <br /> <br /> er ist unbequem der Günther Grass und das ist gut so, in einer Welt,wo die Redefreiheit im Parlament aus Angst eingeschränkt werden sollte, gleichzeitig mit höhnischem Lächeln von Diktatur in<br /> "anderen" Ländern die Rede ist, ist er wichtig, dieser Grass.<br /> <br /> <br /> Möge es ihm bald besser gehen.<br /> <br /> <br />  <br />
Antworten
K
<br /> <br /> Deinem Wunsch für Günter Grass schließe ich mich an! Es ist eine Schande für diese Politiker, dass von denen kaum einer öffentlich für ihn eintritt! Hat ein Literaturnobelpreisträger kein Recht<br /> auf freie Meinung? Natürlich, gerade er! Und wie sie über ihn herfallen, wegen seines Gedichtes! Dabei vermeiden sie es, zum Inhalt dieses Gedichtes sich zu äußern! Warum wohl! Da müssten seine<br /> Kritiker Farber bekennen. Und dazu sind sie zu feige!<br /> <br /> <br /> <br />

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  • : Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.
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