Heute bekam ich wieder einen Schwung Seiten vom Lektorat. Da ist ein Kapitel dabei, das mich auch heute noch schaudern lässt. Ich muss da in ein Zeitloch geraten sein, in der die Zeit viel langsamer abläuft. Diese Nacht kam mir sehr, sehr lange vor.
Als endlich der Morgen kam, ritt ich zu meiner Sippe zurück. Da stellte sich heraus, dass ich drei Tage weg war. Zum Glück für mich! Denn während meiner Abwesenheit traf eine Abordnung der Sippe meiner mongolischen Mutter ein, sie wollten mich sehen und vermutlich gleich mitnehmen. Jedenfalls Gutes hatten sie nicht im Sinn.
Ich wunderte mich: Die wissen nicht, was sie wollen! Erst schicken sie mich mit einer Salzkarawane zu einer weit entfernten Sippe fort, und dann wollen sie mich wiederhaben.
Ich werde ja immer wieder gefragt, ob ich noch Kontakt zu meinen mongolischen Verwandten habe. Nein, den will ich auf keinen Fall! Wer diese Kapitel meines Buches gelesen hat, wird verstehen.
Zurück zu den Zeitlöchern und Zeitverschiebungen. So etwas passiert mir auch heute noch gelegentlich. Beim letzten Silvester verschwand das benachbarte Dorf in einer solchen Zeitverschiebung: Plötzlich waren fast alle Häuser leer, nur noch sehr wenige Menschen lebten in diesem Dorf. Es musste etwas Schreckliches passiert sein. Die Tiere jedoch hatten überlebt. Alles in allem, kein erfreuliches Omen.
Die Zeit war in Richtung Zukunft verschoben worden. In der Vergangenheit, während des Dreißigjährigen Krieges, starben ja schon einmal vier Fünftel der Dorfbevölkerung. In der Steppe wurden Orte, in denen Schreckliches passiert war, von den künftigen Generationen gemieden, das Land war ja groß genug. Da hätten auch die Menschen, die überlebt hatten, eilig das Dorf verlassen. Denn ein Ort, an dem ein großes Unglück geschehen ist, zieht nachfolgende Unglücksfälle und Katastrophen an ...
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Liebe Kiat,<br />
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ich könnte mir das mit der Parallel Welt schon vorstellen. Dann hätten wir als die Art Überscheindeung gespürt. War schon Umheimlich.<br />
Parallel Welt? <br />
Warum nicht, wir nehmen ,in Normalfall, ja nur eine einizige war was nicht heißt dass es noch viele andere gibt. Was man Wahrnimmt ist na nicht die einzige Möglichkeit sondern eine von diesen. Es gibt ja auch eigendlich kein "Gestern", und "Morgen" nur ein Heute! Wenn wir alles Wahrnehmen würden, würden wir wohl durchdrehen.<br />
Ich weiss zwar jetzt nicht wie Atmobombenversuche in Sachsen-Ahalt auswirkungen zeigen sollten, anderseits spielt das bei Verschiebungen keine Besondere Rolle, denke ich.<br />
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Liebe Grüße<br />
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Heike
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Liebe Heike,<br />
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das glaube ich dir, dass solche Blicke in eine andere Welt unheimlich sind. Zumal es einerseits irgendwie bekannt erscheint, dann wieder anders.<br />
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Was die Zeit angeht, das sehe ich ähnlich. Wer über Zeitlinien und Gestern und Morgen nachdenkt, da kann es schon sein, dass dir schwindlig wird.<br />
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Ja, die Atombombenversuche in Sachsen während des II. Weltkrieges sind gewiss eine hochinteressante Sache. Oder auch die Geheimnisse des Jonastals. Irgendwie ist es seltsam, dass es dazu kaum<br />
deutsche Literatur gibt. Eigentlich nur Bücher aus dem Ausland, die sich mit dieser Thematik befassen. Dabei gab es ja früher noch jede Menge Zeitzeugen dafür.<br />
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Liebe Grüße, Kiat<br />
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C
Cellulanus
06/28/2009 11:22
Liebe Kiat, <br />
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Steinhäuser verleiten eher nach solchen Katastrophen eher zu bleiben, wo sollte man auch Orte finden, in denen die Pest (oder andere der Seuchen) nicht gewütet hätte? Wenn man regionale Sagensammlungen liest, findet man reihenweise Orte, in denen nur ein, zwei oder eine Handvoll Leute überlebt haben, aber sie blieben, da sie als Nichtnomaden mit dem Land verbunden waren. Außerdem herrschte bei vielen das Gefühl vor "draussen" (außerhalb des Hauses, Hofes, Dorfes) sei es noch viel gefährlicher. <br />
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Hallo Moira, <br />
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was ist für Dich die Seele, was gibt Dir die Gewissheit, dass Deine "ganz" sei, also nicht an unterschiedlichen Orten unterwegs? Wie nimmst Du Deine Seele (als Komplettes) wahr? <br />
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Sonntägliche Grüße, Cellulanus
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Liebe Cellulanus,<br />
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da spielt sicher auch die Macht der Gewohnheit mit und die Bequemlichkeit. Mein deutscher Vater ist auch so einer. Als er in den Bauernhof meiner Stiefmutter einheiratete, danach schlug mehrmals<br />
der Blitz ein. Er weigerte sich, einen Blitzableiter zu montieren, das sei zu teuer. Die dann nötigen Reparaturen waren jedoch viel teurer.<br />
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Und dann bauten sie sich neben dem alten Bauernhaus einen Bungalow. Und obwohl bekannt war, dass auf dem Grundstück öfters der Blitz einschlägt, wurde wieder am Blitzableiter gespart. Und es schlug<br />
wiederum mehrmals der Blitz ein und verursachte schlimme Schäden.<br />
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Auch Nomaden waren mit dem Land verbunden, sie fühlten sich auch als die Herren der Steppe. Diese Verbundenheit führte dazu, dass sie das Land nicht restlos ausbeuteten, sondern weiterzogen, bevor<br />
die Weidefläche total abgegrast war. Das ist halt eine andere Lebensphilosophie.<br />
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Andererseits ist es auch eine Glyphe: Wer zu sehr am vermeintlichen Besitz klebt, wird verlieren. Hier fällt mir ein Spruch der Buddhisten ein: Das Leben ist wie eine Brücke, ihr sollt darüber<br />
gehen, aber keine Häuser darauf bauen.<br />
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Liebe Grüße, Kiat<br />
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<br />
M
Moira
06/28/2009 00:48
Liebe Kiat!<br />
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Woher weißt Du,daß es Dich in die Zukunft "verschlagen" hat?Könnte es nicht sein,daß Dir ein Blick in die Vergangenheit (30jähriger Krieg oder Pestepidemie) gewährt wurde?<br />
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Glaubst Du wirklich,daß es Paralleluniversen gibt?Ich persönlich bezweifle das sehr stark,denn was würde das für einen Sinn machen und wie soll ich mir das vorstellen?Das hieße ja,unsere Seele wäe nicht komplett in dem derzeitigen Körper beheimatet,sondern in Stücke gerissen in verschiedenen Personen,die aber alle ein und derselbe Mensch sind?Sorry,aber das ist mir dann doch zu unvorstellbar.<br />
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Muß Dir allerdings zustimmen,daß es sinnvoller ist einen Ort zu verlassen,an dem schreckliches passiert ist.Ich kann daher auch nicht nachvollziehen,wie zB in Verdun oder Auschwitz heute noch jemand leben kann.<br />
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Da sind doch überall feinstoffliche Abdrücke von dem Grauen,das dort passiert ist und die schreckliche Angst,die die Menschen dort erleiden mußten.<br />
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Kann mir nicht vorstellen,daß es gesund für Geist und Leib sein soll an einem solchen Ort zu leben,der erfüllt ist mit solchen negativen Dingen.<br />
Liebe Grüsse von Moira
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Liebe Moira,<br />
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auf den Dächern waren Solar-Panele, so etwas gab es früher nicht. Also müssen meine Bilder die Zukunft betreffen. Ich vermute, die kommende Grippe-Pandemie hat zugeschlagen.<br />
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Paralleluniversen sind für mich persönlich eine physikalische Tatsache. Ich hatte ja das Glück, mehrere Jahre lang von Mönchen in einem buddhistischen Kloster unterrichtet zu werden. Diese Mönche<br />
waren auch in den Naturwissenschaften sehr fit.<br />
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Ich sehe auch da keinen Widerspruch zur Seele. Für mich ist Seele reine Energie und Schwingung. Nimm z. B. zwei Klaviere, deren Resonanzkörper mit einem Stab verbunden sind. Wenn Du nun auf dem<br />
einen Klavier einen Ton anschlägst, dann schwingt das zweite Klavier mit. Ist nun der Ton auf dem ersten Klavier unvollständig, weil er auch auf dem zweiten Klavier zu hören ist? So verhält es sich<br />
auch mit der "Seele".<br />
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Ja, auch Orte und ihre Häuser haben ein Gedächtnis. In der Nähe gibt es ein Dorf, da stehen drei Kreuze, sie werden "Zigeunerkreuze" genannt. Da haben mal Dummdörfler eine Zigeunerfamilie<br />
ermordert. Wer sensitiv ist, spürt dies noch heute.<br />
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Es ist nicht einfach, an solchen Orten mit solch böser Geschichte zu leben. Im benachbarten Dorf gab es ja vor vielen Jahren eine Brandstiftung: Da hat ein Ehepaar aus dem Norden (er war Arzt, sie<br />
stammte aus einer Hamburger Reederei ab) von einem Bauern ein Stück Wald gekauft und bauten sich dort einen Bungalow. Sie wollten da ihren Lebensabend verbringen.<br />
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Das war ihnen nicht vergönnt. Eines Tages brannte der Dachstuhl des Bungalows am frühen Morgen. Ob das Ehepaar beim Brand oder an den Folgen des Brandes oder später starben, das weiß ich (noch)<br />
nicht. Tatsache ist jedenfalls, dass eine Stiftung für Seebrüchige die Alleinerbin war.<br />
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Dann verlangte das Dorf, dass der Bauer von der Stiftung Bungalow und Grundstück zurückkaufen musste. Und er musste versprechen, nie wieder an Fremde zu verkaufen.<br />
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Der eine Sohn des Bauern wohnte mal probehalber sechs Wochen in diesem Haus, dann hielt er es nicht mehr aus. Dieses Haus strömt heute noch eine sehr schlechte Energie aus. Ich denke, es wird für<br />
absehbare Zeit nicht bewohnt werden.<br />
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Übrigens, von einem Zeitzeugen wurde mir erzählt, dass Dörfler im Dorf rumstanden und zuschauten wie es brannte. Bis es einem zuviel wurde, er drückte auf den Alarmknopf der Feuerwehr. Andere haben<br />
ihm vorgeworfen: "Was machst Du da? Lass es doch brennen!"<br />
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Einmal hatte ich die Polizei gerufen, ein wertvoller Eselsattel war aus der abgeschlossenen Traktorgarage gestohlen worden. Zwei Ermittler kamen. Der Jüngere warnte uns, wir sollten nur vorsichtig<br />
sein: "Die zünden euch die Bude an!"<br />
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Da erwiderte ich: "Möglich, da gab es ja früher schon eine Brandstiftung!" Der jüngere Ermittler war hochinteressiert und fragte seinen älteren Kollegen: "Weißt Du was davon?"<br />
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Der winkte unwrsch ab ...<br />
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Liebe Grüße, Kiat<br />
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H
Heike
06/27/2009 10:10
Liebe Kiat,<br />
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dass er innert mich an etwas was meinen Mann und mir vor Jahren passiert ist.<br />
Wir haben damals das Angebot bekommen, verschiedene Haushaltsgegenstände in der Scheue eines weit entfernten Verwanten unter zu stellen.<br />
Das war Richtung Magdeburg, den Ort weiss ich nicht mehr.<br />
Auf alle Fälle war uns der Ort unheimlich. Er hatte ungefähr ein Charm eines Totenkopfes. Er war irgendwie "Falsch".<br />
Auch die Geräusche waren gedämpft, es kam einmal eine Blaskapelle vorbei, aber auch die Musik klang falsch und gedämpft. Richtig Schaurig.<br />
Man hörte auch keine Vögel oder sah eine Katze auf der Sraße, nichts…<br />
Menschen ja, aber auch die kamen und irgendwie unter "Trance" vor.<br />
Man waren wir froh als wir da weg waren!<br />
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Hast du dafür eine Erklärung?<br />
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Liebe Grüße<br />
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Heike
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Liebe Heike,<br />
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das hört sich an, als ob zwei Parallelwelten sich miteinander vermischt haben oder ihr beide habt einen Einblick in eine Parallelwekt gehabt. So etwas kommt durchaus vor. Einige meinen ja, die<br />
Ursache dafür sind Versuche, die im letzten Jahrhundert begannen. Allein schon Atombombenversuche, bei denen an einem einzigen Punkt unvorstellbare Energien freigesetzt werden, können die<br />
Paralleluniversen ins Wanken bringen.<br />
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Nachdenkliche Grüße, Kiat<br />
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