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6. Februar 2010 6 06 /02 /Februar /2010 21:36
Gestern kam ich gerade zu Hause an, da kam die Postfrau angefahren, aha, ein neues Gesicht! . Sie hatte ein Päckchen in der Hand und suchte, wo sie es hineinstopfen könnte. Ich sagte zu ihr: "Geben Sie es gleich mir."

Die Postfrau stutzte. "Sind Sie die Schriftstellerin Kiat Gorina?"

"Ja, das ist mein Autorenname ... "

"Ich habe Ihren Namen in der Zeitung schon öfters gelesen. Und ich habe hier den Wirt nach Ihnen gefragt."

"Und dann hat er über uns hergezogen. Wir kennen das. Einige haben uns schon berichtet, wir seien böse und dubiose Leute ..."

"Ja, so etwas war es. Und stört Sie das nicht?"

"Wieso sollte mich das stören? Viele lachen schon über ihn. Wenn er so weiter macht, verliert er immer mehr Gäste. Und so böse kann ich gar nicht sein. Schauen Sie nur, wie schön das Päckchen außen bemalt ist. Dem Absender nach ist es von einer begeisterten Leserin meines Buches. Da ist bstimmt etwas ganz Schönes drin. Warten Sie, ich mache es auf."

Gesagt, getan. Das Päckchen enthielt ein Paar selbstgestrickte Strümpfe. "Da schauen Sie, was für schöne Strümpfe!" Voller Freude zeigte ich sie der Postfrau. "Glauben Sie, wenn ich so böse wäre wie einige Leutchen herumlügen, da bekäme ich selbstgestrickte Socken geschenkt?"

"Nein, bestimmt nicht! Ich glaube, die spinnen da unten im Dorf. Ich bin ja nur kurz zur Aushilfe. Und da bin ich froh. Eine Kollegin hat mich gewarnt, das sei ein ganz komisches Dorf."
  
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6. Februar 2010 6 06 /02 /Februar /2010 14:28
Als ich heute vormittag in die Administration meines Blogs ging, sprang mich eine Zahl an: 4.000 Kommentare hatten Leserinnen und Leser seit Beginn meines Bloges geschrieben. Das ist doch schön!

Und dafür möchte ich mich bei meinen Leserinnen und Lesern recht herzlich bedanken! Die allermeisten Kommentare beantworte ich auch, einige muss ich leider ins digitale Nirwana schicken, weil sie entweder beleidgend oder absolut nichtssagend sind.

"Wieso beantwortest du alle Kommentare?" werde ich öfters gefragt. Ich finde, das bin ich meinen Lesern und Leserinnen einfach schuldig. Da hat sich jemand die Mühe gemacht, etwas zu schreiben, dann ist es nur zu gerecht, wenn ich daruf antworte.

Vor allem angesichts der Tatsache, dass over-blog es ja nicht unbedingt einfach macht, Kommentare zu verfassen und auch abzusenden. Manchaml habe ich den Eindruck, dass overblog keine Kommentare will. Aus welchen Gründen auch immer.

Die allermeisten Kommentare allerdings sind sehr gehaltvoll und sehr informativ. Vor allem, seit ich die eintreffenden Kommentare moderiere, gibt es kaum noch Schreibereien unterhalb der Gürtellinie.

Ich hoffe weiterihn auf eure rege Beteiligung!
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5. Februar 2010 5 05 /02 /Februar /2010 23:48
Heute stand im ZEIT Magazin ein Artikel mit Fotos, über den ich nur den Kopf schütteln kann. Evelyn Finger schreibt über den "Hüttenzauber" in Österreich.

Da ist das Abfüllen der Gäste mit Alkohol echt wie in der Industrie organisiert: Hinter den Bartresen versteckt führen Schlauchleitungen zu den unsichtbaren Tanks. Diese Schlauchleitungen bringen das jeweilige alkoholische Getränk direkt zum Zapfhahn am Bartresen. Fein säuberlich getrennt.

Ich fasse es nicht! Der Konsument ist nur noch ein Rädchen in dieser Maschine zur Produktion von Vollrauschsüchtigen. Wer bisher über die Menschen im Ballermann gelacht hat, die ihren Schnaps mit Strohhalmen aus Eimern saufen, muss diese Fotos gesehen haben. Was hinter den Bartresen abgeht, das ist ja noch viel schlimmer und vor allem unehrlicher.

Da wird eine romantisch-beschauliche Kulisse eines Hüttenzaubers vorgegaukelt, dabei geht es hier nur ums Abfüllen von Menschen mit Alkohol. Wozu lassen sich Menschen noch abrichten? Was kommt als nächstes? Was treibt Menschen, bei so einem Spiel mit zu machen? Haben diese Konsumenten keine Würde mehr?

Wer mein Buch gelesen hat, kennt des Kapitel "Allgewaltiger Chan", da habe ich geschildert, was aus den einst so stolzen Nomaden wurde. Das sollte uns allen zu denken geben.
 
  
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5. Februar 2010 5 05 /02 /Februar /2010 23:15
Heute am 06.02.2010 steht der abnehmende Mond im Skorpion. Hier befindet sich der Mond im Fall, also können wir nicht allzu viel von der Wirkung des kleinen Wohltäters erwarten.

Mond im Skorpion, das sind für uns Tage, an denen wir uns mit Dingen beschäftigen sollten, die wir sonst gerne verdrängen. Und wir sollten uns immer sagen, dass wir nicht 100 %-ig perfekt sind und auch nicht sein müssen.
 
Der Mond ist absteigend. Jetzt beim absteigenden Mond können wir nun alles vorbereiten, was wir später "ernten" wollen.

Für die "haarigen" Probleme verweise ich auf einen früheren Artikel.

Bewim Schreiben dieser Zeilen erschien vor meinem Auge ein riesieger Drache, für mich ein sehr gutes Omen.

Der heutige Tag ist günstig für
  • das Aufbauen eines solides Fundamentes für ein neues Vorhaben
  • den Beginn von neuen Projekten
  • die Formulierung und Unterzeichnung von Verträgen
  • Fortschritte im Berufsleben
  • den Besuch von Friedhöfen
  • Arztbesuche
Ich wünsche allen, dass ihr das Beste aus diesem Tag macht!
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5. Februar 2010 5 05 /02 /Februar /2010 22:56
Im heutigen ZEIT Magazin schreibt Konstantin Richter zum Thema "Deutschland. deine Erben". Der Artikel ist sehr informativ, mir fiel einiges dazu ein:

Es geht ja um die Erben von reichen Familien. Bei einigen fiel mir auf, dass diese Erben es in irgendeiner Form mit dem F-Wort halten. Nehmen wir zum Beispiel den Schauspieler Eckhard Preuß, er stammt aus dem Kreis Minden Lübbecke in Ostwestfalen, seine Eltern besitzen die Supermarktkette WEZ. Preuß nennt seine Heimatstadt fucking Minden. Nun, das isr gewiss seine Sache. Nur ich interpretiere das als Beleidung für viele Menschen, die in Minden wohnen. Muss das sein?

Oder sehen wir die 34 Jahre alte Julia Stoschek an. Bei dem Namen Stoschek fällt uns sicher "Autozulieferer" ein ... Stoschek ist jetzt Kunstsammlerin. Konstantin Richter schreibt:

"... beschäfigt sich die 34-jährige Stoschek mit Kunstwerken, die Titel wie Killing Machine und Fucked tragen.   Ein Video zeigt eine junge Frau, die Mascara und Lippenstift aufträgt, während sie anal penetriet wird ..."

Was soll daran Kunst sein? Außer dass das F-Wort genannt wird.

Oder nehmen wir einen anderen Erben: Konstantin Neven Dumont, 40 Jahre jung. Klingelt es? Klar, Kiepenheuer & Witsch hatte ja den feuchten Roman einer Frau Roche abgelehnt, der Dumont Verlag griff zu, also doch wieder das F-Wort ...
 
 
  
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5. Februar 2010 5 05 /02 /Februar /2010 19:37
In der Eso-Szene scheint es eine neue Masche zu geben, wie einfache Dinge überteuert verkauft werden können. Das Zauberwort heißt GEWEIHT!

Unlängst rief mich eine alte Bekannte an, sie hatte Probleme mit ihrem Tinnitus. Eine Heilpraktikerin riet ihr zu Ohrenkerzen. Diese Ohrenkerzen waren angeblich deshalb so teuer, weil sie in Kroatien geweiht wurden ...

Dann erinnere ich mich an eine frühere Studienfreundin, sie lebt jetzt in der Schweiz. Sie fiel einmal auf eine selbsternannte Kinesiologin rein, die redete solange auf sie ein, bis sie einen Kurs bei ihr buchte. Da sollte sie den Umgang mit Wünschelruten lernen. Den Kurs hielt ein Professor aus Ungarn, der brachte seine Ruten mit, die waren nicht billig, denn der Professor hatte sie selbst geschnitten und anschließend geweiht ...

Warum ich dies schreibe? 

Unlängst hatte ich eine Frau bei mir sitzen, sie wollte unbedingt Karten legen lernen. "Und wozu?" fragte ich sie. "Damit ich bei AstroTV auftreten kann!" war die Antwort.

"Und ich habe mir ein Crowley-Tarot gekauft und im Internet habe ich eine geweihte Anleitung ersteigert, die war wirklich nicht billig, ich habe da schon was ausprobiert, aber es klappt nicht."

"Dann zeige mir doch diese Anleitung."

"Das geht nicht! Die ist nur für mich persönlich!. Wenn die jemand anders sieht, dann verliert sie ihre Zauberkraft. Die soll Crowley persönlich geschrieben haben!"

Das war ein Fall für meinen Bären, er liebt solche Geschichten. Ich rief ihn. Dann erzählte sie ihm ihre Geschichte. Er: "Ich wette, dass in deiner Anleitung ungefähr folgendes drinsteht. Moment mal, ich suche ein bestimmtes Buch!"

Dann kam er wieder und hatte ein Buch in der Hand, er suchte darin und sagte zu ihr: "So jetzt pass mal auf, ob du das in deiner Anleitung auch findest." Und dann fing er laut zu lesen an. "Ja, das steht bei mir auch! Und das auch! Das gibt es doch nicht! Woher hast du das?"

"Aus einem alten Buch, das nicht mehr auf dem Markt ist."

Sie fing zu schlucken an, ich legte schon einmal Taschentücher bereit. "Und ich blöde Kuh bin darauf reingefallen!"

"Ja, leider! So jetzt kannst du uns deine Anleitung zeigen, da steckt bestimmt kein Zauber drin."

Sie zeigte uns die Anleitung. Also eines musste man dem Verkäufer lassen, er hatte diese Anleitung mit Tusche auf Pergamentpapier geschrieben, mit einer speziellen Feder, das sah schon toll aus. Und an einigen Stellen hatte er Rußflecken verteilt. Die hatte er mit Haarspray fixiert. Aha, daher der Geruch, der mir gleich in die Nase gestiegen ist. Aber vom Text her war es ein Auszug aus dem Buch. Nur zum Schluss, da hatte er etwas weggelassen. Vielleicht hatte er keine Lust mehr, oder seine Tusche war alle oder ...

Dann fragte sie mich: "Kann ich bei dir einen Kurs belegen?" Ich schüttelte den Kopf: "Ich gebe keine Kurse." Aber dann verwies ich sie auf einen alten Artikel mit einer Übung zur Erhöhung ihrer Sensitivität. Sie las sich das durch. Aber dann meinte sie: "Aber das dauert viel zu lang! Ich habe geglaubt, das geht viel schneller! Gibt es da keine Übungsbögen wie beim Führerschein?"

Mein Bär und ich schauten uns an, wir waren beide davor los zu prusten. Wir schüttelten beide den Kopf. Die Frau meinte vorwurfsvoll: "Sicher gibt es das, aber ihr wollt das für euch behalten, weil ihr das Geschäft alleine machen wollte! Das ist richtig gemein von euch!"
 
  
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4. Februar 2010 4 04 /02 /Februar /2010 23:55
Ich kam gerade aus der Bank, da lief mir eine Kundin entgegen. Sie lud mich ins Café ein. Aha, sie wollte etwas von mir.

Und so war es auch. Es dauerte nicht lange, und sie rückte mit der Sprache raus: "Du weißt doch, ich arbeite bei Schlecker."

"Klar, da sehe ich doch ab und zu. Was ist passiert?"

"Eigentlich nichts Schlimmes, oder doch. Eine Kollegin hat mir heute erzählt, dass Schlecker Kameras installiert hat, da werden wir aufgenommen. Weißt du was davon?"

"Also, bei der Kette "Ihr Platz" scheint das der Fall zu sein, da wird gegen Schlecker ermittelt. "Ihr Platz" gehört ja auch zu Schlecker."

"Und bei den Schlecker-Filialen?"

"Da ist bisher nichts bekannt. Aber bei euch ist ja alles vollgestellt, da ist ja kaum Platz für Kameras ..."

"Aber wenn ich eine Kamera finden sollte?"

"Dann hat Anton Schlecker ein Problem. Du meldest das dann am besten den Datenschutzbehörden, für Bayern sitzen die im Ansbacher Schloss."

"Meinst du, die machen dann was?"

"Das müssen die! Und wenn nicht, dann wendest du dich an den Bundesdatenschützer. Der ist derzeit sehr sensibilisiert. Wenn jemand in seinem Laden Kameras aufstellt, dann müssen die Betroffenen darüber vorher informiert werden, beispielsweise welche Bereich mit Kameras erfasst werden, zu welchen Zeiten und welches Konzept dahinter steckt. Wenn das nicht der Fall ist, dann liegt ein Verstoß gegen das Datenschutzgesetz vor."

"Und wie krieg ich raus, ob wirklich Kameras im Einsatz sind?"

"Frag mal meinen Bären, er hat entsprechende Geräte ..."

Weitere Infos 
 
 
  
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4. Februar 2010 4 04 /02 /Februar /2010 23:32
Heute spät am abend rief mich eine Bekannte an: "Kann es sein, dass Facebook auch Menschen ausspioniert, die nicht Mitglied sind?"

"Das weiß ich nicht. Was ist denn passiert?"

"Nun, ich bin seit neuestem Mitglied. Da kannst du anderen eine Einladungsmail schicken. Eine solche Einladung habe ich einem Bekannten geschickt. Und dann ruft er mich an, er war ziemlich sauer auf mich."

"Warum?"

"Stell dir vor, er erhielt dann eine Vorschlagsliste mit Leuten, die er wirklich alle kennt! Und er hat mich im Verdacht, dass Facebook das von mir hat. Wie kommt Facebook an solche Menschen. Mein Bekannter ist kein Mitglied von Facebook."

"Hmm, das weiß ich auch nicht, aber fragen wir doch meinen Bären." Gesagt, getan!  Er meinte: "Da stand mal was in heise.de. Moment mal." Und kurze Zeit später: "Ja, ich habe da etwas gefunden, wie Facebook das schafft. Soll ich dir den Link als Mail schicken, dann kannst du es bei dir zu Hause in aller Ruhe durchlesen."

"Aber richtig ist das nicht?!"

"Natürlich nicht! Bei Facebook und dessen Gründer Mark Zuckerberg bin ich sowieso skeptisch, der soll ja auch bei der letzten Bilderbergerkonferenz dabei gewesen sein ..."

"Dann werde ich zu XING wechseln."

"Aber dann musst du monatlich dafür zahlen, damit du an andere eine Nachricht schicken kannst. Sonst darfst du nur Nachrichten beantworten, die jemand dir geschickt hast. Aber selbst darfst du keine Nachrichten von dich aus verschicken. Oder du bist Premium-Mitglied, aber das kostet."

"Die leiern einem ganz schön das Geld aus der Tasche!"

"Das ist ja Sinn und Zweck dieser sozialen Netze ..."
 
 
  
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4. Februar 2010 4 04 /02 /Februar /2010 22:33
Heute am 05.02.2010 steht der abnehmende Mond im Skorpion. Hier befindet sich der Mond im Fall, also können wir nicht allzu viel von der Wirkung des kleinen Wohltäters erwarten.

Mond im Skorpion, das sind für uns Tage, an denen wir uns mit Dingen beschäftigen sollten, die wir sonst gerne verdrängen. Und wir sollten uns immer sagen, dass wir nicht 100 %-ig perfekt sind und auch nicht sein müssen.
 
Der Mond ist absteigend. Jetzt beim absteigenden Mond können wir nun alles vorbereiten, was wir später "ernten" wollen.

Für die "haarigen" Probleme verweise ich auf einen früheren Artikel.

Bewim Schreiben dieser Zeilen erschien vor meinem Auge ein riesieger Palast, für mich ein sehr gutes Omen.

Der heutige Tag ist günstig für
  • das Zusammensetzen von vielen Einzelinformationen zu einem soliden Vorhaben
  • den Abschluss und die Unterzeichnung eines Vertrages
  • einen Fortschritt im beruflichen Alltag
  • ein Glücksspielchen
  • die Suche nach einem Schatz
Ich wünsche allen, dass ihr das Beste aus diesem Tag macht!
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4. Februar 2010 4 04 /02 /Februar /2010 11:37
Irgendwann musste ja so etwas kommen. Angesichts der Schamanenschwemme in diesem Land landete eine selbst ernannte Schamanin vor dem Landgericht. Dazu rief mich heute eine Bekannte an: "Hast du schon gelesen, in Baden-Württemberg ist eine Schamanin angeklagt!"

"Ja, ich habe das gelesen. Und ob diese Frau wirklich eine Schamanin ist, da habe ich meine Zweifel! Nur eins steht fest: Sie ist oder war sehr geschäftstüchtig! Und sie ist Sinti und in Karlsruhe geboren."

"Ja, die scheint ja ziemlich viel verlangt haben."

"Stimmt. Einer Frau hat sie 35.000 EUR abgeknöpft. Der Mann der Frau war schwer krank, die Frau meinte, sie seien verflucht. Und fürs Entfluchen verlangte die Schamanin das Geld. Und die Frau zahlte ..."

"Wie blöd können Menschen bloß sein?"

"Ach, wenn Menschen in einer schweren Krise stecken, dann klammern sie sich an den letzten Strohhalm."

"Aber dass das andere schamlos ausnützen, das ist richtig gemein."

"Stimmt. Einem Mann hat sie 80.500 EUR abgenommen. Der Kerl hatte eine Ehekrise, dafür versprach die Schamanin magische Rituale. Aber die Dokumente seien so teuer! Der arme Kerl hat sogar einen Kredit aufgenommen. Und eine Frau wollte nicht zahlen, da hat die Schamanin sie verflucht. Das ist richtig widerlich!"

"Das finde ich auch! Aber woher weißt du das alles? In meiner Zeitung stand das nicht.!

"Das steht alles in SPIEGEL Online. Ich gehe mal davon aus, dass alles stimmt. Sie hat ja in der Astrowoche inseriert. Allein, was sie alles an magischen Praktiken kann: brasilianische, kubanische, alte hebräische, keltische und schwarze Magie. Und Voodoo natürlich."

"Da kannst du nicht mithalten!" kicherte meine Bekannte.

"Und da bin ich froh darüber. Sie hat auch behauptet, sie arbeite mit Gott, Erzengeln und Dämonen. Das da keinem die Socken weggeflogen sind, wenn sie so etwas Widersprüchliches erzählt. Und Preise hatte die!"

"Ja? Wie teuer war sie?"

"Für die erste Sitzung nahm sie 1.000 EUR. Und wenn sie merkte, dass ihre Kunden Geld hatten, wurden die Sitzungen immer teurer. Wobei sie das meiste über Telefon machte."

"Das ist ja unglaublich!"

"Ruf im Internet den Artikel auf und lies alles mit Bedacht durch. Dann bist auch du nicht mehr so leichtgläubig."

"Meinst du, ich bin leichtgläubig?"

"Manchmal schon ..."
 
  
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  • : Blog von Kiat Gorina
  • : Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.
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