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29. Dezember 2011 4 29 /12 /Dezember /2011 20:26

Viele lehnen immer noch das bedingungslose Grundeinkommen ab - ihre Begründung: Dann arbeitet ja niemand mehr! Ist dies richtig? Nein, auch wenn die Grundsicherung automatisch gesichert ist, werden auch weiterhin Menschen arbeiten. 

Dazu veröffentlichte die ZEIT ein Interview - ich finde es sehr lesenswert. Es wird ja oft der Apostel Paulus zitiert - mit den Worten "Wer nicht arbeitetl, der soll auch nicht essen!" Das ist ein hartes Wort. Vor allem für Menschen, die nicht arbeiten können - weil sie behindert sind. Oder Menschen, für die es keine Arbeit gibt. Arbeit für alle, das ist ein Wunschtraum. Und was Paulus angeblich gesagt haben soll, wird von einem der Interviewpartner - Theo Wehner, Arbeitspsychologe ETH Zürich - klargestellt.

Das nächste Gegenargument zum BGE ist die Frage "Wer soll das bezahlen?" Dazu antwortete der Philosoph Sascha Liebermann - etwas blumig und schwammig. Nun ja, er ist halt Philosoph. Oder der Interviewer für die ZEIT - Max Neufeind, Doktorand an der ETH Zürich - räumte ihm nicht genug Zeit für eine ausführliche Antwort ein.

Wieder einmal musste ich feststellen, dass so viele Fachleute immer noch nicht ganz klar sagen können: "Natürlich ist das Grundeinkommen finanzierbar - sogar ohne neue Schulden zu machen!" Und ich verweise da stets auf einen Artikel mit Video "Ist das bedingungslose Grundeinkommen finanzierbar?"

Ist das Grundeinkommen finanzierbar?


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29. Dezember 2011 4 29 /12 /Dezember /2011 19:56

Die Welt spielt derzeit verrückt! Vor allem die Finanzwelt, die Welt der Spekulanten. Sie haben ein großes Problem: Sie haben einfach zuviel Geld! Also, so ein Problem möchte ich auch einmal haben. Aber so ein Investor - also ein Spekulant - weiß nichts anzufangen mit so viel Geld. Wirklich!

Er kennt nur das eine: Er investiert sein Geld in eine Firma oder in einen Staat, bekommt dafür Zinsen und dann noch sein Geld zurück. Derzeit jagt eine Krise die andere, da kommt es immer öfter vor, dass ein Staat seine Zinsen nicht mehr zahlen kann, geschweige denn, dass er das geliehene Geld zurückzahlen kann.

Also verliert der Investor gleich doppelt: einmal keine Zinsen und dann ist sein verliehens Geld auch futsch! Da macht doch das Spekulantenleben keinen Spaß mehr. Und als richtiger Kapitalist muss er ja ständig wachsen. Aber das kann er nicht mehr.

Also suchen die Spekulanten Staaten, die garantiert ihre Schulden zurückzahlen. Aber die werden immer weniger! Das haben jetzt die schlauen Dänen für sich ausgenutzt. Sie leihen sich Geld und "zahlen" negative Zinsen - das heißt, dafür, dass ein Spekulant ihnen Geld leihen darf, muss er noch etwas drauf zahlen. Dafür bekommt er garantiert sein Geld zurück. 

Also, wenn der Kapitalismus zu solchen Klimmzügen greifen muss, dann ist er wohl ziemlich am Ende.

Quelle: sueddeutsche.de Dänemark leiht sich Geld zu negativen Zinsen


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29. Dezember 2011 4 29 /12 /Dezember /2011 19:34

Dass ein gezeigter Stinkefinger in einem russischen Fernsehstudio den Job kosten kann, das wissen wir schon - von der Nachrichtensprecherin Tatiana Limanova. Sie las eine Nachricht über Obama vor und zeigte spontan ihren Stinkefinger. Das gab Entrüstung pur!

Dabei hatte sie - wie wir heute wissen - nicht den amerikanischen Präsidenten und Friedensnobelpreisträger gemeint, sondern ihren Kollegen im Studio, der für sie den Text zum Ablesen hochgehalten hatte. Ein Missverständnis, Tatiana bekam sofort Auftrittverbot und kündigte.

Quellen:

  1. Stinkefinger - welch ein Gruß!
  2. Nachtrag: Stinkefinger
  3. WinFuture Mittelfingergate: Google+ löscht Blogger-Profilfoto

Anders ging es dem Blogger parislemon: Auf seiner Profilseite für Google+ gibt es ein Foto, das zeigt diesen Blogger mit einem Stinkefinger. Und das geht natürlich nicht! Die Privatpolizei von Google löschte einfach dieses Foto - der Blogger erfuhr rein gar nichts von dieser Löschaktion. 

Vielleicht meinte es die Googlepolizei auch gut mit ihm: Hätte sie ihm mitgeteilt, dass sein Foto gelöscht werden muss, wäre vielleicht sein Blutdruck zu hoch gestiegen. Aber er stieg trotzdem, nachdem er bemerkt hatte, dass Google einfach löscht. 

Und der Blogger hat jetzt Grund, darüber zu bloggen, über seinen gelöschten Stinkefinger. In seinem Blog seht ihr auch den ungelöschten Stinkefinger. 

Also, Blogger, wenn ihr noch unbekannt seid, dann macht ein Foto von euch und eurem Stinkefinger und werdet Mitglied von Google+ - es sollen ja schon über 62 Millionen sein. Dann kommt der Googlesheriff und löscht euer Bild. Und ihr habt einen Grund zu lamentieren. Und auch andere zur "Kooperation" aufzurufen. 

Ja, und wenn der Stinkefinger-Effekt abgenutzt und ausgelutscht ist, dann gibt es ja noch andere Körperteile, die ihr den Nutzern in Google+ entgegenrecken könnt. Und auf Google ist Verlass - der Sheriff kommt bestimmt!

Mittelfinger für Barack Obama


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29. Dezember 2011 4 29 /12 /Dezember /2011 12:58

Da schickte mir Heike einen sehr interessanten Link. Worum geht es? Um eine Rede von Michail Gorbatschow. Am 10.12.2011 verlieh ihm die Hanns-Seidel-Stiftung den Franz-Josef-Strauß-Preis. Obwohl diese Stiftung eine schwer konservative Angelegenheit ist, berichteten die Mainstreammedien so gut wie nichts über diese Rede. Wieso nicht?

Quelle: KOPP ONLINE Gorbatschow droht mit Drittem Weltkrieg, wenn 2012 nicht die sozialistische Weltregierung der Neuen Weltordnung installiert wird 

Es gibt zwei Videos mit seiner Rede. Schaut sie euch an, so lange sie in YouTube stehen. Offenbar sind sie in den Augen einiger zu brisant. In der Beschreibung der Videos steht einiges zum Inhalt der Rede. Irgendwie finde ich es seltsam, da bekommt jemand einen Preis verliehen, hält eine Rede, und dann wird diese Rede mehr oder weniger geheim gehalten:

Gorbatschow warnt in München am 10.12.2011 vor dem Dritten Weltkrieg!!!! 1/2

 

Gorbatschow warnt in München am 10.12.2011 vor dem Dritten Weltkrieg!!!! 2/2


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28. Dezember 2011 3 28 /12 /Dezember /2011 22:53

Da schrieb ich einen Artikel und machte mir Gedanken, was ist wenn beim unterirdischen Monsterbahnhof S21 Feuer ausbricht. Da schickte mir Juliane hochinteressante Links, die ich euch nicht vorenthalten möchte. Als erstes einen Faktencheck zum sogenannten Stresstest, der keiner war:

Quelle: WikiReal Stuttgart S21/Stresstest

Die Bahn bezog auch Stellung dazu. Bahnchef Rüdiger Grube sprach gar von einer "Verschwörungstheorie" - klar doch - alle Fakten haben sich gegen die Bahn verschworen! Ferner wurde festgestellt. dass im Stresstest vielfach gegen maßgebliche Richtlinien der Deutschen Bahn AG verstoßen wurde. Stimmt, alles - auch die Richtlinien der Deutschen Bahn AG haben sich gegen die S21 Planer verschworen!

Und noch jemand hat sich gegen S21 verschworen - die Lokführer. Da ja beim S21 die Gleise tief in den Untergrund führen, ist die Steigung ziemlich hoch - jedenfalls höher als normal bei der Bahn zugelassen. Es soll ja Gerüchte geben, dass Grube für diese steilen Strecken Zahnradbahnen einsetzen will. So sind halt die Manger: Ihnen fällt immer etwas ein. Um eine verrückte Idee sind sie nie verlegen.

Und es gibt noch weitere Verschwörungen der Lokführer. Dem Grube schwirrt der Kopf: Er hatte einen Alptraum: S21 muss noch einmal umgeplant werden, weil das Gestein zu bröselig ist und nach den ersten Tunnelbohrungen riesige Krater entstanden. Diese Krater müssen dann überbrückt werden. Und Grube macht aus der Not der Überbrückungen eine Tugend: Das gesamte jetzige Gleisgelände wird wie geplant eine einzige Einkaufsmeile und die Bahn fährt dann oberirdisch - so wie in Wuppertal seit über hundert Jahren. Das ist dann bewährte solide deutsche Ingenieurskunst!

Ja, die Gewerkschaft der Lokführer hat sich auch gegen S21 verschworen - auch wegen der Bahnneigung. Grube hat sich vorgenommen, sich diese Gewerkschaft zu kaufen - Siemens hat das ja auch geschafft und kaufte sich eine Gewerkschaft.

Verfassungsrechtliche Frage von S21


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28. Dezember 2011 3 28 /12 /Dezember /2011 22:05

 

Da schickte mir Juliane einen Link auf die Reichstumuhr. Sie meinte, zur Schuldenuhr gehört auch die Reichtumsuhr. Stimmt! Wer die Zuwächse beim privaten Reichtum und bei den Schulden einige Zeit beobachet, wird unweigerlich feststellen: Der Reichtum wächst viel schneller in größeren Schritten als die Schulden.

Quelle: reichtumsuhr.de ReichtumsUhr

Irgendwie ist es ja verständlich, wieso der private Reichtum viel schneller wächst als die gemeinsamen Schulden. Wer kassiert denn für die Schulden von Staat, Länder und Kommunen? Die Banken. Und zwar nicht schlecht. Und wer bezahlt? Die Steuerzahler - also wir. Genau genommen sind Staatsschulden eine Art Umverteilung von unten - den vielen Kleinen - nach oben - den sehr wenigen Superreichen.

Ja, wer diese Zahlen sieht, bekommt folgende Idee: Wir machen bei den Superreichen einen Schnitt - und sofort werden die Schulden getilgt. Da bleibt dann immer noch mehr als die Hälfte des privaten Reichtums übrig. Das ist doch eine tolle Idee - finden bestimmt die meisten Bürger und Bürgerinnen.

Und die sehr wenige Superreichen maulen bestimmt - und werden sich verweigern. Das ist aber eine schlechte Einstellung. Denn wenn von den Steuereinnahmen weniger Zinsen und weniger Tilgung bezahlt werden müssen, bleibt viel mehr Geld für die Bürgerinnen und Bürger. Der Konsum steigt, die Kauflaune steigt - die Superreichen kassieren noch mehr. Und das wollen sie doch.

Andererseits, wenn sie sich verweigern, dann - die Geschichte zeigt es immer wieder - kommt es zu einer zwangsweisen Umverteilung von Oben nach Unten. Die wenigen Superreichen haben also die Wahl zwischen zwei Möglichkeiten:

  1. Sie übernehmen die Tilgung der Staatsschulden
  2. Sie weigern sich und warten auf den nächsten Umsturz.

Frage: Was ist angenehmer für uns alle?

 

 

Die Reichtumsuhr tickt


Lest auch die Beschreibung zu diesem Video!

 

 

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28. Dezember 2011 3 28 /12 /Dezember /2011 20:09

Heute, am 29.12.2011 steht der zunehmende Mond im Wassermann.

Mond im Wassermann, da haben soziale Themen für uns Priorität, wir engagieren uns vrstärkt für soziale Zwecke.

Der Mond ist aufsteigend. Jetzt können wir sozusagen die "Ernte" einfahren, die wir in der Zeit des absteigendenden Mondes vorbereitet - also "gesät" haben. 

Für die "haarigen" Probleme verweise ich auf einen früheren Artikel.

Beim Schreiben dieser Zeilen erschien vor meinem inneren Auge ein Widderhorn - für mich ein sehr gutes Zeichen! 


  • Mond im Quadrat zum Merkur: warnt uns vor oberflächlichem und voreiligem Handeln.
  • Mond in Opposition zum Mars: warnt uns vor Streitlust - vor allem in heterosexuellen Beziehungen.

Der heutige Tag ist günstig für 

  • alles, was mit Wachsen und Landwirtschaft zu tun hat
  • Arbeiten mit Erde
  • den Kauf von Immobilien
  • Investitionen
  • Eröffnungen

Der heutige Tag ist weniger günstig für

  • Friedhofsbesuche
  • den Abschluss von Projekten

Ich wünsche allen, dass ihr das Beste aus diesem Tag macht! 

Angela Merkel über die Piratenpartei x264

Dirk Müller vs. Otto Fricke FDP, bei Anne Will! Schulden-Tragödie in Athen! die Bananenrepublik

 




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28. Dezember 2011 3 28 /12 /Dezember /2011 18:21

... Vorwürfen und Kritik um sich werfen! Das denken sich wohl unsere Nachbarn, wenn sie wieder Vorwürfe unserer Bundeskanzlerin zu hören bekommen und gleichzeitig auf die Schuldenuhr für Deutschland schauen: Seit einigen Wochen werden über zwei Billionen Euronen an Staatsschulden angezeigt.

Quellen:

  1. Arbeitsgemeinschaft Edelmetalle Schuldenuhr
  2. Hintergründe zur Wirtschafts- und Politikkrise Schulden-Uhr
  3. Frankfurter Rundschau Steuerparadies Deutschland gehört abgeschafft

Schuldenuhr

Was heißt das eigentlich - zwei Billionen Schulden? Zahlte Deutschland für Zins und Tilgung jährlich 100 Milliarden Euronen zurück, dann dauerte es 50 Jahre, bis diese zwei Billionen Schulden getilgt wären. Nur davon können wir nur träumen. Im Gegenteil - Jährlich verschulden sich Staat, Länder und Kommunen. Im Anhäufen von neuen Schulden sind sich offensichtlich alle Politiker einig.

Wohin soll das führen? Irgendwann ist der Punkt erreicht, dass die Schulden derart hoch sind, dass auch Deutschland nicht mehr die nötigen Gelder zum Abzahlen - also Zinsen und Tilgung - aufbringen kann. EU-Länder wie Griechenland et al. haben das ja jüngst vorgemacht.

Wieso machen die Staaten, die Länder und die Kommunen Schulden? Zum Finanzieren! Ja, was soll finanziert werden? Potemkinsche Dörfer! Auch Arbeitsplätze genannt. Wir erleben ja derzeit - auch in Deutschland - eine Phase des Kapitalismus, die seinerzeit schon John Maynard Keynes vorausgesehen hatte: Alle Bürgerinnen und Bürger sind derart mit Waren versorgt, dass eine Schrumpfung beginnt: es werden immer weniger Waren verkauft, die Preise purzeln, es gibt immer weniger Arbeit.

Die Superreichen wollten diese Phase natürlich hinausschieben - zunächst mit der Globalisierung. Jetzt ist fast alles globalisiert - und das Ende ist nah! Also wurden - vor allem in Deutschland - Arbeitsplätze geschaffen, die im Sinne einer Volkswirtschaft keine richtigen Arbeitsplätze sind. Weil sie nichts produzieren - außer warme Luft. In den Verwaltungen.

Nur diese Arbeitsplätze in den Verwaltungen und in Verwaltungsmonstern wie zum Beispiel Hartz IV kosten Geld, sehr viel Geld! Also werden Schulden gemacht. Wie gehabt. Die wirklichen Arbeitsplätze, die Mehrwert und Gewinne erwirtschaften, werden immer weniger. Grund: Die Kapitalisten sind gezwungen, immer billiger zu produzieren, also müssen sie automatisieren oder in Billigländer verlagern. Es fehlen dann hierzulande immer mehr Arbeitsplätze.

Damit aber die Arbeitsministerin und die Bundeskanzlerin mit dem Jobwunder Deutschland prahlen können, müssen andere Arbeitsplätze her, die de facto vom Steuerzahler alimentiert werden, zum Beispiel im Gesundheits(un)wesen!

Da gibt es seit Jahrzehnten den Trend, dass die Versicherten immer mehr an Beiträgen zahlen müssen - unterm Strich jedoch immer weniger Leistungen bezahlt bekommen. Und wo bleibt das Geld der Beitragszahler? Klar, damit werden aufgeblähte Arbeitsplätze in den diversen Gremien, Verbänden und Kassen finanziert.

Der Bevölkerung wurde von Anfang Sand in die Augen gestreut, zum Beispiel bei der Rente. Mit der "Riester-Rente" wurde sogar die Rente privatisiert. Jetzt wird versucht, mit dem permanenten Hochsetzen des Renteinstiegsalters die Renten komplett abzuschaffen.

Renten und Pensionen sind ja sowieso ein riesiges Damoklesschwert für die Staatsfinanzen. Das wird von Jahr zu Jahr immer mehr bemerkbar. 

Kurzum, die Politiker haben eine Vielzahl von potemkinschen Dörfern aufgestellt. Solange es ein großes Wachstum gibt, funktioniert ein solches System - eine Zeitlang. Aber jetzt, da eine Krise die andere jagt, da wackeln diese Potemkinschen Modelle - die Staaten zittern vor dem Tag, an dem sie verkünden müssen: "Wir sind pleite! Wir können Zinsen und Tilgung für unsere Schulden nicht mehr bezahlen!"

Erinnern wir uns an den vergangenen August: Da kratzten die USA gerade an der Pleite vorbei. Und wie? Es wurde einfach das Limit für die Staatsverschuldung höher gesetzt! Das war und ist doch keine Lösung! Aber die Superreichen wollen den Tag des Ende des Kapitalismus möglichst lange hinausschieben.

Alle wissen, dass dieser Tag kommt, er ist unvermeidbar! Und was dann?

 

Staatsverschuldung mal einfach erklärt

Volker Pispers - Staatsverschuldung

 

geheime unveröffentlichte Rede von Angela Merkel


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27. Dezember 2011 2 27 /12 /Dezember /2011 23:38

Der Multimilliardär Werner Otto ist gestorben. Ein paar Tage vor Weihnachten. Ja, da frage ich mich, was bleibt übrig. Wenn ich mir seine Vita ansehe, er war eine Größe im Versandhandel. Und was war er noch? Er hat einige Stiftungen gegründet.

Wer wird sich in hundert jahren an ihn erinnern? Oder in fünfzig Jahren? Oder in zwanzig Jahren?

Die BILD veröffentlichte die Rangliste der zehn reichsten Familien in Deutschland - alles Multimilliardäre:

  1. Karl Albrecht, ALDI Süd: 17,2
  2. Albrecht junior (Kinder des verstorbenen THeo Albrecht. ALDI Nord): 16,0
  3. Dieter Schwarz, LIDL: 11,5
  4. Familie Otto, Otto-Versand: 9,0
  5. Susanne Klatten, BMW, Pharma: 8,9
  6. Familie Reimann: 8,0
  7. Reinhold Würth: 7,2
  8. Günther und Daniel Herz: 7,0
  9. Familie Oetker: 7,0
  10. Familie Rethmann, Remondis: 6,0

Diese zehn Familien verfügen zusammen über ein - geschätztes - Vermögen über 97,8 Milliarden Euronen. Das ist ein Drittel dessen, was dieser Staat in einem Jahr ausgeben kann. Stellen wir uns das einmal vor: Nur zehn deutsche superreiche Familien haben soviel Geld - ein Drittel der jährlichen Staatsausgaben. 

Und wieder bewahrheitet sich der alte Spruch: "Und ist der Handel noch so klein, so bringt er mehr als Handwerk ein!"

Aber zurück zur Frage: "Was bleibt?" Werden diese zehn Familien jemals ruhmvoll in die Geschichte Deutschlands eingehen? Oder sind es eher die Künstler, Wissenschaftler, Erfinder?

Und was hinterlassen sie? Natürlich ein großes Vermögen. Oft steuerlich optimiert in Stiftungen angelegt. Aber spätestens auf dem Sterbett werden sie erkennen: Das Leichenhemd kennt keine Taschen!

Also, wofür haben sie gelebt? Nur zum Zusammenraffen von Geld? Was haben sie den Menschen hinterlassen? 

Mein persönliches Fazit: Diese superreichen Familien sind genau genommen ganz arm dran ...



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27. Dezember 2011 2 27 /12 /Dezember /2011 21:34

Ja, was macht die Bahn, wenn es mal brennt? Diese Frage ist gar nicht so theoretisch, sondern es kommt öfter vor, dass es brennt. Zuletzt auf der Stammstrecke in München. In einem Kabelschacht fingen Unrat und Papier Feuer. Um 07:15 Uhr.

Quelle: merkur-online.de Brände im Tunnel legen S-Bahn lahm

Erst um 07:50 Uhr war dieser Brand gelöscht. Aber es breitete sich der Rauch aus, bis in andere Haltestellen. Die S-Bahnhöfe Stachus und Marienplatz mussten evakuiert werden. Die Feuerwehren mussten mit extra großen Lüftern den Rauch absaugen.

Während die Feuerwehr noch löscht, kommt es auf der entgegengesetzten Strecke zu einem neuen Brand. Vermutung: Ein Schleifzug, dessen Funken sprühten. Großes Chaos, der U-Bahnhof Marienplatz wurde nicht mehr angefahren. Arme Pendler. Erst um 10:45 Uhr wurde der Zugverkehr wieder aufgenommen.

Wegen des Schwelbrandes kam es um 13:45 Uhr zu Signalstörungen. Die wirkten sich auf das gesamte S-Bahnnetz aus. Erst gegen 19 Uhr waren die Störungen behoben. 

Wieso ich das schreibe? Nun, die Schwaben haben im Volksentscheid sich für den unterirdischen Monsterbahnhof S21 entschieden. Es war ja vorher ein Stresstest durchgeführt worden. Tja, aber von einem Szenario - wie es gerade in München passiert ist, hörte ich nichts in diesem Stresstest. Das war wohl nur ein Schönwettertest. 

Ein Test im Schönreden, im Schönfärben! Sollte S21 realisiert werden, dann Gnade Gott den Fahrgästen, wenn es zu einem Brand kommt. Da die wenigen acht Gleise doppelt und dreifach belegt sind, blockieren sich die Züge gegenseitig. Dann kommt Chaos auf! Aber wie!

Stuttgart 21 Stresstest Animation JB BAHN YourBlogger.de

Allein diese Simulation zeigt, wie knapp die Zeiten bemessen sind. Wenn da nur die kleinste Verschiebung auftaucht, bricht die gesamte Planung zusammen. Und das Beispiel München zeigt, was allein ein kleines Feuerchen in einem Kabelschacht auslösen kann. Verschiebungen um Stunden. Da wirbt die Bahn bei S21 mit der Vernetzung bis nach Paris. Klar, auch Paris bekommt mit, wenn es unterirdisch im S21 brennt.

Einst sollten ja auch die Münchner einen unterirdischen M21-Bahnhof bekommen - dieser Kelch ging an ihnen vorüber.

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