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20. März 2012 2 20 /03 /März /2012 09:13

Da gibt es die Plattform gutefrage.net und da wiederum gibt es Menschen, die sich mit Umweltfragen beschäftigen. Ja, anlässlich zum Weltwassertag gibt es eine Aktion:

http://www.gutefrage.net/media/landingpage/bilder/umweltaktionstoerer.jpg

Das Mitmachen ist einfach! Ich zitiere: "Gib auf unsere gestellten Umweltfragen täglich je eine hilfreiche Antwort* ab! Nach Prüfung der Antwort spenden wir je Beitrag 50 Cent an das Aufforstungsprogramm, das für uns die Bäume innerhalb Deutschlands pflanzt."

Quelle:

Zusammen (ver)setzen wir Bäume – die Umweltwoche auf gutefrage.net

Ich denke, das ist eine sehr gute Sache!

Bergwaldprojekt e.V. - Der Film


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19. März 2012 1 19 /03 /März /2012 23:53

Heute, am 20.03.2012 steht der abnehmende Mond zunächst noch im Wassermann. Um 01:05 Uhr wechselt der Mond in die Fische

Mond im Wassermann, das ist meist eine lustige und fröhliche Zeit. Wir sind nicht nur gesellig, sondern interessieren uns auch für Soziales. Und engagieren uns. 

Mond in den Fischen, da träumen wir besonders viel. Wir erhalten aus unseren Träumen neue Ideen, die wir erfolgreich realisieren! 

Der Mond ist aufsteigend. Jetzt können wir die Ernte einfahren, was wir in der Zeit des absteigenden Mondes gesät - also vorbereitet - haben. 

Für die "haarigen" Probleme verweise ich auf einen früheren Artikel.

Beim Schreiben dieser Zeilen erschien vor meinem inneren Auge ein Bogen für die Jagd - für mich ein sehr gutes Zeichen! 


  • Mond im Sextil zum Uranus: beschert uns ein glückliches Händchen für unsere Vorhaben.
  • Die Sonne wechselt in den Widder: Wir haben Tagungnachtgleiche. Mit der Sonne im Widder können wir uns durchsetzen - wir haben Erfolg!
  • Mond in Konjunktion zum Neptun: Verstärkt unsere Neigung zu schönen Träumen.
  • Mond in Opposition zum Mars: warnt uns vor Streit.
  • Mond im Sextil zum Pluto: Unser Gefühlsleben ist besonders ausgeprägt und belebt unsere Beziehungen.
  • Mond im Sextil zum Jupiter: verspricht uns materielle Gewinne. 

Der heutige Tag ist besonders günstig für

  • Geschäfte
  • den Start von neuen Projekten
  • Planung
  • ein Glücksspiel

Der heutige Tag ist weniger günstig für

  • Verträge
  • größere Anschaffungen
  • Friedhofsbesuche

Ich wünsche allen, dass ihr das Beste aus diesem Tag macht! 

Bedingung: Grundloses Einkommen !!
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19. März 2012 1 19 /03 /März /2012 20:33

Erinnern wir uns, vor über einem Jahr explodierten Atommeiler bei Fukushima in Japan. Seitdem gelangen radioaktive Stoffe in die Atmosphäre und in die Meere und begeben sich auf eine Reise rund um die Erde. 

Ein paar Wochen nach diesem SuperGAU erstellte das Bundesamt für Strahlenschutz eine Studie, in der untersucht wird: Was ist, wenn eine solche Katastrophe in Deutschland passiert - beispielsweise im Atomkraftwerk Philippsburg 2?

Diese Studie ist bislang nicht offiziell veröffentlicht. Nichtsdestotrotz konnte der SPIEGEL daraus zitieren.

Quelle: SPIEGEL ONLINE Âtomkatastrophe würde Deutschlands Helfer überfordern

Ja, noch schlimmer! Bisher gingen die "Experten" davon aus, dass ein explodiertes Atomkraftwerk "nur" ein paar Tage lang radioaktive Stoffe freisetzt. Nun hat Japan gezeigt, dass über ein Jahr und noch länger hochgiftige radioaktive Stoffe freigesetzt werden!

Was bedeutet das für Deutschland? Ja, da müssten im Umkreis eines explodierten Atomkraftwerks alle Menschen im Umkreis von mindestens 100 Kilometer evakuiert werden! Da stekkt sich doch die Frage: WOHIN? 

Dieses Problem ist ja nicht erst heute bekannt! Ja, es existieren seit langem Gerüchte über geheime Notfallszenarien: Sollte es zu einem solchen SuperGAU kommen, dann werden Menschen aufgefordert, sich an bestimmten Plätzen zu versammeln. Und dann werden Soldaten die Opfer eines solche SuperGAU erschießen!

So etwas wird es in Deutschland nie geben? Da bin ich mir nicht so sicher.

Der streng geheime erste Atom-Gau

X3: Lobbyismus für Dummies


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19. März 2012 1 19 /03 /März /2012 19:59

Da haben die Verantwortlichen des Kinderkanals - gemeinsam von ZDF und ARD betrieben - bestimmt, dass die Augsburger Puppenkiste nicht mehr zeitgemäß sei und warfen die Puppenkiste brutal aus dem Programm.

Ein Aufschrei der Empörung ereilte den Lerchenberg! Aber bisher blieben die Veranworlichen eisern - wenn nicht gar stur! Umfragen haben ergeben, dass viele der Zuseher gar keine Kinder, sondern Erwachsene sind. Na und! Wo ist das Problem?

Es geht auch hier nicht darum, ob den Zusehern ein Programm gefällt, sondern dass nur eine bstimmte Altersgruppe eine Sendung sich anschaut! Wie pervers! Nur die Einschaltgruppen je Altersstufe sind wichtig. Das diktiert die Werbeindustrie!

Ich werde ja oft gefragt: "Wieso sprichst du so gut deutsch?" Wer mein Buch kennt, weiß, dass ich auch das "Vergnügen" hatte, beim Militär eine spezielle Schule besuchen zu dürfen. Da sollte ich ja darauf vorbereitet werden, wenn die sowjetische Rote Armee den Westen und auch Westdeutschland vom Joch des Kommunismus befreit. Ich war für den Einsatz im Sauerland vorgesehen. Aber - wie Leser meines Buches wissen - kam es dann doch nicht dazu.

Als ich dann von meinem deutschen Vater in den Westen geholt wurde, da gab es im Hause "Kippmann" auch einen Fernseher - allerdings in Schwarz-Weiß. Vatern sagte: "Farbe ist zu teuer!" Immer wenn er aus dem Haus war, schlich ich mich ins Fernsehzimmer und lauschte der Augsburger Puppenkiste. Und polierte dabei mein Deutsch auf.

Dann erzählte meine Stiefmutter, dass sie die Gründerin der Augsburger Puppenkiste persönlich kenne - aus Kriegszeiten. Und sie wolle sie in Augsburg besuchen. Ich bettelte: "Darf ich mitfahren? Ich möchte zu gern die Marionetten sehen und wie sie die Utensilien machen!" Ihre Antwort: "Duuuu?! Du blamierst mich doch nur!" Und dabei blieb es.

Heute besitze ich einige DVDs der Puppenkiste - sie sind für mich immer noch Seelentröster - auch wenn ich schon etwas älter bin.

Quelle: Süddeutsche.de  Der Intendant und das Urmel

Hinter den Kulissen der Augsburger Puppenkiste Teil 1

Hinter den Kulissen der Augsburger Puppenkiste Teil 2


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19. März 2012 1 19 /03 /März /2012 19:19

Angesichts es wirtschaftlichen Niedergangs des EU-Landes Griechenlang verteilt Nigel Farage kräftige Ohrfeigen an seine Kolleginnen und Kollegen im EU-Parlament. Aber die meisten sind gar nicht anwesend, jedenfalls sind die Sitze leer und die Anwesenden hören ihm nicht zu.

Sie wollen die Wahrheit nicht hören, nicht die Wahrheit über die Arbeitslosigkeit von 85 Prozent! Aber Waffen müssen die Griechen weiterhin kaufen! Was ist das für ein totaler Wahnsinn, was sich da abspielt! Wo sollen die in kürzester Zeit verarmten Griechen noch sparen? An der Luft zum Atmen?

Quelle: Berliner Umschau Nigel Farage: Von Rompuy fliegen die Kugeln um die Ohren

Dieses Bild ist sehr treffend: Es wird nicht mehr lange dauern, dann fliegen diesen EU-Politikern, die ein EU-Land nach dem andern in die bitterste Armut treiben, wirklich Kugeln um die Ohren.

Determined but Delusional Eurocrats Carry On Up The Khyber - Nigel Farage

Destruction of Freedom Police State MEP Nigel Farage on KWN

Einer der ganz wenigen EU-Politiker, die die bittere Wahrheit aussprechen: Dass die EU in Richtung Polizeistaat marschert, wobei die Freiheit der Bürgerinnen und Bürger auf der Strecke bleibt. 

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19. März 2012 1 19 /03 /März /2012 13:45

Heute früh kam ich gerade aus dem Stall, da radelte eine Bäuerin ganz schnell auf meinen Hof - regelrecht atemlos: "Habt ihr auch keinen Strom?" wollte sie wissen. Das war mir noch gar nicht aufgefallen.

Also gingen wir ins Haus, stimmt, auch die Festnetztelefone waren tot. Ach ja, da gibt es ja die Möglichkeit auf Notbetrieb umzuschalten. Wo ist bloß der Schalter? Eigentlich ist das so ein Mikroding, selbst mit ganz spitzen Fingernägeln nicht zu bewegen. Also mit einem spitzen Gegenstand das Schieberchen in die andere Richtung geschoben. 

Und die Nummer des Stromversorgers herausgesucht und antelefoniert. Es kam natürlich die Meldung "Alle Plätze sind belegt! Sobald einer frei ist, ..." Das kann ja dauern. Um nun die Wartezeiten zu überbrücken, schaltete sich eine andere Stimme ein: "Sie können uns auch ein Fax schicken!" Wie denn? Oder gibt es Faxgeräte mit eingebautem Kurbeldynamo? Das muss ich doch gleich einem Bekannten erzählen, er nennt sich Erfinder und ist immer auf der Suche nach Ideen.

Und es kam natürlich auch der Rat: "Sie können uns auch eine E-Mail schicken, die Adresse ist ..." Also, verarschen kann ich mich alleine! Wer denkt sich denn solch einen Quatsch aus!

Später versuchte ich es noch einmal. Jemand hat offenbar diese Quatschmaschine abgeschaltet. Eine ziemlich hektische Stimme vom Band erzählte von einem Stromausfall im Bereich Rothenburg, vom dem viele Teile des Landkreises Ansbach und auch Neustadt/Aisch betroffen sind. Wie lange die Störung dauere,das wüssten sie nicht. Aber sie arbeiten dran! Wie schön.

Die Bäuerin hatte sich mittlerweile beruhigt, ich wollte ihr einen Kaffee anbieten, aber ohne Strom? Da gibt es doch noch den alten Werkstattofen! Genau. Wir zerrten den Kanonenofen ins Freie, ich holte Holz aus der Holzlege, und bald knisterte ein Feuer. Ich holte meine Kaffeemühle - ein antiquarisches Modell aus Holz - aber mit einem sehr guten Mahlwerk. Im Nu waren die Espressobohnen gemahlen - im Handbetrieb. Die Bäuerin staunte: "So etwas hatte meine Uraoma auch, aber das haben wir weggeschmissen."

Dann holte ich meinen "Vulkan" - meine stromlose Espressomaschine - aus der Küche und füllte ihr Unterteil mit Wasser, das Siebteil mit Steigrohr mit dem gemahlenen Espresso und schraubte alles zu. "Was soll das werden?" wollte die Bäuerin wissen. Ich: "Ein sehr guter Espresso!"

Es dauerte auch nicht lange, dann fing dieses Maschinchen zu fauchen an. Die Bäuerin wollte schon in Deckung gehen. Und ich goss uns dann zwei Tassen ein. Die Bäuerin probierte und war überrascht: "So ein guter Kaffee!" Und weiter: "Du regst dich wohl nie auf?"

"Wieso? Da wo ich aufgewachsen bin, in der mongolischen Steppe, da gab es keinen Strom, kein fließendes Wasser, keine Glühbirnen, und trotzdem haben die Menschen gelebt und überlebt."

Und wir kamen ins Plaudern. Da kam mein Bär zurück - mit Riffel. Er war zu ihrem morgendlichen Spaziergang losgezogen. "Es dauert mindestens noch zwei Stunden!", begrüßte er uns und fuhr fort: "Am Trafohäuschen traf ich einen vom Stromversorger, er tauschte gerade ein Teil aus und meinte, dass es mindestens noch zwei Stunden dauert." Tja, nun wussten wir alle Bescheid.

Die Bäuerin schwang sich auf ihr Fahrrad, mein Bär kochte sich auf dem Ofen im Freien noch einen Tee und Riffel trank frisches Wasser. Ungekocht! Tiere sind nicht auf Strom angewiesen - wer ist da wohl zivilisierter? Mensch oder Tier?

Wenn jemand nicht weiß, wie mein Vulkan ausschaut, in diesem Video gibt es einen zu sehen:

Bialetti Brikka 2 - Espresso doppio mit Crema in 5 Min 45 Sek! - Espressomaschine café


 

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18. März 2012 7 18 /03 /März /2012 23:56

Heute, am 19.03.2012 steht der abnehmende Mond im Wassermann.

Mond im Wassermann, das ist meist eine lustige und fröhliche Zeit. Wir sind nicht nur gesellig, sondern interessieren uns auch für Soziales. Und engagieren uns.

Der Mond ist aufsteigend. Jetzt können wir die Ernte einfahren, was wir in der Zeit des absteigenden Mondes gesät - also vorbereitet - haben.

Für die "haarigen" Probleme verweise ich auf einen früheren Artikel.

Beim Schreiben dieser Zeilen erschien vor meinem inneren Auge ein Bogen für die Jagd - für mich ein sehr gutes Zeichen!


  • Mond im Trigon zum Saturn: Wir erreichen unsere Ziele - mit Sorgfalt und voller Bedacht.

Der heutige Tag ist besonders günstig für

  • Geschäfte
  • den Start von neuen Projekten
  • Planung
  • ein Glücksspiel

Der heutige Tag ist weniger günstig für

  • Verträge
  • größere Anschaffungen
  • Friedhofsbesuche

Ich wünsche allen, dass ihr das Beste aus diesem Tag macht! 

#HR3: "Herbert Förster von den Piraten im OB-FFM-Kandidaten-Check" #Hessenschau - 9.3.2012

Wenn du König wärst


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18. März 2012 7 18 /03 /März /2012 21:31

Das dachte ich mir, als heute abend das Telefon schrillte. Zunächst nur Schnaufen, dann polterte die Stimme - männlich - los: Sie beschimpfte mich - das zu zitieren, erspare ich mir und meinen Leserinnen und Lesern. Und dann wurde mehrmals wiederholt: "Ich lasse mir nicht mein Geschäft kaputt machen, du ...!"

"Was für ein Geschäft?"

Pause. Dann "Du mit deinem Biostrom aus Bakterien! Dann braucht doch niemand Biogasanlagen! Ich habe soviel reingesteckt! Ich verbiete dir, solche Artikel zu schreiben!"

Ach, daher wehte der Wind: Da hatte ich kurz vorher den Artikel über Gülle aus Biogasanlagen veröffentlicht, und gleich danach ein Anruf! Menschenskinder, da müssen doch immer Menschen lauern, was ich schreibe. Haben die nichts Besseres zu tun?

"Wieso solltest du mir etwas verbieten können. Und den wissenschaftlichen Fortschritt wirst auch du nicht aufhalten."

"Doch! Ich kenne viele Abgeordnete. Uns fällt schon etwas ein, wie wir dich fertigmachen!" Er brüllte. Ich legte der Hörer zur Seite. Nach fünf Minuten hatte er aufgelegt.

Tja, so dumm können Menschen sein. Aber das ist typisch. Diese Menschheit ist es selbst, die sich das Leben schwer macht! Ja, kein Fortschritt. Alles muss so bleiben wie es war! Da schimpfen manche über die Milliardäre wie Rockefeller et al. Aber die kleinen Biogasbauern sind ja auch nicht besser.

Wenn sie hören, dass es vielleicht bessere Methoden zur Stromgewinnung gibt, dann werden sie gleich nervös. Und fangen das Zetern an.

Und dieser Biogasbauer vergisst eines: Biogasanlagen sind nicht ungefährlich und können explodieren:

Brand Biogasanlage Roding


 

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18. März 2012 7 18 /03 /März /2012 21:02

In der Laborwelt fand ich einen hochinteressanten Artikel: "Biostrom aus der Stratosphäre", Das hört sich ja sehr gut an: In der Stratosphäre gibt es anscheindend Bakterien, die zur Erzeugung von Strom taugen.

Diese Kerlchen heißen beispielsweise Bacillus stratosphericus und Bacillus altitudinis. Entdeckt haben das Biologen an der britischen Universität Newcastle. Die Ergebnisse des Teams um Jinwei Zhang und Grant Burgess wurden am 21. Februar in Environmental Science and Technology veröffentlicht.

Ich zitiere aus dem Artikel: "In den mikrobiellen Brennstoffzellen (microbial fuel cells, MFC) der Forscher besiedeln die exoelektrogenen Mikroorganismen als Biofilm die Kohlenstoffelektroden. Über den Prozess der katalytischen Oxidation setzen sie dort organische Verbindungen in Elektrizität um. Jinwei und Burgess fanden außerdem heraus, dass auch die Zusammensetzung des Biofilms einen Einfluss auf die Stromproduktion hatte: Biofilme aus einer einzigen Art waren denen aus mehreren Arten unterlegen. Mit einem Mix aus den 25 besten (bereits bekannten und neu entdeckten) exoelektrogenen Bakterienarten erreichten die Forscher eine Leistung von 200 mW pro Quadratmeter."

Also, aus fünf Quadratmeter lassen sich dann ein Watt Strom gewinnen. Aus Bakterien. Wenn das nichts ist. Da ist doch die heutige Methode mit Biogasanlagen viel zu aufwändig, viel zu gefährlich und die dabei anfallende Gülle vergiftet die Böden, wie mein Artikel Gülle-Bauern - nachts sie lauern beweist.

Beim Video geht es nicht um Bakterien, sondern wie man aus einer Kartoffel Strom gewinnt:

Die Freakshow 1 - Strom aus der Kartoffel

Und umgekehrt kann ein Kartoffel auch leuchten - also wenn euch mal die Glühlampen ausgehen:

Die leuchtende Kartoffel


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18. März 2012 7 18 /03 /März /2012 20:32

Heute früh um vier Uhr weckte mich Riffel - mein treuer Wolfsmix. Sie kratzte an der Tür. Zuerst dachte ich, sie muss mal. Schließlich ist sie nicht mehr die Jüngste. Aber nein. Sie wollte mich auf etwas aufmerksam machen:

Da unten hörte ich einen riesigen Traktor wullern - mit Festbeleuchtung. Manche Bauern haben wirklich ein Rad ab, dachte ich mir. Dann sah ich eine Gestalt hin- und hergehen - aha, ein alter Jungbauer. Klar, das dem nachts langweilig ist - der Arme hat ja keine Frau abbekommen.

Dann hörte ich Geräusche von einer ziemlich großen Pumpe. Und dann leuchtete der alte Jungbauer seinen Anhänger ab - es strahlte gelb - also ein riesiger Tankwagen mit fast 20.000 Liter. Damit fahren die Eigner von Biogasanlagen ihre Gülle spazieren.

Was macht er da früh in der Nacht? Soll das etwa niemand sehen? Mir ist ja bekannt, dass oft die Gülle aus den Biogasanlagen keine Gülle im herkömmlichen Sinn ist. Soll ich gleich runterlaufen und nachsehen?

Ich hatte einen Verdacht: Wahrscheinlich ist bei dieser Brühe der pH-Wert wieder einmal aus dem Ruder gelaufen! Und jetzt darf sie nicht auf die Felder ausgebracht werden. Dann schaue ich halt am Tag mal nach.

Dann nach dem Frühstück eichte ich mein pH-Messgerät. So ein Gerät verwende ich, um den pH-Wert des Urins von kranken Tieren zu messen. Da kann ich einige Krankheiten erkennen.

Also marschierten wir los, mein Bär, Riffel und ich. Zu einem riesigen Becken - aus ziemlichen alten Beton. Das war randvoll gefüllt mit einer verdickten Gülle, rabenschwarz! Dann nahm ich eine Probe: 11,5 pH! Hmm, das kann der Jungbauer glatt als Backofenspray nehmen. Oder als Rohrreiniger.

Und so etwas wird auf die Äcker ausgebracht! Und diese Brühe dringt dann ins Grundwasser und irgendwann ins Tiefenwasser. Und daraus nimmt dann die Fernwasserversorgung ihr sogenanntes "Trinkwasser"! Prost, Mahlzeit!

Da ist mir klar, dass diese verlaugte Brühe zwischengelagert muss. Aber was passiert dann mit ihr? Irgendwann landet diese Lauge auf einem Acker. Dünger ist das wohl kaum.

Und da wabert jetzt eine stark alkalische Giftbrühe in einem riesigen Betonbecken - das ist etwas alt, der Beton brüchig. Schwache Laugen greifen Beton nicht an, aber stark alkalische Flüssigkeiten zerstören die Zementmatrix, da bilden sich lösliche Natriumsilikate und Aluminate.

Und diese Giftbrühe dringt ins Erdreich. Und fließt damit ins Dorf. Soll ich mich da einmischen? Vorerst nicht, mein Hof liegt ja oberhalb dieser Giftbrühe. Sobald er aber anfängt, diese Giftbrühe in der Nähe meines Hofes auszubringen, schreie ich Alarm!

Und so schaut ein vorschriftsmäßiger Behälte für Biogasgülle aus:

Biogasgülle

Jedenfalls ganz anders als das Becken des alten Jungbauern aus fossilem Beton.

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  • : Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.
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