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Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.

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Geisterflasche beim Pharmahandel

Da bestellte ich doch bei der Stadtapotheke in Windsbach ein homöopathisches Mittel: Acidum formicicum D12. Also Ameisensäure, in der zwölften Dezimalpotenz.

Als ich das Mittel abholte, schaute die Umverpackung vom Hersteller DHU in Karlsruhe ganz normal aus. Zu Hause öffnete ich die Verpackung und zog die Glasflasche raus. Und da wunderte ich mich:

Da war erstens die Flasche bereits geöffnet worden. Grund: der Plastikring unterhalb des Drehverschlusses war locker. Die Flasche war also bereits geöffnet worden. Und zweitens war das Herstelleretikett mit einem handschriftlichen Aufkleber mit Dosierung "früh 10 Globuli" überklebt. Der Aufkleber stammte von der Landwehrapotheke in Rothenburg o. d. T. Was war denn da passiert?

Naja, ich rief bei der Rothenburger Apotheke an und schilderte den Fall, ich wurde zur Apothekerin weitergereicht, erzählte meine Geschichte, die Apothekerin konnte sich das nicht erklären. Ich hatte das auch nicht anders erwartet. Wahrscheinlich war das eine Geisterflasche.

Dann rief ich beim Hersteller an, schilderte meinen Fall. Ich wurde mit einer sehr kompetent wirkenden Frau verbunden, die versicherte mir, dass sie nur Flaschen mit ihrem herstellereigenen Etikett verschicken. Und sie liefern auch keine gebrauchten Flaschen aus. Das leuchtet mir ein.

Also rief ich in der Windsbacher Apotheke an und erzählte, welch seltsame Flasche ich da bekommen hatte. Die Apotheke bot sofort an, ein neues Mittel zu bestellen und ich sollte diese Geisterflasche mitbringen. Ich wollte dann noch wissen, mit welchem Pharmagroßhändler sie zusammenarbeiten. "ANZAG" war die Antwort.

In diesem Augenblick kam mein Bär hinzu und sagte ungefragt: "Andreae Noris Zahn AG mit Sitz in Frankfurt".

"Du weißt aber auch alles", antwortete ich.

"Ist keine Kunst, in diesem Laden habe ich mal im Auftrag von Siemens programmiert. Da habe ich einiges mitbekommen, aber da schweigt des Sängers Höflichkeit."

Also rief ich bei der ANZAG an. Mein Bär hatte mir eine interne Nummer gegeben, ich weiß nicht, woher er die hatte. Jedenfalls war die Frau ziemlich erschrocken über das, was ich ihr erzählte und versprach hoch und heilig, dass jemand rückruft und die Sache aufklärt.

An nächsten Tag kam ein Rückruf, von einem ANZAG-Menschen aus Nürnberg. Der Typ wollte mich zuquasseln, aber nicht mit mir. Ich blieb hartnäckig und langsam schälte sich die Wahrheit heraus:

Offensichtlich hat die Rothenburger Apotheke das Geisterfläschchen an den Großhändler zurückgeschickt. Normalerweise versichert die Apotheke schriftlich, dass das Medikament original verpackt und ungeöffnet ist und ordnungsgemäß gelagert wurde.

Dann geht die Geisterflasche zurück an den Großhändler. Dort gibt es einen Wareneingang, der diese Geisterflasche überprüfen sollte und dann ins Lager einordnet für den nächsten Warenausgang.

Tja, wer hat bei dieser Geisterflasche geschlampt? Erstmal die  Rothenburger Apotheker: Sie hätte eine solche Flasche nicht zurückgeben dürfen.

Aber auch der Wareneingang bei ANZAG hat geschlampt: Eine bereits offene Flasche mit verhunztem Herstelleretikett durfte nie angenommen werden. Aber das geschah offenbar nicht.

Nun mag mancher maulen: Was soll das alles wegen einer Flasche? Ich sehe das anders. Wenn ich ein Mittel in der Apotheke kaufe, dann gehe ich davon aus, dass dieses Mittel direkt vom Hersteller geliefert wurde und keine Odyssee hinter sich hat.

Und gerade bei homöopathischen Mitteln ist es sehr wichtig, dass die Flasche geschlossen geliefert wird. Wer weiß, wer da alles mit dieser offenen Flasche hantiert hat?

Noch bedenklicher und sogar lebensgefährlich wird es bei anderen Medikamenten. Nehmen wir mal an, ein Diabetiker spritzt Insulin in Durchstechflaschen. So, und jetzt passiert das Gleiche wie mit der Geisterflasche: Eine Apotheke verkauft Durchstechflaschen an einen Kunden, der zieht seine Spritze auf mit einer schmutzigen Nadel. Dann stellt ihn sein Arzt auf ein anderes Insulin um, er gibt die Durchstechflaschen in seiner Apotheke ab. Die schickt diese Insulinflaschen zurück an den Großhändler, dessen Wareneingang pennt und stellt diese bereits benutzte Insulinflasche ins Lager. Von da wird sie an eine andere Apotheke geliefert und deren Kunde bekommt eine Insulinflasche geliefert, aus der mit einer schmutzige Nadel bereits Insulin aufgezogen wurde. Und dann wird dieser Kunde sehr krank und keiner weiß weshalb.

Also, ich finde, die Medikamentenpreise sind in Deutschland ja schon hoch genug, dafür sollte der Endkunde wenigsten sicher sein, dass es solche Geisterflaschen nicht gibt.

(C) Copyright 2004-2009 by Kiat Gorina, Windsbach. Alle Rechte vorbehalten.
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F
<br /> Hoffentlich sehen das bald noch mehr Menschen so wie wir !!!!!!!!!!!<br /> <br /> <br />
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K
<br /> <br /> Liebe Flora,<br /> <br /> <br /> davon bin ich fest überzeugt!<br /> <br /> <br /> Liebe Grüße, Kiat<br /> <br /> <br /> <br />
F
<br /> ^^ Tja Strafe muß sein ! Erst Recht bei wichtigem wie Medizin !<br /> <br /> <br />
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K
<br /> <br /> Liebe Flora,<br /> <br /> <br /> das finde ich auch! Gerade bei Arzneimitteln!<br /> <br /> <br /> Liebe Grüße, Kiat<br /> <br /> <br /> <br />
F
<br /> Ich denke deine neue Apotheke wird der alten bald schon kräftig Konkurrenz machen .<br /> <br /> <br />
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K
<br /> <br /> Liebe Flora,<br /> <br /> <br /> das denke ich auch! Die alte Apotheke musste letzten Monat sogar Anzeigen schalten, das hatte es früher nie gegeben. Wozu auch? Sie hatten ja das Monopol ...<br /> <br /> <br /> Liebe Grüße, Kiat<br /> <br /> <br /> <br />
R
<br /> *grusel*<br /> mir hat`s jetzt richtig die haare aufgestellt beim lesen.<br /> das hätte ja nicht nur UNABSICHTLICH schon geöffnet sein können, sondern auch ABSICHTLICH und wenn man bedenkt wieviele deppen schon babynahrung oder andere nahrungsmittel absichtig vergiftet haben<br /> in irgendwelchen läden...<br /> *ieks*<br /> also ich hätte vielleicht nicht rausgekriegt, warum die flasche schon geöffnet ist, aber ich hätte sie auf jeden fall auch zurück gebracht und was neues verlangt.<br /> <br /> alles liebe, sonja<br /> <br /> <br />
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K
<br /> <br /> Ja, so sehe ich das auch. Mit Medikamenten ist ja nicht zu spaßen. Nachdem ich wusste, wie das gelaufen ist, habe ich die Apotheke gewechselt. Bislang hatte die das Monopol am Ort, weil sie die<br /> einzige war. Aber jetzt gibt es eine zweite. Und der Apotheker ist sehr sehr freundlich und kompetent. Und das merken zwischenzeitlich auch andere <br /> <br /> <br /> Liebe Grüße, Kiat<br /> <br /> <br /> <br />
F
<br /> stimmt ^^<br /> <br /> <br />
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K
<br /> Liebe Flora,<br /> <br /> und solche nicht vorhersehbaren Reaktionen sehen manche nicht so gerne <br /> <br /> Liebe Grüße, Kiat<br /> <br /> <br />