Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.
Vor ein paar Tagen ging es wie eine Schockwelle um den Globus: Facebook funzt nicht mehr!
Obwohl der Ausfall dieses sozialen (?) Netzes nur wenige Stunden dauerte, berichteten viele Medien darüber. Nun ja, Facebook soll ja über 500 Millionen Nutzer haben. Jedenfalls werden sich die Marketingstrategen erfreut die Hände gerieben haben: mit diesem Ausfall der Server oder was auch immer bekam Facebook absolut kostenlose Werbung. Ich fürchte, es wird gelegentlich wieder zu geheimnisvollen Ausfällen kommen.
Und was ist so schlimm, wenn Facebook für ein paar Stunden nicht erreichbar ist? Tja, die Gefahr ist groß, dass Menschen merken, dass ohne Facebook das Leben stressfreier ist. All diese Problemchen, die Nutzer hochstilisieren und die keine ernsten Probleme sind, brauchen wir die überhaupt? Ich denke nein. Das ist doch nur eine riesige Ablenkungsmaschinerie von den wirklichen Problemen dieser Menschheit. Irgendwie erinnert mich das an das spätrömische Reich. Da war der Zirkus für den Alltag so ziemlich das Wichtigste, dabei übersahen die "Entscheider" und ihre Nachläufer, dass außerhalb der Grenzen des römischen Reiches sich ein realer Zirkus zusammenbraute und das römische Reich wie ein Kartenhaus zusammenfiel.
Und so ähnlich schaut es heute auch aus: Während die Endlagerung von atomarem Müll global überhaupt nicht gelöst ist, diskutieren 500 Millionen fb-Nutzer über Belanglosigkeiten des Alltags. Dabei kann es jederzeit den absolut größten Rumms geben, dann stehen die fb-Server für immer.
Und wenn dann die Katastrophen-Touristen unter den Aliens die Reste der Erde besuchen, schütteln sie verwundert ihre Köpfe: Kein Wunder, dass diese Erdlinge die Energiefrage nicht lösen konnten, wenn sich allein 500 Millionen Menschen täglich mit "Problemen" beschäftigen, die nun wirklich keine sind.
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