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Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.

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Lengsfeld: auf den Hund gekommen?

Erinnern wir uns, die Kandidatin Vera Lengsfeld hatte ja auf ihrem Wahlplakat Busen gezeigt. Jetzt ist sie brav geworden. Auf ihrem neuen Wahlplakat geht sie mit ihrem Hund spazieren.

Jedes Plakat braucht ja einen Slogan, der lautet jetzt: "Politik ohne Maulkorb". Ob das die große Vorsitzende weiß? CDU und Politik ohne Maulkorb? Wenn das wirklich kommen soll, dann muss sich in der CDU aber viel ändern!

Von ihrem ersten Plakat mit tief dekolletiertem Busen gibt es keine mehr. 750 Plakate waren gedruckt worden, alle weg! Einige dieser Plakate wurden schon im Internet versteigert, eines für über 200 EUR. Wer braucht das schon? Ich ganz bestimmt nicht!

Irgendwie scheint Lengsfeld auf ihren Konkurrenten Ströbele von den Grünen neidisch zu sein, Ströbele hat ja richtig schöne Kunstwerke. Lengsfeld nennt sie aber "Skandalplakate"! Sie begründet das damit, dass Ströbele einen Schal trägt, da ist ein Bild von Che Guevara drauf. Und der hat ja Homosexuelle zur Umerziehung in Arbeitslager stecken lassen.

Frau Lengsfeld, wo bleiben denn Ihre Aussagen? Ob Sie einen Hund haben und mit ihm spazieren gehen, das ist schön! Nur viele Millionen Deutsche machen sich Sorgen um ihren Arbeitsplatz! Und es werden immer mehr!

Dazu sollten Sie auf Ihren Plakaten Stellung beziehen!

(C) Copyright 2004-2009 by Kiat Gorina, Windsbach. Alle Rechte vorbehalten.
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C
Liebe Kiat, <br /> <br /> die Wahlplakate waren früher doch auch nicht aussagekräftiger. Oder kannst Du Dich etwa an ein einziges erinnern, das es wirklich wert war im Gedächtnis hängen zu bleiben? <br /> <br /> Ich gebe es zu, ich wähle nur deshalb noch, weil es viel wert ist, dass wir überhaupt das Recht dazu haben. Reporter ohne Grenzen zeigt deutlich auf wie es in andern Ländern ausschaut, in denen dieses Recht keine Selbstverständlichkeit ist. <br /> <br /> Aber was kann man denn hier überhaupt wählen? Die Parteien haben doch gar kein richtiges Profil mehr und im Grunde genommen wählt man unter den Parteien nur noch das aus, das das geringste Übel ist. <br /> <br /> Liebe Grüße, Cellulanus
Antworten
K
<br /> Liebe Cellulanus,<br /> <br /> ich denke schon, dass frühere Wahlplakate aussagekräftiger waren,ich denke nur an die Zeit der "Roten Socken"! Oder die ausländerfeindlichen Parolen eines Roland Koch oder "Kinder statt Inder!".<br /> Ich will nicht behaupten, dass diese Aussagen intelligenter waren, aber sie befassten sich wenigsten mit Politik.<br /> <br /> Eben, wir haben (noch) ein Wahlrecht und gerade jetzt, nachdem das Bundesverfassungsgericht den fragwürdigen Einsatz von Wahlcomputern in der bisherigen Form verboten hat, wird diese Wahl wieder<br /> sehr interessant. Es wird jawohl seinen Grund haben, dass die OSZE Beobachter abgestellt hat.<br /> <br /> Eine Demokratie, die auf Parteien basiert, verlangt von allen Beteiligten Kompromisse. Aber machen wir das Beste draus!<br /> <br /> Ich habe erst heute wieder jemand getroffen, der sagte: Ich wähle überhaupt nicht mehr. Und ich wollte, alle würden nicht hingehen.<br /> <br /> Diese Idee ist zwar verständlich, weil die Frustration überall zunimmt, aber so etwas halteich für dumm!<br /> <br /> Nachdenkliche Grüße, Kiat<br /> <br /> <br />
C
Guten Morgen, Kiat, <br /> <br /> mal im Ernst, glaubst Du echt, dass solche Wahlplakate in der heutigen Zeit überhaupt noch wichtig sind? Ist doch vollkommen egal, was da drauf steht, denn wer nutzt denn ausgerechnet dieses rumstehende Altpapier als Infoquelle? Das Zeug ist doch nur Umweltverschmutzung, vor allem, wenn ein kräftiger Wind die Dinger auch noch umschmeißt oder zerfetzt. Da paßt allerhöchstens ein Satz drauf und der ist im Grunde genommen total nichtssagend. Infos kriegt man unterm Jahr über das Verhalten und die Aussagen der Politiker und wer sich wirklich informieren will, liest das Wahlprogramm. <br /> Und mal im Ernst, ist doch eh allen klar, dass sich die Politiker doch nie und nimmer an ihre Wahlversprechen halten, sie müssen halt irgendwas versprechen, fertig. Aber nach der Wahl haben Lobbyisten das sagen und ganz andere Mächte. Also sind diese Wahlplakate nur gut, um in Weblogs darüber zu meckern, zu mehr nicht. <br /> <br /> Politik-realistische, sprich politikverdrossene Grüße, Cellulanus
Antworten
K
<br /> Liebe Cellulanus,<br /> <br /> ich sehe es aus einer anderen Warte: Du hast völlig Recht, dass die Aussagen auf den Wahlplakaten keine Aussagen sind. Was folgere ich daraus? Dass die Politiker uns WählerInnen überhaupt nicht<br /> mehr Ernst nehmen, nicht einmal kurz vor der Wahl? Warum? Weil sie voll davon überzeugt sind, dass die Wahl schon gelaufen ist, da möge kommen, was wolle. Und einige möglicherweise missliebige neue<br /> Parteien wurden im Vorfeld wegen fragwürdiger formaler Fehler nicht zugelassen.<br /> <br /> Der Kuchen wurde anscheinend schon aufgeteilt. Nur hat die Geschichte immer wieder gezeigt, dass es manchmal anders läuft, als es sich einige ausgemalt haben.<br /> <br /> Und solche Wahlplakate zeigen auch die Niveaulosigkeit der Kandidaten, die sich damit als wahlunwürdig erweisen. Aber eines dürfen wir nicht vergessen, unterschwellig bleibt von diesen Wahlplakaten<br /> bei jedem von uns etwas hängen. Ob wir wollen oder nicht!<br /> <br /> Ich finde es etwas traurig, dass Du dadurch politikverdrossen wirst. Ich kann es nachvollziehen. Aber wäre es nicht besser, dagegen anzukämpfen, auch wenn Meckern im Netz nur ein Anfang ist ...<br /> <br /> Liebe Grüße, Kiat<br /> <br /> <br />