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4. Dezember 2011 7 04 /12 /Dezember /2011 23:10

Da rief mich eine alte Freundin an. sie kam gleich zur Sache: "ich mache mir solche Sorgen um meinen Mann! Er bekommt öfters ganz schlimme Schwindelanfälle. Und er muss sich erbrechen!" Ich habe ihn zum Arzt gefahren, der hat ihn dann zum Neurologen überwiesen!"

Ich fragte: "Was war mit seinen Augen? Haben die geflackert? Oder gezittert?"

"Ja, genau!  Er hat sie ganz schnell auf und zu gemacht. Meinst du, er wird verrückt? Weil er zum Neurologen muss?"

"Nun mal langsam. Wie schaut es mit seinem Gehör aus? Hat er dann einen Tinnitus?"

"Ja, genau! Einmal war es ganz schlimm. Da konnte er einige Zeit auf dem linken Ohr nichts hören! Aber wieso fragst du?"

"Nun ja, das sieht ganz nach Morbus Menière aus. Keine Angst, das ist nichts Schlimmes. Das kriegt er bestimmt in den Griff. Und ein Neurologe passt schon, der sollte ein NMR machen."

"NMR? Ist das gefährlich?? Was ist das überhaupt?"

"Das ist eine Kernspinresonanzspektroskopie, damit kann der Schädel untersucht werden. Du brauchst keine Angst zu haben, dein Mann ist nicht verrückt, und er wird nicht verrückt! Aber der Neurologe sollte halt untersuchen, ob ein Akustikusneurinom vorliegt. Das kann manchmal Symptome wie beim Morbus Menière auslösen."

"Akustikus ... was?"

"Ein gutartiger Tumor bei den Hör- und Gleichgewichtsnerven im Gehörgang."

"Was löst noch diese Morbus M... aus?"

"Das hängt mit der Endolymphe und der Perilymphe zusammen. Die Endolymphe ist eine Flüssigkeit im Gleichgewichtsorgan. Und die Perilymphe ist auch eine Flüssigkeit im Labyrinth im Ohr. Zwischen denen besteht normalerweise eine Spannungsdifferenz." Sie unterbrach mich:

"Du meinst, im Ohr fließt elektrischer Strom? Du willst mich wohl verkohlen?"

"Natürlich nicht! Die meisten Vorgänge in unserem Körper beruhen auf elektrischen und/oder chemischen Reaktionen. So auch im Ohr. Also es gibt die beiden unterschiedlichen Flüssigkeiten, die Endolymphe und die Perilymphe. Die sind von einer Membran getrennt. Und wenn die reißt, dann vermischen sich die Flüssigkeiten, die Spannungsdifferenz verändert sich oder bricht zusammen und das Ohr meldet falsche Signale und dir wird schwindlig und du musst erbrechen."

"Und was kann man dagegen tun?"

"Die Schulmediziner geben Beruhigungsmittel oder Mittel gegen Brechreiz. Und wenn das nicht hilft, dann operieren sie ..."

"Und was empfiehlst du?"

"Erstmal die Ernährung umstellen: kein Schweinefleisch, keine Eier, kein Alkohol, nicht Rauchen, kein Kaffee!"

"Aber mein Mann geht immer Kartenspielen, da muss er Bier trinken."+

"Wieso, er kann sich doch alkoholfreies Bier bestellen."

"Das hat er schon versucht, aber der Wirt hat gemault: Wegen dir bestelle ich nicht extra alkoholfreies Bier!"

"Dieser Wirt spinnt wohl! Will der seine Gäste vergraulen?"

"Ja, was für Medizin würdest du geben?"

"Da müsste ich deinen Mann sehen. Aber er soll schauen, dass der Lympfluss angeregt wird. Das geht prima mit getrockneten Artischockenblättern, die soll er fleißig kauen. Die gibts in Reformhäusern. Hat er dann auch kalten Schweiß?"

"Du bist mir unheimlich. Du stellst Fragen, als wärst du dabei gewesen. Ja, er hat dann kalten Schweiß und ihm ist kalt."

"Dann versuche es mit Tabacum, als Tablette."

"Welche Potenz?"

"Was du halt gerade da hast oder bekommen kannst, D6 gibt es ja meistens. Du, da habe ich eine Idee. Du füllst ihm eine Flasche mit Leitungswasser, wirfst eine Tablette hinein, und dann schüttelst du. Und dann füllst du ein Glas, das soll dein Mann in kleinen Schlucken trinken und das Wasser recht lange im Mund behalten.  Und wenn er zum Karteln geht, dann nimmt er die Flasche mit und sagt dem Wirt, dass das Medizin ist. Dann braucht er das blöde Bier nicht trinken."

Dann stellten wir uns das vor, wie der Wirt dann blöd schaut und mussten lachen. Dann hatte sie es eilig. Mit einem "Danke, das probieren wir aus." beendete sie das Gespräch.

Tage später rief sie wieder an und ich fragte sie nach ihrem Mann. Sie erzählte: "Am Wochenende haben wir das mit dem Wasser ausprobiert, er hatte keinen Anfall mehr. Und ins Büro nimmer jetzt auch eine Flasche mit. Ja, zum Kartenspielen auch. Er erzählte mir dann, dass das eine Mordsgaudi war. Seine Kumpels haben zu ihm gehalten. Und der Wirt war sauer."

Ich fragte: "Und was sagte der Neurologe?"

"Der hat nichts gefunden. Ach ja, er kaut auch fleißig die Artischockenblätter. Das scheint ihm zu bekommen! Vielen Dank für deine Tipps!"

"Klar, die Bitterstoffe fördern die Verdauung!"

Dann unterhielten wir uns noch über Gott und die Welt ...


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Kommentare

M
ne deva die werden beträufelt ! ^^ ich mach die gummitierchen und ihr die drauftropftropfen ! oder alle gemeinsam ?
Antworten
P
Du kennst dich sehr gut in der Humanmedizin aus. Ich dachte du behandelst nur Tiere?
Antworten
K


Ich sage immer, Menschen sind auch "nur" Säugetiere! Und viele menschliche Krankheiten kommen auch bei Tieren vor. Mir passiert es immer wieder, dass ich bei einem Hund feststelle, der hatte
einen Schlaganfall. Dann gibt es Tierärzte, die lachen mich aus: Ein Hund bekommt doch keinen Schlaganfall! Tja, und dann stellt sich heraus, ich hatte recht.


Oder wenn ich eine Herzbeutelentzündung feststelle. Da ging eine Kundin zu einem Tierarzt und erzählte ihm das, Der knurrte, der Tierarzt, nicht der Hund. Er untersuchte den Hund mit all seinen
Geräten. Er fand nichts. Und die Medikamente, die er verordnete, brachten keine Besserung. Im Gegenteil. Dann schritt der Mann der Frau ein und sagte seiner Frau: Jetzt probieren wir doch das
Mittel, das Kiat empfohlen hat!


Also holte sich die Frau notgedrungen das Mittel - und seitdem geht es dem Hund besser! Die Frau rief dann den Tierarzt an und warf ihm vor: Mein Hund hatte eine Herzbeutelentzündung, die haben
Sie übersehen! Der Tierarzt wütend: Und was hat diese Scharlatanin gegeben? Die Frau: Ich sollte Colchicum in der Apotheke bestellen, seitdem geht es meinem Hund viel besser!


Der Tierarzt: Colchicum! Wissen Sie was das ist? Das ist Herbstzeitlose. Das ist eine Giftpflanze! Ich werde diese Scharlatanin anzeigen! Der werde ich das Handwerk legen!


Die Frau erzählte mir alles brühwarm. Dann fragte sie: Ist das wirklich eine Giftpflanze?


Dann versuchte ich ihr, das mit der Verdünnung zu erklären. Immerhin ist hängengeblieben: Ja, wenn da so stark verdünnt wird, dann wirkt das Gift nicht und mein Hundi verträgt das.


Ich nickte ... Was sollte ich auch sagen 



D
@Kiat

Jupp Kiat. Alles klaro.

@Flora

hihi
Vergiss nicht die Gummibärchen gut zu schütteln... ;-)))

Liebe Grüße an Dich
Deine Deva
Antworten
M
ich nehm agar agar und mach dann lauter gummibärchen draus !
Antworten
D
haha ja klar..Sprudelwasser.
Da wird dann die Info wieder durcheinander geschüttelt.
Vollkommen klar.
Nein, wir haben ein gar schauriges Leitungswasser hier aus
uralten Rohren. Wenn man da einen Testtropfen auf einem
Spiegel vertrocknen lässt, ist da am anderen morgen ein
schneeweißer Rand zu sehen. Total verkalt.
Ich würde auch sagen Aqua dest., habe ich hier, da Zimmerbrunnen,
oder mein stilles Wasser von Rapp.
Ich trinke nur aus Glasflaschen, wegen den Östrogenen im
Plastik. Ein Plastikwasser wäre wohl deshalb nicht das Wahre.

danke Dir Kiat
einen feinen Abend
Deine Deva
Antworten
K


Mit den Glasflaschen bist du auf der sicheren Seite 



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  • : Blog von Kiat Gorina
  • : Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.
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