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13. November 2012 2 13 /11 /November /2012 21:28

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Erinnern wir uns: vor über einem Jahr hatte die Kanzlerin einen heißen Herbst verkündet und die Laufzeiten der veralteten Atommeiler exorbitant verlängert. Und als ein halbes Jahr später der sechsfache GAU in Fukushima wütete, machte die Kanzlerin eine Kehrtwendung und verkündete die Wende zu alternativen Energien. Und das Aus für die deutschen Atomkraftwerke.

Dieser Herbst war weniger heiß, für einige Presseorgane ist dieser Herbst gerade zu eiskalt. Überall werden Stellen gestrichen oder sind bereits gestrichen:

  1. Abendzeitung Nürnberg: 50 Stellen abgebaut
  2. dapd: 100 Stellen gestrichen
  3. Berliner Morgenpost, Hamburger Abendblatt und die Welt sollen eine Redaktionsgemeinschaft bilden. Wieviel Stellen das kosten wird, ist noch offen.
  4. Augsburger Allgemeine streicht 37 Stellen.
  5. Point24 - die Gratiszeitung - wird zum Jahresende eingestellt. Betroffen sind 50 Jobs.
  6. Der Bonner Generalanzeiger schließt sein Berliner Büro, davon sind vier Redakteure betroffen.
  7. Auch gibt es Gerüchte über die Financial Times Deutschland: Wegen eines Verlust von zehn Millionen Euronen will Gruner + Jahr FTD schließen.
  8. Und der Hammer war heute die Frankfurter Rundschau, sie meldete Konkurs an. Eigentümer sind Dumont und DDVG - eine SPD-Medienholding. Das bringt mindestens 500 Stellen in Gefahr, Natürlich in der Vorweihnachtszeit! Wann denn sonst?!
  9. In Hamburg gibt es das Stadtteil-Magazin Prinz, aber der Jahreszeiten-Verlag wird es einstellen.

Was sind die Ursachen für das Sterben von Arbeitsplätzen in der Presse? Die Gleichmacherei! Früher waren die überregionalen an ihren markanten Artikeln zu erkennen. Aber heute. Wer eine Zeitung gelesen hat, braucht die anderen nicht mehr zu lesen. Und oft tendieren die Presseorgane zu einer Hofberichtserstattung für die Kanzlerin!

Also verbreiten viele Zeitungen nur Langeweile und die Leser bleiben aus. 

Und noch etwas bricht weg: Das Anzeigengeschäft bleibt aus! 

Angesichts der Unsicherheit wie es weitergeht sind immer mehr Kunden verunsichert und schalten weniger Anzeiger und warten erstmal ab. 

Es gibt ja viele Fragen: Was fordert der ESM - diese Superbank in Luxemburg mit Supergehältern von den Firmen und von den Verbrauchern? Wie lange gibt es noch den Euro? Und was kommt danach? Wann platzt die Blase des US-Dollars? Fragen über Fragen. Und nirdendwo befriedigende Antworten. 

Es wird keine gründliche Ursachenforschung betrieben, für den Untergang von Zeitungen wird das böse Internet verantwotlich gemacht. Ja, das Internet ist vielen Politikern ein Dorn im Auge, weil das Internet schlechter zu regulieren ist als die Printmedien.

Quelle: FOCUS ONLINE Ein schwarzer Tag für Deutschlands Presse...

Eine Friseuse seufzte einmal: "Die Merkel baut ihre DDR nach!" Und wenn ich mir das so ansehe, diese Friseuse hat recht!

 

ZAPP Medienmagazin: Frankfurter Rundschau am Abgrund
Hochgeladen von haldeut am 26.02.2012

Frankfurter Rundschau vor dem Aus
Veröffentlicht am 13.11.2012 von hrfernsehen

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Kommentare

Auralia 11/14/2012 09:54


ja ,liebe kiat ,auch ich ,als ehemalige ddr-bürgerin ,kann der friseuse nur rcht geben,leider :-((

Kiat Gorina 11/14/2012 16:02



Da bist du nicht die Einzige 



Katharina vom Tanneneck 11/13/2012 23:45


Es ist wirklich nicht verwunderlich. Die Berichte gleichen sich meist aufs Wort und wenn man einen Bericht gelesen, dann kennt man alle. Ich habe meine Tageszeitung ja auch abbestellt. Die 220 €
im Jahr kann ich mir sparen. Meist hatte ich alles schon einen Tag zuvor im Internet gelesen. Zudem hatte ich Ärger mit der Zustellerin.


Dafür bekommen arme Menschen jetzt jedes Jahr ein Weihnachtsgeschenk von mir. Das Geld ist besser angelegt und ich freue mich immer über die leuchtenden Augen. Es ist nicht viel aber ein
Geldschein liegt immer dabei und hilft manchmal über schlimme Zeiten.

Kiat Gorina 11/14/2012 01:14



Das ist eine sehr gut Idee von dir, dass du armen Menschen zu Weihnachten beschenkst! Und leuchtende Augen sind ein sehr schönes "Gegengeschenk". 


Was die Zeitungen angeht, die meisten haben die Änderungen durch das Internet verpasst! Nur schlimm finde ich es, dass es wieder die Mitarbeiter sind, die schlechte Entscheidungen der Verleger
ausbaden müssen.



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