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Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.

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Dzud: Winter in der Mongolei

Ich hatte ja unter anderem kurz über dzud geschrieben, die Katastrophe, die sich in der Mongolei abspielte, weil der letzte Winter so lang und hart war. Millionen Tiere sind erfroren, und Menschen ...

Da war heute ein Bekannter auf dem Hof, wir redeten auch darüber. Er meinte: "So schlimm wird das nicht gewesen sein!" Da bat ich ihn herein und zeigte ihm folgendes Video. Die wichtigsten Sätze übersetzte ich ihm. Als er die erfrorenen Tiere sah, wurde er stiller:

 

 

 

Ja, welch Gegensätze! Da kämpfen in der Steppe Menschen und Tiere ums buchstäbliche Überleben und vor dem Tod durch Erfrieren. Und in der Hauptstadt feiert eine Handtaschenfirma mit Reichen - oder die sich dafür halten - und trinken 700 Flaschen Champagner und Unmengen von Wodka. Und strampeln sich ab im Takt einer Musik, die nicht die ihre ist.

Leute, ich sage euch! Ihr habt kein Mitgefühl! Wieviel Heu hätte man aus China importieren und Tiere vor dem Erfrieren retten können? Aber ihr musstet ja tanzen und singen und gröhlen und saufen. Währenddessen wussten eure Landsleute nicht, wie sie ihre Tiere retten können.

Leute, ihr werdet irgendwann die Rechnung präsentiert bekommen, sei es in diesem Leben oder in einem eurer nächsten. Dann werdet ihr am eigenen Leib erfahren, wie es ist, zu erfrieren. Eure Herzen sind schon jetzt steif und gefühllos.

Und dem Chef dieser Handtaschenfirma empfehle ich künftig auf solche Parties zu verzichten. Den frierenden Menschen und ihren Tieren in der Steppe draußen zu helfen, das wäre ein Event gewesen, an das die betroffenen Menschen nicht nur Wochen, sondern viele Generationen denken. So aber klebt  an jeder eurer Handtasche das Blut der Erfrorenen. Immer wenn ich eure Handtaschen sehe, da denke ich an dzud. Und es werden immer mehr werden, die beim Anblick eurer Handtaschen die Bilder der Erfrorenen vor Augen haben ...

 

(C) Copyright 2004-2010 by Kiat Gorina, Windsbach. Alle Rechte vorbehalten.

 

 


 

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C
<br /> Der Artikel hat mich wirklich sehr berührt... Die armen Menschen, was sie durchmachen müssen, ihr ganzes Leben stirbt vor ihren Augen. Also die Tiere.. Und diese scheiß Geizhälse, entschuldige den<br /> Ausdruck, kriegen nicht genug von ihrem Champagner :s Herzlose Welt...<br /> <br /> <br />
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K
<br /> <br /> Ja, Christine, mich hat diese Nachricht auch getroffen, zumal ich selbst solche Winter erlebt habe. Da war es so kalt, da war es gefährlich, sich zu waschen. Unglaubkich, aber wahr. Und im Ger<br /> wurde es dann kaum über 0 Grad, gerade dass das Wasser nicht einfror. Aber Menschen konnten das überleben. <br /> <br /> <br /> Dann zogen immer mehr Menschen in die wenigen Städte. Dort gab es dann wenig oder gar keine Arbeit. Dann erinnerten sich viele an ihre Eltern und Großeltern und zogen wieder in die Steppe, als<br /> Nomaden. Aber in nur einer Generation haben die Menschen vergessen, was sie wissen müssen um zu überleben. In einer Sendung von ZDF Info wurde darüber berichtet, und auch mein Buch genannt, da<br /> stünde drin, wie die Menschen damals (über)lebt haben ...<br /> <br /> <br /> Ja, ich stimme dir voll zu: Da sitzen besoffene Leutchen und jammern, dass der Alkohol zu Ende geht und draußen in der Steppe erfrieren Tiere und Menschen. Ein grausames Spiel!<br /> <br /> <br />  <br /> <br /> <br /> <br />
R
<br /> Das, was Kiat hier reingestellt hat, ist leider nur ein Beispiel von vielen: Da sind Leute, die haben viel Geld, offenbar zu viel, aber zu wenig Hirn (und Herz!), um zu wissen, wohin mit den<br /> Moneten.<br /> Da kommt dann halt Sinnloses dabei heraus.<br /> Bis jetzt (soweit die jetzige Menschheit weiß, lt. der Maya leben wir ja in der vierten Welt, alle anderen vorher sind durch die gleichen Gründe, die uns jetzt stören, zugrunde gegangen) ist das<br /> irgendwie durchgegangen.<br /> Doch was wird in Zukunft?<br /> Mehr als ein Fünftel der Wirbeltiere weltweit ist vom Aussterben bedroht - Schuld<br /> daran sind die Menschen, die den Tieren ihren Lebensraum rauben - aus Überlebenswillen - und Profitgier.<br /> Die Pflanzen sind hierbei noch nicht einmal mitgezählt.<br /> <br /> Ich betrachte das, was den Menschen geschieht, inzwischen von einer recht hohen Ebene aus - ich betrachte keine einzelnen Ereignisse und fühle mit, sondern konzentriere mich auf die Situation<br /> dieses Globus, auf dem wir leben.<br /> Ich weigere mich deshalb, bei einzelnen Ereignissen mitzufühlen.<br /> So viel Kraft habe ich nicht.<br /> Was kann ich tun, für diesen Globus? Ich tue, was ich kann. So wenig, oder so viel, wie das zurzeit auch sein mag. - Immer aber gebe ich alles, was ich geben kann.<br /> LG Ranvata<br /> <br /> <br />
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W
<br /> Stimmt !<br /> <br /> <br />
Antworten
W
<br /> Nein !<br /> <br /> Aber irgendwie muß es doch gehen ! :-(<br /> <br /> <br />
Antworten
K
<br /> <br /> Wir sollten es jedenfalls versuchen, schon um der Tiere willen!<br /> <br /> <br /> <br />
W
<br /> ne dann besser losen !<br /> <br /> Essen und Futter gibts in Grundmengen. Bei Mehrbedarf kuck ich mir erstmal die Sippen persönlich an.<br /> <br /> <br />
Antworten
K
<br /> <br /> Stimmt! Losen ist besser, da ist die Verletzungsgefahr geringer!<br /> <br /> <br /> <br />