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Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.

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Esel in der Bibel

Gestern nachmittags hatte ich Besuch, der Mann meinte, so ein Esel sei doch ziemlich nutzlos. Und außerdem wird ihm ja kaum Platz in der Bibel eingeräumt. Seine Frau lächelte, als mein Bär dazu kam, sie weiß ja, wie bibelfest er ist. Er fing gleich an:

"Ich weiß ja nicht, welche Bibel du zu Hause hast, aber gerade der Esel wird in den Zehn Geboten extra zweimal erwähnt, einmal, dass die Sabbatruhe auch für ihn gilt, und beim Neid-Verbot ist er auch erwähnt: Du sollst nicht begehren Deines Nächsten Weib und seinen Knecht, Magd, Rind oder Esel, noch alles, was dein Nachbar besitzt!"

"Also in meiner Bibel steht das nicht, und das ist eine moderne Übersetzung!"

"Diese modernen Übersetzungen kannst du sowieso in der Pfeife rauchen, für mich sind das oft Verfälschungen, da wird oft vieles weggelassen, was den modernen Menschen von heute nicht in den Kram passt! Zum Beispiel über den Tierschutz."

"Also, über den Tierschutz habe ich in der Bibel nichts gelesen. Und der jetzige Papst hat mal gesagt, dass Tiere keine Seele haben."

Da mischte sich die Frau ein: "Hat er das wirklich gesagt?"

Ich antwortete: "Ja, aber da war er noch der Herr Ratzinger und noch nicht Papst. Er hielt mal einen Vortrag, und er ist ja leidenschaftlicher Jäger. Er sagte, Hasen und Rehe freuten sich, wenn sie erschossen werden, denn sie hätten keine Seele."

Die Frau schüttelte den Kopf und fragte: "Wie war das mit dem Tierschutz?"

"Im Fünften Buch Moses steht zum Beispiel: Wenn du deines Bruders Esel unterwegs fallen siehst, so sollst du dich seiner annehmen und ihm aufhelfen. Da  gibt es noch mir Stellen, in denen die Esel klüger sind als die Menschen, die Geschichte vom Seher Bileam und seiner Eselin kennst du ja?"

Der Mann machte einen tiefen Nicker, den machen meistens Menschen, wenn sie nichts wissen oder nichts verstehen. Seine Frau fragte aber: "Ich kenne die nicht!"

"Da gab es den König Balak, der hatte Angst vor den Israeliten und hat Seher Bileam beauftragt, die Juden zu verfluchen. Bileam hat zwar vorher den Ewigen befragt, ob er diesen Auftrag annehmen sollte. Er erhielt als Antwort, er solle das nicht tun, weil das israelische Volk gesegnet sei. Aber die Aussicht auf königliche Geschenke verführte den Seher, doch den Auftrag anzunehmen. Aber seine Eselin sieht mehr als der alte Seher und bockt und der Seher landet im Straßendreck. Da verdrischt er seine Eselin, die fängt zu sprechen an. Dann sieht der Seher den Engel des Ewigen ... Interessant ist auch, dass es ein weiblicher Esel ist ..."

"Ach, das ist eine alte Geschichte ..."

"In der Bibel stehen lauter alte Geschichten, viele davon sind jedoch zeitlos und gelten auch heute."

 

 

(C) Copyright 2004-2010 by Kiat Gorina, Windsbach. Alle Rechte vorbehalten.

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F
<br /> wahrscheinlich ! ^^<br /> <br /> <br />
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F
<br /> so kenn ich euch ! Immer bei der Wahrheit bleibend ! Schön ! ^^<br /> <br /> <br />
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K
<br /> <br /> Liebe Flora,<br /> <br /> <br /> vielleicht ist es das, was dem Veto-Dekan an uns nicht gefällt. Was wir schreiben, das ist die reine Wahrheit!<br /> <br /> <br /> Liebe Grüße, Kiat<br /> <br /> <br /> <br />
M
<br /> Liebe Kiat!<br /> <br /> Diese Geschichte mit dem Seher und der Eselin gefällt mir!Da sieht mans wieder:<br /> Tiere sind klüger als Menschen weil ihnen kann Loki nicht flüstern.<br /> Sie handeln nach Instinkt und dadurch richtig.<br /> Nur der Mensch läßt sich von (falscher) Logik und Emotionen (im Bsp:Gier) zu Fehlern verleiten.<br /> <br /> Das paßt zu Ratze:<br /> Tiere hätten keine Seele und seien nur dazu da vom Menschen ermordert zu werden!<br /> Das sagt sehr viel über diesen Mann aus.Daß er früher seine Schüler geschlagen hat,rundet das Bild ab.<br /> Diese Christen,die halten sich nicht mal an ihr heiliges Buch.<br /> "Alle grünen Pflanzen der Erde gebe ich Euch als Nahrung",steht da nämlich.<br /> Die Rastas wissen das noch und ernähren sich von Rohkost.Die wissen halt was gut ist.:-)<br /> <br /> Mir stellt sich seit langem schon die Frage wie man als Frau und Tierfreund(in) überhaupt Christ(in) sein kann?<br /> Sowohl die Frau als auch das Tier sind ja minderwertige,seelenlose Wesen und die Frau ist ja sündig und vedirbt den Mann und beide sollen ihm dienen (sie als Putzfrau und Lustobjekt,das Tier muß<br /> sich ermorden und auffressen lassen) und die Klappe muß Frau auch halten.:-(<br /> So sieht es jedenfalls die Kirche und auch ihre Gründer (Apostel Paulus,Martin Luther,Augustinus....)<br /> Aber die meisten Leute reden sich wohl ein,die Kirche und auch der christliche Glaube hätten sich zum Guten gewandelt.Nein!<br /> <br /> Durch solche Aussagen wie die von Ratze ist wohl das Gegenteil bewiesen, auch wenn viele das nicht wahr haben wollen!<br /> <br /> Moira wünscht allen schöne,erholsame Feiertage,auch Euren 4 beinigen Familienmitglieder<br /> <br /> <br />
Antworten
K
<br /> <br /> Liebe Moira,<br /> <br /> <br /> wichtig ist, dass es sich um eine Eselin gehandelt hat. Übrigens, das weibliche Geschlecht kommt in der Bibel oft besser weg als die Männer. Das führte sogar so weit, dass im Neuen Testament in<br /> den neueren Übersetzungen aus einer Junia ein Junias gemacht wurde. In den alten Texten steht, dass die Leiterin einer christlichen Gemeinde eine Frau Junia war und Paulus grüßt sie auch als<br /> Junia. Später haben Mönche, die sich offenbar nicht vorstellen konnten, dass Paulus eine Frau grüßt, flugs ein s angehängt und schon grüßt Paulus einen Mann, wie es sich gehört <br /> <br /> <br /> Pech nur für die Mönche: Zur damaligen Zeit gab es keinen Mann namens Junias, weil ein solcher Männername nicht gebräuchlich war. So was aber auch!<br /> <br /> <br /> Vielen Dank für deine lieben Ostergrüße, wir grüßen zurück, vor allem die Vierbeiner. Bei unserem Osterspaziergang haben wir einen ganz großen Hasen gesehen, der vor Riffel keine Angst hatte ...<br /> <br /> <br /> Liebe Grüße, Kiat<br /> <br /> <br /> <br />