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28. April 2012 6 28 /04 /April /2012 21:38

"Neckermann machts möglich!" - das war der Erfolgspruch für viele Besteller! Und wie war das damals so einfach: Im Katalog blättern, Bestellkarte ausfüllen und in den Briefkasten. Und ein paar Tage später brachte der Postbote ein Paket.

Auch heute gibt es immer noch Menschen, die mit der Postkarte bestellen. Aber das bindet doch Personal! Und Personal kostet Geld! Also weg mit dem Personal - mindestens die Hälfte bei Neckermann muss gehen und wird gekündigt. 

Und wie soll dann bestellt werden? Über das Internet - da werden standardisierte Formulare ausgefüllt und das gleich mundgerecht den angeschlossenen Datenbanken serviert. Und dann wird die automatisierte Logistikkette angestoßen, vollautomatisiert wird der Artikel im Hochregallager gesucht, in den Karton geworfen und weiter zur nächsten Station. 

Das Suchen und Einpacken der bestellten Artikel soll möglichst ohne Menschen stattfinden - denn Personal kostet Geld!

Aber hier beißt sich der Kapitalismus selbst in den Schwanz: Ein kapitalistischer Unternehmer will viel verkaufen - demnach braucht er Menschen, die ihm den Ramsch abkaufen. Und um zu kaufen, braucht ein Mensch Geld. Und um Geld zu haben, arbeitet derzeit ein Mensch.

Wenn jetzt nun der kapitalistische Unternehmer seine Arbeitnehmer an die Luft setzt und durch Maschinen ersetzt, dann gibt es keine Menschen mehr, die seinen Ramsch kaufen. Denn wenn ein Mensch nicht arbeiten kann, hat er wenig Geld oder gar keins. Er kann nichts kaufen.

Was soll also diese Einsparwut an Personal? Der Kapitalismus sägt damit ganz feste am eigenen Ast! Ist das wirklich so schwer zu verstehen? Offensichtlich schon! 

Ja, die Gier nach mehr Gewinn vernebelt die Sinne. Und die ganz großen Vernebler sind die Berater! Was passiert eigentlich, wenn immer mehr Produkte automatisch von Maschinen gefertigt werden? Was passiert dann mit den Menschen, die ihre Arbeitsplätze verlieren?

Macht nichts, dann geht der Kapitalismus in andere Länder. Gut, das funktioniert eine Weile! Wenn jedoch auf diesem gesamten Planeten automatisiert wird, werden dann die meisten Menschen ein Auslaufmodell? Das dieses kapitalistisches System nicht nehr benötigt?

Ich frage mich wirklich, wieso so angeblich gescheite Leute diesen Planeten mit ihre unerschöplichen Gier an die Wand fahren?!

Peter Licht - Lied vom Ende des Kapitalismus
Hochgeladen von bostrox2012 am 07.03.2008

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Kommentare

K
<br /> Sie machen alle den gleichen Fehler und darum wird nichts mehr bei solchen Firmen gekauft. Ich habe auch einmal bei Quelle, Neckermann und viele mehr bestellt. Und meistens habe ich mich dann<br /> geärgert. Alle Versprechungen waren verlogen! Ein Beispiel: Ich habe mir eine Hose, einen Rock und einen Blazer bestellt. Alles zusammen passend. Dann kam die Hose und der Rest nicht. Wird in<br /> drei Wochen nachgeliefert. Die drei Wochen waren um, dann kam ein Schreiben, die Ware ist nicht mehr lieferbar. Nun hatte ich die Hose und nichts passendes dazu. Ich, der Kunde, wurde von denen<br /> verarscht! Bei so einer Firma bestelle ich doch nichts mehr! Oder es wurden einfach andere Artikel geliefert. Als es dann mit den e-mail Adressen anfing, da wurde man von denen penetrant voll<br /> gemüllt! Nein, das ist kein Geschäftsgebaren!<br /> <br /> <br /> Ich bestelle heute noch per Katalog oder eher Internet. Allerdings bei Firmen, die seriös sind. Bader ist eine solche Firma. Da gibt es nicht einfach einen Ersatzartikel! Bisher habe ich fast<br /> alles bekommen und die Nachlieferung kam auch immer an. Natürlich ist Bader etwas teurer aber dafür bekomme ich auch Qualität.<br /> <br /> <br /> Meiner Meinung, sind die Manager solcher Firmen wie Quelle und Neckermann nur an Umsatz und Gewinn interessiert. Der Kunde juckt die nicht! Früher als die "Alten" noch den Laden im Griff hatten,<br /> da gab es sowas nicht! <br /> <br /> <br /> Traurig, dass so viele Arbeitsplätze dadurch verloren gehen. Dabei wäre es einfach, so etwas zu verhindern. Der Kunde ist König! Ist er es nicht, kauft er wo anders! Die Manager gehen dem Kunden<br /> am Hintern vorbei! <br />
Antworten
K
<br /> <br /> Eben! Der Manager denkt nur an seinen Fünfjahresvertrag, da versucht er möglichst viel zu kassieren und dann zieht er weiter zur nächsten Firma. Früher als es noch die persönlichen Eigentümer<br /> gab, die kümmerten sich persönlich um die Firma. Und die sorgten daür, dass möglichst schnell geliefert wurde.<br /> <br /> <br /> Denn ein Versandhaus will verkaufen und zufriedene Kudnen haben. Ein Manger will nur kassieren! Ein abschreckendes Beispiel dieser Manager ist Leo Apotheker<br /> <br /> <br /> <br />

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  • : Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.
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