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20. September 2011 2 20 /09 /September /2011 08:32

Die Piraten haben das Abgeordnetenhaus in Berlin geentert - sehr zum Verdruss der anderen Parteien! Argumente wie, das seien Spinner oder gar Verrückte oder Unbelehrbare, greifen bei den Piraten nicht. Das sind auch keine Dummen - viele von ihnen besitzen einen Abiturabschluss.

Ganz besonders auf die Piraten schossen sich offenbar die Ultrarechten ein - fast im wahrsten Sinne des Wortes. Da gibt es den Udo Pastörs, der will diese Piraten gleich "hinter Gittern" bringen! Der YouTube-Nutzer Zeruju hat hierzu ein Video eingestellt:

Zeruju schreibt unter anderem: "Der NPD-Politiker Udo Pastörs, Fraktionsvorsitzender der NPD im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern, pöbelt mit viel Populismus und Polemik sowie wenig inhaltlicher Argumentation gegen die Piratenpartei. Da muss aber einer Schiss haben! ;)"

Wie wahr, wie wahr! Auch die anderen Parteien bekommen es jetzt mit der Angst! Wieso konnten diese Piraten so erfolgreich sein. In Berlin? Aus dem Stand gleich fast 9 Prozent der Wählerstimmen! Das bedeutet ja, dass jeder elfte Wähler diese Piraten gewählt hat.

Ja, und das Gegenargument "Die sind ja gar keine ernst zu nehmende Partei!" - das zieht nicht!! WELT ONLINE startete eine Leserbefragung: "Halten Sie die Piraten für eine ernst zu nehmende Partei?"

Von 2.151 abgegebenen Leserstimmen antworteten 53 % mit JA, 47 % mit NEIN! Was sagt uns das? Selbst die Mehrheit der meist als konservativ einzustufenden Leser der WELT nehmen die Piraten ernst!

Was ist das Erfolgskonzept der Piraten? Ganz einfach! Sie nehmen die Wähler ernst! Sie fragen ihre potentiellen Wähler. Und zwar mit weniger Hemmschwellen als andere Parteien. Via Internet!

Die WELT schreibt zwar spöttisch: "Als Mittel der direkten Demokratie schwebt den Piraten eine Online-Plattform vor, in denen alle Bürger Vorschläge einbringen dürfen. Auf solche Weise klaubten sie bereits ihr Programm zusammen: Die 1000 Berliner Mitglieder konnten Vorschläge machen – natürlich im Internet. Ihre Wunschliste ist Sammelsurium und Kondensat. Einen ähnlichen Weg ging die Berliner CDU, wenngleich ihre Anhänger sich offenbar nicht nach legalem Cannabis sehnen."

Klar, da kommt gleich ein Seitenhieb - das sind alles Bekiffte! Die sind ja im Drogenrausch! Von wegen! Sie haben einfach ihre Berliner Mitglieder gefragt - ohne wenn und aber! Sie haben auch nicht aus den Antworten ihr Programm "zusammengeklaubt"! Sondern diese Piraten praktizieren wirkliche Demokratie!

Und das ist die Schockwelle, die von den Piraten auf die konventionellen Parteien ausgeht. Da dürfen die Wähler ja direkt sagen, was ihnen nicht passt! Wo kommen wir denn hin? Da sind ja die Funktionäre überflüssig. Und unsere Lobbyisten haben es dann viel schwerer! Die WELT schreibt - diesmal richtig:
"„Das ist kein Berliner Phänomen. Ich glaube, dass die Piraten mit dem Thema Transparenz einen sehr guten Markenkern haben“, sagt der Politologe Oskar Niedermayer. Die Partei treffe damit einen Nerv der jüngeren Generation. Ähnlich wie die Umweltbewegung einst einen klaren Wertbezug gesucht und ihn bei den Grünen gefunden habe, erkennten heute viele Wähler die Transparenz in der Politik als zentralen Wert. Das nutze den Piraten über Berlin hinaus."

Nur sind es nicht nur die Jungen, auch Mittelständler und Ältere wählten in Berlin die Piraten. Wer den Artikel der WELT liest, wird wahrscheinlich über den Zwischentitel schmunzeln:

12.00 Ernstwähler stimmten für Piraten

Das soll natürlich heißen: 12.000 Erstwähler! Also ein Freudscher Verschreiber nach Manier der WELT. Im folgenden Text steht die richtige Zahl: "Die teilweise kleingeistige, kiezige Politik der Grünen könnte 17.000 ihrer Wähler zu den Piraten getrieben haben. Das Gros allerdings holten sich die Neuen aus dem Lager der Nichtwähler: 23.000. Von den Erstwählern entschieden sich 12.000 für sie. Am häufigsten vertreten ist die Altersgruppe bis 35. Aber selbst bei den über 60-Jährigen wählten mehr Berliner die Piraten als die FDP."

Und wer sich das Video des zitierten WELT-Artikels anschaut, erfährt auch aus dem Mund der Kanzlerin, das sie und ihr Gefolge sich die Piraten anschauen und beobachten werden. Na klar, da werden sie schon etwas finden. Wozu haben wir denn einen Verfassungsschutz?!

Wie geht es weiter mit den Piraten? Eine Antwort findet ihr hier:

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Kommentare

Adam 10/03/2011 19:49


Ich meine, wie er seine Freundin abserviert hat, sie hat ja ein Kind von ihm!


Kiat Gorina 10/03/2011 20:09



Das war natürlich nicht die feine englische Art! Er soll ja mit einer SMS Schlusss gemacht haben. Das traue ich ihm zu, wenn das stimmt, dann ist er auch noch feige.



Adam 10/02/2011 22:01


Die Bayern sollen sich um ihren eigenen Dreck kümmern! Gell, Herr Seehofer?!


Kiat Gorina 10/02/2011 23:22



Wie meinst du das speziell bei Seehofer?



antje 10/01/2011 19:47


Das glaube ich auch nicht, dass der NDR sich auflösen lässt. Der Einfluss der Bayern ist nicht deutschlandweit. Zum Glück :-))


Kiat Gorina 10/01/2011 20:18



Stimmt! Die Bayern haben ja jetzt auch in Sachsen Probleme, den ihnen genehmen Nachfolger des Intendanten des MDR Udo Reiter - er kommt aus Bayern - durchzuboxen. Der Einfluss der bayerischen
Schwarzen sinkt bundesweit und das ist gut so!



Heike 09/23/2011 19:02


Denke ich auch!
Wird aber auch so nicht so leicht sein, denn der NDR ist ja nicht nur ein Bundesland, sondern Niedersachsen, Hamburg, Schleswig-Holstein,
Mecklenburg-Vorpmmern, Sachsenanhalt, (nur Bremen mach sein eigegenes Ding) das würde also sehr viel Aufstand bedeuten! ;o)

Liebe Grüße
Heike


Kiat Gorina 09/23/2011 21:02



Dann bin ich beruhigt! 



Heike 09/23/2011 09:39


Liebe Kiat,

DAS hoffe ich auch, es ist nämlich mein Lieblingsprogram. Eben weil es auch Kontra und Gegengedanken gibt.
Die "Nordlichter" werden schon gegenwehr leisten, immerhin, die Römer haben sich an den Friesen die Zähne ausgebissen… ;o)

Liebe Grüße
Heike


Kiat Gorina 09/23/2011 16:50



Liebe Heike,


da verlasse ich mich auf die "Nordlichter"! Ich stelle mir gerade vor, was passiert, wenn öffentlich wird, dass die Bayern wollen, dass der NDR aufgelöst wird. Das gibt ja dann
bürgerkriegsähnliche Zustände 


Liebe Grüße, Kiat



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