Und wieder verlässt ein Michelin-Stern Franken! Und das kam so:
Vor sechs Jahren eröffnete der Sternekoch Fabian Feldmann sein Restaurant "Gastronomique" im "Scharzen Adler" in Heroldsberg. Noch im selben Jahr erhielt er einen Michelin-Stern, so gut kocht er. Vor ein paar Wochen wurde ihm dieser Stern bestätigt. Aber Feldmann und seine Frau, eine Französin, ziehen weg.
Seiner Frau ist es in Franken zu "kalt", nein, nicht die in Celsius gemessene Kälte, sondern die Kälte, mit denen so manche Franken andere Speisen beäugen. Was ist das Wichtigste an einem fränkischen Gericht? Die Größe! Ja, es gibt sogar fränkische Wirtschaften, da werden Schnitzel so groß wie Klodeckel angepriesen, da steht allen Ernstes "Abortdeckel" auf der Speisekarte ...
Die Feldmanns haben zwei Töchter, zwei und vier Jahre alt, die Kinder wachsen zweisprachig auf. Auch das können einige Franken nicht verstehen. Im Baskenland hat das Paar ein Lokal gefunden und zieht bereits im Januar um. Ich wünschen ihnen einen gelungenen Umzug und einen guten Anfang in Frankreich! Und Gäste, die Feldmanns Kochkünste auch zu schätzen wissen.
Ich frage mich, ob es den Bürgermeistern Johannes Schalwig, Eberhard Brunel-Geuder und Oliver Rath einfach egal ist, dass jetzt ein Sternekoch wie Feldmann wegzieht? Also, wirklich um das Ansehen von Heroldsberg bemühte Bürgermeister hätten sich doch nicht nur ein Bein ausgerissen, um eine solche Berühmtheit zu halten.
So aber wird die Heroldsberger Gastronomie wieder auf das übliche fränkische Niveau sinken.
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