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Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.

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Störzonen

Vor drei Monaten meldete sich bei mir ein Pärchen, das sich ein Häuschen gekauft hatte. Leider konnte die Frau in diesem Haus immer schlechter schlafen. Ihr Mann dagegen schon.

Sie hatte dann in einem Esoterikforum gestöbert und Beiträge gelesen, in denen was von nicht erlösten Seelen stand, die ins Licht geführt werden müssen. Naja, ich bin da wahrscheinlich viel zu bodenständig und suche erstmal nach physikalischen Ursachen. Also habe ich die Frau gefragt, was sie so im Schlafzimmer an elektrischen Geräten nachts eingeschaltet hat. So hatte sie auf ihrem Nachtkästchen ihr Handy liegen, eingeschaltet natürlich!

"Wenn ich nachts Angst habe, dann muss ich sofort telefonieren können!" meinte sie. Meine Argumente, wie gesundheitschädlich der Elektrosmog von Handys sein kann, wollte sie nicht hören. Auch ihren Radiowecker wollte sie nicht aus dem Schlafzimmer entfernen. Ihr Mann war da anders. "Probier es doch einfach aus!". Aber nein, die Dame blieb stur.

Dann traf die Frau eine andere Frau, die in ihrer Ortschaft als "Heilerin" gilt. Der klagte sie ihr Leid. Die war natürlich sofort Feuer und Flamme und bestätigte, dass es ganz sicher viele Seelen gebe, die erlöst werden müssten. Sie ging dann durch alle Räume und stellte im Dachgeschoss fest, dass es hier viele Seelen gebe, die sie ins Licht führen müsse. Das sei aber nicht einfach und würde einige Zeit dauern. Ud es würde was kosten.

Da erinnerte sich die Hausbesitzerin an meine Fragen wegen Elektrosmog und fragte danach. Die Heilerin hat dann "gemessen" und gemeint, ja, Elektrosmog gebe es auch, aber der würde verschwinden, sobald die Seelen gegangen sind. Das erzählte mir die Frau. Ich habe bloß noch gefragt, wie hat sie denn den Elektrosmog gemessen? "Mit ihren ausgestreckten Händen" war die Antwort ...

Eine Woche später rief mich die Frau wieder an, die Heilerin habe Seelen ins Licht geführt und danach konnte sie schlafen, das ging aber nur ein paar Tage, dann war es schlimmer als zuvor. Die Heilerin meine, das sei ein sehr schwerer Fall, weil immer neue Seelen auftauchen. So ging das eine Weile: Die Heilerin hat Seelen erlöst, dann war ein paar Tage Ruhe, dann wurde es schlimmer und die Heilerin entdeckte neue Seelen.

Das bekam der Mann mit. Dem wurde es langsam zu bunt und wahrscheinlich auch auf die Dauer zu teuer. Er kam zu mir und klagte mir sein Leid. Hoffnungsvoll fragte er mich: "Was soll ich da nur machen?"

Ich fragte ihn, ob seine Frau mal ihre Mutter für ein paar Tage besuchen könne. In ihrer Abwesenheit könnte ich mal die Räume durchmessen. Dieser Vorschlag gefiel dem Mann. Und so geschah es. Kaum war die Frau zu ihrer Mutter gefahren, rückte ich an. Wie ich vermutet hatte, gab es einige Elektrosmogschleudern, vor allem im Schlafzimmer. Aber mit einfachen Mitteln ließen die sich neutralisieren. Dann entdeckte ich noch einige Anomalien im Erdmagnetfeld, also wurde das Bett etwas verstellt, so dass diese kritischen Störzonen außerhalb des Bettes liegen. Diese neue Stelle wurde auch markiert, so dass nach Putzaktionen das Bett wieder an die richtige Stelle geschoben werden kann.

Über die Federkernmatratzen war ich nicht glücklich, ich zeigte dem Mann, wie sehr dadurch das Erdmagnetfeld gestört wurde. Der Mann liebt seine Frau über alles und kaufte gleich zwei neue Matratzen, ohne Federkern. Dann schlief er mal eine Nacht zur Probe. Am nächsten Morgen rief er an und meinte, er habe noch besser geschlafen als sonst.

Als seine Frau von ihrer Mutter zurückkam, bemerkte sie natürlich die Veränderungen im Schlafzimmer, aber ihrem Mann zuliebe wollte sie das ausprobieren. Und gleich in der ersten Nacht konnte sie durchschlafen. Auch in der zweiten Nacht. Und in den folgenden Nächten.

Da gestand ihr der Mann, dass ich die Räume ausgemessen hatte und dass deshalb das Bett anders steht. Die Frau konnte zwar jetzt wieder durchschlafen, aber so richtig behagte ihr diese Lösung nicht. Das mit den unerlösten Seelen war doch viel spannender und unheimlicher als ich mit meinen Messgeräten.


(C) Copyright 2004-2008 by Kiat Gorina, Windsbach. Alle Rechte vorbehalten.
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P
Danke für die ausführliche Erklärung. Mich interessiert es vor allem, weil eine Bekannte durch E-Smog (und vieles andere, das sich nicht so leicht abstellen lässt) regelrecht krank geworden ist, und wir langsam mit unserem Latein am Ende sind. Es ist zwar besser, aber es ist nicht gut...<br /> vielleicht kriegen wir's ja doch noch unter Kontrolle.
Antworten
K
<br /> Liebe Philo,<br /> <br /> manche Menschen reagieren besonders empfindlich auf Störzonen. Das Gemeine an den hochfrequenten Störzonen ist, dass sie "Hot Spots" bilden, sich also gegenseitig aufschaukeln. Und wenn dann noch<br /> andere Umweltbelastungen dazu kommen, leidet die Gesundheit darunter.<br /> <br /> Wenn Du mehr dazu wissen möchtest, schick mir eine Mail.<br /> <br /> Liebe Grüße, Kiat<br /> <br /> <br />
P
Liebe Kiat,<br /> <br /> darf ich mal ganz blauäugig fragen, womit du den E-Smog misst?<br /> <br /> Liebe Grüße,<br /> die Philo
Antworten
K
<br /> Liebe Philo,<br /> <br /> den E-Smog messe ich mit Messgeräten, dabei unterscheide ich zwischen niederfrequenten und hochfrequenten Schwingungen. Bei den niederfrequenten zusätzlich zwischen elektrischen und magnetischen<br /> Wechselfeldern.<br /> <br /> Bei den hochfrequenten Wechselfeldern kann ich derzeit bis 6 GigaHertz messen. Ich habe auch eine Peilantenne, da kann ich feststellen, aus welcher Richtung gesendet wird. Ich verwende auch Geräte,<br /> die auch die jeweilige Frequenz anzeigen, anders als die sog. Breitbandmessgeräte, die nur zeigen, da ist was. Ich dagegen kann anhand der Frequenz meistens ermitteln, wer da sendet.<br /> <br /> Das haben vor allem die Militärs nicht so gerne, denn die werden ja zur Zeit von der Bundesnetzagentur außen vor gelassen.<br /> <br /> Daneben kann ich auch feststellen, ob ein Mensch oder Tier von E-Smog verseucht ist. Das funktioniert über die Zirbeldrüse, deren Hauptaufgabe die Produktion des Schlafhormons Melatonin ist. Wenn<br /> nun die Melatoninproduktion gestört ist, lässt das in den meisten Fällen auf E-Smog schließen.<br /> <br /> Bei den niederfrequenten elektrischen Wechselfeldern lässt sich mit einfachen Mitteln abschirmen, anders bei den magnetischen Wechselfeldern. Bei dem hochfrequenten E-Smog gibt es auch einfache,<br /> billige und effiziente Abschirmmöglichkeiten, da berate ich, wer selbst ein Ikea-Regal zusammenbauen kann, kann sich solche Abschirmungen selbst basteln.<br /> <br /> Anders schaut es mit geologischen Störzonen aus, der Volksmund spricht da von Wasseradern etc. Für mich sind das Anomalien im Erdmagnetfeld, also auch messbar und nichts Geheimnisvolles. Die lassen<br /> sich nicht so einfach beseitigen, da hilft nur, für den Schlafplatz den besten Kompromiss zu finden. Bislang ist mir das immer gelungen, die Menschen mussten sich keine neue Wohnung suchen.<br /> <br /> Liebe Grüße, Kiat<br /> <br /> <br />