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Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.

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Yak-Ochsen erschossen!

Gestern sprach ich mit einem Metzger, der jetzt im Ruhestand ist. Er hat mir erzählt, dass er als Metzger immer darauf geachtet hat, dass ein Tier möglichst schmerzfrei getötet wird. Jetzt schlachtet er nicht mehr. All das Töten von Schlachtvieh hat ihn wohl belastet; als kleine Wiedergutmachung schaffte er sich zwei Yaks an, eine Kuh und einen Ochsen, wohlgemerkt, keinen Bullen.

Die Yak-Kuh starb letztes Jahr unter merkwürdigen Umständen, er fand sie tot liegend im Stall, obwohl sie am Tag zuvor pumperlgesund war ...

Am Sonntag, den 2. November 2008 so gegen 14 Uhr, sahen Autofahrer auf der B14 bei Elpersdorf den Yak-Ochsen ca. 30 Meter von der Bundesstraße entfernt auf einer Wiese grasen. Einige Autofahrer griffen sofort zum Handy und riefen die Polizei an: "Bulle entlaufen!"

Eine Streife wurde losgeschickt, da es sich angeblich um einen Bullen handelte, haben die Polizisten auch ein Gewehr mitgenommen. Bei "normalen" Einsätzen haben sie keine so großkalibrige Waffe dabei. Mit einem 7,65-er Pistölchen kannst Du im Notfall gegen große Tiere kaum was ausrichten.

Die Polizisten sahen den Yak-Ochsen und versuchten ihn zunächst mit eingeschaltetem Martinshorn von der Bundesstraße wegzutreiben. Das gelang anfangs, dann überlegte sich der Ochse es anders und lief wieder in Richtung Straße.

Nach Aussage der Streife konnte der Besitzer des Ochsen nicht ermittelt werden. Dies ist merkwürdig, denn in den umliegenden Dörfern ist der Metzger mit seinem Yak-Ochsen sehr wohl bekannt, zumal er der einzige ist, der einen Yak-Ochsen hält. Es kam zur finalen Lösung: Mit mehreren Schüssen wurde der Ochse von einem Polizisten erlegt.

Für den Metzger brach eine Welt zusammen. Dieser Ochse war für ihn zu einem echten Freund geworden. Außerdem fragt er sich, wie der Ochse ausbrechen konnte. Er hat den Zaun überprüft, der war an keiner Stelle beschädigt. Ob da jemand das Tor aufgemacht und den Ochsen rausgescheucht hat? Wäre der Ochse ohne fremde Hilfe "ausgebrochen", müssten am Zaun Spuren zu sehen sein.

Besonders schmerzt es dem Metzger, dass sein Ochse nicht mit einem einzigen Blattschuss sofort getötet wurde, sondern mit mehreren Schüssen. Das Tier muss sehr gelitten haben.

Mir kommt das ziemlich seltsam vor. Wenn ein Bulle ausbricht und der Halter nicht verständigt werden kann, dann sollte doch ein Fachmann geholt werden, der mit einem Betäubungsgewehr den Bullen bewegungsunfähig macht. Erschießen doch nur im Notfall und der lag nicht vor. Zumal ein Yak-Ochse ein sehr gemütliches und friedliches Tier ist. Es muss schon sehr viel passieren, bis ein Yak wild wird. Ich denke, diese Geschichte hat noch ein Nachspiel ...


(C) Copyright 2004-2008 by Kiat Gorina, Windsbach. Alle Rechte vorbehalten.
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F
Was für eine Tierliebe ! :o(
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K
<br /> Liebe Flora, tja, der arme frühere Metzger hat halt so liebe Nachbarn: Die haben was gegen Rinder, die anders ausschauen als das mittelfränkische Fleckvieh! In Mittelfranken gibt es Dörflein, die<br /> haben noch nicht erkannt, dass das Mittelalter schon vorbei ist. Liebe Grüße, Kiat<br /> <br /> <br />
C
Keine Achrung vor dem Leben! Es ist ja "nur" ein Tier! Und alles, was ich nicht kenne ist potenziel gefährlich! SO was macht mich echt SAUER!!! *Grrrrrr*
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K
<br /> Liebe Chilli, diesen Spruch bekomme icj immer wieder zu hören. Es geht ja so weit, dass manche Christen allen Ernstes behaupten, dass Tiere keine Seele haben! Gestern fand ja hier rund um meinen<br /> Hof wieder eine Treibjagd statt, was da passiert ist, das schreibe ich später. Liebe Grüße, Kiat<br /> <br /> <br />
R
... och das ist ja schade, so wie Du es schilderst, sieht es eher so aus als wenn sich jemand an dem Tier gestört hat und es aus dem Weg haben wollte, ich habe selbst eine Katze und weiß von daher wie man an Tieren hängt, ist mein Viech krank dann bin ich es auch, seit wann wird denn bei uns sofort geschossen, das ist auch sehr merkwürdig..Lieber Gruß Regina
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K
<br /> Liebe Regina,<br /> <br /> ja, so sieht es aus. Manche Menschen stoßen sich daran, wenn andere Menschen sich nicht stereotyp verhalten, in diesem Fall sich ein asiatisches Hochlandrind halten und kein mittelfränkisches<br /> Vieh!<br /> <br /> Wer Tiere hält, übernimmt ja auch die Verantwortung dafür. Und wie dir geht es vielen TierhalterInnen, von Tieren kommt immer etwas rüber, Tiere verstellen sich nicht und Tiere, die geliebt werden,<br /> stehen zu ihren Menschen.<br /> <br /> Ich kenne eine an einem Gehirntumor erkrankte Frau. Vor zehn Jahren prophezeiten ihr die Ärtze, wenn sie sich nicht operieren ließe, hätte sie nur sechs Monate zu leben. Die Frau lehnte die<br /> Operation ab, sie lebt noch heute. Ihre Hauptstütze ist ihr Kater. Der steht zu ihr.<br /> <br /> Katzen kannst Du nicht besitzen, sie dulden die Menschen ...<br /> <br /> Liebe Grüße, Kiat<br /> <br /> <br />