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Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.

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Eine Spionin?

Am letzten Freitag hatte ich eine ganz seltsame Kundin. Als sie vor zwei Wochen anrief und einen Termin haben wollte, stellte sie sich mit einem Namen vor, der mit sehr bekannt vorkam. Die Telefonnummer, unter der sie anrief, kam aus Heilsbronn. Und sie sagte, sie sei 68 Jahre alt. Ich kannte zufällig die ältere Dame mit dieser Nummer persönlich. Aber die Stimme passte nicht zum Alter.

Als sie am letzten Freitag mit ihrem Auto angefahren kam, bellte Riffel wütend. Das macht sie sonst nie. Aber auf die "Menschenkenntnis" meiner Hündin kann ich mich stets verlassen. Also Vorsicht mit der Tante!

Sie kam mit einem Amtsauto angefahren, das erkannte ich am Nummernschild. Auf den Namen, den sie am Telefon angegeben hatte, reagierte sie nicht. Amnesie? Und ihr Alter konnte auch nicht stimmen, es sei denn, sie war in einen Jungbrunnen gefallen, so wie sie aussah, war sie höchstens Mitte 40.

Sie hatte einen regenbogenbunten Schal dabei, in den war etwas Viereckiges eingewickelt. Ich schickte Riffel ein Bild, Riffel sprang den Schal an und plumps, da fiel ein Diktiergerät aus dem Schalknäuel. Blitzschnell hob ich es auf und sah, dass es auf Aufnahme gestellt war. Ich lächelte die Frau an und gab ihr das Gerät zurück. Dass ich dabei auf den Stop-Knopf gedrückt habe, war kein "Versehen" meinerseits.

Dann fing die Frau zu nörgeln an, der Hund störe. Ich: Wieso? Er tut Ihnen doch nichts! Also, was wünschen Sie?

Sie: Ich brauche eine schamanische Behandlung!

Ich: Ja, was fehlt Ihnen denn?

Sie: Ich habe Depressionen, ich nehme Rimadyl!

Ich: Gute Frau, Sie sollten schon wissen, dass Rimadyl ein Entzündungshemmer ist, den Tiere erhalten, wenn sie z. B. Arthritis haben.

Sie: Nein, das ist Rima..., Rima...

Dann war sie am Husten. Und sie wurde immer hektischer und zischte: Und überhaupt, die Atmosphäre passt mir nicht. Können wir aufhören?

Ich lächelnd: Wir haben doch noch gar nicht angefangen. Bitte, Sie wissen, ja, wo die Tür ist.

Sie: Was bin ich schuldig?

Ich: Nichts! Ich habe ja nichts gemacht.

Dann flitzte die Frau raus zu ihrem Amtsauto und brauste davon. Beinahe hätte sie meinen Briefkasten mitgenommen. Und sie sah sehr unzufrieden aus.

Von welchem "Amt" sie auch immer war, überzeugend war sie nicht!

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A
<br /> du hast diese lustige geschichte wieder ganz toll gelesen - deine mimik ist toll!<br /> <br /> <br />
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K
<br /> <br /> Liebe Azi,<br /> <br /> <br /> ja, ich muss immer wieder lachen, wenn ich an diese seltsame Spionin denke. Naja, viel hat sie nicht herausbekommen, deshalb war sie wohl so ärgerlich <br /> <br /> <br /> Liebe Grüße, Kiat<br /> <br /> <br /> <br />
F
Sachen gibts. ^^
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K
<br /> Liebe Flora, ich erlebe es immer wieder: Das Leben schreibt die tollsten Geschichten! Liebe Grüße, Kiat<br /> <br /> <br />
R
Dem schließe ich mich an!
Antworten
K
<br /> Liebe Renater, DANKE! Liebe Grüße, Kiat<br /> <br /> <br />
D
Selten so gelacht! Mach weiter so!
Antworten
K
<br /> Liebe Dang,<br /> <br /> ich muss immer noch grinsen, wenn ich an diese Episode denke. Fährt die doch glatt mit einem Amtsauto vor, ich kann nur sagen: Nachtigall, ich hör dir trapsen <br /> <br /> Liebe Grüße, Kiat<br /> <br /> <br />