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19. November 2011 6 19 /11 /November /2011 21:46

Karl-Theodor zu Guttenberg in Halifax - wer glaubte, er werde die schwarzgelbe Regierung, der er angehört hatte, verteidigen, sah sich getäuscht. Und die Springer-Presse resp. die WELT kritisierte gleich den Freiherrn, den sie wenige Monate vorher zum Kronprinzen ausgerufen hatte:

Jetzt sei er "dicklich", "aus der Form geraten", sehe aus wie Lothar Matthäus. Also dies ist er meiner Meinung nach nicht. Es kann natürlich sein, dass die amerikanische Ernährung auf die Zeit auf die Pfunde schlägt. Und er hat eine andere Frisur - warum auch nicht. Und keine Brille - nun, wenn er keine braucht.

Da sitzt er nun bei einer Podiumsdiskussion zusammen mit dem Vorsitzenden der Organisation der Human Rights Watch und Alan Mendoza von der Henry Jackson Society. Und übt Rache: Rache an seinem Intimfeind Guido Westerwelle - Deutschland hat sich ja beim NATO-Einsatz in Libyen nicht beteiligt. Solche Kritik hört sich in den USA gut an - und sein Mentor Henry Kissinger hört solche Kritik auch gerne. 

Und er kritisiert auch seine einstige Gönnerin, die bis zuletzt versucht hatte, einen Rettungsschirm über ihn zu halten - die Kanzlerin persönlich. Der Freiherr sieht jetzt aus der Ferne in Deutschland nicht nur eine Schulden-, sondern auch eine Regierungskrise! Klar, Deutschland hat ihn verschmäht, es musste ja so kommen.

In den USA wissen die wenigsten, wieso er alle seine Ämter zurückgegeben hatte. Das spielt in den USA auch keine Rolle. Da ist er einer aus einer Denkfabrik und beteiligt sich an einer 75 Minuten langen Podiumsdiskussion. Aus, fertig, Schluss!

Und die deutsche Staatsanwaltschaft verschiebt eine Entscheidung in der Causa Guttenberg: Der Nutzer petermilger lud ein Video in YouTube hoch und schreibt unter anderem:

"Wenn zu Guttenberg straffrei ausgeht, kann sich jeder in einschlägigen Verfahren drauf berufen. Jeder kann dann Bücher mit Texten anderer verkaufen, ohne dafür zu bezahlen. Zum Schaden von Verlagen und Autoren. Es besteht also ein Öffentliches Interesse an einer Strafverfolgung."

Das sind ja für Verlage und deren Autoren äußerst trübe Aussichten!

Quelle: WELT ONLINE Guttenberg meldet sich mit Merkel-Schelte zurück


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Kommentare

traudl 11/28/2011 23:57

Da hat er ja Glück gehabt finanziell ist er versorgt

Kiat Gorina 11/29/2011 00:00



Stimmt! Ein Sozialfall wird er kaum 



sandra 11/28/2011 22:53

Ich finde auch, dass er nur ein Blender ist. Was hat er denn schon geleistet? Der weiß doch gar nicht, was es heißt zu arbeiten und Geld verdienen zu müssen?

Kiat Gorina 11/28/2011 23:19



Das einzige, was er kann, ist wohl delegieren  Er hat ja die sog. Bundeswehrreform delegiert, an den
Reserveoffizier Weise, der Chef der Bundesarbeitsagentur ist. Und sein Nachfolger als Verteidigungsminster darf diesen Mist ausbaden. Ich denke, dass er wegen der falschen Doktorarbeit
zurücktreten musste, ist im nachhinein ein Glücksfall für ihn gewesen - wegen der Bundeswehrreform, die keine ist, hätte er sowieos zurücktreten müssen! Und dass Merkel ihm für diese Reform
gedankt hat, setzt die bewusste Krone auf 



Juliane 11/20/2011 15:43

Hallo Kiat,

nochmal zur Erinnerung wie seine DoktorArbeit gesehen wird:
http://de.guttenplag.wikia.com/wiki/GuttenPlag_Wiki

LG Jul.

Kiat Gorina 11/20/2011 16:39



Liebe Juliane, vielen Dank für diesen Link! Wer auch immer diese "Doktorarbeit" verbrochen hat, sie ist eine Frachheit - ja gar eine Beleidigung gegenüber den ehrlichen Wissenschaftlern, die
selbständig ihre Promotion erstellen und Zitate aus fremden Quellen als solche kennzeichnen.


Es zeigt hier wieder einmal, dass dieser Freiherr - zwischenzeitlich entgelt - ein Blender ist. Und so etwas war auch Verteidigungsminister. Angeblich hat er seinem Nachfolger ein bestelltes Haus
hinterlassen. Nur wirkt sein Nachfolger seitdem ziemlich fahrig 



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