Jetzt, nachdem die Olympiade in China vorbei ist, dürfen wieder schlechte Nachrichten gedruckt werden. Wie die üble Sache mit der verpanschten Milch. Ich stelle mir gerade diese Verantwortlichen vor, was die sich dabei gedacht haben und immer noch denken.
Da wird mit simplen Verfahren der Proteingehalt der Milch gemessen, jemand findet heraus, dass die Milch mit Melamin "gestreckt" werden und somit ein hoher Proteingehalt vorgetäuscht werden kann. Wenn es nur das wäre. Melamin schädigt massiv die Nieren. Kein Wunder, dieses Harz wird normalerweise bei der Produktion von Spanplatten verwendet ...
Und wenn ich dann lesen muss, dass dies in der "Branche" bereits seit 2006 bekannt ist und praktiziert wird, dann geht mir der Hut hoch. Im Jahr 2006 war es Tierfutter, das mit Melamin gestreckt wurde. Da hat sich so gut wie niemand aufgeregt. Es sind ja "nur" Tiere, die leiden.
Und auch als Kleinkinder die Leidtragenden waren, hat es Monate gebraucht, bis die Öffentlichkeit informiert wurde. Ist die Gier nach Profit so stark, dass über Leichen gegangen wird? Wissen die Verantwortlichen denn nicht, dass ihre Kinder und Enkelkinder auch Opfer dieses Lebensmittelskandales werden können?
Ich kann nur jedem Tierbesitzer empfehlen, beim Hersteller des Futters für die Haustiere nachzufragen: "Enthält das Futter ... auch wirklich kein Melamin?" Und lassen wir uns die Antworten schriftlich geben. Wenn ein Hersteller auf unsere Anfragen nicht antwortet, dann sollten wir seine Produkte nicht mehr kaufen. Spielen wir doch unsere Macht als Verbraucher voll aus!
Ich erinnere mich an meine Zeit in der Wüste. Wenn ich Gelegenheit hatte, in den Oasen einen Basar zu besuchen, das war für mich immer das große Erlebnis. Ich habe ziemlich früh gemerkt, dass die Männer meiner Sippe die chinesischen Händler überhaupt nicht leiden konnten. Mit denen wurden nur Geschäfte gemacht, wenn es sich nicht vermeiden ließ und dann nur in Gegenwart von vielen Sippenmitgliedern. Es gab ein geflügeltes Wort in der Sippe: "Trau einem Chinesen und Du wirst verwesen ..."
Vielleicht spielt da auch mit, dass Mongolen und Chinesen viele Jahrhunderte lang miteinander heftige Kriege geführt haben.
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