Wie aufgeregt und verstört muss die Atomindustrie sein? Da muss BILD den Altbundeskanzler Dr. Helmut Kohl reaktivieren. Von Kohl stammt angeblich folgender Artikel, der heute veröffentlicht wurde.
Da stehen ja bedeutungsschwere Sätze drin, einige habe ich mir herausgepickt:
"Deutschland ist nicht Japan. Japan ist nicht Deutschland.": Ja, was soll das heißen? Soll damit ausgedrückt werden, dass solche Katastrophen in Deutschland unmöglich sind? Offensichtlich ja!
"Wahr ist aber auch: In Deutschland hat sich dadurch erst einmal und unmittelbar gar nichts verändert. Die Kernenergienutzung in Deutschland ist durch das Unglück in Japan nicht gefährlicher geworden, als sie es vorher gewesen ist. Und, dass es ein Risiko gibt, ist nicht neu, es war uns immer bewusst.": Es hat sich nichts geändert? Die Strahlenbelastung hat sich seit gestern auch in Deutschland erhöht - und wird sich weiter erhöhen - es hat keinen Sinn, diese Fakten, die gemessen werden können, zu verschweigen.
"Die Ereignisse in Japan haben schlagartig vor Augen geführt, was das Restrisiko in der Kernenergienutzung im Einzelfall bedeuten kann.": Ach ja, das Restrisiko. Japan ist ein EInzelfall. Tschernobyl war ein Einzelfall. Wieviele Einzelfälle gab es bis jetzt? Alles nur Einzelfälle. Sie zeigen, dass die Atomtechnologie von Menschen nicht beherrscht wird und auch nicht beherrscht werden kann.
"Die Lehre aus Japan muss zunächst einmal sein, dass wir akzeptieren: Was in Japan passiert ist, ist schrecklich, aber – in aller Brutalität – es ist auch das Leben.": Also Leute, was habt ihr denn? Sterben gehört zum Leben! Oder auch krank werden - schwerkrank - auch das gehört zum Leben. Seid doch froh, wenn ihr krepiert! Denkt daran, wieviel Geld ihr dabei spart! Und vor allem die Krankenkassen! Und wenn ihr an Krebs erkrankt, denkt doch an die vielen Onkologen und die arme Pharmaindustrie, die halt ihre Krebsmittel verkaufen muss ...
"Der von mancher Seite jetzt propagierte überhastete Ausstieg aus der Kernenergie ohne Alternative wäre dabei das Gegenteil von vorbildlich und eine gefährliche Sackgasse.": Jetzt kommt das eigentliche Anliegen des Artikels: der Ausstieg aus der Kernenergie! Die Atomindustrie will weitermachen wie bisher. Ein alter Atommeiler beschert jeden Tag über eine Million Euro an Gewinn! So etwas kann doch niemand abschalten! Wir Energiekonzerne wollen Gewinne machen - Stromerzeugung ist nur Mittel zum Zweck - Sicherheitsbedenken? Was schert uns das?
"Bis dahin aber bleibt es für Deutschland ohne Alternative beim konditionierten, aber klaren Ja zur Kernenergie.": Also, Leute, damit ist klar, dass wir bis auf weiteres die Kernergie brauchen! Und über das "bis auf weiteres", da reden wir später ...
Eine gute Antwort auf den BILD-Artikel findet ihr hier.
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Liebe Flora, Plutonium hat eine Halbwertzeit von über 80 Millionen Jahren, unvorstellbar. Das heißt doch, erst nach 80 Millionen Jahren ist erst die Hälfte verschwunden. Und giftig ist das<br />
Teufelszeug: Bei Hunden ist bereits 0,32 mg pro kg Gewicht tödlich. Für Menschen gibt es keine offiziellen Werte, aber sie dürften ähnlich wie bei Hunden liegen ... Traurige Grüße, Kiat<br />
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H
Heike
03/26/2011 08:50
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Ich denke Kohl meinte dass sich durch das Unglück in Japan nicht die Gefahr von den Deutschen AKWs Erhöht hat. Was aber auch ein "sehr" Intelliegenter Satz wäre… da es sie ja auch nicht<br />
Ungefährlicher macht.<br />
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Von uns aus kann man übrigens das AKW Grohnde sehen, zumindest wenn es wieder Dampf abläst… sehr beruhigend.<br />
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“Eingebettet in die grünen Hügel des Weserberglandes, dort, wo an kalten Tagen weiße Wasserdampfwolken vor celestalem Blau dem Weserwanderer den Weg flussabwärts nach Hameln weisen, liegt das<br />
Kernkraftwerk Grohnde.”<br />
[aus einer Werbebroschüre der KWG]<br />
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Als ich damals meine Umschulung in BFW Bad Pyrmont, lag von den Insutriebuchbindern eine Broschüre da, welche die für Grohnde binden mußten.<br />
Die war für Touristen gedacht. Darin wurde der Ort vorgstellte, die Tradionen, die Landschaft und eben das AKW. Ich kann mich noch an die Worte erinnern…<br />
"Trotz aller Tradionen sind wir den neuen Technologien gegenüber aufgeschlossen." Na Super! Na mit irgend einen Quatsch muss man es den Leuten ja verkaufen, schließlich ist so ein Urlaub in einen<br />
Ort mit AKW ja nicht gerade einen Toruistenmagnet.<br />
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Kopf Schüttel.<br />
Liebe Grüße<br />
Heike<br />
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Liebe Heike,<br />
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als Nächstes kommt die Behandlung von Patienten mit heißen Knoten in der Schilddrüse. Eine Führung durch das Werk und die heißen Knötchen sind weggestrahlt. Die Ukraine will ja auch Touristen<br />
nach Tschernobyl lockel - ich hatte mal darüber geschrieben.<br />
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Derzeit macht mir das ausgetretene Plutonium große Sorgen - das ist ja viel schlimmer als Caesium!<br />
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Sehr traurig-sarkastische Grüße, Kiat<br />
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J
Juliane
03/25/2011 23:35
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Boahr, man glaubts ja nicht.<br />
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Liebe Juliane,<br />
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die Atom-Befürworter ofeifen offensichtlich aus allen Löchern - so ernst ist schon die Lage <br />
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Liebe Grüße, Kiat<br />
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