Heute, am 19. September, steht der zunehmende Mond in der Waage. Das ist der erste Dekan.
Beim Schreiben dieser Zeilen sah ich einen reichen Menschen. Er hat die Früchte seiner bisherigen Arbeit aufgehäuft und möchte sich jetzt ändern. Er hat erkannt, dass dieser Reichtum nicht alles sein kann, er will deshalb sein Leben ändern, er will bewusster leben und sich, was das Materielle angeht, künftig einschränken. Dies ist insgesamt ein gutes Vorzeichen für diesen Tag.
Dieses Bild trifft auf jede von uns zu: Unser ganzes Leben lang sammeln wir Wissen, nicht das Fachwissen ist hier gemeint, sondern unsere Erfahrungen. Und dann stehen wir vor einer Entscheidung, wir wissen nicht, wie wir entscheiden sollen.
Da sollten wir uns an unsere früher gemachten Erfahrungen erinnern, nicht nur erinnern, sondern sie auch anwenden. Wir sollten uns auch von anderen, die gelehrtes Fachwissen zur Schau tragen, nicht entmutigen lassen. Denken wir an einen Hirten, der mit seinen Lebenserfahrungen dafür sorgt, dass seine Herde gesund bleibt. Obwohl er die Pflanzen nicht beim lateinischen Vornamen kennt.
Anders dagegen ein studierter Mensch, der nur sein Fachwissen kennt und bei praktischen Fragen des Alltags kläglich versagt.
Dann hatte ich noch ein Bild: einen Wagen mit Achsen, aber die Räder sind abgefallen. Der Wagen kann sich nicht mehr bewegen. Das muss nichts Schlechtes bedeuten, es will uns nur sagen: Handle heute nicht!
Ich wünsche allen, dass ihr das Beste aus diesem Tag macht!