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Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.

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Ausgleich und Ungleichheit

Die These eines neu erschienenen Buches lautet: je größer die Ungleichheit in einer Gesellschaft ist, also die Schere zwischen Arm und Reich, desto problematischer sind die Probleme dieser Gesellschaft.

Ein Interview mit einem der Autoren, Richard Wilkinson, erschien in der ZEIT. Ich finde es sehr lesenswert- Und es bestätigt meine Erfahrungen, die ich aus der Sicht einer Schamanin immer wieder mache.

Wer mich kennt, weiß, dass ich auf die Frage Was ist die Hauptaufgabe eines Schamanen? nicht müde werde zu antworten: Der Ausgleich.

Ich meine damit nicht den Ausgleich zwischen Himmel und Erde, wie viele Anthropologen immer wieder blumig schreiben, nein, ich meine den ganz konkreten Ausgleich zwischen den Menschen einer Sippe oder eines Volkes. Ja, ich meine damit ganz konkret den materiellen Ausgleich.

Wenn wir uns zum Beispiel fragen, wie hat es das kleine Volk der Juden geschafft, bis heute zu überleben? Blicken wir zurück in das mosaische Israel, da wurde vieles von Priestern bestimmt. Und wenn wir uns die jüdische Religion und ihre Gesetze ansehen, dann erkennen wir, dass das oberste Ziel war, die materiellen Besitzstände nicht anzutasten, auf keinen Fall sollte es zu größeren Verschiebungen zwischen den Stämmen kommen. Nur so ist es den Juden bis heute gelungen, als (kleines) Volk bis heute zu bestehen. Andere Völker wie zum Beispiel die Phönizier kennen heute nur noch die Historiker.

Und so war es auch in der mongolischen Steppe bei den Nomaden. Ein guter Schamane schritt ein, sobald er merkte, dass eine bedenkliche Entwicklung sich anbahnte, die die Besitztümer gewaltig umverteilen wollte. Deshalb gab es da stets die "Ämtertrennung" zwischen Schamane und Chan. Auch wenn Galsan Tschinag sich heute als Chan und Schamane von seinem Volk "feiern" lässt, üblich war das auf keinen Fall. Wer mein Buch gelesen hat, weiß, wovon ich spreche.

Und wenn wir uns die heutigen Staaten wie Großbritannien, USA und Portugal ansehen, diese sind ja Beispiele dafür, dass dort sowohl die Schere zwischen Arm und Reich immer größer wird und andererseits die sozialen Probleme geradezu explodieren. Und Deutschland ist auf dem Weg, sich diesen Staaten anzuschließen, wenn Schwarz-Gelb weiterhin regiert.

Die Geschichte hat gezeigt, dass solche Staaten irgendwann untergehen und auseinanderfallen. Das ist dann für viele Menschen ein schmerzlicher Prozess. Der trifft nicht nur die vielen armen Menschen, sondern auch die Superreichen. Also Leute, besinnt euch und schlagt einen anderen Weg ein!
  
(C) Copyright 2004-2010 by Kiat Gorina, Windsbach. Alle Rechte vorbehalten.
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M
<br /> Liebe Kiat!<br /> <br /> Ja das sehe ich genauso:<br /> ein Schamane hat für den Ausgleich zu sorgen wie es auch Mutter Natur tut.Alles muß im Gleichgewicht bleiben und zwar in allen Bereichen.<br /> <br /> Dazu gehört auch die Trennung von Religion und Regierung:<br /> Ein Schamane ist im Idealfall das Gewissen des Chans dh er ermahnt ihn,daß er gerecht zu allen (Menschen,Tieren,Pflanzen) ist.<br /> Doch wenn beide die gleiche Person sind und der Chan gerade auf dem Höhenflug der Macht ist und sich zB von einer reichen Familie bestechen lassen will zum Schaden aller Anderen?<br /> <br /> Wer hindert ihn dann?Wer spricht dann ein Machtwort,wenn Chan und Schamane ein und dieselbe Person sind?<br /> <br /> Das gab es nicht einmal im Absolutismus,daß Bischöfe und Kardinäle auch Fürsten und Könige waren.(Ausnahme:Heinrich 8).<br /> <br /> Mir graut es,wenn ich sowas lese,daß es Leute in unserem ach so aufgeklärtem Zeitalter gibt,die nichts dabei finden,daß diese beiden wichtigen Ämter in einer Hand liegen.nichts für Ungut!<br /> <br /> Guts Nächtle wünscht Moira<br /> <br /> <br />
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K
<br /> <br /> Liebe Moira,<br /> <br /> <br /> so ist es! Schamanen sind auch nur Menschen, und haben Fehler. In meinem Buch gibt es ja auch das Kapitel über ein Schamanenduell. Manche haben ich vorgeworfen, ich hätte ihr Ideal von edlen<br /> Schamanen zerstört ...<br /> <br /> <br /> Liebe Grüße, Kiat<br /> <br /> <br /> <br />
F
<br /> och nö ! :-((<br /> <br /> <br />
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F
<br /> und dann geschieht genau das was ich schrieb ? :-(<br /> <br /> <br />
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K
<br /> leider! so wird es enden <br /> <br /> <br />
F
<br /> ich denke das wird die zeit zeigen, ich hoffe nur das es nicht zu schmerzhaft werden wird, aber wahrscheinlich wird der Erdenkrieg wahr, was ich mir nicht wünsche.<br /> <br /> <br />
Antworten
K
<br /> Liebe Flora,<br /> <br /> das ist leider wahr, die Menschen wollen einfach nicht begreifen, dass die Gier die Wurzel vielen Übels ist. Wenn ich mir Naturvölker wie die Aborigines ansehen, die leb(t)en im Einklang<br /> mit der Natur. Es gab ja schon einige Zeitalter auf dieser Erde, bei einigen ging es den Menschen ziemlich gut. Aber dann traten verrückte Exemplare dieser Spezies auf, die alles<br /> zerstören mussten. Und dann beginnt die Evolution wieder von vorne ...<br /> <br /> Liebe Grüße, Kiat <br /> <br /> <br />
S
<br /> hallo,<br /> <br /> >>Auch wenn Galsan Tschinag sich heute als Chan und Schamane von seinem Volk "feiern" lässt, üblich war das auf keinen Fall.<br /> <br /> naja aber dieser schamane hat es geschaft, sein volk wieder eine identität zu geben. eine zusammengehörigkeit. und wenn kein Chan dazu fähig ist, muß der Schamane eingreifen, du selbst schreibst<br /> dies immer wieder.<br /> <br /> Stachelturm<br /> <br /> <br />
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K
<br /> Liebe Stachelturm,<br /> <br /> nach meinen Lebenserfahrungen sehe ich das anders: Chan und Schamane waren zu meiner Zeit stets getrennt und wenn es doch mal Versuchungen gab, diese "Ämter zusammenzulegen, dann ging es mit dieser<br /> Sippe bald bergab ...<br /> <br /> Mehr zu Tschinag in einem Kommentar an Tatzelwurm ...<br /> <br /> Liebe Grüße, Kiat <br /> <br /> <br />