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20. Februar 2014 4 20 /02 /Februar /2014 18:47

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http://4.bp.blogspot.com/-z60xsnUMkLg/Uo-YRSIPeGI/AAAAAAAAAe0/Dspybe5jDds/s1600/einstein+anschlusszwang.jpgSie haben ein kleines Häuschen, idyllisch im Grünen gelegen. bis ins nächste Dorf sind es keine fünf Minuten. Das Leben ist schön,  Sie sind rundum zufrieden. Ihr kleiner Esel grast auf der Koppel, Katzen und Hund räkeln sich in der Frühlingssonne. In Ihrem Aquarium tummeln sich farbenprächtige Fische. 

Jäh ändert sich die Idylle. 

Wenn Sie jetzt duschen wollen, müssen Sie das Wasser erst mühsam heranschaffen, auf dem Herd erwärmen und in eine Gießkanne füllen. Dann haben sie wieder eine Dusche. Aquariumwasser gibt es auch nicht mehr. Ihre Tiere wollen trinken, auch dieses Wasser müssen Sie erst herbeischaffen… usw. usw. 

Ihr eigenes Trinkwasser hatten Sie zuvor schon immer im Laden geholt. Für alles andere war jahrelang der Hausbrunnen da. 

Bis zu diesem Tag: Es schellt an der Haustür : die Polizei! Unter dem Schutz der Polizisten klemmt ein Installateur Ihren  Brunnen ab. Dafür schließt er eine dicke, lange Stichleitung des kommunalen Wasserversorgers an. 

Zuvor sind Sie schon von Fachleuten gewarnt worden:  “Wenn die tatsächlich das Fernwasser anschließen, macht auf keinen Fall den Wasserhahn auf! Dieses Stagnationswasser ist kein Trinkwasser mehr! Wenn es wirklich so weit kommt, zieht am besten weg.  Euer Haus wird dadurch unbewohnbar! Oder ihr müsst euer gesamtes Wasser von woanders herbeischaffen!”

Dann kommt noch der Gerichtsvollzieher. Weil Sie sich bisher geweigert haben, Ihr Haus unbewohnbar zu machen, müssen Sie noch viel Zwangsgeld zahlen! 

Wie ist das möglich? Das kann doch nur ein Albtraum sein? 

Ist es leider nicht! In Bayern gilt der Anschluss- und Benutzungszwang . Der wurde 1935  von den Nazis eingeführt - mit der deutschen Gemeindeordnung

Dagegen gibt es keinerlei rechtliche Mittel, wie ein Urteil des Verwaltungsgerichtes zeigt. 

GLOSSE: Bayerischer Albtraum - die Stagnationswassertragödie und ein braunes Gesetz 
Veröffentlicht am 20.02.2014 von Kiat Gorina

Und der Wasserversorger hält sich nicht an die technischen Regeln, wie dies Video beweist:

Übrigens: Wenn Sie Besuch bekommen, Ihr Haus jetzt vermieten oder gar verkaufen wollen, Vorsicht! 

Wenn das Gesundheitsamt Wasserproben aus Ihrer Hausleitung untersucht, und dort etwas findet, sind Sie dran! Jedes bayerische Gericht wird Sie verurteilen.  Weil Sie als Hausbesitzer für die ordnungsgemäße Wasserversorgung verantwortlich sind!  Wenn sich in Ihrer Hausinstallation statt Trinkwasser Flüssigkeit der Kategorie 3, 4 oder sogar 5 befindet, sind Sie dran!  Dass das Wasser so vom kommunalen Wasserversorger stammt, spielt keine Rolle. Sie als Hausbesitzer haben sich strafbar gemacht! 

Fazit: Besser nicht nach Bayern ziehen, auf keinen Fall ein Haus kaufen und besser keinen Urlaub dort machen! Sie kommen dort in Teufels Küche! Oder werden krank! Oder treten Ihre Letzte Reise an …

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7. August 2010 6 07 /08 /August /2010 01:12

Heute fing meine Kristallkugel wieder zu flackern an - sie wollte mir etwas erzählen. Ich polierte sie liebevoll und schon zeigte sie mir wieder eine Sitzung der Bilderer. Das Ambiente kannte ich schon.

Nur eines war anders: Neben dem Hauptthulianer saß eine Frau! Was war passiert? Eine Frau in diesem Männerbund? Ich bekam auch gleich mit weshalb.

"Ich begrüße euch, Brüder! Die Lage ist sehr ernst, deshalb habe ich unsere Schwester, die Hochmeisterin der Rebekka-Loge eingeladen, sie hat sich über einige Details informiert und ist bereit, sie uns mitzuteilen."

Einer der Kapuzenmänner brummte: "Das ist das erste Mal, dass eine Frau in unserer Runde sitzt."

Die Frau: "Ich kann ja gehen ..." und wollte aufstehen. "Nein, Schwester! Unser Bruder hat es nicht so gemeint. Angesichts der Entwicklungen auf dieser Erde sind wir alle verwirrt. Verzeih ihm bitte."

Besänftigt setzte sich die Frau wieder. Der Hauptthulianer fing an: "Ich habe diese Sondersitzung anberaumt, weil ich von amerikanischen Milliardären aufgefordert wurde, uns an Spenden zu beteiligen. Die wollen allen Ernstes, dass wir die Hälfte unseres Vermögens spenden!"

"Und an wen sollen wir spenden?"

"Das ist uns überlassen. An Stiftungen zum Beispiel. Aber nicht an unsere eigenen Stiftungen, das ist wohl klar!"

"Und warum das Ganze?"

"Unsere amerikanischen Freunde haben Angst, ganz große Angst."

"Wovor?"

"Dass die Armen sich erheben. Der amerikanische Staat ist pleite, bald gibt es kaum noch etwas zu essen, Grund ist, dass der Break-Even-Point für Öl längst überschritten ist."

"Dann sollen sie doch die Armen erschießen! Waffen haben die Amerikaner doch genug!"

"Aber du weißt doch, du kannst nicht Millionen erschießen. Und jeder Amerikaner hat doch mindestens eine eigene Waffe!"

"Und was hat das mit dem Öl zu tun?"

"Wir wissen doch schon seit 50 Jahren, dass das verdammte Öl nicht ewig vorhanden ist. Jetzt haben wir den Punkt überschritten, dass mehr Öl verbraucht als gefördert wird. Damit dreht sich die Preisspirale für Öl immer schneller. Da verteuern sich das Öl und damit andere Produkte immer schneller. Es wird Mord und Totschlag geben."

"Und unsere amerikanischen Freunde glauben, dass sie sich mit Spenden freikaufen können? Dass ich nicht lache!"

"Was schlägst du vor?"

"Wir hatten einen Plan: wir ziehen in unsere unterirdischen Städte um und warten dort, bis die Menschen sich auf der Oberfläche der Erde gegenseitig umgebracht haben. Dann steigen wir wieder nach oben und fangen von vorne an."

"Schwester, kannst du den Brüdern erläutern, dass unser Plan scheitern wird."

"Ja, Brüder, es hat sich heimlich eine Gegenbewegung gebildet, über die gesamte Erde vernetzt."

"Das kann nicht sein, wir haben doch alle Kommunikationssysteme im Griff. Eine solche Gegenbewegung hätten wir längst entdeckt."

"Ja, wir haben nur die uns bekannten Systeme überwacht. Es gibt jedoch Systeme, die wir bis heute nicht kennen und auch nicht wissen, wie sie funktionieren."

"Was sollen das für Systeme sein?"

"Soviel wir wissen, ist es ihnen gelungen, die überall vorhandenen Gravitationswellen als Trägerwellen für Kommunikation zu verwenden."

"Dann stören wir halt die Gravitationswellen."

"Das geht nicht, wenn uns das gelänge, zerstörten wir das gesamte Universum."

"Das ist blöd."

"Aber diese Kommunikation könnten wir doch abhören?"

"Nein, das scheint ein geschlossenes System zu sein. Wir kennen sein Geheimnis nicht."

"Aber Anfang des vorigen Jahrhunderts haben doch unsere Brüder Verbindung aufgenommen mit einer außerirdischen Spezies. Die haben uns doch viele Technologien übermittelt. Fragen wir doch die."

"Das geht nicht mehr. Der Kontakt ist seit langem abgebrochen."

"Was? Das erfahren wir erst jetzt! Wieso ist der Kontakt abgebrochen?"

"Einige unserer Brüder waren zu gierig und haben diese Spezies verärgert."

"Das war blöd."

"Und wie seid ihr auf dieses neue Kommunikationssystem gekommen?"

"Nun, da gibt es hier im Krautland eine Kleine Schamanin, die war einigen ein Dorn im Auge. Da wurden dann die Büttel auf sie gehetzt. Die sollten ihre Kommunikation mit den anderen stören. Aber das klappte nicht. Wir haben sie vom Netzt total getrennt. Und ihre Botschaften tauchten trotzdem an anderen Stellen auf."

"Das gibt es doch nicht."

"Doch, das gibt es! Und deren System wurde noch mächtiger. Es ist ihnen gelungen, ihr Kommunikationssystem direkt mit ihren Gehirnen zu koppeln. Da gibt es keine Chance, da mitzuhören. Die verständigen sich quasi wie mit Telepathie. Und zwar sofort. Wenn von denen einer was denkt, kann er das sofort anderen mitteilen, ohne Zeitverzögerung."

"Und wir können das nicht abhören?"

"Nein, das können wir nicht. Wir wissen nicht einmal, wie groß deren Netz schon ist. Dieses Netz kann auch nicht blockiert werden. Die Gravitationswellen durchdringen ja alles. Das gesamte Universum. Wer weiß, vielleicht haben sie schon mit anderen Spezies Kontakt aufgenommen?"

"Ja, das könnte auch erklären, weil jetzt immer mehr Menschen von freier Energie reden und schreiben. Ich habe gemeint, wir hätten das für immer abgestellt."

"Also, was machen wir jetzt? Was antworten wir unseren Freunden in Amerika. Spenden wir auch? Lasst uns abstimmen."

Die meisten Sitzplätze wurden plötzlich in tiefrotes Licht getaucht: "Ich stelle fest, die Mehrheit lehnt Spenden ab. Ich werde das unseren Freunden jenseits des Großen Wassers mitteilen. Und wie verhalten wir uns gegenüber dem neuen Netz?"

"Notfalls kapitulieren."

"Das auf keinen Fall! Und außerdem, wie wollt ihr mit diesem Netz in Kontakt treten?"

"Vielleicht hören sie gerade mit?"

Es war, als fühlte sich meine Kristallkugel ertappt. Sie wurde sofort ganz dunkel ...

 

(C) Copyright 2004-2010 by Kiat Gorina, Windsbach. Alle Rechte vorbehalten.

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4. August 2010 3 04 /08 /August /2010 23:51

Heute meldete sich wieder meine Kristallkugel, ganz wild flackerte sie. Da nahm ich sie in die Hand und polierte sie sorgfältig und liebevoll. Sie schickte mir Bilder.

Ja, ich war wieder heimlicher Teilnehmer eine geheimen Sitzung der Bilderer. Ganz genauso wie im Kapitel III der Verblödungsbombe beschrieben. Hören wir doch mal rein:

"Jetzt hat sie also begonnen, die Vernichtung der Menschheit."

"Also, ich war von Anfang dagegen. Wenn nur 500 Millionen übrigbleiben, da haben wir ja keine Märkte mehr, wie sollen wir da Gewinn machen?"

"Und die Ölfritzen machen es so plump, halbwegs intelligente Menschen durchschauen das doch!"

"Stimmt! Da fliegt der Präsident der USA für einen Tag hin, da heuert BP Arbeiter an, die angeblich die Strände säubern. Und kaum fliegt Obama zurück, sind diese Arbeiter wieder weg. Die Fischersleute durchschauen das als Show. Diese Ölfritzen werden einfach zu frech!"

"Dem stimme ich zu: Wie die die Presse an der Nase rumführen. Einige Agenturen übernehmen die Bilder von BP, zum Beispiel von dem Zeug, das angeblich die Lecks schließen soll. Wer da genau hinschaut, erkennt das als ganz plumpe Fakes. Hier, ich habe ein Foto mitgebracht. Da erkennt ihr Kabelbinder. Für wie blöd halten die eigentlich die Menschen?"

"Die meisten sind schon verblödet, aber es gibt immer noch intelligente Menschen. Und das Schlimme ist, dass die sich im Internet miteinander austauschen!"

"Wir können doch das Internet stören?"

"Leider laufen viele unserer Geschäfte auch über das Internet, da schaden wir uns selbst."

"Ja, jetzt ist sogar diese böse Geschichte mit dem Corexit rausgekommen. Die ersten Toten hat es schon gegeben. Und dieses Teufelszeug wird auch schon in der Nordsee eingesetzt."

"Wieso? Haben die auch eine Ölpest?"

"Leider. Bisher konnte das vertuscht werden. Aber das klappt halt nicht mehr. Die Menschen sind derart sensibilisiert. Und das Corexit hat schon den globalen Wasserkreislauf erreicht. Ich fürchte, da trifft es uns auch-"

"Na ja, irgendwann müssen wir auch abtreten. Wir sind ja schon alt. Mich ärgert nur, dass die Jungs vom vatikanischen Geheimdienst mit ihrer Offenbarungsmasche doch noch Erfolg haben."

"Offenbarungsmasche? Habe ich da was versäumt?"

"In deren Offenbarung steht doch, dass der Messias wiederkommt, wenn es drauf und drunter geht. Und da wollen jetzt einige nachhelfen und so den Messias zwingen, dass er früher kommt."

"Also, dass es bei denen drauf und drunter geht, da haben wir nachgeholfen und ein paar brisante Details den Medien gesteckt."

"Aber ausgebremst haben wir sie nicht."

"Ach was, dafür ist es schon zu spät."

"Meinst du, wir müssen bald unsere unterirdischen Bunkerstädte beziehen? Das wird ziemlich ungemütlich werden ... Und langweilig! Da können wir doch keine Geschäfte machen ..."

"Ja, aber den Blödmännern bei den Ölfritzen. denen wird es dreckig gehen. Das geschieht ihnen recht. Sie haben ja ihre Insiderkenntnisse missbraucht und schnell noch ein paar Geschäftchen auf eigene Kasse gemacht."

"Ja, der frühere BP-Chef, der ist jetzt nach Sibirien abkommandiert. Was meint ihr, wie der sich den Arsch abfrieren wird."

"Wieso? Öl zum Feuern hat er doch genug!" Von allen Rollstühlen Gelächter. Aber kein frohes.

Dann erlosch meine Kristallkugel.

 

 

 

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17. Juli 2010 6 17 /07 /Juli /2010 23:49

Ich wollte gerade Schluss machen, da blinzelt mich jemand an, meine Kristallkugel. Stimmt, ich habe sie etwas vernachlässigt. Also nehme ich sie liebevoll und poliere sie blitzblank.

Sie bedankt sich mit einem Blick in einen Raum, er erinnert mich fatal an den Raum, wie er im Kapitel "In Frankfort" der Verblödungsbombe vorkommt. Ich höre bei einer Diskussion mit:

"Was ist eigentlich im Krautland los? Der Kanzlerin springen die Mitstreiter von der Schippe."

"Das stimmt leider. Alle, die eine Konkurrenz für sie darstellen, die beißt sie weg."

"Und jetzt diesen Ersten Bürgermeister von Hamburg. Dabei solle der doch Bundespräsident werden, nach Köhler."

"Das mit Ole von Beust, da steckt die Kanzerin nicht dahinter, das haben die Eliten angeleiert."

"Wieso? Beust ist doch einer von ihnen."

"Jetzt nicht mehr! Er zieht über die Reichen her!

"So, was hat er denn gesagt?"

"Zum Beispiel: 'Der Reichtum wird heute erbarmungslos gezeigt. Die Uhren werden immer größer, die Autos immer chrombeladener. Viele protzen munter' und 'Früher galt es in Hamburg als schicklich, dass derjenige, der viel Geld hat, es nicht zeigt. Inzwischen wird in Hamburg genauso angegeben wie in Düsseldorf.'

"Diese Eliten sollen sich nicht so haben. Die übertreiben doch tatsächlich. Und wir wollen Ruhe im Karton. Wir sind doch nicht so blöd wie einige vatikanische Gruppen, die unbedingt das Chaos herbeiführen wollen. Weil sie dann meinen, der Messias kehre zurück."

"Chaos haben die Kirchen angestellt, vor allem in ihren eigenen Reihen, ein Missbrauchfall nach dem andern."

"Ja, die Menschheit verblödet immer mehr. Aber solange konsumiert wird, soll es uns recht sein. Und je blöder, umso besser für unsere Geschäfte."

"Aber zurück zu den Eliten: Was passt denen nicht, in Hamburg gibt es doch die meisten Millionäre!"

"Diese Schulreform! Sie haben Angst, dass ihre Kinder zwei Jahre länger mit den Kindern der Armen zusammen im selben Klassenzimmer sitzen müssen."

"Die haben vielleicht Probleme! Die sollen für Konsum und Umsatz sorgen und nicht für ihren Standesdünkel! Irgendwie werden mir die Eliten im Krautland zu frech."

"Mir auch, ich schlage für, dass wir einige ausdünnen. Dann reißt sich der Rest zusammen und macht, was wir ihnen vorschreiben."

"Ach ja, was macht unser Geheimer Imperator?"

"Der funktioniert wieder! Er dreht jetzt eine Riesenserie, die wird wöchentlich gesendet. Das wird ein richtiger Straßenfeger."

"Worum geht es denn?"

"Um die Abenteuer der Kleinen Schamanin."

"Was? Lebt die immer noch? Ihr Vater wurde doch beauftragt, dieses Problem zu lösen! Hat der alte Kippmann wieder versagt?"

"Sind wir froh, sonst könnte der Geheime Imperator diese Serie nicht drehen ..."

Und die Kugel erlosch.

 

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14. Dezember 2009 1 14 /12 /Dezember /2009 01:10
Hallo zusammmen,

bisher sind fünf Kapitel zur Verblödungsbombe erschienen:

Kapitel I: Wie alles begann

Kapitel II: Die Bruderschaft der Bilder

Kapitel III: In Frankfort

Kapitel IV: Die Kuckuckstochter (Teil I) 

Kapitel V: Die Kuckuckstochter (Teil II)

Ich wünsche euch vergnügliche und spannende Lesestunden!

Liebe Grüße, Kiat 
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14. Dezember 2009 1 14 /12 /Dezember /2009 00:48
Am nächsten Morgen trafen sie sich alle am Flughafen: am Zoll wurden sie wieder nur durchgewunken, ein extra Zubringerbus brachte sie zum Airliner des Imperators. Den Stewardessen stellte der Imperator die Frauen und die Hundeführerin als Gäste vor. Als sie Platz genommen hatten, kam der Kapitän zum Imperator und flüsterte ihm ins Ohr. Dann ging er wieder nach vorne ins Cockpit.

"Was ist los?", fragte ihn Monica.

"Der vorgesehene Copilot wurde plötzlich krank, und der Ersatz ist ziemlich komisch. Der Kapitän hat ihn noch nie gesehen."

"Den schau ich mir mal an," sagte Monica und ging nach vorn ins Cockpit. Gleich schnauzte sie der Copilot an, ein unsympathischer Mensch mit wenigen Haaren. Abgesehen von seiner Uniform sah er aus wie ein Mönch. "Frauen haben hier nichts verloren. Verschwinden Sie!"

"Das sagen Sie am besten dem Imperator." Der Kapitän grinste, er hatte ja gesehen, dass Monica neben dem Imperator gesessen hatte. Monica wandte sich freundlich an den Kapitän und fragte ihn: "Kennen Sie das Gebiet, das wir auf keinen Fall überfliegen dürfen?" Der Kapitän nickte und meinte: "Mein neuer Copilot scheint nicht damit einverstanden zu sein, er wollte unbedingt Kurs direkt über dieses Gebiet nehmen, angeblich weil es schneller ..."

"geht." wollte er noch sagen, da war auch schon der Copilot aufgesprungen und wollte dem Kapitän ein Messer an die Kehle setzen. Aber er kam nicht dazu. Monica setzte eine ihrer berüchtigten Griffe an, der Copilot wurde ohnmächtig. Monica rief nach hinten: "Schwestern, es gibt Arbeit!".

Sofort stürmten die Drei das Cockpit, verschnürten den Copiloten und klebten ihm den Mund zu. Da steckte auch der Imperator den Kopf ins Cockpit und sah den verschnürten Copiloten, der immer noch ohnmächtig am Boden lag.

"Ist der auch hin? Ihr wolltet ihn doch leben lassen!"

"Nö, Monica hat ihn nur betäubt. Sobald er wach wird, ziehen wir ihm die Hosen aus, wahrscheinlich trägt der auch so lange Dinger."

"Aber lasst ihn leben, ich habe die richtige Strafe für ihn!"

Es dauerte auch nicht lange, da schlug der Gefesselte die Augen auf. Er sah in die Gesichter der Frauen, die sich interessiert über ihn beugten. Er wollte schreien, das ging nicht, das Pflaster.

Dann öffnete die Blonde seine Gürtelschnalle und zusammen mit der Rothaarigen zogen sie ihm die Hose aus. Er wehrte sich mit aller Kraft und strampelte wie verrückt. Da berührte ihn Monica mit der Zehenspitze am Solarplexus, er wurde steif, und er lag ohne Beinkleider da.

Der Imperator sah die langen Unterhosen: "Tatsächlich! Noch so einer! Also, Mädels, den verpackt ihr mir ganz sorgfältig. Das wird der Superstar für Drei-Icks!"

Der Copilot wurde nochmal verschnürt und dann nach hinten geschleift. Vorher beschnüffelten ihn die Sprengstoffhunde, und sie spürten Sprengstoff auf. Der Typ trug tatsächlich mehrere Sprengstoffstangen unter seiner Uniform, die mit einander verkabelt waren. Und es gab einen Empfänger. Der Experte untersuchte ihn und schüttelte den Kopf: "Da gibt es einen Empfänger für ELF-Signale. Das verwenden normalerweise nur Militärs. Und dann einen zweiten Sender für Satellitenfunk, aber für Frequenzen, die nur dem Militär vorbehalten sind. Seltsam, seltsam. Ich werde die Ausgangstufen der Empfänger lahmlegen und ihr sucht das ganze Flugzeug ab, ob ihr noch mehr Sprengstoff findet."

Die Hunde wurden noch einmal fündig, in der Bordküche. Zur Sicherheit wurde auch noch der Frachtraum durchsucht: negativ. Inzwischen hatte der Kapitän dem Tower einen Code durchgegeben, es wurde sofort Alarm ausgelöst und Löschfahrzeuge fuhren heran, für den Fall das der Airliner explodiert. Soweit kam es nicht. 

Die Hundeführerin war sich sicher, es gab keinen weiteren Sprengstoff im Flugzeug. Der Imperator fragte Monica: "Und du meinst, wir sind jetzt sicher?"

"Gib mir deine Handkommunikation, ich rufe meine Kleine Schamanin an."

Sie erzählte ihrer Freundin, was passiert war und dass sie den falschen Copiloten gefesselt hatten. "Passt ja auf diesen Typen auf, das ist ein Selbstmordattentäter, dem haben die das Paradies versprochen, er ist zu allem fähig. Habt ihr überprüft, ob er einen Sender bei sich hat, der regelmäßig Signale von sich gibt? Seine Auftraggeber wollen diesmal auf Nummer sicher gehen. Aber ich denke, ihr seid sicher und könnt starten."

Die Flughafenleitung war erleichtert, dass es sich offensichtlich um einen falschen Alarm handelte und zog die Löschfahrzeuge ab.  Die Frauen, die Hundeführerin mit ihren Hunden und der Bombenspezialist verließen das Flugzeug, die Gangway wurde eingefahren und der Tower gab Startlaubnis.

Der Kapitän meinte, dass er keinen Copiloten brauche. Die Strecke schaffe er auch alleine. Kaum war der Airliner in der Luft, bestellte Monica bei den Stewardessen zwei Cognac: "Lass uns anstoßen, die Gefahr ist vorüber ..."

Mit dankbaren Augen stieß der Imperator an und seufzte: "Monica, wenn ich dich nicht gehabt hätte! Wie kann ich dir nur danken? Und deiner Kleinen Schamanin?"

"Sie ist zur Zeit etwas knurrig. Da hat sie doch vor vielen Wochen einen Termin vereinbart mit einem Direktor einer Einrichtung der Evangolen. Wegen einer Lesung ihres Buches. Und dann sollte die Werbung beginnen, da hat ein Feld- und Wiesendekan sein Veto eingelegt."

"Ha, wenn es weiter nichts ist, dem reiße ich den Arsch auf! Was sind überhaupt Evangolen? Ist das eine Sekte?"

"Die Katholen sagen Ja, die nennen die auch Protester, weil sie gegen die Katholen protestiert haben."

"Dann sind sie mir unsympathisch. Meine Familie war alles Katholen! Und diese Protester müssen ja komische Leute sein."

"Im Krautland hatten sie Führer, der hat die Kirche der Evangolen gegründet. Er hat behauptet, dass seine Eltern arm waren. Sein Vater war Kaufmann und nannte sich Luder. Der Evangolengründer legte sich den Namen Luther zu. Und so arm können die nicht gewesen sein, Historiker haben einen Abfallschacht der Luders gefunden, da waren fast nur Geflügelknochen drin ..."

"Ach Monica, das ist doch immer dasselbe bei diesen Sekten. Am Anfang steht meist mindestens eine Lüge."

Dann nickten beide ein. Sie wachten erst wieder auf, als das Bordessen serviert wurde. Schweigend aßen sie. Dann fragte der Imperator: "Du wolltest mir doch von einer Kuckuckstochter erzählen, vielleicht gibt das einen Stoff für meine Filme."

Monica warnte ihn: "Aber das ist ziemlich lange. Du weißt ja sicher, dass die Krauts einst im einem vergangenen Jahrhundert gleich zwei Kriege geführt haben, gegen den Rest der Welt. Den ersten haben sie verloren. Und die Sieger hatten ihnen verboten, wieder Waffen und Flugzeuge zu bauen. Da fingen die Krauts an, mit Raketen zu experimentieren. Anfangs lachten die Siegermächte darüber und nahmen es nicht ernst. Aber als die Raketen immer schneller und größer wurden, da war es zu spät. Und die Krauts brachen den Zweiten Krieg gegen den Rest der Welt vom Zaun."

"Ja," unterbrach sie der Imperator, "das muss die Zeit des Duce gewesen. In meiner Familie kämpften viele für den Duce."

"Die Krauts hatten eine Geheimorganisation, die immer junge technische Talente suchte. Da gab es einen jungen Adolf Kippmann, der damals bei den Habichtwerken Lehrling war. Seinem Meister fiel er wegen seiner Begabung auf, sie meldeten es dem Blockwart und der dem Gauleiter. Und so erfuhr die Geheimorganisation davon, sie holte diesen jungen Adolf nach Peenemünde, dort bauten die Krauts ihre Raketen, die sie auf die Hauptstadt der Insel der Anglaner richteten.

"Dieser Adolf war groß, blond und blauäuig und passte damit in das arische Zuchtschema. Er war deshalb zum Reichsjunker vorgesehen und nahm regelmäßig an Vorbereitungskursen in der Burg der Wewel teil."

"Moment, was sind denn Reichsjunker?"

"Die waren für die Nachzucht vorgesehen. Mit großen, blonden und blauäugigen Frauen."

"Uih, diese Szenen können wir in den Drei-Icks-Studios drehen. Das sprengt alle Superlative. Wenn das kein Knüller wird. Da kann meine Konkurrenz einpacken. Das wird ein Straßenfeger. und, wie geht es weiter?"

"Naja, dieser Adolf Kippmann wird dann Oberfeuerwerker und überlebte den Krieg der Krauts. Danach arbeitete er wieder bei den Habichtwerken und wurde da sogar Chefkonstrukteur. Und er setzte die Technik der Raketen bei den Nähmaschinen der Habichtwerke ein."

"Was, sind da die Nähmaschinen in die Luft geflogen?"

"Nein, das nun nicht!", lachte Monica, "die Krauts hatten ihre Raketen mit Druckluft gesteuert und das setzte Adolf Kippmann bei seinen neuen Nähmaschinen ein."

"Prima Idee, das ist wie bei den Bremsen beim Auto. Die ganz alten Autos, da wurden die Bremsen mit Seilen betätigt, war ziemlich anfällig."

"Diese Nähmaschinen wurden sehr berühmt, denn sie liefen viel schneller und ruhiger. Die Habichtwerke stellten ihre Maschinen im östlichen Krautland auf einer Mustermesse aus. Und zwar in Leibschg. Das gehörte damals zu den Reußen. Die wollten auch so schnelle Maschinen haben. Also forschten sie Adolf Kippmann aus und fanden eine schwache Stelle. Obwohl er einst für die Nachzucht arischer Kinder, also blond und blauäugig, eingesetzt werden sollte, stand er aber besonders auf exotische Frauen. Ein Oberst der Reußenarmee hatte ein Verhältnis mit einer sehr rassigen Mongolin, die wurde ins östliche Krautland geschickt und auf diesen Adolf Kippmann angesetzt.

"Und ich weiß schon wie es weitergeht!" sagte ganz aufgeregt der Imperator. Er hüpfte geradezu in seinem Sessel herum: "Die Mongolin geht mit ihm ins Bett, das drehen wir wieder im Studio Drei-Icks, und der Mann verrät alle Betriebsgeheimnisse. Da stecken wir ein Mikrofon in die Matratze und unterm Bett steht ein riesiges Tonbandgerät, so ein richtig altertümlicher Kasten."

"Stimmt", meinte Monica trocken, "aber es geht noch weiter!"

"Halt, das reicht für einen Film!"

"Wieso denkst du immer an einen Film? Du sollst einen Straßenfeger produzieren. Mach doch eine Serie draus, wird einmal die Woche gesendet. Was meinst du, wieviel Zuseher da vor den Fernsehern sitzen, Woche für Woche."

Der Imperator stutzte. "Monica, das ist die Idee! Aber hast du soviel Stoff für viele Serien?"

"Aber sicher! Willst du wissen wie es weitergeht?"

"Na klar! Erzähl weiter!"

"Die Mongolin wird von Adolf Kippmann schwanger, sie muss die Armee der Reußen verlassen und kehrt zu ihrer Sippe zu den mongolischen Nomaden zurück."

"Das ist gut, ich hab dir doch von dem verrückten Mongolenfilm erzählt, da haben wir noch den ganzen Kram, den können wir dafür verwenden."

"Dort bringt sie ein Mädchen zur Welt, aber leider blond und blauäugig! Das ist eine Schande für sie, sie ist ja die Tochter eines Stammesfürsten."

"Das ist auch gut! Auf Adel und Fürsten und solche Leute sind die Zuschauer immer wild! Ich weiß auch nicht warum."

"Das lenkt halt schon von der eigenen schlechten Lage ab," meinte Monica trocken.

"Das wird es wohl sein," murmelte der Imperator und fuhr fort: "Hast du dir das alles ausgedacht?"

"Nein," lachte Monica, "das ist die Lebensgeschichte meiner Kleinen Schamanin."

"Was? Da haben wir ja eine echte Zeitzeugin! Die können wir dann fürs Marketing einsetzen."

"Ich glaube nicht, sie ist etwas scheu und außerdem machen die Evangolen gerade Jagd auf sie und wollen ihr Buch verhindern."

"Was? Sie hat ein Buch geschrieben? Das musst du mir aber vorlesen."

"Dann muss ich es vorher übersetzen, es ist in deitsch geschrieben."

"Macht nichts, ich kann warten."

Da meldete sich der Kapitän: "Wir befinden uns kurz vor dem Gebiet. Ich biege jetzt nach Süden ab und umfliege es südlich."

Wenig später war ein schriller Pfeifton zu hören, aus verschiedenen Richtungen. Monica stand auf und ging in die Bordküche und schaltete die Empfänger ab. Und auch zu den anderen Stellen, an denen sie Bomben gefunden hatten. Dann öffnete sie die Tür zum hinteren Frachtraum, eine Gestankswolke quoll ihr entgegen. Der verschnürte Typ hatte sich in die Hosen gemacht. Sie suchte voller Ekel nach den Empfängern und schaltete sie aus.

Das Pfeifen verstummte, nur noch ein Piepsen war zu hören. Sie erschrak. Hatte der Experte etwas vergessen?

Es kam aus dem Teil, in dem die Stewardessen ihre Kleidung aufbewahrten. Zielstrebig tastete Monica die Stapel ab und wurde fündig: eine Handkommunikation, bei der der Akku kurz vor dem Enladen stand ...

Der Imperator fragte: "Was hast du gemacht?"

"Der Experte hat ja die Empänger laufen lassen und wenn ein Signal zum Zünden kommt, dafür hat er den Pfeifton eingebaut. Jetzt wissen wir, was unserer Freunde vorhatten. Wir sollten geradewegs in dieses Gebiet hineinfliegen. Und dann hätte es geknallt. Da sind schon viele Flugzeuge verunglückt. Da bestehen große Anomalien im Magnetfeld der Erde und die elektronischen Geräte fangen an zu spinnen. Da hätten wir kaum überlebt."


wird fortgesetzt ...
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7. Dezember 2009 1 07 /12 /Dezember /2009 18:01
Hallo zusammmen,

bisher sind vier Kapitel zur Verblödungsbombe erschienen:

Kapitel I: Wie alles begann

Kapitel II: Die Bruderschaft der Bilder

Kapitel III: In Frankfort

Kapitel IV: Die Kuckuckstochter (Teil I) 

Ich wünsche euch vergnügliche und spannende Lesestunden!

Liebe Grüße, Kiat 
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6. Dezember 2009 7 06 /12 /Dezember /2009 23:15
Da die ersten Gefahren heil überstanden waren, wurde auch der Imperator wieder gelassener. Irgendwie fand er es beruhigend, dass es einen Menschen wie diese Kleine Schamanin gab. Mit ihren Warnungen hatte sie ihnen sehr geholfen.

Also lud er alle zum Essen ein: "Ich lade euch zu einem Fünf-Gänge-Menü ein, wir dürfen zwar das Hotel nicht verlassen, aber den Appetit lassen wir uns nicht verderben." Dann telefonierte er lange mit dem Chefkoch.

Etwas später kündigte sich der Zimmerservice an, angeführt von einem Mann mit sehr schlechter Ausstrahlung. Monica spürte dies. Sie befand sich im Nebenraum. Ein Spiegel in diesem Raum gewährte den Blick durch die Zwischentür zum Servierwagen.

Da, sie sah, wie der Kellner ein Flässchen aus seiner Hosentasche zog, es öffnete und in die Karaffe mit exotischem Fruchtsaft schütten wollte. Monica schoss blitzschnell auf den Kellner zu, ein Tritt traf seinen Oberkörper, er schnappte nach Luft und klappte zusammen. Die drei anderen Frauen fingen erst das Flässchen und dann den Kellner auf und verschürten ihn zu einem Paket.

Monica nahm ihm das Fläschen und schnupperte vorsichtig aus einiger Entfernung: "Aha, Bittermandel, Blausäure ..." Sie versuchten die Fenster zu öffnen, was gar nicht so einfach war. Wegen der Klimatisierung waren alle Fenster versiegelt. Aber sie wollten auf Nummer sicher gehen. 

Der Imperator hatte sich nur gewundert, dass die vier Frauen herumwirbelten. Dann erzählten sie ihm, was passiert war. Zuerst wurde der Imperator leichenblass, dann puterrot. Er griff zum Hörer und wählte eine lange Nummer. Es war ein Investor aus einem reichen osmanischen Land. Er hatte lange vor dem Großen Ölmangel auf Sonnenenergie gesetzt und seine Wüsten mit Solarzellen zugepflastert. Mit dem quasi kostenlosen Strom zerlegte er das unterirdische Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff. Diese beiden Gase wurden komprimiert und in viele Länder exportiert.

Wasserstoff war ein sehr guter Ersatz für das immer teurer werdende Erdöl. Und Wasserstoff verbrennt ja rückstandsfrei zu Wasser. Weil er einer der Ersten war, der dies anbot, wurde er sehr reich und investierte auf vielen Geschäftsfeldern, so auch in Hotels. Der Imperator fragte den Scheich: "Du hast immer gesagt, du bist mein Freund! Wie konnte es dann geschehen, dass ein Kellner deines Hotels in Frankfort mich soeben mit Blausäure vergiften wollte?!"

Der Scheich beteuerte seine Unschuld und versprach, gleich seinen Hoteldirektor zusammenzufalten. Es dauerte nicht lange, da erschien ein knubbelnasiger Mann mit raspelkurz geschorenen grauen Haaren in der Imperatorsuite, er stellte sich als der stellvertretende Hoteldirektor vor. Mit leicht erkennbarem russischen Akzent.

Der Imperator war wütend: "Kann dieses Arschloch von Hoteldirektor nicht persönlich kommen?"

Der Stellvertreter: "Ist nicht möglich. Er wurde angerufen, von unserem neuen Eigentümer. Seitdem hat er sich im Klo eingesperrt. Es ist nur ein ständiges Gewürge zu hören. Er weiß wohl nicht, wie herum zu erst aufs Klo!" Der Stellvertreter grinste. Dann sah er den Kellner, der immer noch gefesselt auf dem Boden lag.

"Das ist also das Schwein!" und trat dem Kellner mehrmals in die Rippen. Der Kellner kam zu Bewusstsein und stöhnte. Der Stellvertreter packte ihn mit beiden Händen und warf ihn auf einen Tisch, auf dem Rücken liegend. Dann faltete er eine Decke über seinen Bauch und legte dann ein großes Serviertablett darauf. Dann schlang er seine beiden Hände ineinander und schlug mit aller Wucht auf das Tablett. Dem Opfer blieb die Luft weg.

Die Frauen sahen sich wissend an. Dies war wohl ein Spezialist für Verhöre. Er wartete, bis der Kellner wieder zu Atem kam. Dann fragte er ihn: "Dein Auftraggeber?" Der Kellner schwieg. 

Wieder ein Schlag auf das Tablett. Diesmal dauerte es schon länger, bis der Kellner wieder atmen konnte.

"Dein Auftraggeber?!" Keine Anwort. Nur vor Angst weit aufgerissene Augen.

Noch ein Schlag auf das Tablett. Der Kellner kam nicht mehr zu Atem.

"Das war wohl zu fest! Von dem erfahren wir nichts mehr!"

"Aber vielleicht von der Kleinen Schamanin", meinte die Rothaarige. Der Stellvertreter grinste: "Wer von euch ist eine Schaman? Ihr seid doch alle zu hübsch!"

Monica rief die Kleine Schamanin an. Sie schaltete den Lautsprecher ein, so dass alle mithören konnten. Die Schamanin hörte sich alles ganz ruhig an, so als ob sie nichts anderes erwartet hätte: "Das war Plan B des vatikanischen Geheimdienstes. Aber der Kellner war ja ziemlich blöd, hätte er das Flässchen auf dem Gang ausgeleert, wäre es vielleicht anders ausgegangen. Aber das zeigt, dass die Leutchen vom vatikanischen Geheimdienst improvisieren mussten. Und darin sind sie meistens sehr unbeholfen. Eben Männer!"

Monica: "Bist du ganz sicher?"

"Klar! Zieht ihm die Hosen aus, dann werdet ihr sehen, dass der knielange weiße Unterhosen mit scharf gebügelten Falten trägt. Diese Unterhosen sind aus Leinen und haben kein Schlitz. So richtige Liebestöter halt."

Da zog die Blonde der Leiche schon die Hosen aus. Und wirklich: Der Typ von Kellner trug solche Unterhosen.

Monica fragte: "Was ist denn das für ein Verein, der solche Unterhosen trägt?"

"Die haben in ihrer Bibel die Geschichte mit den Nasiren falsch verstanden. Früher bei den ersten Juden gab es Männer, die gelobten sieben Jahre, sich nicht die Haare zu schneiden und keine Weintrauben zu essen. Das haben dann die sexfeindlichen Christen umgemodelt: Diese christlichen Nasire geloben ihr ganzes Leben lang keine Frau anzufassen und auf keinen Fall Sex mit einer Frau zu haben."

Der Imperator meinte bedauernd: "Schade, dass der krepiert ist. Den hätte ich im Studio Drei-Icks fesseln und dann von vielen Frauen vergewaltigen lassen. Also, wenn wir wieder einen erwischen, den lassen wir am Leben, der bekommt dann die Hauptrolle in einem Film der Kategorie 12FM. Das wird sicher ein Renner!"

Die Rothaarige fragte: "12FM?"

Monica erklärte: "12 Frauen und ein Mann!" Und dann fragte sie die Kleine Schamanin: "Meinst du, die schlagen noch mal los?"

"Passt im Flugzeug auf! Haltet euch daran, was ich euch gesagt habe. Alles Gute für euch!"

Der Stellvertreter staunte: "Da habt ihr ja eine richtige Babajaga! Ich staune."

Der Imperator fragte: "Was machen wir jetzt mit der Leiche?"

Der Stellverteter: "Wir haben einen speziellen Zimmerservice. Unser Freund nimmt jetzt ein Säurebad ... " Kurz darauf erschienen zwei stämmige Kerle mit einem Wäschewagen, sie warfen die Leiche hinein und legten Wäsche darüber. Damit fuhren sie in den Keller. Sie fielen den Hotelgästen überhaupt nicht auf.

Eigentlich hätte dem Imperator und den Frauen der Appetit vergehen müssen. Aber sie waren hungrig und bisher heil davon gekommen. Der Stellvertreter ließ ein neues Fünf-Gänge-Menü kommen, er hatte persönlich dem Chefkoch über die Schultern geschaut. Der schwitzte noch mehr als sonst.

Die Fünf ließen es sich schmecken, sie diskutierten darüber, woher sie die Sprengstoffhunde und einen Sprengstoffspezialisten nehmen sollten. Die drei Frauen nannten Monica mehrere Namen und erzählten ihr, was sie über sie wussten. Der Imperator forderte seine Manager in der Frankforter Niederlassung auf, bei der Suche behilflich zu sein. "Aber keine Schauspieler, echte Spezialisten!"

Die Frankforter wunderten sich nicht, sie hatten sich das Denken abgewöhnt, die Arbeit für den Imperator war fast wie beim Militär: Denken unerwünscht!

Es dauerte nicht lange, da wurde eine Frau mit zwei Hunden angekündigt. Sie sollte ins Hotel kommen. Der Hotelmanager hatte mittlerweile sein Klo verlassen und neue Kleidung angelegt. Er stolzierte gerade aus seinem Chefbüro, da kam die Frau mit ihren beiden Hunden. Das war zuviel! Er wollte der Frau den Zutritt verweigern. Die Frau zückte ihre Handkommunikation und rief in der Imperatorsuite an. Monica nahm ab, hörte sich an, was der Hoteldirektor da für eine Schau abzog und sagte der Hundeführerin, sie sollte warten, mit den Hunden.

Einem der Hunde wurde es langweilig, er stellte sich neben dem Hoteldirektor und bepinkelte dessen Hosenbeine. Sein Stellvertreter sah es von weitem und eilte herzu. Dem Direktor zischelte er ins Ohr: "Freundchen, willst du wieder ins Klo?".

Der Direktor zuckte zusammen, er hatte schon gemerkt, dass sein Stellvertreter mehr zu sagen hatte als er, und verschwand in sein Edel-Büro mit seinen edlen Teppichen. Seine Sekretärin und Geliebte feilte gelangweilt an den Fingernägeln und maulte ihn an: "Sag mal, wo bist du gewesen? Du stinkst nach Hundepisse!" Und dann sah sie seine nassen Hosenbeine. "Igitt, du tropfst ja! Bist du nicht mehr dicht?"

Wieder zuckte der Direktor zusammen, er sah das Malheur und war den Tränen nahe. Seine Geliebte hatte Mitleid mit ihm, zog ihn aus und schleppte ihn unter die Dusche. Vorher hatte sie noch ein Schild "Nicht stören!" außen an die Bürotür gehängt und die Tür von innen verschlossen. Dann stieg sie auch unter die Dusche und verwöhnte ihren Direktor mit einer Body-Body-Massage. Das brachte ihn auf andere Gedanken ...

Der Stellvertreter hatte zwischenzeitlich die Hundeführerin mit ihren Hunden persönlich zur Imperatorsuite gebracht. Dann zog er sich schleunigst zurück. Er hatte mitbekommen, dass der Imperator den neuen Investor sehr gut zu kennen schien, also wollte er auf keinen Fall unangenehm auffallen. Er freute sich schon, bald Direktor zu sein. Dass der jetzige Direktor bald abgelöst wird, das war ihm klar.

Die vier Frauen waren von der Hundeführerin und ihren Hunden beeindruckt. Nur der Imperator meinte: "Das scheinen ja die reinsten Promenadenmischungen zu sein!" Monica fuhr ihn an: "Deshalb sind sie ja so gut!" Die Hundeführerin sah anerkennend Monica an. Sie nannte ihr Honorar, es war happig, aber der Imperator nickte nach kurzem Überlegen. Was war besser? In die Luft zu fliegen oder zu bezahlen?

Mit der Hundeführerin wurde noch vereinbart, ab wann sie morgen am Flugplatz sein sollte. Dann rief Monica den Stellvertreter an und bat ihn dafür zu sorgen, dass die Hundeführerin mit ihren Hunden unbehelligt das Hotel verlassen kann. Der Stellvertreter erledigte das prompt.

Dann meldete sich die Niederlassung, sie hätten einen Bombenexperten gefunden, er sei jedoch schon etwas älter. Eine Stunde später saß er in der Imperatorsuite. Er gefiel Monica auf Anhieb, mit seinen klaren Augen beobachte er alles, ihm entging anscheinend nichts. Der Imperator wollte maulen: "Scheint ziemlich alt zu sein ..." Monica fuhr ihn an: "Dafür scheint er viel Erfahrung zu haben." Sie hatte ihm vorher auf den Zahl gefühlt und festgestellt, dass er sogar den Unterschied zwischen "Gelatine" und "Gelantine" kannte. Das wusste selbst das große öffentlichte Lexikon im Netz nicht ...

Die Frauen waren für den Mann, der Imperator wurde überstimmt. Da fiel Monica noch etwas ein. Sie hatte sich etwas aufgeschrieben: "Meine Kleine Schamanin hat mir noch gesagt, dass wir morgen beim Rückflug folgendes Gebiet im Atlantik meiden sollen: zwischen den Längengraden 33 und 46 Grad und 17 Grad nördlicher Breite und 3 Grad südlicher Breite. Hier ist der Zettel. Teile das deinem Kapitän mit."

Der Imperator maulte: "Was soll das sein? Woher will die das wissen?"

Da fielen die Frauen über ihn her: "Die Kleine Schamanin hat uns bisher sehr geholfen. Also halte dich an ihre Warnungen, wenn dir dein Leben lieb ist!" 

"Ist ja schon gut, ich sage gleich den Kapitän Bescheid."








wird fortgesetzt ...

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29. November 2009 7 29 /11 /November /2009 01:57
Das dritte Kapitel der Verblödungsbombe ist fertig, es spielt in Frankfurt. Den Text findet ihr HIER. Viel Spaß beim Lesen!

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29. November 2009 7 29 /11 /November /2009 01:53
Am nächsten Morgen wurde Monica von einem Zimmermädchen geweckt, einer sehr jungen und sehr hübschen Latina: "Frau Monica, Sie müssen aufstehen ..." Langsam stemmte Monica ihre Augen auf und sah die Latina. Stimmt, sie wollten ja früh aufstehen, sie mussten ja nach Frankfort fliegen. Die Latina fragte sie: "Der Imperator möchte wissen, ob sie mit ihm frühstücken wollen?"

Monica sprang aus dem Bett und reckte sich: "Ich dusche mich erst mal!" Die Latina wies auf mehrere Berge von Wäsche und Kleidung: "Der Imperator hat mich beauftragt, für Sie Wäsche zu besorgen ..." Monica ging unter die Dusche. Danach bestand das Zimmermädchen darauf, ihr den Rücken abzutrocknen. Dann sah sich Monica die Textilhaufen an und suchte sich Passendes heraus. Es stand auch ein Edelkoffer da, da legte die Latina die Kleidungsstücke sauber gefaltet hinein.

Monica klopfte an die Zwischentür, und ging in die Imperatorensuite. Der Imperator wartete schon auf sie, er erhob sich, strahlte sie an: "Guten Morgen, hast du gut geschlafen?"

"Ja, recht angenehm. Und jetzt habe ich Hunger." 

Beide frühstückten, Monica fragte: "Wann müssen wir los?"

"So in einer halben Stunde kommt der Chauffeur, der bringt uns zum Flughafen." 

Monica bestaunte den Airliner, der auf sie wartete. Die Sitze waren üppig gepolstert und sehr bequem. Sie setzten sich nebeneinander, zunächst schwiegen sie, dann fing Monica an: "Willst du allein zu dieser Hinterhofadresse fahren? Ich habe da so ein komisches Gefühl."

"Ich auch ... Was schlägst du vor?"

"Wenn du willst, fahre ich mit und warte im Taxi. Und du könntest vielleicht noch zwei Leibwächter ordern. Hast du eine Niederlassung in Frankfort? Die könnte das übernehmen, am besten ein Spezial-Taxi, das gepanzert ist."

"Ist deine Ahnung so schlecht?"

Sie nickte sorgenvoll. "Ich glaube, ich rufe in Frankfort meine Kleine Schamanin an. Mach dir keine Sorgen, wir kriegen dich heil heraus." Der Imperator griff nach ihrer Hand und drückte sie. Er kam ihr vor wie ein kleiner Junge, der im Dunkeln nach Mutters Hand greift. Eigentlich war er ein netter Mensch, wenn er sein Imponiergehabe abgelegt hat.

Monica nickte bald ein, zum Lesen hatte sie keine Lust. Und sie wollte Kraft sammeln für den kommenden Tag. Nach zwölf Stunden Flug kündigte der Kapitän die Landung in Frankfort an. Monica kannte Frankfort von früher, aber sie erschrak, als sie diese Stadt von oben sah. Sie konnte genau die gated areas erkennen, wo die Reichen hinter Mauern wohnten. Und dann sah sie die umliegenden Ghettos, die von oben her verwahrlost ausschauten. Sie wusste, dass in manche Ghettos keine Polizei hineinfuhr, das wurde den Banden überlassen. Am schlimmsten sah es von oben in der Gegend in der Nähe des Bahnhofs aus, wie fast in allen Großstädten. Und in der Nähe des Bahnhofs wurde der Imperator morgen erwartet. Sie sah viele Rauchwolken aufsteigen, wahrscheinlich waren Autos angezündet worden.

Kaum war der Privatjet gelandet, kam auch schon der Zubringerbus, der sie zum Zoll brachte. Dort wurden sie nur durchgewunken.  Am Infopoint erwarteten sie zwei freundliche Sekretärinnen von der Frankforter Niederlassung, die sie zum Hotel in der Innenstadt brachten. Kaum hatten sie im Hotel eingecheckt und ihre Zimmer bezogen, wurde die Suite des Imperators zur Kommandozentrale. Monica übernahm das Kommando. Sie fragte die Sekretärinnen nach zuverlässigen Leibwächtern: "Wir brauchen mehrere Bodyguards, am besten weibliche und einen sehr guten Fahrer. Und dann noch ein gepanzertes Spezial-Taxi." Ohne mit der Wimper zu zucken, nickten die beiden Frauen und begannen zu telefonieren. Sie dachten, der Imperator brauche das alles für eine Filmproduktion. Sollten sie doch.

Als sie alleine waren, fragte der Imperator: "Warum weibliche Leibwächter?"

"Frauen kämpfen einfach besser", war Monicas kurze Antwort.

Zwei Stunden später meldete die Niederlassung, dass sie drei Frauen gefunden hatten: "Die sollen sehr gut sein! Die kommen in dreißig Minuten ins Hotel."

Genau dreißig Minuten später klopfte es, Monica öffnete die Tür und musterte anerkennend die drei Frauen. Die wiederum musterten Monica, ebenfalls anerkennend. Der Imperator staunte. Und er staunte noch mehr, als eine der Frauen zu Monica sagte: "Es freut uns, dich zu sehen. Schwester." Alle drei verneigten sich vor Monica, die lächelte die Drei an und stellte den Imperator vor: "Das ist die zu schützende Person. Im Bahnhofsviertel. Habt ihr einen Wagen, der wie ein Taxi ausschaut?"

Nicken.

"Wer von euch fährt am besten?" Die Frau mit roten Haaren: "Ich." Die anderen beiden nickten grinsend. Monica war beruhigt, das war offenbar ein eingespieltes Team. Dann spielten sie verschiedene Varianten durch, der Imperator konnte nicht folgen, weil das Gespräch in deitsch geführt wurde.

Da erhob sich der Imperator, sofort sprang eine der Frauen auf. Monica fragte: "Wohin willst du?"

"Ich wollte nach unten in die Hotelbar."

"Das lässt du bleiben. Du stehst jetzt rund um die Uhr unter dem Schutz von uns. Und trinken kannst du auch hier auf dem Zimmer. Ab jetzt wird immer eine von uns in deiner Nähe sein."

"Auch nachts?" Der Imperator wollte auf lustig machen, aber sein kläglicher Ton war wenig überzeugend. "Auch nachts" antworteten die drei Frauen wie im Chor.

"Wer fängt an?" fragte Monika. Die Blonde nickte und setzte sich neben dem Imperator. "Gut", meinte Monika, "wir drei anderen gehen in mein Zimmer."

Dieses Zimmer lag nebenan, es gab eine Zwischentür, wie praktisch. Die drei Frauen räumten das Zimmer um und begannen zu meditieren. Sie brauchten Kraft für morgen. Anschließend erzählte sie den beiden Frauen von ihrer Freundin, der Kleinen Schamanin.

"Ruf sie doch an, vielleicht weiß sie was", meinte die Rothaarige. Monica rief ihre Freundin an und erzählte ihr, wo sie war und warum.

"Ich habe gespürt, dass du im Krautland bist, ich habe ein Bild gesehen, irgendetwas stimmt nicht."

"Kannst du versuchen, noch etwas herauszufinden?" fragte Monica.

"Ich kann es versuchen, du hörst in einer Stunde von mir ..."

Pümktlich nach einer Stunde rief die Kleine Schamanin an: "Also, Monica, deine drei Frauen sind voll in Ordnung, du kannst dich hundertprozentig auf sie verlassen! Kritisch wird es, wenn dein Imperator wieder aus der Tür kommt, da solltest du auf jeden Fall auf ihn warten, direkt neben der Tür. Die drei anderen sollten im Auto mit laufendenm Motor warten. Stellt euch drauf ein, dass ihr den Imperator ganz schnell ins Auto ziehen müsst. Und dann ab mit Karacho ins Hotel." Sie schwieg und fuhr dann fort:

"Passt dann auf den Imperator auf, bis zum Rückflug. Er soll das Hotel auf keinen Fall verlassen. Irgendwas stimmt beim Rückflug nicht, ruf mich morgen nochmal an, wenn ihr wieder im Hotel seid. Dann weiß ich vielleicht mehr."

Monica erzählte, was sie von der Kleinen Schamanin erfahren hatte. Die Rothaarige fragte: "Und ist Verlass auf das?"

"Die Kleine Schamanin hat sich bisher nie geirrt. Also halten wir uns dran."

Am nächsten Morgen holte die Rothaarige eine gepanzerte Taxi-Limousine und überprüfte noch alles. Sie war sehr gewissenhaft und wollte auf Nummer sicher gehen. Monica bläute dem Imperator mehrmals ein: "Antworte nur, wenn du direkt gefragt wirst, so kurz wie möglich, am besten nur mit Ja oder Nein!"

Dann fuhren sie zum vereinbarten Treffpunkt, einem Hinterhof mit nur einer einzigen Zufahrt. Sie fuhren hinein und suchten nach einer Tür mit Codeschloss. "Da!" Monica wies auf einen Vorbau mit einem flachen Giebel. Über dem Giebel war ein Dolch in Sandstein gehauen, mit der Spitze nach unten, "das muss es sein!". Die Blonde flitzte nach draußen und lief an diesem Vorbau vorbei und stieg wieder ein: "Stimmt! Da gibt es ein Codeschloss. Aber wie konntest du das sehen? Kannst du durch die Wände schauen?" "Das sage ich euch später. Wir parken direkt vor dem Vorbau", bestimmte Monica.

Zwischen dem Vorbau und der Straße gab es zwei Stufen, die Rothaarige konnte das Taxi einen Meter vom Vorbau entfernt parken. Kurz vor zwölf Uhr sagte Monica: "Wir gehen jetzt, ich bleibe unten im Vorbau. Für alle Fälle bleibt ihr in Schussbereitschaft."

Die Blonde saß hinten links, ihre Kollegin vorne auf dem Beifahrersitz. Beide hatten Laserwaffen in den Händen, die Fensterscheiben heruntergefahren. Die Rothaarige am Steuer, jederzeit bereit, einen Blitzstart zu machen.

Monica und der Imperator gingen durch den Vorbau zur Tür, er tippte den Zifferncode ein, die Tür öffnete sich, er ging hinein, langsam schloss sich die Tür. Monica wartete unter dem Vorbau. 

Da, plötzlich fuhren zwei tiefschwarze Minibusse mit verkleideten Scheiben auf den Hof, ein Bus parkte an der Mauer, gegenüber der Zufahrt, zwei Männer in blauem Arbeitszeug, stiegen aus und öffneten die hintere Klappe. Dann zogen sie ein breite schiefe Rampe aus dem Bus und wöllten anscheinend einen großen Gegenstand herausrollen. Offenbar gab es Schwierigkeiten ...

Der andere Bus stellte sich quer, so als wollte er die Ausfahrt versperren.

Inzwischen tappte der Imperator mit unsicheren Schritten eine schwach beleuchtete Wendeltreppe hoch, da sah er ein angelehnte Tür, im Zimmer schien Licht. Er tippte die Tür an, sie ging weiter auf und er betrat das Zimmer. Es dauerte eine Zeit, dann hatte er sich orientiert. Vor ihm befand sich ein u-förmiger Tisch, dann surrte es, und direkt vor ihm öffnete sich der Boden und ein Stuhl fuhr in die Höhe. Er erschrak und blieb stehen. Die Tür schloss sich hinter ihm mit einem satten Klicken.

Dann hörte er mehrfaches Surren: Von links und rechts kamen offenbar elektrische Rollstühle angerollt, auf jeder Seite drei. Sie waren plötzlich aus den Wänden erschienen. In jedem Rollstuhl saßen Gestalten, mit Kapuzen. Nach vorne gebeugt. Er blickte gerade aus, da leuchtete die Wand auf, er sah einen Dolch mit der Spitze nach unten, dahinter ein Emblem, das sah aus wie ein Hakenkreuz, nur waren die äußeren Balken rund gebogen, aber kein Zweifel, das war ein Hakenkreuz. Waren das die Hintermänner der Bruderschaft der Bilder?

Dann fuhr direkt durch das beleuchtete Bild ein siebter Rollstuhl, mit einer Kapuzengestalt. Obwohl das Licht direkt auf die Kapuze schien, erkannte er kein Gesicht, alles war schwarz. Dann begann der Saum der Kapuze zu leuchten, blutrot. Und eine Stimme war zu hören, ziemlich alt, krächzend, er konnte nicht unterscheiden, ob männlich oder weiblich: "Sei willkommen, lieber junger Freund!"

Dann erlosch der Saum und eine andere Kapuze begann zu leuchten, nur der Saum, auch blutrot. Wieder eine krächzende Stimme: "Du hast eine lange Reise hinter dir. Setze dich."

Er setzte sich. Er hatte gemerkt, wenn eine Kapuzengestalt sprach, leuchtete deren Kapuzensaum. Dann sprachen abwechselnd die Kapuzen:

"Wir haben dich aus der Gosse geholt. Hast du das vergessen?"

"Wie haben viel in dich investiert. Hast du das vergessen?"

"Die Gewinne sind zusammengebrochen. Hast du das nicht gemerkt?"

"Die Menschen wollen deine Filme nicht mehr sehen. Hast du das gemerkt? Antworte mir!"

Der Imperator schwitzte und sagte leise: "Ja, das habe ich bemerkt."

Eine andere Kapuzengestalt: "Hört, hört, er hat es bemerkt. Kennst du die Ursache?"

Der Imperator: "Ich habe eine Vermutung."

"Wir hören."

"Es gibt einen neuen Satelliten, der scheint die Menschen zu beeinflussen ..."

Eine andere Kapuzengestalt: "Wisst ihr von einem solchen Satelliten?"

Wieder eine andere Kapuzengestalt: "Ja, es gibt wirklich einen unbekannten Satelliten, er scheint intelligent zu sein."

"Wieso intelligent?"

"Er weicht dem Weltraumschrott aus und kann seine Höhe beliebig ändern."

"Wer baut solche Satelliten?"

"Wir wissen es nicht."

"Und was macht dieser Satellit?"

"Er verbreitet Schwingungen, die die Menschen rebellisch machen."

"Das ist schlecht für uns. Dann kann unser junger Freund nichts dafür?"

"Nun ja, er könnte andere Filme produzieren, die die Menschen so interessieren, dass sie diesen Satelliten vergessen."

"Hast du gehört, junger Freund. Wir brauchen von dir Filme, die die Menschen so fesseln, dass sie diesen Satelliten vergessen."

"Wir verlassen uns auf dich, du kannst gehen."

Zitternd erhob sich der Imperator, die Tür hinter ihm öffnete sich, er taumelte ins Treppenhaus und ging hinunter. Die Außentür öffnete sich, er wollte die Stufen hinunter gehen, dann ging alles ganz schnell:

Aus dem Minibus mit der schiefen Rampe fuhr eine Person mit einem Motorrad heraus und hielt direkt auf den Imperator zu, Monica zog in zurück in den Vorbau, beinahe hätte ihn das Motorrad erwischt. Die Beifahrerin reagierte schnell und hielt ihre Laserwaffe auf den Motorradfahrer, der Kopf explodierte und das Motorrad schlitterte vor das Taxi.

Da schnappte Monica sich den Imperator, die Blonde hatte die Seitentür geöffnet, sie zog den Imperator ins Auto, Monica sprang hinterher und schlug die Tür zu.

Die Rothaarige stieg ins Gaspedal und hielt mit voller Geschwindigkeit auf den Minibus zu, der ihr die Ausfahrt versperren wollte. Sie rammte ihn und schob den Bus zur Seite, der dann umfiel. Die Blonde hielt mit ihrer Laserwaffe auf den Tank des Busses, der mit lautem Knall explodierte. Aber da befanden sie sich schon außerhalb des Hinterhofes. Der zweite Minibus wollte sie verfolgen und wollte an dem brennenden Bus vorbei, da gab es eine zweite Explosion, die Männer sprangen heraus und fingen Feuer. 

Die Rothaarige fuhr wie der Teufel, erst als sie außerhalb der Bahnhofszone war, verringerte sie das Tempo und fuhr langsam ins Hotel und sie brachten den Imperator in seine Suite. Er war total aufgeregt, sie warteten, bis er sich beruhigt hatte und ihnen von den Kapuzengestalten erzählen konnte. Er beschrieb ihnen auch das leuchtende Bild mit dem gebogenen Hakenkreuz.

Monica meinte: "So, jetzt wissen wir, wer die Hintermänner der Bruderschaft der Bilder sind: die Thule-Gesellschaft!"

Die Rothaarige sagte: "Jetzt weiß ich, wieso du die Tür gleich erkannt hast, an dem Emblem!"

Die Blonde meinte: "Aber warum dann der Anschlag auf den Imperator? Das gibt doch keinen Sinn!"

Monica rief ihre Kleine Schamanin an und erzählte ihr alles. Die Kleine Schamanin hatte eine Geistreise gemacht und berichtete ihrer Freundin:

"Da gibt es zwei Gruppen, die unterschiedliche Ziele haben. Einmal die Thulianer, die die Menschen weiter verdoofen wollen, mit Filmen des Imperators. Die andere Gruppe gehört zum Geheimdienst des Vatikans, da gibt es solche Fanatiker, die wollen das Armaggedon herbeiführen, weil sie glauben, dass dann die Offenbarung sich erfüllt und der Messias zurückkehrt."

"Und das Attentat geht auf den vatikanischen Geheimdienst zurück?" fragte Monica.

"Ganz sicher, die wollen, dass die Menschen wieder aufwachen, rebellisch werden und dass es überall zu Aufständen und Chaos kommt. Und passt beim Rückflug auf. Besorgt euch Sprengstoffhunde und Spezialisten, die Bomben entschärfen können. Dann startet, meldet dem Tower gleich nach dem Start technische Probleme und landet wieder. Dann lasst den Jet auf Sprengstoff untersuchen, und die Bomben entschärfen."

"Meinst du, die versuchen es noch einmal?"

"Zunächst nicht, aber später vielleicht. Denen ist der Imperator ein Dorn im Auge."

Monica berichtete, was die Kleine Schamanin herausgefunden hatte. Der Imperator stöhnte: "Was soll ich nur machen? Die Bruderschaft der Bilder verlangt von mir, dass ich einen Film produziere, der ein Straßenfeger ist. Und der Vatikan will, dass ich überhaupt keine Filme mehr mache. Was soll ich nur tun?"

Monica schmunzelte: "Ich wüsste einen sehr spannenden Stoff für einen sehr spannenden Film, ich würde ihn die Kuckuckstochter nennen. Und für dein vatikanisches Problem, da müsstest du der Kirche viel spenden, dann bekommst du gewiss eine Privataudienz beim Papst ..."

wird fortgesetzt ...
 
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