Overblog Folge diesem Blog
Edit post Administration Create my blog
25. Juli 2013 4 25 /07 /Juli /2013 22:04

TRANSLATE

Es war einmal ein Pärchen, das lebte glücklich und zufrieden - nennen wir ihn Gustl und sie nennen wir Petra! Beide liebten flotte Autos und Petra liebte besondes das Geld. Und deshalb arbeitete sie für eine große Bank! Und in ihrem schnellen Flitzer war immer noch Platz für Bündel von Geldscheinen - mit denen fuhr sie in die Schweiz.

Am Zoll verhexte sie die Zöllner, so dass sie nie ihr Auto nach mitgebrachtem Geld untersuchten. Nun hatte ihr Arbeitgeber, die Bank, viele reiche Kunden. Die wollten ihr heimlich verdientes Geld in die Schweiz bringen, die deutschen Kämmerer brauchten ja nichts von diesem Geld zu wissen. Und Petra bot diesen Kunden einen besonderen Zauber an - den schweizerischen Schwarzgeldzauber. 

Das war ein ganz mächtiger Zauber: Simsalabim - flog das Geld der Reichen in die Schweizer Tresore. Da  merkte eines Tages der Gustl, dass seine Frau Petra den Reichen half, ihr Geld vor dem Nürnberger Kämmerer zu verstecken. Er stellte seine Petra zur Rede, sie könne das nicht machen. Wenn sie erwischt wird, dann kommt der Büttel und wirft sie in den Turm zu den verurteilten Tätern.

Aber seine Petra blieb stur, sie frönte weiter ihrem Schwarzgeldzauber! Da war es aus mit dem Glück der beiden, sie stritten sich immer öfter. Und Gustl drohte seiner Frau, von diesem Schwarzgeldzauber ihrem Chef zu erzählen. Da wurde die Petra sauer, stinksauer! Sie beriet sich mit ihrer Hexenfreundin, sie hieß auch Petra, nennen wir sie Petra S. Ja, da beschlossen die beiden, dass der Gustl das Geschäft störe - das viele schöne Geld!

Also musste der Gustl verschwinden. Als moderne Hexen wollten sie einen Attestzauber machen - in der Praxis der Ärztin von Petra. Praktischerweise arbeitete dort Petra S. als Helferin. Und die beiden warteten ab, bis die Ärztin Madeleine nicht in der Praxis war, sondern nur ihr Sohn, der wollte auch Arzt werden. Also zauberten die beiden Hexen ein Attest. Da stand drin, dass der böse Gustl seine Petra geschlagen und gewürgt habe. 

Und dann verhexten sie den Sohn der Madeleine, er unterschrieb dieses Attest - er hatte ja den gleichen Failiennamen wie seine Mutter. Aber er war ein korrekter Mensch und setzt ein "i. V." - soll heißen "in Vertreteung" - vor seinem Namen. Petra S. wollte den Gustl einschüchtern und faxte dem Gustl das Attest: Sie wollte ihrer Hexenfreundin helfen, der Gustl sollte wissen, wenn er nicht brav ist, gehen die beiden Hexen zum Büttel des Henkers.

Gustl war auch stur und wollte, dass seine Petra mit dem Schwarzgeldzauber aufhört. Also lief Petra mi dem Attest wirklich zum Büttel. Und sie zeigte ihren Gustl an, dass der Gustl ganz böse ist, sie schlägt und würgt und als Beweis brachte sie das Attest mit. Sie nahm aber nicht das Attest mit dem Zusatz "i. V.", sondrn ließ sich von ihrer Hexenfreundin ein anderes Attest hexen, das keinen Zusatz "i. V." aufwies.

Die Büttel sollten glauben, das Attest sei von der Madeleine unterschrieben. Gustl wurde angeklagt - wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung - die Petra hatte den Bütteln erzählt, der Gustl habe die Reifen ihres Autos zerstochen. Sie verhexte die Büttel und sie glaubten ihr - ohne zu ermitteln. Und der Gustl erzählte dem Richter von dem Schwarzgeldzauber seiner Petra, aber der Richter war ein gottesfürchtiger Mann und glaubte nicht an Zauberei. Er glaubte der Petra. Und er verurteilte den Gustl.

Die Petra hatte ihn derart verhext, dass der Richter meinte, der Gustl sei verrückt. Also wurde der Gustl in die geschlossene Psychiatrie gesperrt. Die Petra war froh, dass ihr Zauber funktioniert hatte. Und ihre Kunden und Auftraggeber waren auch froh, dass der Gustl weggesperrt war. Ein Mitwisser weniger! Und einem in der Psychiatrie glaubt ja niemand.

Aber der Hexenzauber verlor mit der Zeit an Macht - Gustl hatte Freunde, die zu ihm hielten. Und er fand Mitstreiter, die ihn aus den Fängen der Justiz befreien wollten. Und ein Verteidiger war besonders schlau, er untersuchte die beiden gehexten Atteste. Und er wunderte sich - über die Rechtschreibfehler. Ja, damals hatten die beiden Hexen hastig gehext und dabei Fehler gemacht - auch Rechtschreibfehler! Solche Rechtschreibfehler macht nur die Petra! 

So kam der Verdacht auf, dass das Attest nicht von der Madeleine, nicht von ihrem Sohn, sondern nur von der Petra selbst stammen kann. Da machte die Petra wieder einen Zauber: sie verhexte drei Richter in Regensburg. Diese Richter mussten prüfen, ob das Verfahren gegen Gustl neu aufgerollt wird! Also blendete Petra den Richtern die Augen und die Richter schüttelten die Köpfe: Es gibt kein neues Verfahren, der Gusts bleibt in der Psychiatrie!

Da war die Petra froh und vor allen ihre alten Kunden. Sie wollen ja nicht, dass bekannt wird, dass sie schwarzes Geld in der Schweiz gebunkert haben.

Aber die Freunde von Gustl lassen nicht locker, sie sammeln Unterschriften für ihren Gustl.

FREIHEIT FÜR GUSTL!

fordern sie. Die verantwortlichen Politiker werden immer unruhiger - sogar die höfische Berichterstattung des erlauchten Ministerpräsidenten berichtet über diesen Fall. Immer mehr Menschen fordern, dass der Ministerpräsident den Gustl in einem Gnadenakt aus der Psychiatrie befreit. 

Die Richter, die ihn verurteilten, können das nicht - sie sind immer noch von Petra verhext. Ja, es ist richtig verhext!

Geht dieses Märchen gut aus? Wollen wir es hoffen!

Wer möchte, dass dieses Märchen doch noch ein gutes Ende für Gustl nimmt, kann unterschreiben ... Je mehr unterschreiben, desto eher müssen die Verantworlichen etwas unternehmen.

Gerechtigkeit und Freiheit für Gustl Mollath

"Freiheit für Gustl Mollath" mit Nina Hagen in Berlin 6. Juli 2013 Solidaritätsaktion
Veröffentlicht am 07.07.2013 von KiekeMaFilm Berlin

Diesen Post teilen

Repost 0

Kommentare

Kathrin 08/02/2013 22:01


WOW! Ich habe gleich reingelesen! Das ist ein Ding! Jetzt verstehe ich, wieso der Mollath nicht freigelassen wird! Er weiß viel zu viel!

Kiat Gorina 08/03/2013 00:53



Genau! Er weiß einfach zuviel! Mollath ist ein Beispiel, was dieses System mit Menschen macht, die zuviel wissen, die deshalb gefährlich sind: Sie werden eingesperrt, in der Psychiatrie!



Kathrin 08/02/2013 21:26


Gibt es diesen Bericht im Internet? Den würde ich gern lesen.

Kiat Gorina 08/02/2013 21:34



http://www.gustl-for-help.de/download/2003-03-17-Revisionsbericht-HypoVereinsbank.pdf



Kathrin 08/02/2013 21:01


Eine Demo der Strafverteidiger wird nichts bringen. Es ist nur eine Geste der Hilflosigikeit. Mollath wird in der Forensik sitzen müssen, auf jeden Fall bis alle Straftaten verjährt sind!

Kiat Gorina 08/02/2013 21:22



Das sehe ich genauso! Heute konnte ich zum ersten Mal in dem internen Revisionsbericht der Hypovereinsbank lesen. Da steht ja nicht nur der oft zitierte Satz "Alle nachprüfbaren Behauptungen
haben sich als zutreffend herausgestellt."


Da steht auch: "Es ist nicht auszuschließen, dass Herr Mollath die Vorwürfe bezüglich des Transfers von Geldern von Deutschland in die Schweiz in die Öffentlichkeit bringt." Das bedeutet doch,
dass die Hypovereinsbank Angst vor Mollath hatte und heute noch hat!


Und noch ein bemerkenswerter Satz steht da: "Dies [gemeint ist seine wirtschaftliche Situation] birgt die Gefahr, dass er eventuell versucht, sein Wissen zu 'verkaufen'." Was erkennen wir daraus?
Mollath war schon damals eine Gefahr für die Hypovereinsbank!


Eine solche Gefahr stellt er heute noch da. Noch sind nicht alle eventuellen verübten Straftaten verjährt. Mollath darf - wenn es nach der Hypovereinsbank geht - nicht freigelassen werden!


Und die Richter? Sie wählten den für sie bequemsten Weg - ja nicht anecken! Wer in Bayern als Richter oder Staatsanwalt Karriere machen will, darf ja nicht anecken, nicht bei Prominenten, nicht
bei der "politischen Spitze" des Justizministeriums - derzeit Dr. Beate Merk. Also werden die Worte solange verdreht, bis sie das Gegenteil aussagen. 


Wenn diese Justiz wenigstens ehrlich wäre und zugäbe, Mollath darf nicht freigelassen werden, er weiß zu viel! Aber nein, da wird wieder ein Potemkinsches Dorf einer angeblichen Kulisse eines
Rechtsstaates hochgezogen! Das ist nur noch zum Kotzen!


Wir dürfen eines nicht vergessen: Was Mollath passierte, kann auch heute noch vielen von uns passieren! Heute genügt nur ein einziges Attest oder psychiatrische Gutachten, um einen unbequemen
Menschen in die Psychiatrie zwangseinweisen zu können! Das sollten wir uns stets vor Augen halten! Wenn bei Demonstrationen für Mollath Teilnehmer Schilder hochhalten mit "Ich bin Mollath!" - wie
wahr, wie wahr!



Juliane 08/02/2013 15:52


Sogar die Strafverteidiger Bayerns wollen jetzt auf die Straße:


http://www.heise.de/tp/artikel/39/39628/1.html


 


 


 

Kiat Gorina 08/02/2013 17:36



Danke für diesen Link! Wichtig und wahr ist der Satz "Es gibt viele Mollaths!" Richtig ist, dass bereits ein einziges Gutachten genügt, um einen Menschen gegen seinen Willen in die Psychiatrie
einzuweisen! Was mit Mollath geschehen ist, kann fast jedem Menschen in Deuschland passieren. Wie der Fall Mollath zeigt, wenn einmal ein Attest oder ein Gutachten vorliegt, dann wagt es kein
anderer Gutachter, ein Gegengutachten anzufertigen. Hier gibt es eine grundfalsch verstandene Solidarität!


Das Grundübel dieses Staates besteht auch darin, dass mit den Gesetzen eine Welt abgebildet und geregelt werden soll, die mit der wirklichen Welt nicht mehr übereinstimmt! Grund: Die
Verabschieder der Gesetze wissen oft gar nicht, worüber sie abstimmen! Oder es sind possenhafte Abstimmungen bei gähnender Leere des Plenarsaals - nur ein paar Hansl sitzen da und stimmen ab!
Dies ist unerträglich! Das ist undemokratisch!


Wenn sich diese Politikerkaste nicht selbst reformiert, ist der Rechtsfrieden in diesem Staat bis auf weiteres gestört! Letztendlich führt das sozialem Unfrieden. Dass sich die Gerichte derzeit
einigeln und alle Personen, die ins Gericht wollen, kontrollieren, ist zwar angesichts der bereits verübten Anschläge auf Gerichtspersonen nachvollziehbar, es löst jedoch nicht die Probleme!


Mit tagtäglich verkündeten Fehlurteilen wächst der Unmut der Betroffenen - und wie die Geschichte lehrt, entlädt sich dieser Unmut. In der Vergangenheit oft in gewaltätigen Revolutionen! Da frage
ich mich: Muss das wirklich sein?



Daniela 07/27/2013 17:06


Da muss etwas geschehen! Der arme Mensch! Da machte er sich schon Hoffnungen und dann das! Diese Richter sind Unmenschen! Ich bin auch dafür, dass Mollath begnadigt wird! Wer hat solche Angst vor
ihm?

Kiat Gorina 07/27/2013 22:29



Ja, es muss schleunigst etwas passieren! Wer Angst hat? Die Reichen, die damals ihr Schwarzgeld in die Schweiz bringen ließen! Und die Mitarbeiter der Hypovereinsbank, die den Reichen dabei
halfen! Jetzt wissen wir wenigstens, wieso die Hypovereinsbank in der Finanzkrise "systemrelevant" war?! Sie musste gerettet werden - mit Steuermitteln!



Über Diesen Blog

  • : Blog von Kiat Gorina
  • Blog von Kiat Gorina
  • : Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.
  • Kontakt

Suchen