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15. August 2010 7 15 /08 /August /2010 23:53

Oft werde ich von Menschen über homöopathische Potenzen gefragt. Oft kommt es mir vor, dass mit den Potenzen ein Riesengeheimnis gemacht wird.

So auch heute wieder: Da rief eine Frau an, sie klang ganz verzweifelt. Grund: "Mein Kater ist krank. In meinem Homöopathiebuch habe ich gelesen, dass ich Phosphor D200 nehmen soll. Aber das habe ich nicht. Und ich war gestern in meiner Apotheke, die haben mir gesagt, in dieser Potenz hat das der Großhändler nicht."

"Aber der Hersteller hat es. Vielleicht nicht vorrätig, es muss extra für dich zubereitet werden, aber das kostet dann extra. Und für deinen Kater kommen ja keine Tropfen in Frage!"

"Warum?"

"Weil in den Tropfen Alkohol enthalten ist und Alkohol ist für Katzen tödlich."

"Auch Bachblüten?"

"Wenn da Alkohol drin ist, dann ja! Zurück zu deinem Kater. Was hast du von Phosphor zu Hause?"

"D12 als Globuli."

"Das passt! Schütte ein paar Globuli ins Trinkwasser für deinen Kater und warte, bis die Globuli sich aufgelöst haben. Wichtig ist, dass das Wassergefäß nicht aus Metall ist. Und dann lässt du deinen Kater daraus trinken. Da hast du dann eine hohe Potenz."

"Aber das sind dann nicht genau D200."

"Na und? Es kommt immer auf das passende Mittel an und weniger auf die Potenzen. Das ist meine Erfahrung."

"Ich habe gelesen, wenn jemand Hochpotenzen gibt, dass das auch gefährlich sein kann. Wenn das Mittel nicht passt."

"Ja, das wird oft erzählt. Ist aber Quatsch! Wenn du das falsche Mittel gibst, das einzie, was passieren kann, dass der Patient eine unfreiwillige Arzneimittelprüfung durchmacht und in diesem Fall gibts du das Mittel noch mal. Und das wars dann."

Sie wollte das zunächst nicht begreifen. Ich verklickerte es ihr mehrmals. Na endlich - begriffen! Die Kandidatin erhält hundert Gummipunkte!

 

 

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15. August 2010 7 15 /08 /August /2010 23:17

Unlängst waren wir eingeladen. Von einem Pärchen. Sie haben keine Kinder. Ihr Mann zeigte uns dann so Geräte, von denen er meinte, dass er sie im Ernstfall braucht.

Er zeigte mir ganz stolz seinen Solarkocher, ein großes Gestell, da lässt sich ein Spiegel auseinanderfalten. Damit werden die Sonnenstrahlen gebündelt und im Brennpunkt wird ein Kochtopf gestellt. Was ich davon halte?

Ich murmelte: "Ein schönes Spielzeug!"

"Aber damit können wir kochen, wenn der Strom ausgefallen ist!"

"Und was machst du, wenn keine Sonne scheint?"

"Also, ich habe in deinem Buch gelesen, dass du bei der Roten Armee zur Einzelkämpferin ausgebildet wurdest. Da wärst du doch froh gewesen, so etwas gehabt zu haben."

"Nein, bestimmt nicht. Das hätte ich doch alles mitschleppen müssen. Und das spiegelnde Zeug, damit wäre ich sofort aufgefallen und der Feind hätte mich sehr leicht entdeckt."

"Wieso? Welcher Feind?"

"Also, wenn alles zusammenbricht, dann kämpft jeder gegen jeden. Und was lernen wir daraus? Erstens, ja nicht auffallen und zweitens, zu lernen sich zu verteidigen."

Seine Frau griff ein: "Meinst du wirklich? Werden da unsere Nachbarn uns bekämpfen? Wir verstehen uns doch sehr gut mit ihnen!"

"Wenn wirklich so etwas wie eine Apokalypse eintritt, dann haben wir Extremsituationen, da gelten die bisherigen ethischen Verhaltensmuster nicht mehr. Da heißt es nur noch: Jeder ist sich selbst der Nächste!"

"In deinem Buch schreibst du, wenn junge Rekruten in der Wildnis ausgesetzt wurden, da hattest du keine Schwierigkeiten. Wieso eigentlich?"

"Na ja, für mich war das nichts Besonderes, mich irgendwie durchzuschlagen."

"Was würdest du vorschlagen für einen Überlebenskampf?"

"Also gehen wir mal davon aus, dass die herkömmliche Zivilisation zusammengebrochen ist. das bedeutet: keinen Strom, kein Kraftstoff, keine Autos, kein Öl, keine Batterien, keine Elektronik, kein Fernsehen, kein Radio, keine Handys, keine Telefon. Was bleibt uns dann als Transportmittel? Zu Fuß gehen? Mit dem Fahrrad fahren. Zu Pferd? Kurzum wir werden ins 19. Jahrhundert zurückgeworfen."

"So habe ich es noch gar nicht gesehen."

"Eben. Und deinen Solarkocher würde ich mit einem Stirlingmotor koppeln, der könnte dann einen Generator antreiben, mit dem Akkus aufgeladen werden."

"Was ist denn ein Sitrlingmotor?"

"Das ist ein Motor, der mit Wärme läuft, die ihm von außen zugeführt wird. Bei einem konventionellen Diesel- oder Benzinmotor wird ja der Kraftstoff im Innern des Zylinders gezündet und dafür brauche ich speziellen Kraftstoff. Beim Stirlingmotor dagegen kann ich jede Wärmequelle nehmen."

"Ja, und gibt es solche Stirlingmotore schon?"

"Sicher, die hat ein schottischer Pfarrer names Robert Stirling ausgedacht. Damals gab es nur Dampfmaschinen, bei denen öfters die Kessel platzten. Stirling wollte mit seinen Motoren eine ungefährliche Variante anbieten."

"Toll. Dann wären wie vom Stromerzeuger unabhängig."

"Und du kannst es auch jetzt schon einsetzen, überall dort, wo es keine Stromleitungen gibt, zum Beispiel in Hütten im Gebirge."

"Und warum bietet das niemand an?"

"Weil die großen Stromerzeuger es nicht wollen. Die wollen ihr Monopol behalten."

 

 

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15. August 2010 7 15 /08 /August /2010 10:22

Heute, am 16.08.2011 steht der zunehmende Mond im Skorpion. Da befindet sich der Mond im Fall, wir werden weniger vom Einfluss des Mondes spüren als sonst.

Mond im Skorpion, da finden oft gravierende Veränderungen statt. Und wir sollten an diesen Tagen Streit vermeiden.

Der Mond ist absteigend. Jetzt können wir wieder auf Vorrat unsere guten Erfahrungen machen und für später aufheben.

Für die "haarigen" Probleme verweise ich auf einen früheren Artikel.

Beim Schreiben dieser Zeilen erschien vor meinem inneren Auge ein Drache, für mich ein gutes Zeichen.

Mond im Sextil zu Merkur: fördert neue Vorhaben

Mond im Quadrat zur Sonne: kündigt Schwierigkeiten an, sie müssen nicht unbedingt eintreten, seien wir also wachsam

Jupiter in Opposition zum Saturn: dabei ist Jupiter rückläufig. Gerade was wirtschaftliche Fragen angeht, sind die Zeiten des stürmischen Wachstums vorbei, in den USA sowieso, aber auch in China und in Deutschland. Auch wenn die gelenkte Mainstreampresse dem deutschen Volk ein "Sommermärchen" vorgaukeln will. Umso schlimmer wird das Erwachen sein.

Der heutige Tag ist günstig für

  • das Umordnen in einem laufenden Vorhaben
  • den Start von Projekten
  • Verträge
  • einen Friedhofsbesuch

Ich wünsche allen, dass ihr das Beste aus diesem Tag macht!

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14. August 2010 6 14 /08 /August /2010 23:46

Wer sich für Viktor Schauberger interessiert, dieses Video ist ein Muss! Wir erfahren hier, was aus Schaubergers Ideen und Wissen wurde:

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14. August 2010 6 14 /08 /August /2010 23:12

Erinnern wir uns, die US-Militärs wollten an lebenden Schweinen üben. Es gab bundesweite Proteste.

Jetzt wurde es der US-Armee durch die Regierung der Oberpfalz untersagt, mit lebenden Schweinen Versuche anzustellen. Grund: Verstoß gegen das Tierschutzgesetz.

Ich finde, das ist eine sehr gute Nachricht! Weniger gut finde ich, dass diese Nachricht im Mainstream nur - wenn überhaupt - in ein paar Zeilen gebracht wurde.

Der bundesweite Protest ließ der Regierung in Oberbayern wohl keine andere Wahl!

Quelle

 

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14. August 2010 6 14 /08 /August /2010 22:44

Letzte Woche war ich zu einem Lagerfeuer eingeladen. Da fiel mir auf, dass die Große der Gastgeberin sehr traurig rum saß. Da setzte sie sich neben mich.

"Ich möchte dich etwas fragen."

"Nur zu. Ich sehe ja, dass du so traurig bist."

"Mein Kaninchen ist gestorben. Alle sagen, es war schon alt. Aber ich war in der Schule, da konnte ich mich nicht von ihm verabschieden. Kannst du es möglich machen, dass ich mit meinem Kaninchen noch einmal reden kann. Du bist doch Schamanin!"

Fragend sah sie mich an. Ich überlegte. Dann fing ich an: "Ja, ich bin Schamanin. Und ich möchte dir erzählen, wie ich Abschied genommen habe von meinem besten vierbeinigen Freund, ein Pony, das ich Wolke genannt habe.

"Meine Sippe war damals auf der Flucht vor den Russen und mein Lehrer, ein sehr alter Schamane, wollte seine Letzte Reise antreten. Ich sollte ihn ein Stück Weges begleiten. Dazu sollte ich noch ein weiteres Pony mitnehmen. Dann ritten wir los. Dann kamen wir an eine Stelle, die sich der Schamane ausgesucht hatte. Er nahm von seinem Pony Sattel und Zaumzeug ab und ich sollte das Gleiche tun. Ich kraulte noch meinen Wolke ganz lange, dann ließen wir die beiden Ponies frei, sie galoppierten in die Steppe.

"Mit dem anderen Pony ritt ich zurück zur Sippe, mein Lehrer kletterte in die Felsen. Er wollte seine Letzte Reise antreten.

"Jahre später war ich bei der Roten Armee gelandet. Ich hatte frei und ging in die Wälder. Plötzlich erfasste mich große Unruhe, so, als hätte mich jemand gerufen. Dann hörte ich ein bekanntes Brummeln. Ich hob meinen Kopf und sah meinen Wolke, wie er zu den fernen Sternen galoppierte. Er hatte seine Letzte Reise angetreten. Dann spürte ich, dass etwas auf meiner Wange klebte. Ich strich darüber: es waren weiße Pferdehaare.

"Weißt du, so ist es auch mit deinem Kaninchen. Wenn du an dein Kaninchen denkst, dann ist es bei dir, auch wenn du es nicht siehst. Und wer weiß, vielleicht träumst du von ihm. Ich brauche keinen Kontakt herstellen."

Da meldete sich ihre Mutter; wir hatten gar nicht gemerkt, dass sie sich zu uns gesetzt hatte: "Das hast du schön erzählt, ich erinnere mich, das steht auch in deinem Buch."

Die Tochter fragte: "Kann ich das auchlesen? Jetzt gleich?"

Ihre Mutter zögerte: "Na gut! Du hast deinen Kopf sowieso wo anders. Warte, ich zeige dir wo es liegt." Etwas später kam die Mutter zurück: "Es ist gut, dass Ferien sind. Sie wird jetzt die ganze Nacht durchlesen. Mir ging es ja auch so ..."

 

 

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14. August 2010 6 14 /08 /August /2010 22:03

Heute beim Einkaufen begegnete mir eine Bekannte, eine Träne kullerte über ihre Wange. Sie sah sehr traurig aus.

Ich wartete extra, bis sie ihren Einkaufswagen zurückgebracht hatte und sprach sie an. Da erzählte sie mir:

"Meine Oma ist an Krebs erkrankt! Und heute sprach mich dazu eine Nachbarin an, die meinte, das komme daher, weil meine Oma nicht in Harmonie lebe."

"Das ist ja wohl eine Frechheit!"

"Ja, solche Sprüche machen mich fertig. Das hört sich ja an, als sei meine Oma selbst schuld, dass sie Krebs bekommen hat."

"Genau! Anstatt zu trösten kommt die dann mit Vorwürfen!"

"Ja, und dann hat sie noch eins draufgesetzt und gesagt, das sei wie bei den HIV-Kranken. Weil die gegen Gottes Gebote verstoßen haben, werden sie schwer krank! Sind solche Leute nicht schrecklich?"

"Solche Leute sind so etwas von dumm! An Aids kann jede von uns sich anstecken. Ein solches Risiko besteht bei jeder Bluttransfusion. Aber das weiß diese Frau wohl nicht."

"Aber andere denken auch so. Ich ging eine Zeitlang zu einem esoterischen Stammtisch. Da habe ich vom Krebs meiner Oma erzählt. Da fingen auch die meisten an, das liege wohl daran, dass meine Oma nicht in Harmonie lebe. Eine hat dann spitz gemeint, dass meine Oma mit einem Mann in wilder Ehe lebt."

"Na und? Das ist doch ihre Sache. Das geht keinen anderen etwas an. Deshalb lebt sie ja nicht in Disharmonie! Wahrscheinlich deshalb sehr harmonisch!"

"Na, jedenfalls gehe ich nicht mehr zu diesem Stammtisch. Wieso machst du nicht einen Stammtisch auf?"

"Ich will dir mal etwas sagen: Um genau solche blöden und überflüssigen Diskussionen zu vermeiden, mache ich keinen Stammtisch." Und lachte. Es dauerte etwas, und sie lachte auch.

 

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14. August 2010 6 14 /08 /August /2010 08:04

Heute, am 15.08.2011 steht der zunehmende Mond im Skorpion. Da befindet sich der Mond im Fall, wir werden weniger vom Einfluss des Mondes spüren als sonst. Heute um 02:08 ist der Mond in den Skorpion gewechselt, also liegt für mich ein Skorpion-Tag vor.

Mond im Skorpion, da finden oft gravierende Veränderungen statt. Und wir sollten an diesen Tagen Streit vermeiden.

Der Mond ist absteigend. Jetzt können wir wieder auf Vorrat unsere guten Erfahrungen machen und für später aufheben.

Für die "haarigen" Probleme verweise ich auf einen früheren Artikel.

Beim Schreiben dieser Zeilen erschien vor meinem inneren Auge ein Haus, für mich ein gutes Zeichen.

Mond im Sextil zum Pluto: dieser Aspekt intensiviert unser Gefühlsleben.

Der heutige Tag ist günstig für

  • alles, was bisher verschlossen war und jetzt geöffnet werden soll
  • das Umordnen in einem laufenden Vorhaben
  • den Start von Projekten
  • Verträge
  • einen Friedhofsbesuch

Ich wünsche allen, dass ihr das Beste aus diesem Tag macht!

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13. August 2010 5 13 /08 /August /2010 22:53

Heute abend stand ich auf dem Misthaufen und kippte die Karre aus. Auf dem Misthauen holten mich schon oft Erinnerungen ein.

So auch heute. Die Geschichte mit meinem Vater beschäftigte mich, das ist ja erklärlich. Und wenn solche Gedanken auftauchen, dann lasse ich sie zu. Ich verdränge sie nicht.

Mein Vater hat eine jüngere Schwester, also meine Tante. Sie ist verheiratet, mein Onkel. Sie hatten mich vor Jahren besucht, ich saß mit ihm bei einem Eis zusammen. Er hechelte die Verwandtschaft durch. Seine Frau war nicht dabei. Da ging es um den Sohn seines Schwagers, den er mit seiner Schwester gezeugt hatte.

Fast schon wütend stieß er hervor: "Und den hat meine Frau zum Mann gemacht!"

Dieser Satz ließ mich lange nicht los. Was sollte das heißen? "Zum Mann gemacht?" Ich fragte meinen Bären. Er interpretierte das auch so wie ich. Die Tante ging mit ihrem Neffen ins Bett.

Was für eine Verwandtschaft ...

 

 

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13. August 2010 5 13 /08 /August /2010 22:41

Sabiene hat in ihrem Blog ein Video im Artikel "Surviving Auschwitz" veröffentlicht. 

Als ich mir das Video ansah, lief es mir eiskalt den Rücken runter. Mir wurde wieder bewusst, was für einen Vater ich habe. Einen deutschen. Und einen, der heute noch stolz darauf ist, dass er im II. Weltkrieg einst bei der Entwicklung der V2-Rakete dabei war.

Ja, er ist auch heute noch stolz darauf, dass mit der V2-Rakete in England viele Zivilisten getötet wurden. Sicher, es herrschte ein Ausnahmezustand, es war Krieg. Aber dass ein Mensch in hohem Alter - er wird bald 93 Jahre alt - immer noch stolz darauf ist, mitgeholfen zu haben, um Menschen zu töten, das kann ich nicht nachvollziehen.

Gewiss, ich wurde sehr früh mit dem Töten konfrontiert. Ich meine das Töten von Menschen. Wer mein Buch kennt, weiß sicher, was ich meine. Einmal wollte ein Dieb mein Pony stehlen. Ich allein in der Steppe wäre dann verloren gewesen, also hieß es: er oder ich. Also schoss ich und traf. Aus Notwehr.

Das andere Mal wollte mich ein besoffener Oberst erschießen, aus verletzter Eitelkeit und aus Spaß. Zur Verteidigung gab er mir eine Pistole, bei der er vorher den Sicherungshebel umgelegt hatte. Zum Glück hatte ich das gemerkt. Wieder hieß es: Er oder ich! Wieder verteidigte ich mein Leben und erschoss den Oberst - aus Notwehr.

Glücklich war ich nicht. Vor allem nicht bei dem Oberst. Ich hatte einen Oberst erschossen! Und ich bekam es mit der Angst zu tun, was würden sie Russen mit mir anstellen? Ich hatte Glück.

Doch zurück zu meinem Vater. Ich kann nichts dafür, was für einen Vater ich habe. Einmal hatte ich einen Menschen zu Besuch, der hatte sich auf Rückführungen spezialisiert. Und er warf mir vor, mein Problem sei, dass ich meinen Vater nicht liebe.

Nein, das ist nicht mein Problem. Wie kann ich meinen Vater lieben, der stolz darauf ist, am Tod von Menschen mitverantwortlich zu sein und heute noch darauf stolz ist. Nein, solche Menschen kann ich nicht lieben.

Und vor Jahren erfuhr ich, dass er seine eigene Schwester schwängerte, sie brachte einen Sohn zur Welt. Sozusagen für mich ein Halbbruder und Cousin zugleich. Was für eine surreale Situation für mich. Nein, so einen Vater kann ich nicht lieben. Ich akzeptiere, dass er mein Vater ist. Was er angestellt hat, das ist allein seine Angelegenheit. Damit habe ich nichts zu tun.

 

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