Immer öfters fragen mich Menschen, wie machst Du das mit dem Schreiben? Hast Du da feste Zeiten, wenn Du scheibst?
Nein, die habe ich nicht. Bei mir kommen die Gedankenblitze bei den verschiedensten Arbeiten, am meisten, wenn ich auf meinem Misthaufen stehe. Da überkommt es mich immer wieder, also gleich ins Haus geflitzt und in den PC gehämmert. Der steht immer auf Standby. Und dann wird losgetippt. Mittlerweile habe ich schon die zweite Tastatur aufgebraucht. Einige Tasten sind kaum noch zu entziffern.
Einmal kamen wir nach Hause, da war eingebrochen worden: nichts gestohlen, aber dafür alle Festplatten in den PCs funktionsunfähig, alle CDs mit Sicherungen des Textes meines Buches zerkratzt. Also hat da jemand gezielt versucht, mein Buch zu verhindern.
Ich war wütend, furchtbar wütend. In den PCs wurden neue Festplatten eingebaut, ich setzte mich hin, und schrieb neu. An einem einzigen Abend schrieb ich vierzig Seiten am Stück. Und diese vierzig Seiten wurden besser als alles andere, was ich bisher geschrieben hatte. Und in diesem Stil schrieb ich weiter.
Wer immer auch hinter diesem Anschlag steckte, er hat mir einen großen Gefallen erwiesen. Ich habe erfahren, was Schreiben bedeutet. Für mich jedenfalls. Für mich bedeutet Schreiben: einen Kanal öffnen und dann fließen lassen und meinen Gedanken- und Textfluss nicht zu behindern.
Daraus wurden Texte, wie ich sie von den Basaris, den Geschichtenerzählern auf den Basaren kannte. So ein Geschichtenerzähler musste immer spannend erzählen, sonst standen die Zuhörer auf und warfen kein Geld ein und der Geschichtenerzähler und seine Familie mussten hungern.
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Hallo<br />
vielleicht er auch ein spiritueller Guru<br />
Habe gerade gelesen, dass er als Kind sogar Feen und Elfen und so was gesehen hat Er mochte jedenfalls keine Professoren...:-)<br />
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Liebe Grüße *g*
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Liebe Mathilde,<br />
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das hört sich ja sehr reizvoll an. Er scheint eine sehr interessante Person zu sein.<br />
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Liebe Grüße, Kiat<br />
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Liebe Mathilde,<br />
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na, da bin ich gespannt auf die Reaktion deines Professors, wenn Du mit dieser Herder-Schrift ankommst! Alles Gute und viel Erfolg bei deiner Arbeit!<br />
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Liebe Grüße, Kiat<br />
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M
mathilde
08/30/2009 15:49
Oh, diese Schrift kenn ich noch gar nicht. Danke für den Tipp! Tja, so ein Titel wird in der wissenschaftlichen Bearbeitung natürlich nicht gerade hervorgehoben, wie Herder insgesamt eher gern mal als wiedersprüchlich dargestellt wird - er ist einerseits echt schwer zu lesen, aber seine Kritik an der wissenschaftlichen Sprache ist sicherlich auch nicht das, was manche Germanisten verstehen woll(t)en! Inzwischen gibt es endlich gute Bücher über seine Theorien.<br />
Tut mir ebenfalls leid fürs Abdriftenfinds aber soo interessant! :-) <br />
LG mathilde
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Liebe Mathilde,<br />
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tja, Herde war halt ein Querdenker, er beschäftigte sich mit vielen verschiedenen Themen. Ich stelle mir eben vor, was würde Herder heute schreiben? Welche Platform würde er wählen? Einen Blog?<br />
Oder als freier Mitarbeiter für eine bekannte Zeitung? Als Dozent kann ich ihn mir nicht vorstellen. Aber wer weiß?<br />
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Liebe Grüße, Kiat<br />
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M
mathilde
08/29/2009 19:46
Oh, ich hoffe es gibt noch Interessenten an meinem Selbstgespräch, hi <br />
Mir ist soeben eingefallen, dass das das Thema meiner Hausarbeit ist: nämlich Herder - er hatte genau dieselben Gedanken nur in einer anderen Zeit. Meine Motivation ist immerhin zurück gekehrt*g*<br />
Liebe Grüsse
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Liebe Mathilde,<br />
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Herder finde ich sehr interessant, vor allem seine Verbindungen zur Freimaurerei ("Edel sei der Mensch, hilfreich und gut!") und seine Gespräche und Diskussionen mit Goethe. Dabei ließ sich Herder<br />
nicht unterbuttern. Er war für mich ein Viel- und Querdenker. Auch heute noch lesenswert!<br />
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Für mich er noch ein Vertreter der Spezies "Universalgelehrter", etwas, was es heute kaum noch gibt. Heute spezialisieren sie sowohl die Geistes- als auch die Naturwissenschaftler, schade!<br />
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Seine Schrift "Vom Einfluss der Regierung auf die Wissenschaften und der Wissenschaften auf die Regierung" ist auch heute noch aktuell!<br />
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Oje, jetzt bin ich abgedriftet, es ist schön, dass Du wieder motiviert bist!<br />
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Gutes Gelingen für deine Arbeit und liebe Grüße, Kiat<br />
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M
mathilde
08/29/2009 19:42
Hi nochmal,<br />
:-) allerdings ist meine Motivation für meine eigenen Germanistik-Hausarbeiten nicht grade gewachsen *g* Aber wenigstens weiß ich jetzt, es gibt Menschen, die meine Meinung diesbezüglich teilen. <br />
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Ich denke mir manchmal: 10 Seiten Text, über ein Gedicht? Weshalb hat der Dichter denn eine verdichtete Sprache gewählt, hä? Aber dann wärs halt schliesslich Poesie und nicht mehr Wissenschaft. Naja. :-(<br />
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Liebe Grüße
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Liebe Mathilde,<br />
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in der Abiturklasse hatten wir stets Interpretationen. Die Frage der Lehrerin "Was will der Autor und damit sagen?" Ich war genervt und schrieb: "Vermutlich das, was er uns geschrieben hat." Das<br />
gab vielleicht einen Aufstand!<br />
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Ich denke auch, dass bei einem Gedicht jede Leserin etwas anderes in den Sinn bekommt. Andernfalls wäre es gespenstisch oder wir wären alle geklont. Wofür schreibt jemand pberhaupt? Nur für sich<br />
oder für seine Mitmenschen?<br />
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Liebe Grüße, Kiat<br />
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