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Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.

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Lampe kaufen

Gestern kam ich von einem Einsatz, in Arbeitskleidung: grünes Sweatshirt, Tarnhosen und Gummistiefel. Da sah ich, dass das Aquarium dunkel war. Also hatte die Lampe ihren Geist aufgegeben.

Da schraubte ich die Neonröhre raus und fuhr zum nächsten Aquaristikhändler. Mit der alten Röhre in der Hand betrat ich den Laden. Der Inhaber, ein großklobiger Kerl, musterte mich. Meistens ist er maulfaul und sagt keinen Ton. Mein Aufzug aber veranlasste ihn offensichtlich zu maulen:

"Na, heute in voller Montur zum Lampe kaufen."

"Ja, glauben Sie, wegen Ihnen ziehen ich mein kleines Schwarzes an?"

"Kommen Sie vom Acker? Haben Sie Ihr Aquarium auf dem Acker?"

"Sicher! Ich züchte Trockenfische!" knurrte ich zurück.

Das war ihm zu viel. Wie ein Karpfen schnappte er nach Luft und ging. Seine Verkäuferin hatte alles mitbekommen und hielt sich die Hand vor ihrem Mund, damit ja keiner ihr Grinsen sah. Dann suchte sie eifrig nach einer Ersatzlampe. Sie kam mit einer langen Verpackung.

"Na, so groß ist mein Aquarium auch wieder nicht!"

"Das ist eine Mogelpackung! Die Lampe ist nur halb so lang!"

Das war das Stichwort. Wir unterhielten uns über die Unsitte, dass die Verpackungen immer größer werden, der Inhalt immer weniger und die Preise trotzdem steigen. Freudig verabschiedeten wir uns.

(C) Copyright 2004-2009 by Kiat Gorina, Windsbach. Alle Rechte vorbehalten.
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K
Liebe Kiat, <br /> das ist das was ich auch meine: Würde man die Deutschen lassen, dann wären sie wohl zu großartigen Werken fähig, aber da scheint wohl jemand Angst davor zu haben. Aber da kann ich nur wieder meinen üblichen Spruch sagen: Die Zeit wirds zeigen, wie es weitergeht und wie lange es noch dauert bis die Deutschen sich nicht mehr unterdrücken lassen. <br /> Liebe Grüße <br /> Kleh
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K
<br /> Liebe Kleh,<br /> <br /> so sehe ich das auch. Ich denke, wenn es der Mehrheit der Deutschen schlecht genug geht, dann werden sie aufwachen und sich wehren! Lange wird es wohl nicht mehr dauern. Vor allem dann, wenn<br /> Schwarz-Gelb regiert, dann kommt es zum sozialen Kahlschlag und dann zu Aufständen! Wenn jedoch Millionen aufstehen, dann hilft auch keine Bundeswehr für Inlandeinsätze,so wie es Schäuble es<br /> will!<br /> <br /> Nachdenkliche Grüße,Kiat<br /> <br /> <br />
K
Liebe Kiat, <br /> Stimmt die fähigen und pfiffigen Deutschen werden unterdrückt und da frag ich mich woher kommt das? Doch nicht nur von den Deutschen. Manchmal kommt es mir so vor als ob es Leute gibt die auf gar keinen Fall wollen, daß die Deutschen wieder hoch kommen. Warum nur? <br /> Nachdenkliche Grüße Kleh
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K
<br /> Liebe Kleh,<br /> <br /> das hängt mit der Geschichten der Deutschen zusammen. Allein die Bezeichnung "Weltkrieg": genaugenommen waren es Kriege gegen Deutschland. Nehmen wir den I. Weltkrieg:<br /> <br /> Zu Bismarcks Zeiten schaute zwar das Ausland missbilligend auf Deutschland, das immer stärker wurde. Aber Bismarck betrieb erfolgreich eine Politik, die einen Eklat verhinderte. Dann wurde Bismarck<br /> ruhiggestellt und Kaiser Wilhelm wurde übermütig. Hinzu kam, dass Deutschland seine ersten Kolonien bekam.<br /> <br /> Und das war der Anlass für die anderen Kolonialstaaten, gegen Deutschland etwas vorzubereiten. Und der Kaiser machte es ihnen ja sehr einfach.<br /> <br /> Ähnlich war es mit dem II. Weltkrieg: Wer sich mit der technologischen Entwicklung uwischen 1933 und 1945 in Deutschland befasst, wird erstaunt sein, was in dieser kurzen Zeit alles entwickelt<br /> wurde. Da bekamen die Alliierten einen gewaltigen Schrecken, bereits bei der Olympiade 1936. Also wurde beschlossen, dagegen etwas zu unternehmen.<br /> <br /> Und wieder war es ein Despot, der es seinen Gegnern sehr einfach machte.<br /> <br /> Und nach Kriegsende beschlossen die Alliierten, dass Deutschland im Mittelalter bleiben soll. Und im Rahmen der Entnazifizierung wurden den Deutschen eingeredet, dass alles Deutsche schlecht ist.<br /> Es gab keinen Nationalstolz mehr.<br /> <br /> So wurde den Deutschen verboten, Rechner zu bauen, Zuse hatte ja großartige Pläne. Erst 1953 durfte der erste deutsche Rechner gebaut werden. Die Deutschen hatten jedoch Glück, dass die<br /> Westalliierten einen Prellbock brauchten gegen den Kommunismus, dafür war dann Westdeutschland vorgesehen. Und da mussten dann die Zügel gelockert werden.<br /> <br /> Ich bin immer wieder erstaunt, wie wenig die Jugend über die zeitnahe Geschichte ihres eigenen Volkes weiß. Und wer da mal stöbert, wird gleich als Nazi diffamiert.<br /> <br /> Es ist immer noch nicht möglich, diese deutsche Zeitgeschichte objektiv zu betrachten.<br /> <br /> Und derzeit verliert Deutschland den Krieg vollkommen. Da wurden und werden große Namen der Industrie und des Handels endgültig zerstört: AEG, Quelle, Grundig, Merckle; als nächstes wohl Siemens.<br /> Usw.<br /> <br /> Nachdenkliche Grüße, Kiat<br /> <br /> <br />
K
Liebe Kiat, <br /> da hast Du wohl Recht, daß es den Deutschen schon einmal passiert ist, daß sie dem Falschen nachlaufen und deshalb trauen sie sich jetzt gar nichts mehr sagen. <br /> Aber da ich ja selber auch Deutsche bin glaube ich daß die Deutschen schon zu großen Taten fähig sind, sie müssen aber erst den rechten Weg finden. <br /> Libe Grüße Kleh
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K
<br /> Liebe Kleh,<br /> <br /> das große Problem vieler Deutschen von heute ist der vorauseilende Gehorsam. Das sehen wir jetzt z. B. an den falschen Gutachten für Endläger von atomaren Abfällen. Da haben Wissenschaftler<br /> Gefälligkeitsgutachten für Asse und Gorleben gemacht, nur weil die Industrie und die von ihr kontrollierten Politiker es wollten.<br /> <br /> Und es gibt zwar viele fähige und pfiffige Deutsche, aber die werden unterdrückt, das beginnt schon an den Universitäten. Und da die Industrie heute größtenteils die Forschung dirigiert, kommt eben<br /> nur das raus, was die Industrie will.<br /> <br /> Ich stelle aber fest, dass immer mehr Deutsche diesen Unsinn durchschauen und sich zu wehren beginnen. So z. B. eine wütende Milchbäuerin, die über die Wortblasen ihres Lokalpolitikers so erzürnt<br /> war, dass sie ihm den Inhalt einer Milchkanne über seinen Trachtenjanker kippte. Der wiederum reagierte so, dass er ihr mit seiner Faust auf den Kopf schlug. Sie musste im Krankenhaus behandelt<br /> werden. Sind das die schlagkräftigen Argumente unserer Politiker, wenn ihnen die Worte ausgehen?<br /> <br /> Liebe Grüße,Kiat<br /> <br /> <br />
K
Ok Du hast ja Recht. <br /> Aber sorry, daß ich jetzt schon wieder was negatives dazu sagen muß: Ich hab mir mal echt die Mühe gemacht und hab an diesem Flaschenrücknahmegerät der Supermärkte herumgenörgelt. Da standen bestimmt 20 Leute an 2 Geräten an. Dann hab ich laut rumgeschimpft. Alle haben nur geschaut. Keiner wollte sich mit einmischen. Dann kam ein Verkäufer, der gab mir sogar recht und hat gesagt ich soll mich halt an der Info beschweren. Mehr kann er mir auch nicht raten. Das hab ich dann auch getan. Das Problem wäre bekannt hieß es da und als Antwort vom Großkonzern hab ich als Dankeschön einen Kugelschreiber erhalten, den ich mir selbst abholen hätte müssen. <br /> Einige Wochen später stand ein neuer Getränkerücknahmeautomat dort, obwohl ich ausdrücklich darauf hingewiesen habe, daß es mit menschlichen Kräften viel schneller geht und ich auf sowas Wert lege.<br /> Kleine Geschichte von mir, aber ich weiß schon was Du meinst und wenn ich kann dann mach ich das auch. <br /> Liebe Grüße Kleh
Antworten
K
<br /> Liebe Kleh,<br /> <br /> Du brauchst dich nicht zu entschuldigen, dass Du etwas Negatives sagst. Wir sind doch hier eine Plattform, in der jeder seine eigene Meinung schreiben kann und soll. Und solange es nicht<br /> beleidigend ist, winke ich die Kommentare durch.<br /> <br /> Und deine Geschichte zeigt doch, dass Du mit deiner Kritik etwas bewirkt hast, eben einen neuen Automaten!<br /> <br /> Und dass andere betroffene Menschen einfach wegschauen, das kenne ich auch. Da hatte ich einmal bei Lidl eine eingeschweißte Gurke gekauft, als ich sie zu Hause schälen wollte, sah ich, dass da<br /> eine Riesenspinne mit eingeschweißt war. Als fuhr ich zurück und reklamierte direkt an der Kasse. Hinter mir auch eine lange Schlange. Die meisten schauten weg, einige maulten: Was die bloß will,<br /> das kann man doch mitessen!<br /> <br /> Das ist wieder typisch deutsch! Wäre das in Frankreich passiert, da hätte ich gewiss Unterstützung bekommen. Aber die Geschichte der Deutschen hat ja gezeigt, wenn sie mal jemand nachlaufen, dann<br /> ist es der Falsche ...<br /> <br /> Nachdenkliche Grüße, Kiat<br /> <br /> <br />
K
Liebe Kiat, <br /> wie soll man denn das verweigern? Es gibt ja nix anderes mehr zu kaufen. Das einzige was mir dazu einfällt ist vielleicht daß man die Verpackung beim Händler läßt<br /> Hast Du vielleicht eine bessere Idee? <br /> Liebe Grüße <br /> Kleh
Antworten
K
<br /> Liebe Kleh,<br /> <br /> och, da gibt es schon einige Möglichkeiten, um den Frust abzulassen:<br /> <br /> manche Discounter haben kostenlose Nummern für Beschwerden, also fleißig anrufen, immer mit einem konkreten Beispiel<br /> <br /> alle Discounter haben Email-Adressen, also höfliche, jedoch bestimmte Mails schicken<br /> <br /> zum Einzelhändler wie Bäcker oder Metzger gehen<br /> <br /> die Filialleitung direkt ansprechen<br /> <br /> Lebensmittel direkt beim Erzeuger kaufen<br /> <br /> Lebensmittel auf dem Markt kaufen<br /> <br /> Ich bin sicher, dir fällt noch mehr ein. Wir sollten nur nicht gleich denken, die Großen machen sowieso, was sie wollen. Ja, wenn wir uns nicht wehren, dann machen sie das.<br /> <br /> Aber letzendlich sind sie auf uns Verbraucherinnen angewiesen. Achja, direkt Beschwerdebriefe oder -Faxe oder -Emails an den jeweiligen Hersteller schicken.<br /> <br /> Mein Bär war ja früher Prokurist in einem Verlag, da hatte er auch mit Marketing zu tun. Nach seiner Erfahrung bekommt die jeweilige Marketingabteilung einen gewaltingen Schrecken, wenn an einem<br /> Tag nur hundert Beschwerden zu einem Produkt eintrudeln. Die Werbemenschen rechnen nämlich, dass nur einer von tausend Kunden sich die Mühe macht, sich zu beschweren. Das bedeutet, bei hundert<br /> Beschwerden, dass es in Wirklichkeit 100.000 unzufriedene KundInnen sind.<br /> <br /> Und das ist bei dem derzeitigen Kampf unter den Discountern eine Menge!<br /> <br /> Also, lassen wir uns nicht kleinkriegen und wehren wir uns!<br /> <br /> Aufmunternde Grüße, Kiat<br /> <br /> <br />