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12. Juli 2010 1 12 /07 /Juli /2010 14:11

 

Bei der Gesundheitsreform 2004 wurde den gesetzlichen Krankenkassen freigestellt, dass sie die Kosten für homöopathische Mittel übernehmen. Das soll wieder rückgängig gemacht werden.

Immerhin, dass die Einnahme von homöopathischen Mitteln Heilung fördern kann, das wird nicht mehr abgestritten, aber es wird dann als "Placebo-Effekt" abgetan. Und wenn schon! Wichtig ist doch, dass der Patient geheilt wird. Und dass bei der Anwendung von homöopathischen Mitteln noch anderes mitspielt, das wissen halt die Eingeweihten und die überzeugten Patienten.

Den Großkonzernen der Pharmaindustrie ist die Homöopathie immer mehr ein Dorn im Auge. Ist ja auch klar: Es spricht sich halt immer mehr herum, was die homöopathischen Mittel zu leisten vermögen. Also wurde in England unter anderem die Kampagne "10 hoch 23" organisiert: Da nahmen 400 Freiwillige homöopathische Mittel in 400-facher Dosis zu sich, und nichts passierte. Wie denn auch. Wer eine solche Kampagne initiiert, hat eben nichts kapiert.

Im Mai forderte die britische Ärztekommission ein Verbot homöopathischer Mittel im öffentlichen Gesundheitswesen. Begründung: Homöopathie sei "Hexenhandwerk".

Interessant, wem keine Argumente mehr einfallen, der droht dann mit dem Mittelalter: eben Hexen. Bislang war das doch das Vorrecht der christlichen Kirchen. Wann brennen die Scheiterhaufen wieder?

Tja, und jetzt ist diese Lobby der Pharmaindustrie in Deutschland tätig ...

Unlängst kam ein Homöopathie-Ungläubiger zu mir, er hatte vermutlich etwas Falsches gegessen, jedenfalls rannte er mehrmals aufs Klo. "Hast du Durchfall?" "Ein bisschen ..."

Da nahm ich ein Glas Wasser, löste ein paar Globuli Nux vomica auf, rührte mit einem Plastiklöffel um und sagte zu ihm: "So, davon nimmst alle paar Minuten einen Schluck und lässt den möglichst lang im Mund, bevor du ihn runterschluckst."

Das machte er dann. Eine Viertelstunde war vorüber, und er musste nicht zum Klo sausen. Nach einer halben Stunde musste er immer noch nicht aufs Klo. Dann fragte ich ihn: "Und wie geht es dir?"

"Eigentlich besser, was hast du mir gegeben?"

"Du wirst es nicht glauben, das war angewandte Homöopathie!"

Schlagartig veränderte er sich: "Das glaube ich nicht, du hast da bestmmt ein Mittel gegen Durchfall aufgelöst."

"Nein, ich schreibe dir den Namen auf, besorge dir das, und wenn du wieder einmal Durchfall hast, probier es aus. Am besten, wie ich dir das gezeigt habe."

Dann ging er. Eine Woche später rief er an: "Mein Hund hat Durchfall, kann ich ihm das Nux auch geben?"

"Na klar! Nimm ein Trinkgefäß aus Plastik und löse im ein paar Globuli im Wasser auf. Du wirst sehen, sobald er daraus getrunken hat, geht es ihm besser."

Am nächsten Tag traf ich ihn auf der Bank: "Und wie geht es deinem Hund?"

"Dem geht es wieder gut."

"Und bist du immer noch gegen Homöopathie?"

"Ach was. Da habe ich mich aufstacheln lassen. Aber wenn es hilft, ist es okay."

Und genau vor solchen Erkenntnissen hat die allmächtige Pharmaindustrie Angst ...

Informationen:

Ich habe ein interessantes Video gefunden, da kommt sogar der Homöopath der Königin von England zu Wort:

 

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Kommentare

K

Der Präsident der Bundesärztekammer, Prof. Dr. med. Jörg-Dietrich Hoppe:
»Insgesamt haben die Krankenkassen 2009 rund 28 Milliarden Euro für Arzneien ausgegeben. Der Anteil der Naturheilkunde lag gerade einmal bei 32 Millionen Euro im Jahr. Zudem gewähren nur die Hälfte
der Krankenkassen eine Zuzahlung von Homöopathie.«
http://www.heilpraxisnet.de/naturheilpraxis/mediziner-homoeopathie-eine-wichtige-ergaenzung-98852.php

Damit ergibt sich: Naturheilkunde = 0,114 Prozent aller Arzneimittelkosten
oder anders gesagt:
»Abseits der Zusatztarife entfielen nur 0,06 Prozent der Gesamtausgaben für Arzneimittel auf homöopathische Präparate. Rund neun Millionen Euro für Homöopathie stünden mehr als 170 Milliarden
Gesamtausgaben der Kassen gegenüber.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,706139,00.html

Damit ist das praktisch ohne Relevanz, aus krankenkassenwirtschaftlicher Sicht.
»Die Kosten für Homöopathie stünden in keinem Verhältnis zu den gigantischen Summen, die für Schulmedizin ausgegeben würden« sagt selbst die Fraktionschefin der Grünen, Renate Künast, in dem im
Artikel genannten Focus-Beitrag.
Bleibt die politische Komponente:

Wenn zum jetzigen Zeitpunkt eine Homöopathie-Debatte vom Zaun gebrochen wird, dann könnte das neben den bekannten, in Artikel und Kommentaren genannten (Dauer-)Gründen, vor allem aktuelle Gründe
haben.
Ich tippe mal auf: Propagandaschlacht um im Fahrwasser der Gesundheitsreform von den eigentlichen Sündenböcken abzulenken (Pharmaindustrie, Geräte- und Betreiberklüngel).

Anläßlich der »vorsätzliche und arglistige Täuschung der Öffentlichkeit« von England über die Homöopathie ein Beitrag mit Hintergrundinfos zur Wissenschaftlichkeit von Homöopathie:
http://www.heilpraxisnet.de/naturheilpraxis/interview-seltsames-gutachten-zur-homoeopathie-41002.php


Ach ja, der SPIEGEL:
»Wie bereits bekannt, achtet der SPIEGEL-Verlag verstärkt auf die Wirtschaftlichkeit seiner Auflage.«
http://www.news25.de/news.php?id=6667&storyid=1001279114141
Ein Schelm wer bei diesem Homöopathie-Artikel an Gefälligkeitsjournalismus denken muss.
Zumal sie einen Beitrag auch schon mal ausklingen lassen mit der Bemerkung:
»Schon Donner klagte, der Hauptzweck der homöopathischen Zeitschriften sei eben nicht die Wissenschaft - sondern die "Propaganda für die Homöopathie"«
http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/0,1518,706337,00.html

Und der Focus, der als »das Nachrichtenmagazin stärker gegen das Konkurrenzblatt "Spiegel" positioniert werden« soll,
http://www.news25.de/news.php?id=5935
zieht natürlich mit.

Inzwischen werden auch im Spiegel Zweifel am Homöopathie-Verbot mitgeteilt:
»Kassen wettern gegen Erstattungsverbot«
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,706139,00.html
»Krankenkassen kämpfen für Homöopathie«
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,706336,00.html


Antworten
K


Lieber Klaus,


vielen herzlichen Dank für deinen sehr ausführlichen Artikel/Kommentar. Ja, ich sehe es auch so, dass dies ein Ablenkungsmanöver ist, um von den eigentlichen Sündenböcken abzulenken. Und dass es
sich um "Gefälligleitsjournalismus" handelt, liegt auf der Hand. Das Scheckbuch bestimmt, was geschrieben wird.


Liebe Grüße, Kiat



F

stimmt , was verboten wird hat ja erst Recht seine Reize und da dieses Verbotene gut tut, wirds der Renner werden.


Antworten
H

Liebe Kiat,

ich denke auch dass es ein gesellschaftliches Problem ist. Man hat zu "funktionieren" also arbeiten bis zum Umfallen - wenn möglich. Egal wie es einen geht! Wer ssagt, nee ich kann jetzt nicht ist
eine "Memme". Also muss man schnell wieder auf die Beine sein. Mein Mann hat zwar nie an "Memme" gedacht hatte aber doch viele Jahre lang das Denken immer weiter arbeiten zu müssen, egal ob schmerz
oder nicht. Ich habe deswegen öfters mit ihn geschimpft.
Es hat lange gedauert bis er das denken ablegte, er dachte immer wenn er erfolg haben will muss er arbeiten… und wenn es bis zum Umfallen ist!
Zähne zusammen beißen und durch! nur kam es dann immer noch dicker.
Jetzt weiß auch er, wenn es nicht geht, geht es nicht, und wenn der Körper "stop" sagt, sollte man den so schnell es geht nachkommen.
Nicht um zu jammern, sondern um die Zeit zur Selbstheilung haben zu können.
Doch dies ist ein Prozess den man auch lernen muss.
Denn es ist ja wirklich so… es gibt genug Menschen die alles als "Jammerei" abtun. Durchalten ist ja nicht schlecht, doch wenn es bis zu Selbstzerstörung geht ist es nur noch Dummheit!

Liebe Grüße
Heike


Antworten
K


Liebe Heike,


ich beglückwünsche euch beide, dass ihr zu dieser Einstellung gekommen seid. Wir Menschen sind eben keine Maschinen, die auf Knopfdruck funktionieren. Und wer das nicht glaubt und seinem Körper
keine Pausen zum "Aufladen" gönnt, bekommt irgendwann die Quittung, weil dann der Körper dann nicht mehr mag.


Alles Gute für euch zwei, Kiat



M

Liebe Kiat!

Stimmt, die Leute denken, wenn sie keine Pillen verschrieben bekommen, sei der Arzt schlecht bzw geizig.Wenn man krank ist, wollen die meisten ne Pille und nach 30min wollen sie geheilt sein um
Party machen und zur Arbeit gehen zu können.

Warum man krank wurde darüber wollen die nicht nachdenken.Auch wollen sie nicht akzeptieren, daß Krankheit auch bedeutet, daß man eine Pause machen soll, sich ausruhen, einmal zu sich selbst kommen
soll.Man ist ja auch übersensibel, wenn man krank ist .Ein Zeichen dafür, daß es gewollt ist, daß man sich, seinen Körper und seine Probleme wahrnehmen soll um gesund zu werden.

Die Homöopathie ist unerwünscht:
Schließlich heißt der Auftrag der Schulmedizin nicht Heilung und Vorbeugung,also auch Auflösung der Grundursache einer Erkrankung, sondern man will nur Symptome bekämpfen, man will daß die Leute
immer irgendwelche Wehwehchen haben und dauernd zum Arzt müssen.Nur so kann die Pharmaindustrie gut verdienen, welche weltweit zu 80% in der Hand von Rockefeller ist.

Und noch was:
Homöopathie arbeitet wie die freie Energie auf der selben Grundlage:
Schwingungen, Frequenzen, Anziehung von Gleichem/Ähnlichem.Erkenntnisse, die richtig umgesetzt vielen Kapitalisten ihre Geldquelle nehmen.Genau das muß verhindert werden.

Liebe Grüsse von Moira


Antworten
K


Liebe Moira,


ich stimme dir voll zu. Und ich denke, die Homöopathie ist im Aufwind. Einfach weil immer mehr Menschen gute Erfahrungen damit gemacht haben und machen. Währenddessen scaufelt sich die
Pharmaindustrie ihr eigenes Grab, weil sie ihre Medikamente immer mehr verteuert, so dass immer weniger Menschen sich solche überteuerte Medizin leisten kann. Und so suchen sie
nach Alternativen. So etwas hatten wir ja schon einmal in England, da war die Medizin nur für die Reichen erschwinglich.


Deshalb hat Edward Bach nach Möglichkeiten gesucht, dass auch Arme Medizin selbst herstellen können, eben die Bachblüten. Die selbst herzustellen ist wirklich kein Hexenwerk. In Vergessenheit
gerieten dabei die Nosoden von Bach, eine noch wirksamere Art von Medizin.


Liebe Grüße, Kiat



H

Liebe Kiat,

unsere Tierärtze vor Ort sind der Homoöpathie, den Bachblüten sowie den Schüsslersalzen aufgeschlossen, dass habe ich in mehren Gesprächen heraus gefunden. Unser Hausartz auch. Mein Mann war
neulich da und sie kamen dazu ins Gespäch. Er selbst wendet es gerne an. Dass Problem seien für ihn die Patienten. Meinte er. Viele erwarten eine sortige Heilung ohne selbst was dafür tun zu
müssen. Sie wollen ein Pillchen nehmen und weg muss es sein!
Dabei, meinte er, kann der Arzt doch nur den Anstoß zum Heilen geben, heilen selbst muss der Patient sich selber. Womit er recht hat.
Er muss immer etwas dazu beitragen.
Aber wenn ich mich so rum höre, wird die Bereitschaft dazu immer größer.
Zumal die Krankenkassen kosten immer mehr in die Höhe gehen.
Die Pharmainsdustrie schaufelt damit ihr eigenes Grab. Und wenn noch so viele dummer Artikel geschrieben werden, wer heilt hat recht!
Ärgerlich sind solche Artikel allemal…

Liebe Grüße
Heike


Antworten
K


Liebe Heike,


das stimmt! Viele Menschen wollen, wenn sie krank sind, ein Medikament haben und dann sollen sie gesund sein. Dann machen sie weiter wie bisher. Wenn sie dann wieder krank werden, dann wollen sie
wieder eine Tablette oder am besten gleich eine Spritze.


Wie du richtig schreibst, Homöopathie ist eine Stoßtherapie, will heißen, sie regt das Immunsystem an und damit die Selbstheilungskräfte.


Naturheilkundlich arbeitende Ärzte nehmen sich meist viel Zeit für ihre Patienten, das aber will die Medizinindustrie nicht. Da soll der Arzt nur der Verordnungsknecht sein, der die Rezepte
unterschreibt. Ohne viel nachzudenken.


Nachdenkliche Grüße, Kiat



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  • : Blog von Kiat Gorina
  • : Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.
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