Gestern war ein seltsamer Tag! Da wollte ich am Vormittag in meinen Blog schauen, was es Neues gibt. Da die Stadtverwaltung von Windsbach offenbar Schnarchnasen sind, bin ich ja immer noch mit ISDN-Schneckentempo mit dem Netz verbunden. Das reicht gerade für EMail, aber kaum mehr.
Und gestern ging gar nichts mehr. Mein Bär ging auf die Suche und wurde fündig! Er hatte ja die ganze Zeit unseren Stromversorger im Verdacht, dass der weit höhere Spannungen als 230 Volt aus der Steckdose liefert. Seit ein paar Tagen hat er ein Messgerät angeschlossen, das protokolliert den Spannungsverlauf. Die Nacht zuvor war es besonders schlimm:
Da gab es Spannungsspitzen weit über 260 Volt. Und das haben einige Netzteile nicht verkraftet, sie sind innerlich regelrecht zusammengeschmort. Also den Stromversorger angerufen. Natürlich geriet ich an eine Frau in einem Call-Center. Dieses Muttchen hatte bei ihrem Coaching offenbar nur eines gelernt: "Reichen Sie das schriftlich ein!"
Das muss man sich mal vorstellen! Der Stromversorger liefert Strom mit Spannungsspitzen weit außerhalb der vertraglich vereinbarten Toleranzgenze, und was passiert? Ich soll das schriftlich einreichen? Ja, spinnen denn diese Nürnberger?
Aber ich blieb standhaft und verlangte ihren Vorgesetzten. Ich weiß natürlich, dass sie mir den nicht geben kann. Aber immerhin versprach sie, dass mich jemand zurückruft. Was auch geschah.
Dieser Mensch war etwas kompetenter als die Tante im Call-Center und er versprach jedenfalls, dass er jemanden an das zuständige Trafohäuschen schickt. Der soll mal die Einstellungen überprüfen.
Dann meldete sich etwas später jemand, der meinte: "Irgendwie scheint eine Biogasanlage gesponnen zu haben ..."
Aber wie es dann zu solchen Überspannungen kommt? Mein Fazit: Offensichtlich gibt es Stromversorger, die stehen mit ihrer Technik auf Kriegsfuß und/oder sie packen es einfach nicht, ihren vertraglich vereinbarten Pflichten nachzukommen.
Wenn da ein Biogasanlage sich im Stromnetz zu- oder abschaltet, so etwas darf doch nicht dazu führen, dass Stromabnehmer ein paar Kilometer weiter davon etwas mitbekommen, und zwar in Form von Überspannungen.
Was tun? Zunächst mal mussten die zusammengeschmorten Netzteile ausgetauscht werden. Und bei dieser Gelegenheit haben wir einiges modernisiert, und die sensiblen Teile gegen Überspannungen abgesichert. Dafür ging fast der ganze Tag drauf.
Das Monitoring für die gelieferte Spannung bleibt am Laufen. Wenn es wieder zu Über- oder Unterspannungen kommt, dann ist alles protokolliert.
Irgendwie fasse ich es nicht! Da heißt es, Deutschland sei ein hochtechlogisches Land. Aber dafür zu sorgen, dass aus einer 230 Volt Steckdose wirklich 230 Volt kommen, das scheint einfach nicht machbar zu sein.
Passend dazu, fällt mir ein Mensch ein, der manchmal über Aliens phantasiert. Das letzte Mal meinte er, böse Aliens würden gewaltige elektromagnetische Wellen erzeugen, die die gesamte Stromerzeugung auf dieser Erde lahm legen wird. Ich ließ ihn reden ...
Heute hätte ich ihm geantwortet: "Junge, das brauchen die nicht zu machen, das schaffen die Menschen ganz von selbst!"
(C) Copyright 2004-2009 by Kiat Gorina, Windsbach. Alle Rechte vorbehalten.
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Liebe Cellulanus,<br />
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ja, dann drück mir die Daumen!<br />
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Liebe Grüße, Kiat<br />
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C
Cellulanus
10/01/2009 09:01
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Oh, das waren ja heftige Auswirkungen.<br />
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Liebe Kiat,<br />
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danke für Deine hilfreiche Antwort. :-)<br />
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Ich wünsch Dir einen angenehmen Start in den Tag, liebe Grüße, Cellulanus<br />
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Liebe Cellulanus,<br />
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das mache ich doch gerne!<br />
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Ich hoffe, dass ich jetzt wieder ohne große Störungen bloggen und EMails empfangen und senden kann.<br />
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Liebe Grüße, Kiat<br />
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J
Julie
10/01/2009 08:50
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Guten morgen Kiat, nein den haben wir nicht ersetzt bekommen. Daher waren wir ja auch 2 Jahre nicht online gewesen. Da man sich so einen teuren Schaden den keine Versicherung übernimmt nicht<br />
leisten kann. Noch einen schönen Tag wünscht aus Dinkelsbühl Julie<br />
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Liebe Julie,<br />
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das ist bitter. Bei manchen Versicherungen kannst Du dich gegen Überspannungsschäden versichern, aber der Nachweis ist nicht ganz einfach. Leider.<br />
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Und dem Stromlieferanten so etwas nachzuweisen, ist auch nicht ganz einfach. Auch leider!<br />
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Mitfühlende Grüße, Kiat<br />
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C
Cellulanus
09/30/2009 20:27
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Liebe Kiat,<br />
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bei mir gehen auffallend viele Glühbirnen kaputt. Angeblich ist das bei Geistheilern der Normalfall, aber es wäre vielleicht doch auch mal ganz interessant die Spannung zu überprüfen.<br />
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Liebe Grüße, Cellulanus<br />
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Liebe Cellulanus,<br />
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also, dass bei Geistheilern überproportional Glühbirnen den Geist aufgeben, das ist nicht meine Erfahrung. Anders ist es bei Schwarzer Magie, da kann es schon vorkommen, dass Glas zerspringt. Oder<br />
noch mehr. Wir hatten mal einen Fall, da war jemand regelrecht besessen. Das war eine größere Aktion. Und am Ende gab es einen Riesenkrach an der Haustür. Die hatte dann einen Sprung, so als hätte<br />
eine Riesenaxt reingehauen. Naja, irgendwie muss sich ja die negative Energie austoben. Aber noch einmal möchte ich das nicht mehr machen.<br />
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Zurück zu deiner eigentlichen Frage: Ich stimme dir zu, zuerst solltest Du die physikalischen Ursachen abklären. Normalerweise sollte der E-Werk aus der Steckdose 230 Volt liefern. Leider sind bei<br />
den meisten Haushalten die Werte erhöht, das mindert die Lebensdauer der Glühlampen.<br />
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Um das zu überprüfen, brauchst Du ein einfaches Multimeter, mit dem Du Wechselspannung messen kannst. Und wenn Du Werte über 240 Volt und mehr hast, dann liegt das zwar noch im Toleranzbereich,<br />
aber erhöht ist erhöht.<br />
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Irgendwie habe ich den Eindruck, dass dies gewollt ist, um den Konsum zu erhöhen. Sei es an Glühbirnen, oder an Netzteilen, oder ...<br />
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Wir machen ja auch E-SMog-Messungen. Da haben wir schon ziemlich skurrile Messwerte bekommen. Z. B. Spitzenwerte bei magnetischen Wechselfeldern. Die Energieversorger geben sich sehr zugeknöpft.<br />
Ich denke, wegen der unüberschaubar gewordenen Vernetzung mit vielen Zulieferern wie Photovoltaik- und Biogasanlagen gibt es unerwartete Überspannungen beim ständigen An- und Ab- und<br />
Umschalten.<br />
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Vielleicht kennst Du jemand, der ein Multimetergerät hat, z. B. einen Elektrohandwerker, einen Bastler, einen Physikleherer?<br />
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Liebe Grüße, Kiat<br />
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M
Moira
09/30/2009 15:47
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Liebe Kiat!<br />
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Wenn die nicht mal in der Lage sind eine Biogasanlage so an das Stromnetz anzuschließen,daß die Spannung 230Volt konstant beträgt,will ich nicht wissen,was passiert,wenn in einem AKW mal etwas<br />
nicht ganz genau nach Lehrbuch läuft.<br />
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Ich wünsche Dir und Deinem Bären,daß Ihr die kaputtgegangenen Geräte ersetzt bekommt.Das ist ja wohl das mindeste,was die für Euch tun können!<br />
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Liebe Grüsse von Moira<br />
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Liebe Moira,<br />
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wozu die Atomindustrie nicht in der Lage ist, hat ja die Pannenserie bei Krümmel und dem Betreiber Vattenfall gezeigt.<br />
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Dass wir Schadenersatz erhalten für die kaputten Geräte und für die geleisteten Arbeitsstunden, davon gehen wir aus. Andernfalls gibt es (fundierten) Protest!<br />
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Liebe Grüße, Kiat<br />
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