Heute früh rief mich eine Bekannte an, sie war ganz aufgeregt: "Du, da bietet jemand in deiner Nähe Schamanische Phantasiereisen an! Hast Du das gewusst?"
"Ja, ich weiß, wen Du meinst. Aber mit so etwas habe ich überhaupt nichts zu tun!"
"Aber Du bist doch auch eine Schamanin?!"
"Also, das Wörtchen auch möchte ich überhört haben. Ich habe festgestellt, dass die Leute, die so was anbieten, vom authentischen Schamanismus sehr weit entfernt sind. Aber zur Zeit gibt es eine Schamanenschwemme, und es besteht ja auch eine Nachfrage nach solchen Reisen."
"Ja, stört dich das nicht? Das ist doch Konkurrenz für dich!"
"Nein, wieso denn? Ich biete keine Schamanischen Phantasiereisen an. Außerdem ist das ein Widerspruch in sich: Eine schamanische Geistreise ist kein Phantasieprodukt, sondern Realität. Dein Geist geht auf Reisen. Ich betone immer wieder, dass dies nicht ungefährlich ist. Ich mache das nur dann, wenn ich Menschen helfen kann. Und nicht, um Menschen das Geld aus der Tasche zu ziehen."
"Aber ..."
"Nichts aber! Mir werden immer solche Fragen gestellt. Schau doch mal in meinen Blog und suche meinen Eintrag Krafttiere und Geistreisen vom 12.09.2008. Und im übrigen, das ist keine Konkurrenz für mich, ganz einfach, weil ich so etwas wie Geistreisen nicht verkaufe. Das kann ich auch nicht. Ich habe für diese Kenntnisse und Gaben einst nichts bezahlt, also kann ich jetzt auch nichts dafür verlangen. Das ist mein Prinzip!"
"Aber Du könntest damit viel Geld verdienen!"
"Geld ist nicht alles. Ich will schließlich jeden Morgen ohne schlechtes Gewissen aufwachen. Und ich habe schon so oft erlebt, dass Menschen, die mit solchen Dingen das große Geld verdienen wollten, ganz kläglich gescheitert sind. Das geht eine Weile gut, aber dann kommt der große Hammer. Die alten Rabbinen hatten da ein Sprichwort: Du sollst die Thora nicht melken wie eine Kuh!"
"Thora ist doch die Bibel bei den Juden. Was hat das damit zu tun?"
"Naja, eigentlich die fünf Bücher Moses. Bei den alten Juden war es üblich, dass ein Rabbi einen bodenständigen Beruf hatte, rabbinert wurde nach Feierabend. Ganz berühmte Rabbinen waren im täglichen Leben zum Beispiel Schuster."
"Das habe ich nicht gewusst."
"Dieses Prinzip, dass Du für die Anwendung von magischen Fähigkeiten kein Geld verlangen darfst, das findest Du immer wieder. Du kannst daran auch erkennen, wer echt und wer falsch ist."
"Dann laufen hier wohl viele falsche rum."
"Stimmt. Ich weiß zum Beispiel von meinem Bären. Er war ja in seiner Münchner Zeit Mitglied in einem magischen Orden. Und einmal war er beruflich in Ägypten. Da trieb es ihn zu einem Juwelier. Es gab das übliche Erkennungsritual unter Magiern und der Juwelier entpuppte sich als einer, der die Aufgabe bekommen hatte, meinem Bären neue Kenntnisse zu vermitteln. Und dafür musste mein Bär nichts bezahlen. So läuft es immer wieder."
"Ja, und wer bestimmt, wer welche Kenntnisse erhält?"
"Ich nenne sie die oberen Instanzen. Das ist genauso, wenn Du fragst, warum manche Menschen blaue oder braune Augen haben."
"Aber es gibt doch so viele Bücher und DVDs darüber."
"Nun, wir haben einen Esoterikboom. Das ist ein riesiger Industriezweig geworden. Da geht es gar nicht um die Vermittlung von esoterischem Wissen, sondern nur um den Verkauf von Büchern und Zubehör."
"So habe ich es noch nicht gesehen."
"Du, ich muss jetzt Schluss machen. Schau in meinen Blog und wenn Du Fragen hast, ruf an. Ich wünsche dir einen schönen Sonntag."
(C) Copyright 2004-2009 by Kiat Gorina, Windsbach. Alle Rechte vorbehalten.
<br />
Liebe Flora,<br />
<br />
ich hatte noch nie zuvor einen Bären aus der Nähe gesehen. Nur mein Lehrer, ein alter Seher, hatte mir zuvor von Bären erzählt, wie unberechenbar sie sein können und wie gefährlich. Er hat sie mir<br />
genau beschrieben. Ich hatte immer wieder Lehrer, die konnten etwas beschreiben, so dass es vor meinem geistigen Auge auftauchte.<br />
<br />
Aber etwas Gutes hatte es auch: Mein Onkel erzählte natürlich die Geschichte mit dem Bären, da waren dann die Jäger in der Sippe ganz ehrfürchtig, manche hatten auch ein bisschen Angst vor mir. Die<br />
glaubten dann, dass in mir eine Schamanin steckt, in mir, einem kleinen, dreckigen Nomadenmädchen ...<br />
<br />
Liebe Grüße, Kiat<br />
<br />
<br />
F
Flora
04/06/2009 17:32
Schön aber irgendwie klebrig ! ^^<br />
<br />
Leider hab ich sonst noch keinen getroffen. Nur im Geiste oder im Zoo, wenn es den mal geht. <br />
<br />
Gruß das Blümchen
<br />
Liebes Blümchen,<br />
<br />
sei froh, Bären sind ganz schlecht einzuschätzen, weil sie so gut wie keine Mimik haben. Meinen ersten Bären habe ich in der Steppe getroffen. Mein Onkel und ich waren auf der Jagd und ich habe für<br />
das Abendessen Fische geangelt. Da kam ein Bär auf mich zugewatschelt und setzte sich neben mich. Ich bekam einen Riesenschreck. Da habe ich ihm einen der bereits gefangenen Fische hingehalten. Er<br />
hat geschmatzt und wollte mehr. Dann hat er den Vorrat aufgegessen. Er wollte mehr. So schnell konnte ich gar nicht angeln. Irgendwann war er satt. Dann trollte er sich.<br />
<br />
Dann kam mein Onkel. Er wollte schon schimpfen, weil ich nichts gefangen hatte. Dann sah er die Bärenspuren im Schnee. Er erschrak und ich stieg in seiner Achtung ...<br />
<br />
Liebe Grüße, Kiat<br />
<br />
<br />
F
Flora
04/05/2009 21:34
Ich weiß ! Klingt irgendwie zu freundlich für die ! Na ja war das Wesen was nicht nach Hause konnte.<br />
<br />
Und nun kann er immer wenn er will herkommen und ich zu ihm. Jedenfalls denke ich an einen Bären und an einen kanadischen Wald, wenn ich entspannen will. Oder ans Meer, eine Blumenwiese oder eben Bäume. <br />
<br />
Hab mich bei meinen Eltern erstmal erholt.<br />
<br />
Die Bezeichnung Bärchen mag er irgendwie nicht sonderlich. Er hatte sich beschwert als ich das schrieb.<br />
<br />
Das mit der Hellsicht kommt bestimmt noch bei mir. Hellfühligkeit durfte ich ja bereits kennenlernen. Brrrrrr ! Manchmal mag ich das echt nicht haben.
<br />
Liebe Flora,<br />
<br />
ich mag auch Bären. Einmal half ich bei einem Zirkus aus, der war im Winter gestrandet. Da ich damals recht dünn war und eher wie ein kleiner Junge aussah, meinten die Zirkusleute, ich sollte mit<br />
ihrem Bären Yogi sammeln. Also nahm ein Zirkusmensch den Braunbär an die Kette und setzte ihn in die Fußgängerzone. Ich sollte mich daneben setzen. Um mich bei dem Bären einzuschmeicheln, brachte<br />
ich ein Glas Honig mit. Yogi nahm das Glas zwischen seine Pranken und schleckte genüsslich mit seiner lange dünnen Zunge das Glas aus. Danach nahm er mich in den Arm. Die Passanten: Sieh mal, der<br />
kleine Junge und der Bär. Weiter weg war ein Zirkusmensch am Aufpassen. Die Büchse war im Nu voll. Dann kam der Zirkusmensch und bachte eine leere. Später haben die Zirkusleute gesagt, dass ich an<br />
einem Nachmittag mehr gesammelt hätte als sie die ganze Woche.<br />
<br />
Yogi hat mit auch die Ohren ausgeschleckt, mit seiner Zunge, da war alles klebrig. Aber ansonst war er ein ganz lieber Junge.<br />
<br />
Liebe Grüße, Kiat<br />
<br />
<br />
F
Flora
04/05/2009 16:41
Na ja vielleicht mehr als diese Hobbyschamanen und ihre schamanischen Phantasiereisen. :-)<br />
<br />
Jep ! Vorallem wenn es um die Familie geht. Sollte eigentlich mal wieder was bei Magic Power schreiben.<br />
<br />
Werd mich erstmal selbst heilen und mein Geisterbärchen knuddeln. Der Gedanke einen Bären als Begleiter zu haben find ich gut. ( Auch wenns nur ne Phantasie ist )
<br />
Liebe Flora,<br />
<br />
Bestimmt mehr! "Hobbyschamanen" finde ich gut! Du hast ein Geisterbärchen? Das ist schön.<br />
<br />
Liebe Grüße, Kiat<br />
<br />
<br />
F
Flora
04/04/2009 22:56
Zu behaupten ich wäre Schamanin wäre so glaube ich einen wenig unfair. Aber mir wurde gesagt das ich heilen könnte. Wenns so wäre würde ich mich sicher wundern. Ich weiß ja nur im Ansatz was so ein Schamane tut.
<br />
Liebe Flora,<br />
<br />
es ist schön, wenn Du heilen kannst! Und dass Du dem gegenüber skeptisch bist, spricht nur für dich! Du wirst dich fragen, warum gerade ich? Mir geht es genauso. Wenn ich an meine Gabe der<br />
Hellsicht denke, da frage ich mich immer wieder: Wieso ich? So manche Menschen meinen, so eine Gabe sei toll. Das finde ich überhaupt nicht, das ist oft eine schwere Belastung.<br />
<br />
Was das Schamanische angeht, das hat nicht immer was mit Wissen zu tun. Ich erinnere mich, als einer meiner ersten Lehrer beschlossen hatte, seine Letzte Große Reise anzutreten. Als ich ihn suchte,<br />
war sein Ger leer und sein Pony war auch nicht da. Da wusste ich sofort, welchen Platz er sich ausgesucht hatte. Ich hatte noch nie eine Beerdigung durchgeführt, ich war ja noch ein Kind, aber mir<br />
kam sofort in den Sinn, was ich dafür brauchte. Ich suchte die Sachen zusammen und beerdigte ihn, so wie es der Brauch war. Bei der Totenwache saß manchmal ein Falke auf meiner Schulter, erst<br />
später sollte ich erfahren, dass er ein Wächter des Grabes war.<br />
<br />
Ich habe dir das geschrieben, um zu zeigen, dass in uns allen viel mehr an Wissen steckt, als wir selbst und die anderen meinen. Und in besonderen Situationen kommt dieses Wissen zum Vorschein<br />
...<br />
<br />
Liebe Grüße, Kiat<br />
<br />
<br />