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Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.

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BdH4: Was soll das sein?

BdH4? Was soll das sein? Wie wärs mit Bundesverband der Hartz IV Empfänger? Bruder Barnabas hat dies ja in seiner Fastenpredigt beispielsweise angedacht ...

Ist diese Idee so abwegig? Lassen wir uns darüber nachdenken. Es gibt soviele Bundesverbände, und alle sind ziemlich mächtig und beeinflussen über ihre Lobby die politischen Entscheider.

So ein BdH4 könnte sehr viele Mitglieder haben, sechs Millionen, sieben Millionen oder gar mehr? Wieviele Hartz IV Empfänger haben wir denn offiziell? So genaue Zahlen gibt es ja nicht. Grund: Viele Arme fallen gar nicht in diese Statistik. Ein-Euro-Jobber zum Beispiel. Aber bei diesem Bundesverband würden sie dann auftauchen und andere auch. Damit könnte dann bewiesen werden, dass diese Statistik gefälscht ist ...

Erinnern wir uns an die Fastenrede: Jedes Mitglied in diesem Bundesverband spendet einen Euro, das macht dann Millionen von Euros. Wie wirksam könnten die eingesetzt werden? Als Parteispenden für die Gelben. Aber nur, wenn der Vorsitzende nicht mehr gegen die Mitglieder des Bundesverbandes hetzt! Oder denken wir an die Reisen des Außenministers und seine Begleitung. Ist die Spende ausreichend groß, dann müssen Mitglieder dieses Bundesverbandes zur Reise eingeladen werden ...

Oder großflächige Anzeigen in überregionalen Zeitungen. Das Anzeigengeschäft leidet sowieso, wie gierig werden die Blätter nach solchen Aufträgen greifen? Wenn wir über so einen BdH4 nachdenken, umso mehr Möglichkeiten fallen uns ein.

Das ist ganz anders als eine kleine Demo, oder ein paar Transparente oder Flyer. Nein, mit diesem Kapital kann sich der BdH4 in Talkshows und Politrunden einkaufen und verschafft damit den Ärmsten der Armen in den Medien Gehör.

Denken wir nach und packen wir es an!
  
(C) Copyright 2004-2010 by Kiat Gorina, Windsbach. Alle Rechte vorbehalten.
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G
<br /> Tja.<br /> <br /> <br />
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K
<br /> Liebe Juliane,<br /> <br /> ich habe mir den von dir veröffentlichten Link<br /> <br /> http://tinyurl.com/yl6gqtw (Hartz IV: Immer Ärger mit der ARGE)<br /> <br /> durchgelesen. Es ist erschütternd, dass in dieser Republik es nicht mehr darum geht, den Betroffenen zu helfen, sondern nur darum Geld einzusparen. Das Beispiel dieses Metzgermeisters zeigt, wie<br /> diese Republik mit den Betroffenen umgeht, für die ARGEn sind die Betroffenen der letzte Dreck. Und wer sich wehrt, wird sanktioniert.<br /> <br /> Vor fünf Jahren wurden Arbeits- und Sozialhilfe nicht zusammengelegt, das ist ein Ammenmärchen! Vielmehr wurde die Arbeitslosenhilfe ersatzlos gestrichen und auf das Niveau der Sozialhilfe<br /> erniedrigt. Und die Sozialhilfe wurde auch noch zusammengestrichen und pauschaliert. Insgesamt wurden und werden Millionen Menschen in ihrer vom Grundgesetz garantierten Menschenwürde massiv<br /> verletzt.<br /> <br /> Wie die Pleite von Quelle gezeigt hat, kann dies jeder Arbeitnehmerin passieren. Was mich im Raum Nürnberg immer wieder wundert, dass auch dort die Arbeitslosenzahlen nicht sprunghaft gestiegen<br /> sind, obwohl so viele Menschen ihren Job verloren haben? Werden da viele in der "offiziellen" Statistik gar nicht erfasst?<br /> <br /> Mir kommt es vor, dass wir alle auf einem sozialen Pulverfass sitzen, das sich bald entzünden kann! Dann gute Nacht, Deutschland!<br /> <br /> Sehr nachdenkliche Grüße, Kiat <br /> <br /> <br />
F
<br /> Oder BdSos ?<br /> <br /> <br />
Antworten
G
<br /> BdH4. Also, mein Euro wäre gewiss. Kennst Du Leute, die wissen, wie sich das rechtlich verhält? Verein, Konto, Haftung und ich weiß nicht was...<br /> <br /> Anbei etwas, was ich gern weitergebe. Liebe Grüße Juliane<br /> ______________________________________________<br /> <br /> Null-Nummer, Di., 9. März 2010<br /> <br /> Liebe Unterstützer/innen des Aufrufs für ein Sanktionsmoratorium,<br /> <br /> dies ist die Null-Nummer unseres Kurz-Infos, mit dem wir in unregelmäßigen<br /> Abständen über Erfreuliches und Aktuelles zum Sanktionsmoratorium informieren<br /> wollen. Auch wenn das Bündnis wenig in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird,<br /> seine Vertreter/innen sind seit Monaten auf Veranstaltungen und gelegentlich in<br /> Funk und Fernsehen mit dem Aufruf unterwegs.<br /> Mit dem Kurz-Info wollen wir über Aktivitäten des Bündnisses berichten, mehr<br /> aber noch (hoffentlich) über die Aktivitäten von Unterstützer/innen landauf,<br /> landab.<br /> Denn eine Chance hat die Moratoriumsforderung nur, wenn überall Einzelpersonen<br /> und Initiativen, Organisationen und Politiker/innen die Forderung tatkräftig<br /> unterstützen oder sogar zu ihrem Anliegen machen. Wir hoffen daher, dass diese<br /> Berichte möglichst viele Leser/innen dazu anregen, im eigenen Umfeld kräftig<br /> für die Aussetzung zu werben.<br /> <br /> Los geht’s! Hier gleich zum Start drei Beispiele:<br /> <br /> ========================================================================<br /> <br /> <br /> 1. Lokale Presse für das Thema Sanktionen gewonnen<br /> <br /> Der erwerbslose Metzgermeister Erich Ströbel, selbst Hartz-IV- und<br /> Sanktionsbetroffener, hat den "Unterstützungsverein Hart Betroffene Viechtach"<br /> gegründet, um Selbsthilfe und Öffentlichkeitsarbeit zu organisieren. Mit<br /> seinem Anliegen hat er sich an den Bayerwald-Boten der Passauer Neuen Presse<br /> gewandt. (Artikel: „Hartz IV: Immer Ärger mit der Arge“, Link:<br /> http://tinyurl.com/yl6gqtw) Dazu haben wir gerade was gebracht, sagte der<br /> zuständige Redakteur und vermittelte den Kontakt zu Frau Loibl. Die Sozial-<br /> und Schuldnerberaterin Helga Loibl aus Regen im Bayerischen Wald hatte bereits<br /> im November die lokale Presse für das Thema Sanktionen gewonnen. Frau Loibl<br /> sammelt Unterschriften "ständig, das ist ja leider dauerhaft". Und: "Es sind<br /> immer mehr Menschen, die nichts mehr zu verlieren haben. Der soziale Friede ist<br /> in Gefahr." (Artikel: "Zack Bumm - gleich gibt's eine Strafe", Link:<br /> http://tinyurl.com/ydcelu8)<br /> <br /> ========================================================================<br /> <br /> <br /> 2. Warum Frau N., Verwaltungsangestellte i.R., den Aufruf für ein<br /> Sanktionsmoratorium verbreitet und – wie andere – aktiv für dieses Ziel<br /> eintritt<br /> <br /> Es kommt vor, dass Menschen, die den Aufruf verbreiten, uns ihre Beweggründe<br /> mitteilen. So auch Frau N., die als Verwaltungsangestellte im kirchlichen<br /> Dienst tätig war und nun im Ruhestand ist. Seit Sommer 2009 unterstützt sie<br /> eine Hartz-IV-Bezieherin und macht dabei Erfahrungen, die sie „nie für<br /> möglich gehalten (hätte)“. Überzeugt, dass Sanktionen „zu recht<br /> kritisiert werden“, hat sie damit begonnen, ... weiter auf unserer Website<br /> http://tinyurl.com/yz8leen<br /> <br /> ========================================================================<br /> <br /> <br /> 3. Stadt Lübeck unterstützt den Aufruf für ein Sanktionsmoratorium<br /> <br /> Auf Antrag von Rolf Klinkel (für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Lübecker<br /> Sozialausschuss) unterstützt nun auch die SPD-CDU-regierte Hansestadt Lübeck<br /> die Forderung nach Aussetzung des Hartz-IV-Sanktionsparagrafen. Die Lübecker<br /> Bürgerschaft hatte den Antrag zusammen mit dem AUFRUF-Text abschließend an<br /> den Sozialausschuss verwiesen. Dieser entschied am 3.11.2009 wie folgt:<br /> „Mehrheitliche Annahme bei 12 Ja-Stimmen, 1 Nein-Stimme und 1<br /> Stimmenthaltung“. Damit hat die Hansestadt die Unterzeichnung beschlossen.<br /> <br /> Das Protokoll der Ausschußsitzung unter http://tinyurl.com/ybwwnt3<br /> <br /> (Anmerkung der AG Sanktionen: Dass die Unterschrift noch nicht in der<br /> Unterzeichnerliste dokumentiert ist, wird daran liegen, dass (auch) auf<br /> kommunalpolitischer Bühne die Mühlen langsam mahlen. Letzter Stand am<br /> 23.2.2010: Bürgermeister Bernd Saxe (SPD) hat erklärt, in Kürze seine<br /> Unterschrift zu leisten.)<br /> <br /> ========================================================================<br /> <br /> <br /> 4. Übergabe von Aufruf und Unterschriften vorerst "vereitelt"<br /> <br /> Auf unser Schreiben an Arbeitsministerin Dr. Ursula von der Leyen vom 4. Januar<br /> 2010 (nachzulesen unter http://tinyurl.com/ybwpfzt) erhielten wir am 10.<br /> Februar eine aufschlussreiche Absage aus dem Bundesministerium für Arbeit und<br /> Soziales (nachzulesen unter http://tinyurl.com/yahfk8s).<br /> <br /> (Zu letzterem eine Richtigstellung: Im 2.Absatz wird behauptet, Vertreter des<br /> Bündnisses für ein Sanktionsmoratorium hätten bereits am 5. Oktober 2009 an<br /> einem Gespräch mit der Bundesagentu für Arbeit unter Beteiligung des<br /> Bundesministeriums für Arbeit und Soziales teilgenommen. Dem ist nicht so.<br /> Offenbar wurden hier Erstunterzeichnende mit Bündnismitgliedern, sprich den<br /> Initiatorinnen des Aufrufs verwechselt.)<br /> Mit einer Absage war zu rechnen ... Wir bleiben am Ball.<br /> ========================================================================<br /> <br /> <br /> 5. „Bündnis warnt: Existenzminimum bleibt weiter durch Sanktionen<br /> gefährdet“<br /> <br /> Und hier für die, die sie noch nicht kennen: Unsere Pressemitteilung vom<br /> 9.2.2010 anlässlich des Bundesverfassungsgerichtsurteils zu den<br /> Hartz-IV-Regelsätzen unter http://tinyurl.com/ybg86px<br /> <br /> <br />
Antworten
K
<br /> Liebe Juliane,<br /> <br /> ja, das Rechtliche muss schon vorher geklärt werden. ABer ich denke, das ist machbar.<br /> <br /> Vielen Dank für deine vielen hochinteressanten Informationen. Ich werde sie mir ausführlich ansehen, und ich bin sicher, dass ich sie weiter verbreiten kann.<br /> <br /> Liebe Grüße, Kiat<br /> <br />  <br /> <br /> <br />
E
<br /> ich halte nichts von verbänden. da kristallisiert sich dann, nach einiger zeit, eine führungsschicht heraus, denen die ursprüngliche idee, warum ein verband gegründet worden ist, ziemlich egal sein<br /> wird. also sowas braucht kein mensch.<br /> <br /> <br />
Antworten
K
<br /> Mit deiner Kritik an den herkömmlichen Verbänden liegst du schon richtig. Nur ich denke positiv, vielleicht ist es mit einem Bundesverband der Hartz IV Empfänger anders. Nimm zum Beispiel die<br /> Grünen. Was waren die am Anfang für eine reformfreudige Truppe? Allerdings sind sie jetzt zu einer Partei mutiert wie alle anderen auch. Mir geht es eben darum, dass die Ärmsten der Armen<br /> eine größere öffentliche Plattform erhalten. Wenn nur einmal im Jahr bei Frau Will eine Hartz IV Empfängerin am Katzentisch sitzen darf, das ist doch eindeutig zu wenig.<br /> <br /> <br />