Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.
Es gibt ja private Fernsehsender, die verdienen ihr Geld mit Call-in Spielen. Das funktioniert so: Da werden simple Fragen gestellt - oder auch nicht - und dann müssen die Mitspieler vor der Glotze anrufen - oft zu überhöhten Gebühren.
Der Betrug fängt schon an, wenn steht: "Jeder Anruf nur 50 Cent!" beispielsweise. "Anruf" bedeutet nicht, dass dann jemand sich meldet und nach der Lösung fragt. O nein, "Anruf" bedeutet nur, dass ein Plapperautomat meldet und nur sagt: "Danke für den Anruf!"
Und dann gibt es besonders geschulte Moderatoren und Moderatorinnen, die dann den Anrufern erzählen, dass die Anrufe nach dem "Zufallsgenerator" - oder wem auch immer - ausgewählt werden. Also insgesamt eine ziemlich anrüchige Angelegenheit. Wer also meint, da sei in kürzester Zeit Geld zu gewinnen, irrt sich gewaltig. Die einzigen, die gewinnen, sind die Betreiber.
Da hat nun ein pfiffiges Team von Holländern einen "Undercover-Agenten" in das Team eines solchen Call-in Games Betreiber hineingeschmuggelt und daraus ein sehr interessantes Video zusammengestellt:
Call In inflitriert - Deutsche Fassung
Bezeichnend ist wieder die Reaktion der Behörden: An sich müssten sie solche Betrügereien unterbinden, aber da diese Firmen viel verdienen und deshalb auch viel Steuern zahlen, drücken die Aufsichtsbbehörden offenbar die augen fest zu - einschließlich der Hühneraugen.
Leidtragende sind dann die vielen kleinen Leute, die den Moderatoren glauben und dann am Monatsende eine horrende Telefonrechnung präsentiert bekommen.
In Deutschland wurde letztes Jahr der Wett-sender 9Live eingestellt. Und das ist gut für die Zuseher - sie können ihr Geld sparen. Eingestellt wurde nicht wegen eines etwaigen schlechten Gewissens, sondern weil die Geschäfte immer schlechter wurden. Deshalb hat Haim Saban - der größte Finanzier im Hintrgrund - die Notbremse gezogen.
9Live vor dem Aus: Marc Doehler und Holger Kreymeier über das Ende der Call-In-TV-Ära