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Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.

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Das kurze Leben eines kleinen Kitzes

kitz01.JPGHeute mittag ging ich mit Riffel spazieren. Da entdeckte ich auf dem Feldweg Teile eines Rehkitzes.

Fahrspuren sah ich keine. Wer schießt denn nur auf ein Kitz, da ist doch nichts dran! Und wer trennt fachgerecht fein säuberlich die Keule ab? Und legt sie dann in die Landschaft?

Mir fiel auch auf, dass nur eine einzige Fliege um das gute Stück herumschwirrte. War das Fleisch vielleicht nicht in Ordnung? Es konnte noch nicht lange liegen, sonst hätte es anders ausgesehen und gerochen.

Als ich wieder zu Hause war, rief ich in der Polizeiinspektion in Heilsbronn an, weil ich mit diesem Jagdpächter schon mehrmals schlechte Erfahrungen gemacht hatte. Der Polizeibeamte meinte, ich solle das trotzdem dem Jagdpächter selbst sagen, weil er nicht wisse, wo das Teil liegt. 

Also rief ich beim Jagdpächter an, seine Frau war am Telefon. Sie meinte, das sei vielleicht eine Maschine gewesen. Kann jedoch nicht sein. Die produzieren nämlich nur Frikassee.

Das arme Kitz. Ihm war nur ein kurzes Leben vergönnt. Mir sind bisher drei Kitze bekannt gewesen, die auch öfters über meinen Hof spaziert sind: eine Ricke mit Zwilingen und eine mit einem Einzelkitz. 

 

 

(C) Copyright 2004-2010 by Kiat Gorina, Windsbach. Alle Rechte vorbehalten.

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K
<br /> Liebe Kiat,<br /> <br /> erstmal vielen Dank für die Auskunft. Dem Amtstierarzt gehört das Nachbargrundstück und er sollte das doch schon gesehen haben! Das ganze Dorf regt sich darüber auf.<br /> <br /> Nein, ein Parteibonze ist das nicht und solche Kontakte hat er auch nicht. Ich werde auf jeden Fall etwas unternehmen oder unternehmen lassen.<br /> <br /> Viele Grüße, Katharina<br /> <br /> <br />
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K
<br /> <br /> Liebe Katharina,<br /> <br /> <br /> die Tiere werden dir dankbar sein, wenn endlich jemand etwas unternimmt!<br /> <br /> <br /> Liebe Grüße, Kiat<br /> <br /> <br /> <br />
K
<br /> Liebe Kiat,<br /> <br /> mir tut das Kitz auch sehr leid. Wer ist denn zuständig für so einen Horror? Es muß doch ein Amt dafür geben, denn das ist Tierquälerei! Ich hätte auch die Polizei angerufen!<br /> Ein Problem habe ich auch, wo ich nicht weiß an wen ich mich wenden kann. Ein Dorfbewohner hält sich Tiere. Dagegen ist nichts einzuwenden aber die Tiere vegetieren in ihrem eigenen Dreck nur so<br /> dahin. Da muß man doch auch für Sauberkeit sorgen! Frisches Futter und frisches Wasser sollten doch selbstverständlich sein! Und man kann sie doch nicht im eigenen Dreck stehen lassen, da muß<br /> ausgemistet werden! Hast Du eine Ahnung an wen ich mich wenden kann? Mir tun die Tiere leid. Das kann und muß man anders machen.<br /> <br /> Liebe Grüße, Katharina<br /> <br /> <br />
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K
<br /> <br /> Liebe Katharina,<br /> <br /> <br /> für das Kitz, da ist die Untere Jagdbehörde im Landratsamt zuständig, zumindest in Bayern. Und falls für die der "Fall" zu schwierig ist, gibt es noch eine obere Jagdbehörde, ebenfalls im<br /> Landratsamt.<br /> <br /> <br /> Für Tierquälerei wie in deinem Fall, da gibt es das Veterinäramt. Das ist meist beim Landratsamt angesiedelt. Ruf dort an und schildere den Fall. Die sind auch angehalten, das anonym zu<br /> behandeln. Normalerweise stattet dann ein Tierarzt vom Veterinäramt dem Tierhalter einen Überraschungsbesuch ab. Es kann jedoch wie hierzulande sein, dass der Landrat ein Veto einlegt, meist wenn<br /> der betroffene Halter mit dem Landrat bekannt oder ein Parteibonze ist.<br /> <br /> <br /> Ich wünsche dir viel Erfolg, dass das Leiden der Tier beendet wird!<br /> <br /> <br /> Liebe Grüße, Kiat<br /> <br /> <br /> <br />
F
<br /> :-(<br /> <br /> <br />
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