Heute, am 17. September steht der abnehmende Mond in der Jungfrau.
Beim Schreiben dieser Zeilen sah ich einen Fischreiher mit gleich zwei Schnäbeln. Der Reiher ist ein Symbol für die göttliche Wissenschaft. Und ich sah in der Ferne ein Kloster.
Heute ist ein guter Tag dafür, etwas Distanz zu unserem Alltag zu gewinnen. Sonst fragen wir uns, was dieser alltägliche Trott alles soll. Anderderseits können wir uns nicht verweigern. Auch der Alltag gehört zu unserem Leben.
Oft verdrängen wir die größeren Zusammenhänge. Da bietet es sich an, darüber zu meditieren. Oft können wir nicht einschlafen, weil wir uns von den Ereignissen des vergangenen Tages nicht genügend entfernen können. Wir können einfach nicht loslassen.
Dafür gibt es eine einfache meditative Übung: die Rückwärtsbetrachtung.
Bevor wir einschlafen (wollen), entspannen wir uns. Dann lassen wir den vergangen Tag rückwärts ablaufen, wie einen Film. Bei Stellen und Ereignissen, die uns besonders treffen, können wir auch anhalten.
Meist ist es so, dass wir gar nicht bis zum Morgen ankommen, sondern vorher einschlafen. Das macht überhaupt nichts, wir brauchen uns also nicht zwangsweise wachhalten.
Wer diese Übung täglich mehrere Wochen lang praktiziert, wird feststellen:
wir gewinnen Distanz zu den vergangenen Ereignissen
wir werden ruhiger und gelassener
wir sehen unser Leben auch aus einer anderen Warte
Ich wünsche allen, dass ihr das Beste aus diesem Tag macht!