Gibt es bei der Bundeswehr einen Maulwurf? Der junge, dynamische Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg lässt jedenfalls danach suchen.
Da hat die Bild-Zeitung einen Bericht von Feldjägern bekommen, da steht einiges drin über den Vorfall in Kunduz und die Bild-Zeitung hat daraus berichtet. Das macht jetzt dem bisher schneidigen Verteidungsminister zu Guttenberg und der Bundeskanzlerin zu schaffen. Warum wohl? Weil da die Wahrheit über den Krieg in Afghanistan drinsteht?
Mich macht zunächst stutzig, dass die Bild-Zeitung und damit der Springer-Verlag, diese Informationen veröffentlicht haben? Sonst berichtete der Springer-Verlag doch stets sehr regierungsfreundlich. Und jetzt bekam Deutschland eine schwarzgelbe Regierung. Also, was hat Frau Merkel falsch gemacht? Wie hat sie es geschafft, Springer et al. zu verärgern?
Tja, so ist es halt in unserer hochkommunikativen Zeit. Die Zeiten des Maulkorbes und der Zensur sind halt vorbei. Da bleibt für die Agierenden stets nur eins, stets bei der Wahrheit bleiben. Und wer Feinde hat, braucht für einen Maulwurf nicht zu sorgen. Es ist doch immer wieder das Gleiche: Da wird versucht, irgendeinen Schmuh unter den berühmten Teppich zu kehren, es kommt etwas raus. Aber dann zu dem Schmuh zu stehen und den Bürgerinnen und Bürgern reinen Wein einzuschenken, nein, da wird lieber danach gesucht, wer hat da gepetzt?
So war es bisher bei Konzernen wie der Bahn oder der Telekom. Da wurde von den Beschuldigten gleich gefragt: Wer hat da gepetzt?
Nur, dass das jetzt auch bei der Bundesregierung so gehandhabt wird, das (ver)stört mich.
Naja, solche Vorgänge dürften die Feiertagslaune der Betroffenen ziemlich gemindert haben. Mal sehen, was das Neue Jahr 2010 so bringt ...
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