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Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.

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Du hast ja keinen Katzenkratzbaum - Blog von Kiat Gorina

"Du hast ja keinen Katzenkratzbaum!" sagte vorwurfsvoll eine Bekannte, als sie mich besuchte. "Das ist nicht artgerecht! Das solltest du aber wissen!" Vorwürfe über Vorwürfe. Ich antwortete nur: "Ich muss jetzt meine Tiere versorgen!"

Die Frau ging mit. Da kam Wähli angerannt und schärfte seine Krallen an der Stalltür. Ich meinte nur trocken: "Da hast du deinen Kratzbaum." Sie: "Das ist doch kein Kratzbaum. Das ist do bloß eine Tür. Katzen brauchen einen Kratzbaum, das steht überall im Internet!"

"Wenn du meinst", sagte ich und wartete darauf, dass sie möglichst bald wieder ging. Aber sie dachte nicht daran. "Ich muss jetzt in die neue Scheune und Heu und Stroh abwerfen." Sie folgte mir - genauer gesagt, sie verfolgte mich.

So als hätte Murrli mich verstanden, sprang er im Dreisatz hoch auf das Heulager: erst auf den Gummiwagen, dann auf Bänke, die ich auf einen Gartentisch gestapelt hatte und dann zuletzt auf den Heuboden. Das geschieht immer mit einer Leichtigkeit - ohne jegliche sichtbare Anstrengung. Ich bin stets fasziniert, wie klug er seine Kräfte dosiert. Nicht mehr und nicht weniger, gerade so, dass es genau passt.

Der Tante blieb der Mund offen. Endlich, da war sie wenigstens ruhig. Ich stieg die Leiter hoch, Murrli empfing mich oben und schien zu sagen: "Ach, bist du auch schon da?"

Da hörte ich dreimal Plong, und Wähli war auch auf den Heuboden gesprungen - ebenso mit der ihm eigenen Leichtigkeit. Und dann schauten die zwei Kater zu, wie ich Heu und Stroh abwarf. Vorher hatte ich nach unten gerufen: "Pass auf, ich werfe gleich Ballen runter!"

Als ich fertig war, kletterte ich die Leiter runter. Die Tante empfing mich mit der vorwurfsvollen Frage: "Willst du deine Katzen nicht heruntertragen, das ist doch viel zu hoch für sie. Du bist vielleicht eine Tierquälerin!"

Ich sagte nichts. Zur Antwort balancierten Murrli und Wähli auf einem schmalen langen Brett, das ich vom Gummiwagen bis zum Heuboden gestellt hatte. "Aber, aber!" hörte ich die Tante jammern. Dann sah sie die Öffnung in der Stalltür, extra für die Katzen ausgesägt.

"Das ist falsch gesägt - mein Katzenhaus hat extra zwei ausgesägte Ecken, damit die Katzen nicht mit den Ohren hängen bleiben. Das schaut aus wie ein Katzengesicht, da wissen die Katzen, wo ihr Häuschen ist."

Langsam ging mir diese Tante auf den Geist. Ich sagte nichts. Aber Murrli hatte wohl mitbekommen, dass ich mich ärgerte - über diese Tante. Er sprang auf eine Mauer im Stall, seine Schwanzhaare stellte er auf und sein Schwanz wurde doppelt so dick wie sonst. Und dann knurrte er - ja wirklich, er knurrte. Die Tante erschrak. "Hast du im Stall einen Hund?" Ich hatte beschlossen, nichts mehr zu sagen.

Dafür kam Brömmel, der orangerote Kater aus der alten Scheune gerannt, machte vor der Tante einen Buckel, peitschte mit seinem Schwanze und faucht wie eine Dampfmaschine.

Da endlich kapierte die Tante, dass sie unerwünscht war. "Ich gehe lieber, aber ich werde dem Veterinäramt melden müssen, dass du deine Katzen nicht artgerecht hältst!"

Murrli und Weissi 


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K
<br /> Ich finde, wenn eine Katze genügend Auslauf hat (wie es bei Dir der Fall ist), braucht man nicht unbedingt einen Kratzbaum. Ich persönlich empfehle es jedoch (Erfahrung nach) dennoch einen<br /> Kratzbaum außen anzubringen (z.B. auf der Terasse). Je nach Wetter und "Menschen-Sucht" nutzen die Katzen das sehr sehr gerne.<br />
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K
<br /> <br /> Also, mine Katzen haben natürliche Bäume als "Kratzbäume". Sie sind richtige Kletterkünstler und tasten sich vorsichtig bis hoch in die Äste. Ich finde, sie brauchen deshalb keinen Kratzbaum. Sie<br /> haben genügende Stellen, um ihre Krallen zu schärfen. Erst unlängst spazierte einer der Kater seelenruhig auf dem First einer alten Scheune. Erst dachte ich, jetzt muss ich die lange Leiter<br /> holen, um ihn herunterzupflücken. Aber dann stand er vor mir, ich fragte in Gedanken: Wie bist du da runter gekommen? So wie ich hochgekommen bin <br /> <br /> <br />  <br /> <br /> <br /> <br />
M
ach du liebes bisschen, diese angeblichtierkenner wieder ! * kicher *
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H
Auch wenn es so ein Katzenhäusen gibt, ist es nur ein Gag und sieht eben Lustig aus - mehr aber auch nicht.<br /> Das deine Katzen keine Katzenhäuschen brauchen ist klar… besser kann es eine Katze nun wirklich nicht haben.<br /> <br /> Liebe Grüße<br /> Heike
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K
<br /> <br /> Ja, seitdem wir Schnee haben, da meine ich, das sind Schneekatzen. Sie fetzen wild im Schnee, kämpfen spielerisch miteinander. Heute sprang Murrli Wähli an. Das war erschrocken und sprang mit<br /> allen Vieren in die Luft, die hinteren Pfoten höher als die voderen - das sah aus. Murrli war erschrocken: Was ist jetzt los?<br /> <br /> <br /> <br />
A
Du hast sicher auch keine kleinen Indianerzelte für die Katzen, so etwas habe ich im Zoohandel gesehen ;-)
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K
<br /> <br /> Nö, ich habe das beim Fressnapf gesehen, ich stelle mir gerade vor, was Tiger und Marian damit machten. Wahrscheinlich bissen sie an dem oberen Zipfel und schlenkerten das Teil hin und her - und<br /> eine wütende Katze fällt raus. Aber nein, so etwas ließe ich nie zu - das wäre wirklich Tierquälerei.<br /> <br /> <br /> Du liegst richtig, so einen Tinneff brauche ich nicht. Bei mir suchen sie die Katzen ihre Höhlen selbst. Im Heu- und strohlager, da gibt es immer Spalten zwischen den Ballen, da hat jede Katze<br /> ihre Privathöhle - selbst aus gesucht - das hat doch etwas!<br /> <br /> <br /> <br />
D
Also eine Katze die sich draußen auf einem Hof aufhält, lebt doch artgerecht?<br /> Meint die etwa Katzen sind für die Wohnung gezüchtet worden?<br /> Das sind doch keine reinen Stubentiere, es sei denn, man drillt sie<br /> dahin.<br /> Was für eine Logik hat diese Frau?<br /> Manchmal fragt man sich, ob man mit einem falsch programmierten<br /> Roboter spricht oder mit einem Menschen.
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K
<br /> <br /> Ich habe es gerade im Kommentar zu Karin geschrieben: ES gibt Menschen, die denken sich etwas aus und genauso so muss es dann sein - wehe, jemand lacht oder schmunzelt darüber. Klar leben meine<br /> Katzen artgerechter als sonst wo. Sie haben mehrere Gebäude, die sie wechselnd aufsuchen. Sie haben regelmäßig Futter und Wasser. Denn nur satte Katzen sind fleißige Jäger. Ringsum gibt es viele<br /> Mäuse. Und im Sommer können sie sogar "fischen" gehen. Sie haben auch ein weites Revier und sie haben gelernt, dass es zweibeinige Feinde - auch Jäger genannt - gibt, vor denen sie ganz schnell<br /> flüchten. Ob sie das an der Farbe oder am Geruch merken, weiß ich nicht. Aber sie merken es.<br /> <br /> <br /> <br />