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26. Januar 2012 4 26 /01 /Januar /2012 20:39

Mein damaliger Freund, ein Tierpräparator, brachte einen lebenden Sperber mit. Den hatte ein Bekannter in seinem Taubenschlag erwischt. Ganz zerfleddert steckte der arme Kerl in einem Netz. Der Sperber, nicht der Bekannte.

Mein Freund bekam den mir wohlbekannten glasigen Blick mit Dollarzeichen in den Augen: "Den päppeln wir auf, bis die Federn wieder was taugen. Dann stopf ich ihn aus, was meinst du, was die Sammler für so 'nen Greif zahlen!"

Mein Blick wurde auch glasig, aber vor Ärger. "Bei dir piept's wohl! So einen schönen Sperber abmurksen, nur damit ihn ein fetter Sammler über seinen Kamin hängt? Da mach ich nicht mit! Außerdem ist das verboten, Greife zu töten. Dafür kannst du in den Knast kommen!" 

Freund und  Bekannter lachten nur dreckig. Sie pilgerten dann in die nächste Kneipe, um das gute Geschäft zu begießen. Vorher aber - uff, mir wird es jetzt noch mulmig.

Die beiden banden dem Sperber einen langen Schnürsenkel um einen Ständer, um ihn an einer Stuhllehne anzubinden - dachte ich. Von wegen! Sie drückten mir den Schnürsenkel in die Hand, den Greif auf die Faust und zogen ab. 

"Da kannste deine Tierliebe ja mal ausprobieren. Wetten, wenn der Geier dir die Augen zerkrallt hat, willst du ihn auch killen." Sie lachten - und ich stand da, mit dieser Ladung Dynamit auf dem Arm. 

Was nun? Der Sperber in Todesangst - seine dolchartigen Klauen bohrten sich mangels Lederhandschuh in meine Hand. Auf keinen Fall durfte ich die Strippe loslassen ...

Wie lange wir uns anlauerten, weiß ich nicht mehr. Seit Mittag hatte ich diesen unfreiwilligen Gast - und es wurde schon dunkel. Zwar hatte ich - im Zeitlupentempo- den Arm aufgestützt. Aber wie weiter? Ob und wie mein "Freund" wiederauftauchte, war ungewiss.  

Irgendwann hob ich langsam die andere Hand - genau beobachtet von meinem unfreiwilligen Gast - und begann sachte, ihm das Bauchgefieder zu kraulen. Er war erst lang und ganz dünn, unter Hochspannung. Plötzlich aber - nein, kein Angriff, sondern das: Er plusterte sich zu einer dicken Kugel auf, knappte mit dem Schnabel und ließ sich genüsslich kraulen. 

Ich quartierte ihn in der alten Werkstatt ein, fing ihm Mäuse und kraulte ihn ausgiebig. Auch konnte er in der Werkstatt frei herumflattern, weil ich Kükendraht vor das Fenster genagelt hatte. 

Ich war oft in der Werkstatt, schrieb da drin auch meine Diplomarbeit. Außer mir konnte da niemand herein. Der gute Sperber griff andere Menschen zuverlässig an. 

Gern saß er auf meiner Schulter, übrigens ohne mir das kleinste Loch in die Haut zu bohren. Da putzte er erst sein Gefieder, dann meine Haare. Irgendwie kam er auf die Idee, mir etwas von seinen Mäusen einzuverleiben. Er versuchte es erst am Mund, dann bei der Nase.

Mit dem Erfolg, dass ich vermummt wie ein Bankräuber über meinen Büchern saß. Das störte den Sperber nicht, da gab es ja noch die Ohren ...

Mit dem Erfolg, dass ich mit den Mausfleisch-gefüllten Ohren zum Ohrenarzt musste.

"Wo zwickt's denn?", fragte der schon ältere Arzt gutmütig.

"Ähm, tja, mir steckt da was im Ohr...", mumpfelte ich und fühlte mich ziemlich bescheuert.

Aha, ich hatte es doch geahnt: "Sind Sie dafür nicht schon etwas zu alt?"

"Doch, schon, trotzdem steckt da was im Ohr, was ich nicht rauskriege. Vielleicht schaffen Sie es ..."

Der Doktor "dokterte" im Ohr herum und förderte eine rötlich-faserige Masse zutage.

"Was ist das denn?", wollte er wissen und besah misstrauisch seine "Beute".

"Och, Mausfleisch, das hat mir ..."  Bradderabamm schrumm., ging es hinter uns, und ich sah gerade noch, wie die üppige Sprechstundenhilfe haltlos zusammensackte. Ohnmächtig.

Beim zweiten Mal lief es etwas anders: Der Arzt erkannte mich, fragte knapp "Mausfleisch?" und ich nickte trübe. Er wies mit dem Kinn Richtung Sprechzimmer. "Das schaffen wir auch allein, ohne Helferin. Ich muss nämlich auf meine Bandscheiben aufpassen ..."

Was ist nun aus dem Sperber geworden? Hängt der arme Kerl in einem "Landhaus" an der Wand?

O nein! Im Gegenteil! Als sein Gefieder wieder tiptop in Schuss war, bin ich "ganz aus Versehen" mitsamt Sperber auf der Schulter in den Garten gegangen, wo er schleunigst das Weite suchte. Für diesmal.

Ich hatte mich von meinem mörderischen Freund getrennt und hauste samt Pony "Dackel" auf einem ehemaligen Reiterhof. Weil ich auch mal beim Westernturnier mitmachen wollte, übte ich auf dem Reitplatz für den Trail. Und bekam einen unerwarteten Zuschauer.

Da landete doch tatsächlich ein Sperber auf dem Zaun, der mir seltsam bekannt vorkam. Er drehte seinen Kopf hin und her und beäugte uns mit seinen schönen gelben Augen.  Dann entdeckte er eine einladende Sandkuhle direkt neben Dackel und nahm ein ausgiebiges Sandbad.

Dann stieg er in die Luft, kreiste über uns, rief noch einmal sein weit schallendes "ki-ki-ki-ki-ki"  und flog davon. 

An diese Erlebnisse mit dem verliebten Sperber wurde ich schlagartig erinnert, als ich "zufällig" folgendes Video fand - da wird eine Eule gekrault, sie genießt es sehr - genau wie einst mein Sperber:


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26. Januar 2012 4 26 /01 /Januar /2012 20:20

Bei Google Mail ist mir heute folgendes aufgefallen. Ich verschickte eine Mail, in der unter anderem auch stand, dass Näheres in einer Datei im Anhang stünde. Leider hatte ich vergessen, die Datei auch anzuhängen. Und klickte auf SENDEN.

Tja, und was lese ich dann? Einen Hinweis, dass im Text meiner Mail auf Informationen "im Anhang" verwiesen wird. Und ob ich wirklich meine Mail so verschicken wolle. Zunächst war ich erstaunt: Menschenskinder, ist Google so lieb und nett, mich auf mein Versehen aufmerksam zu machen!

Aber dann wurde ich nachdenklich: Um das festzustellen, muss ja der Text meiner Mail gelesen und ausgewertet werden. Also gibt es ein Programm, das die Texte meiner Mails liest. Hmm, nur um zu überprüfen, ob ich auch einen erwähnten Anhang auch wirklich angehängt habe?

Da kommen mir doch Zweifel. Es erinnert mich an eine Phase der groops bei Google: Da wurden plötzlich alle Texte der Gruppenmitglieder untersucht - in diesem Fall auf "adverbs" - also auf Begriffe, die mit Werbeseiten verknüpft sind.

Nun handelte es sich um Gruppen, die sich mit Esoterik beschäftigten. Und da soll ja des öfteren "Licht und Liebe" vorkommen. Als schlug das Analyseprogramm zu, erkannte "Liebe", assoziierte "Sex" und verwies auf "handfeste" Partneranzeigen 

Viele Gruppenmitglieder waren empört und kündigten ihre Gruppenmitgliedschaft. Ist ja auch verständlich. Dann verschwand dieser Unsinn. Ja, und das kommt mir jetzt wieder in den Sinn. Bin ich wirklich sicher, dass niemand meine Mailtexte liest. Oder dass die ausgewertet werden? Oder abgespeichert werden? 

Oder was ist, wenn bestimmte Schlüsselworte erkannt werden? Da schreibe ich belanglos übers Wetter und frage: "Wann kommt endlich der Schnee?" Und schon schlägt das Schlüsselwort "Schnee" zu und ich bin als Rauschgiftsünderin verdächtigt oder gar überführt.

Mein Persönliches Fazit ist: Emails betrachte ich wie eine Post- oder Ansichtskarte - jede kann mitlesen! Und was wirklich geheim und privat bleiben soll, das wird nur unter vier Augen ausgetauscht - im persönlicchen Gespräch. 

Diese sozialen Netzwerke scheinen ja ihren Zenit überschritten haben - bin ich vielleicht nicht die Einzige, die solches Gebaren von Google und anderen Dienstleistern festgestellt hat?

Google ähh... Buugle weiß alles - über dich: Spionage der Bundesregierung!!!

Irgendwie lustig: Als ich dieses Video abspielte, gab Chrome seinen Geist auf. Und bei folgendem Video gebe ich keine Garantie, ob das angesagte Programm auch wirklich funktioniert:

Google Chrome: Spionage stoppen und Privatsphäre schützen! - So geht's!!!! [HD]^


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25. Januar 2012 3 25 /01 /Januar /2012 22:16

Folgendes ist passiert: Da lebt eine Familie in einem stockkonservativem Dorf, die Familie hatte ein Haus gemietet, aber sie musste kündigen, weil das Geld nicht reichte. Ja, schlimmer noch, die Familie beantragte zusätzliche Hartz IV Leistungen - sie waren sogenannter "Aufstocker".

Das ist ja nichts ehrenrühriges. Was passiert? Das zuständige Jobcenter fragt - wohlgemerkt, ohne seinen "Kunden" zu informieren, beim früheren Vermieter nach, wann mit der Rückzahlung der Kaution zu rechnen sei!

Das war natürlich ein Paukenschlag für die Dorfbewohner! Das sind Hartz IV ler, die sind zu faul zum Arbeiten, die leben von unserem Geld! All das musste sich diese arme Familie anhören! Und nur deshalb, weil sich die Sachbearbeiter im Jobcenter nicht an den Sozialdatenschutz hielten.

Was machte diese Familie? Sie klagte am Sozialgericht in Freiburg - oder sie wollte klagen. Ihre Klage wurde abgewiesen! Klar, sonst stünde ja das Jobcenter furchtbar blöd da! 

Also nächste Etappe: Berufung am Landessozialgericht in Baden-Württemberg. Resultat: Berufung wurde zurückgewiesen! Was blieb? Das Bundessozialgericht in Kassel. Und siehe da: Die Richter in Kassel urteilten, dass der Sozialdatenschutz  vom Jobcenter verletzt wurde und hoben das Urteil des Landessozialgerichtes auf. 

Ist das nicht irre? Da meint ein Jobcenter, Halbgötter zu spielen und sich über den Sozialdatenschutz hinwegzusetzen. Und wenn Betroffene dagegen klagen, dann müssen sie bis zum Bundessozialgericht marschieren. Was ist hier los? Offenbar kennen die Jobcenter nicht die Sozialgesetze. Da gibt es immer noch den Sozialdatenschutz, an den müssen sich alle Jobcenter halten! 

Wer rechnet eigentlich nach, was diese Verletzung des Sozialdatenschutzes durch das Jobcenter für den Steuerzahler kostet?  Wieviele Gerichte waren damit beschäftigt. Was ist da an Gerichtskosten jetzt zu zahlen? Und das nur, weil Sachbearbeiter eines Jobcenters entweder zu faul oder zu arrogant waren, sich über den Sozialdatenschutz hinwegzusetzen?!

Da soll bei den Hartz IV Beziehern immer gespart werden. Was aber ist mit Jobcentern, die wegen falscher Bescheide dafür sorgen, dass die Sozialgerichte "Überstunden" machen müssen?

Und was ist das für eine seltsame Sozialgerichtbarkeit, wenn in einem sternenklaren Fall erst das höchste Sozialgericht entscheidet, was von Anfang an rechtens war. Hier zeigt sich wieder einmal, dass dieser Moloch Hartz IV immer gefräßiger wird.

In diesem Fall werden die Betroffenen gegen das Jobcenter klagen - wegen Zahlung von Schadenersatz und Schmerzensgeld. Und das ist gut so! Wer weiß, wie lange das dann wieder dauern wird. 

Quelle: Wenn das Jobcenter den Mund nicht halten kann

Diese Missstände müssen ausgemistet werden. Und zwar radikal! Ein bisschen Herumdoktern bringt überhaupt nichts! Leute, es geht hier um Menschen! Es geht um die Menschenwürde dieser betroffenen Menschen!

Die einzige Möglichkeit heißt doch: HARTZ IV MUSS WEG - BEDINGUNGSLOSES GRUNDEINKOMMEN MUSS HER! 

Jan Korte, DIE LINKE: Die Persönlichkeitsrechte enden nicht am Werkstor

Diese Rede wurde vor über zwei Jahren gehalten. Was ist seitdem passiert? Nichts! Diese schwarzgelbe Koalition lässt alles schleifen, schiebt auf die berühmte lange Bank, sobald es um die Interessen der kleinen Leute geht, ja um die Ärmsten der Armen. Sind solche Politiker noch wählbar? Auf keinen Fall!

er Gläserne Erwerbslose


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25. Januar 2012 3 25 /01 /Januar /2012 21:30

Heute, am 26.01.2012 steht der zunehmende Mond in den Fischen.

Mond in den Fischen, da sind wir besonders verträumt und sensibel. Wir wollen in uns selbst versenken und das ist gut so!

Der Mond ist aufsteigend. Wir können jetzt "ernten", was wir in der Phase des absteigenden Mondes vorbereitet haben.

Für die "haarigen" Probleme verweise ich auf einen früheren Artikel.

Beim Schreiben dieser Zeilen erschien vor meinem inneren Auge ein Widderhorn - für mich ein sehr gutes Zeichen! 


  • Mond im Sextil zum Pluto: Unser besonders ausgeprägtes Gefühlsleben bereichert unsere Beziehungen.
  • Mond in Konjunktion zur Venus: sehr, sehr gut für unsere Beziehungen - nützen wir das aus! 

Der heutige Tag ist günstig für 

  • Arbeiten mit Erde
  • größere Investitionen
  • Eröffnungen

Der heutige Tag ist weniger günstig für

  • Friedhofsbesuche
  • den Abschluss von laufenden Projekten

Ich wünsche allen, dass ihr das Beste aus diesem Tag macht! 

SOPA Nein Danke !!! [HD]

Deutscher Kapitalismus in europäischer Krise


 

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25. Januar 2012 3 25 /01 /Januar /2012 21:09

Facebook macht ernst! Erinnern wir uns: Im September 2011 stellte Mark Zuckerberg die "Timeline" vor. Jetzt ist sie Pflicht für alle Facebook-Nutzer. Und die Nutzer und Nutzerinnen haben gerade mal sieben Tage Zeit, ihre persönliche Timeline aufzuräumen.

Was will Facebook damit erreichen? Mich erinnert das an die berühmte Litfaßsäule. Sie geht auf einen Berliner Drucker Ernst Litfaß zurück. Er hatte die Idee, in Berlin Säulen aufzustellen, auf denen Werbung gepappt wurde. Und was macht Facebook? Jeder Nutzer hat seine eigene Litfaßsäule, da wird dann alles draufgepappt, was ein Nutzer in Facebook von sich gibt - schön chronologisch geordnet.

Ja, Facebook vergisst nicht - alles wird aufbewahrt. Wer nun diese geballte Komprimierung der Informationen einer Person anschaut, macht sich ein Bild. Ist es dann ein richtiges Bild? Was hat das für Konsequenzen? Jeder Facebook-Nutzer macht vor der Welt eine Art Striptease: Was er oder sie machen, was sie denken, was sie meinen, was sie mögen, was sie essen, was sie trinken usw.

Diese Datensammlung ist natürlich eine Fundgrube für direkte Werbemöglichkeiten. Und darum geht es Mark Zuckerberg. Die Menschen werden degradiert zum Konsumenten. Konsumieren ist angesagt. Schließlich will die Weltwirtschaft weiter wachsen! Und es müssen immer mehr Produkte produziert werden - die müssen an den Mann oder die Frau gebracht werden.

Diese totale Transparenz erzeugt Kritik von Datenschützern - sehr berechtigte Kritik. Aber Facebook ist ja eine amerikanische Firma - muss sie sich an deutsche Datenschutzbestimmungen halten? Wohl kaum.

Ich bezweifle, ob diese Strategie von Facebook aufgehen wird. Es ist ja - zumindest in Deutschland - eine gewisse Müdigkeit in Sachen sozialer Netze festzustellen. Immer mehr erkennen Menschen, dass diese sozialen Netze kein Ersatz sind für wirkliche Bekanntschaften mit wirklichen Menschen.

Ein Chat ersetzt nicht den Plausch mit netten Menschen in einem Café. Diese Erkenntnis setzt sich immer mehr durch.

Ist deshalb Timeline der Beginn eines Abgesangs auf Facebook? Warten wir es ab.

Facebook Timeline - So funktioniert die neue Chronik


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25. Januar 2012 3 25 /01 /Januar /2012 11:06

Die deutschen Fernsehzuschauer haben es sehr schwer: Immer mehr werden Sendungen - vor 20:00 Uhr - von Werbeblöcken zerhackt. Und da die Qualität der Werbung und der Sendungen sich immer mehr angleichen, wird es für die Zuseher immer schwieriger zu erkennen: Wann beginnt die Werbung? Wann hört sie endlich auf?

Oft genug soll es vorkommen, dass der Mann - geschafft von der Arbeit - seinen verdienten Feierabend auf dem Sofa verbringt, bis seine holde Frau ihn stört: "Seit wann schaust du Werbung?" und ihren Holden aufschreckt.

Ja, da haben ganz findige Chinesen einen Pausenmelder entwickelt: Und der Perlenversand nahm ihn gleich im Angebot auf. Was macht so ein Pausenmelder? Das ist ein Gerät, das wird in die SCART-Buchse gesteckt - das ist ganz einfach. Und dieses clevere Gerät untersucht, ob im aktuellen Fernsehbild ein bekanntes Logo eines Fernsehsenders erscheint. Dann gibt dieses Gerät Ruhe - nichts passiert.

Und dafür brauche ich diesen Pausemelder? Ja, wenn nämlich kein Logo eines Senders erscheint, dann handelt es sich um Werbung und das Gerät kräht mit Fistelstimme: "ACHTUNG WELBUNG"! Immer wieder!

Welbung? Was soll das bedeuten? Nun ja, die Chinesin, deren Stimme verwendet wurde, hat halt Schwierigkeiten mit dem R - das soll ja bei Chinesen öfters vorkommen. Ach so!

Gar nicht so schlecht die Idee. Da kann ich dann beruhigt in die Küche gehen und die nächste Flasche Bier holen. Oder auf dem Balkon eine Zigarette rauchen. Und wenn das Gerät schweigt, dann gehe ich wieder zurück ins Wohnzimmer.

Ja, es soll auch Luxusausführungen geben, die arbeiten mit einer dazu schaltbaren Warnleuchte, die dann ständig blinkt. Also, die Chinesen lassen sich schon etwas einfallen.

Und einfallen ließ sich auch die Bundesarbeitsministerin. Obwohl sie adelig ist, hat sie ein Herz für die Ärmsten der Armen - den Hartz IV Beziehern - denken wir nur an die Bildunsgpäckchen, die sie extra für die armen Kinder geschnürt hatte.

Also, diese Arbeitsministerin will als Pausenmelder keine Geräte einsetzen, sondern sozusagen humane Rohstoffe. Davon gibt es ja genug! Es gibt dann - von befristet angestellten Sozialpädagogen geleitete - Weiterbildungsmaßnahmen, nämlich Kurse für künftige Pausenmelder. Da werden die Kursteilnehmer gedrillt, welche Fernsehsender und Logos es gibt. Und sie werden dann bei den Kunden in die Ecke gestellt und wenn sie merken, dass das Logo verschwunden ist, melden sie mit lauter Stimme: "ACHTUNG WERBUNG"! Je nach Dialekt.

Bei fränkischen Pausenmeldern könnte es Probleme mit dem Vermieter geben. Grund: Fränkisch kann sehr leicht als Hundegebell interpretiert werden und wenn im Mietvertrag steht, dass Hunde nicht erlaubt sind?

Die Kunden können auch Sonderwünsche äußern, beispielsweise dass der Pausenmelder mit einem Fähnchen winkt - vorzugsweise mit dem Fähnchen des Lieblingsfußballvereins. Dies ist beliebig ausbaufähig.

Und es wurde auch an die Bürokratie gedacht: Die Kunden müssen nur täglich einen kleinen Fragebogen ausfüllen, da müssen sie nicht viel angeben, nur

  • ob der Pausenmelder seine Arbeit ordentlich gemacht hat
  • ob er pünktlich erschienen ist
  • ob er zuverlässig Werbung erkennt
  • ob er aus Mitleid von den Kunden "gefüttert" wurde. Falls ja, wie hoch der Wert dieser Futterabgabe geschätzt wurde. Denn das wird dann dem Pausenmelder vom Tagessatz abgezogen
  • ob der Kunde dem Pausenmelder etwas geschenkt hat, zum Beispiel gebrauchte Kleidung. Falls ja, wie hoch ist der geschätzte Wert der Kleidung? Usw.

Und das Oberhaupt der Bundesarbeitsagentur hat gleich Zusatzbedarf an Personal angemeldet, weil ja diese täglich eintrudelnden Frage- und Erhebungsbögen abgeheftet und ausgewertet werden müssen. Und sein Budget muss erhöht werden, weil ja Auswertungsprogramme zu erstellen sind und das muss an Softwarehäuser im Fernen Osten vergeben werden.

Ja, da soll es doch wirklich einen Juniorberater bei McKinsey gegeben haben, der hat doch allen Ernstes ausgerechnet - so mit Tabellenkalkulation und so, dass es viel billiger kommt, wenn der Staat allen ein chinesisches Gerät spendiert, als diesen Auswuchs an Bürokratie mit Steuergeldern zu finanzieren.

Glücklicherweise hat sofort die EU-Bürokratie sich zu Wort gemeldet und den flächenweiten Einsatz der chinesischen Geräte untersagt. Grund: Vorher müsse eine EU-weite Auschreibung stattfinden, damit auch andere Anbieter eine Chance haben! Aber wenn es keine anderen Anbieter gibt? Das macht nichts - es muss trotzdem eine Ausschreibung erfolgen. Der Wettbewerb im freien Markt muss gesichert sein!

Aber wenn sich die Arbeitsministerin etwas in den Kopf gesetzt hat, dann wird das durchgezogen! Koste es, was es wolle! Deshalb hat sie ihre Verbindungen spielen lassen, dass eine Nebenrolle für die Dauerberieselung Lindenstraße geschaffen wird - für Pausenmelder - männliche und natürlich auch weibliche! Darauf hat ihre frühere Praktikantin und jetzige Familienministerin bestanden. Huldvoll hat die Arbeitsministerin zugestimmt!

Und sie nimmt auch die privaten Sender mit ins Boot: Wenn diese Firmen in ihren Sendungen auch Gelegenheiten für Pausenmelder schaffen, erhalten sie staatliche Zuschüsse. Aus dem Etat für Erwachsenenbildung. Die ersten Pausenmelder wird es im Dschungelcamp geben. Jedoch muss erst ein kleines bürokratische Problem gelöst werden: Wie hoch wird der "Urlaubswert" für den Pausenmelder geschätzt - denn das muss natürlich mit dem Bezug der Bedarfgemeinschaft verrechnet werden. Deutsche Bürokraten arbeiten immer sehr korrekt!

Markus der Pausenclown

 

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24. Januar 2012 2 24 /01 /Januar /2012 22:59

Heute, am 25.01.2012 steht der zunehmende Mond zunächst noch im Wassermann. Um 10:11 Uhr wechselt er in die Fische.

Mond im Wassermann, das sind meist Tage, an denen Unerwartetes passiert. Es ist also für Abwechslung gesorgt. Wir sollten Neuem gegenüber aufgeschlossen sein - aber auf Bewährtes nicht verzichten.

Mond in den Fischen, da sind wir besonders verträumt und sensibel. Wir wollen in uns selbst versenken und das ist gut so!

Der Mond ist aufsteigend. Wir können jetzt "ernten", was wir in der Phase des absteigenden Mondes vorbereitet haben.

Für die "haarigen" Probleme verweise ich auf einen früheren Artikel.

Beim Schreiben dieser Zeilen erschien vor meinem inneren Auge der Wagen des Herrschers über den Reichtum - für mich ein sehr gutes Zeichen! 


  • Mond im Trigon  zu Saturn: Wir erreichen unsere Ziele - bedächtig imd sorgfältig agierend.
  • Mond in Konjunktion zum Neptun: warnt uns vor Überempfindlichkeit - legen wir nicht jedes Wort gleich auf die Goldwaage.
  • Mond im Sextil zu Jupiter: verspricht uns materielle Gewinne - nützen wir das aus! 

Der heutige Tag ist günstig für 

  • Arbeiten mit Erde
  • das Finden einer Wasserstelle
  • den Kauf von Kleidung

Der heutige Tag ist weniger günstig für

  • lange Reisen in Richtung Norden

Ich wünsche allen, dass ihr das Beste aus diesem Tag macht! 

 

Brennende Autos, Millionen erfasste Handydaten - SPIEGEL TV

Menschenrecht Grundeinkommen


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24. Januar 2012 2 24 /01 /Januar /2012 21:08

Die runde halbe Stunde vor der täglichen Tagesschau bereitete den Programmmachern Kopfzerbrechen. Warum? Weil da Werbung angesagt ist! Branchenintern heißt diese halbe Stunde auch "Todeszone"! Weil da viele Sendungen der Tod ereilt. Was also tun?

Gottschalk Thomas muss her! Der war ja sozusagen beim ZDF arbeitslos geworden - nach dem tragischen Unfall eines Wetters. Und Gottschalk kam - und siegte? Da bin ich mir nicht so sicher. Neugierig wie ich bin schaute ich mir das an. Die erste Viertelstunde ging es - aber dann.

Da wurde die Aufgabe Gottschalks klar: als Lückenfüller für die Werbeblöcke - ja, er soll wohl dafür sorgen, dass die Zuseher nicht wegzappen - sobald Werbung kommt, sondern dass sie brav abwarten, bis wieder das nächste Teilchen Gottschalk kommt. 

Da wurde wegen der Werbung alles zerschnippelt. Auch der Bully Herbig - wie hieß doch gleich sein neuer Film? Das wurde von der Werbung erdrückt. Es war dann gar nicht genau zu erkennen, was ist Sendung? Was ist Werbesendung? Gibt es da noch einen Unterschied?

Leute macht es doch gleich wie beim Verkaufsfernsehen! Die sind wenigstens ehrlich. Die geben zu, dass sie nur Werbung machen und nichts als Werbung. Warum tut ihr so verschämt, als ob es auf eine Sendung ankäme. Es kommt doch nur die Zuseherzahlen, auf die Quoten an! Gebt das wenigstens zu!

Ich frage mich wieder: Wurden die GEZ-Zahler und Zahlerinnen gefragt? Wieviel kassiert Gottschalk für diese halbe Stunde? Wie hoch ist sein Stundenlohn? Wieso ist das ein so großes Geheimnis? Wir GEZ-Zahler dürfen löhnen - aber was die ARD dem Gottschalk in den Rachen werfen - das muss ein Geheimnis bleiben?! Wieso eigentlich?

JA, was verdient nun Thomas Gottschalk? Darüber gibt es einen Artikel im Feuilleton der Frankfurter Allgemeine - da muss es sich um einen Irrtum handeln 

Gottschalk Live: Thommys Feuertaufe - gleich nach der Werbung - on3 Südwild - BR

 

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24. Januar 2012 2 24 /01 /Januar /2012 19:53

Hamburg. Da besitzt jemand mehrere abbruchreife Häuser, was macht er damit? Er preist sie an - als "für Hartz IV geeignet"! Da darf dann schon die Wohnqualität darunter leiden. Und Fenster? Wieso? Hartz IV Bezieher sitzen doch den ganz Tag vor dem Fernseher - wozu brauchen sie da ein Fenster. Ein kleines Guckloch reicht doch völlig!

Und eine zusammengeflickte Elektroinstallation - na und? Marode Decken? Dem Hartz IV Bezieher fällt ja sowieso die Decke überm Kopf zusammen. Da passen doch dann solche Decken. Nur die Miete. die muss stimmen! Für den Vermieter, sie darf auch etwas erhöht sein. Schließlich muss der Hausbesitzer ja auch leben! Und die Quadratmeter, ach was soll das. Die sind halt etwas nach oben geschätzt.

EXTRA3 vom NDR zeigt einen besonders krassen Fall:

Hartz-IV-Wohnungen - EXTRA 3 - NDR

Da werden an den Stammtischen die Hartz IV Bezieher oft als !"Schmarotzer" beschimpft! Ich frage mich jedoch, wer sind hier die wirklichen Schmarotzer?

Wer glaubt, solche Auswüchse gebe es nur in Hamburg, irrt sich. Mir ist ein Fall im romantischen Mittelfranken bekannt, in Wassertrüdingen. Da gibt es eine kasernenartige Wohnanlage - dem Gesundheitsamt wohl bekannt - wegen des gehäuften Auftretens von Schimmel! Wir alle wissen, mit Schimmel ist nicht zu spaßen.  Aber es geschieht nichts. Die Sozialhilfe- und Hartz IV Empfänger müssen weiterhin darin wohnen. Wenn sie sich beschweren, bekommen sie zu hören: "Faules Pack, lüften halt nicht!"

Mir kommt es vor, als sei es Absicht, Menschen in solchen krank machenden Wohnungen hausen zu lassen. Offenbar ist einkalkuliert, dass solche Menschen bald todkrank werden - desto früher liegen sie dem Staat nicht mehr auf der Tasche.

Viele, die für solche Missstände verantwortlich sind, gehen eifrig in die Kirche. Sie sollten doch wissen, weshalb die Städte Sodom und Gomorrha von GOTT zerstört wurden! Aber klar doch! Weil die Unzucht trieben! O nein, fragt mal Rabbis: Diese Städte wurden wegen des Geizes der Städter gegenüber den Ämsten der Armen zerstört. Aber eine solche Bibelauslegung ist heute aus der Mode gekommen.

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24. Januar 2012 2 24 /01 /Januar /2012 10:39

Volker Pispers läuft wieder in Hochform auf: Er erklärt uns, was in der Wirtschaft läuft oder nicht läuft. Auch erklärt er uns, was mit unseren Renten los ist. Oder was von den Renten übrigbleibt. Wenn wir Pech haben, dann nichts.

Volker Pispers - Misswirtschaft

Da wird so richtig offenbar, was für Politiker wir haben. Sie verkünden ihre Dampfblasen, ihre sinnentleerten Wortfetzen, und werden trotzdem gewählt! Ich frage mich immer öfters: Wie dumm können Menschen sein? Meine persönliche Antwort: Noch viel dümmer!

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