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Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.

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Finanzkrise

In der deutschen Mainstreampresse wird jetzt offenbar so getan, als sei die Finanzkrise überstanden. Wer dagegen in die Fachpresse und in die Zeitungen des gesamten deutschsprachigen Raumes schaut, der findet weiterhin sehr beunruhigende Meldungen:

Der Dow Jones, das wichtigste Börsenbarometer, ist in diesem Jahr um 30 % gefallen. Die ausstehenden Credit Default Swaps werden auf über 46 Billionen Dollar geschätzt, eine unvorstellbare Summe. So hoch, dass sie kaum von der Weltwirtschaft herbeigezaubert werden kann. Der Investor Warren Buffet hat dies schon vor fünf Jahren als "Zeitbombe" bezeichnet und leider Recht behalten.

Täglich werden Milliarden an Vermögen verbrannt, was jetzt abläuft, ist ein "Crash auf Raten". Und die derzeitigen politischen EntscheiderInnen in Europa liefern sich persönlich motivierte Schaukämpfe. Sogar die Fachleute an der Spitze von IWF und Weltbank sind sich uneins in der Bekämpfung der Krise:

Strauss-Kahn will den IWF als "Regulator der Regulatoren" einsetzen, also eine Superüberwachung. Sein Kollege Zoellick von der Weltbank aber will die Souveränität der Staaten nicht antasten. Wenn sich sogar die "Strategen" von IWF und Weltbank nicht einigen können, dann geht das Gewurstel unaufhaltsam dem Abgrund entgegen.

Und was war die Ursache für dieses Riesendesaster? Gier! Gier, immer mehr zu wollen! Mich erinnert dies an eine Begebenheit in meiner damaligen kleinen Welt in der Steppe. Ich hatte ja einmal das Glück gehabt, einen ganzen Sommer lang von einem uralten buddhistischen Mönch unterrichtet zu werden. Dann kam der Herbst, meine Lehrer trug mir auf, zurück zu meiner Sippe zu reiten.

Als ich dort ankam, war kurz vor mir ein Blender von Schamane eingetroffen, der der Sippe jede Menge an Reichtum versprach. Sein Del war über und über mit schweren Klunkern behängt. Viele der Sippe hingen andächtig an seinen Lippen und glaubten seinen Versprechungen. Dabei ging es diesem "Schamanen" nur darum, möglichst viel für sich selbst herauszuschlagen: Ein Ger für ihn allein, mindestens eine Dienerin nur für ihn, täglich das beste Fleisch von der Jagdbeute und und ...

So leichtgläubig sind halt Menschen. Diese Sippe hatte Glück, denn als dieser "Schamane" ein "Magie-Schau" veranstaltete, hantierte er unvorsichtig mit Magnesium, sein Del fing sofort Feuer und er verbrannte jämmerlich. Dann waren seine "Anhänger" kuriert.

Im übertragenen Sinne müsste so etwas auch mit all den Finanzberatern passieren, all den Menschen, die ihre Kunden falsch beraten haben. Ob aus Dummheit oder Berechnung sei dahingestellt.


(C) Copyright 2004-2008 by Kiat Gorina, Windsbach. Alle Rechte vorbehalten.
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R
Kiat, dein vergleich mit dem schamanen bringts...
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K
<br /> Reiner, danke für die Blumen! Liebe Grüße, Kiat<br /> <br /> <br />